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Bösartiger Tumor am Zungengrund

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  • Bösartiger Tumor am Zungengrund

    Liebe Leser,

    erstmalig nehme ich heute an einem Forum teil. Bei meinem Papa
    wurde ein bösartiger Tumor am Zungengrund bis zum Kehlkopfdeckel (ca 5 cm) festgestellt. Wir stehen noch immer unter Schock und ich brauche Hilfe von allen, die ich hier erreiche und sich mit dieser Diagnose auskennen oder Erfahrungen haben!
    Kennt jemand Spezialisten auf diesen Gebiet, wer kann einem helfen? Welche Kliniken haben viele Erfahrungen auf diesem Gebiet? Bitte helft mir! Ich danke Euch von ganzem Herzen!

    Liebe Grüße!

  • Re: Bösartiger Tumor am Zungengrund


    Ich empfehle Vorstellung in einer HNO-Klinik in Wohnortnähe. Es sollte schon eine Klinik sein, die mit Tumorchirurgie Erfahrung hat. In der Regel beraten da die niedergelassenen Ärzte (Hausarzt oder HNO-Arzt). Bei einem Zungengrundkarzinom steht zunächst die operative Behandlung im Vordergrund. Es ist in jedem Fall günstiger für den Patienten, wenn eine operative Entfernung möglich ist und sie sollte angestrebt werden. Hier könnte man eventuell eine chirurgische Zweitmeinung an einem größeren Zentrum (Uni-Klinik) einholen, wenn man den Eindruck hat, dass die erstbehandelnde HNO-Klinik überfordert ist. Dann wäre die Frage der Nachbehandlung zu stellen (Bestrahlung, Chemotherapie), wenn der histologische Befund vorliegt. Sollte eine Operation nach eingehender Prüfung nicht möglich sein, wäre eine Radiochemotherapie einzuleiten.

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    • Re: Bösartiger Tumor am Zungengrund


      Hallo, mein Vater war 2000 an Zungengrundkrebs erkrankt. Es kam ganz unvermutet. Beim Essen verspürte er so etwas ähnliches wie eine Mundsperre. Er bekam den Mund nicht sehr weit auf. Also ging er in Wien, zum Krankenhaus der barmherzigen Brüder (er wohnte gleich dort). Er wurde sofort aufgenommen und die Ärzte sagten ihm, es sei ein schnellwachsender Krebs. Man müsse operieren. Den Kiefer von vorne mittig spalten, 2/3 der Zunge entfernen, eventuell noch mehr. dadurch kann man nur schwierig essen und reden. Mein Vater fragte nach der Alternative, worauf ihm geantwortet wurde: ca. 6 Wochen. Er sagte gut, das tue ich mir nicht an, ich nehme die 6 Wochen. Nach seiner Weigerung zur Operation bekam er plötzlich als Alternative eine Chemotherapie (Weiße Flüssigkeitssäcke als Infusion) die offensichtlich sehr stark war. Er war teilweise im Delirium und nahm in diesen 3 Wochen (so lange dauerte es) 30 Kg ab. Nach den 3 Wochen war der Krebs weg. Er erholte sich und wurde zur Nachbehandlung ins Spital Hietzing geschickt, wo er ambulant eine Strahlentherapie des betroffenen Bereiches (Hals ) machte. Die Bestrahlung dürfte etwas zu stark gewesen sein, da sich die Haut verhärtete, und einige Speicheldrüsen in mitleidenschaft gezogen wurden, was aber wahrscheinlich notwendig war, damit keine Metastasen auftauchen. Dadurch hatte er ein bißchen Schluckbeschwerden beim Essen und musste die Speiseröhre durch trinken und Leinsamenbrei gängig machen, aber dann konnte er normal essen, musste halt viel dazutrinken. Nun der Krebs war besiegt! Er starb 2005 79jährig im Spital da er durch die Bestrahlung und sein Herzleiden immer Wasser bekam und dieses ihm im Spital mit Tabletten und Infusion entzogen wurde. Er schlief in der Nacht ein, nach der er an nächsten Tag nach Hause gehen hätte können.

      Liebe Grüße und alles Gute aus Wien

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      • Re: Bösartiger Tumor am Zungengrund

        Hallo,
        bei mir wurde in der letzten Woche bei einer Biopsie ein Tumor am li Zungengrund diagnostiziert.
        Die Ärtze des UKE wollen ihn Di herausoperieren und die Halslymphknoten entfernen. In den letzten Tagen habe ich ein starkes Brennen in der Schlundmitte vor dem Kehlkopf und habe nun Angst, dass weitere Teile entfernt werden und ich mein Sprechvermögen verliere.
        Hat jemand persönliche Erfahrung mit OPs von Zungengundkrebs und anschließender Strahlentherapie.

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