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Speiseröhrenkrebs

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  • Speiseröhrenkrebs

    Bei meinem Vater wurden nach Schluckbeschwerden und einer Magenspiegelung Speiseröhrenkrebs festgestellt. Nach zahlreichen Untersuchungen wurde Stadium C3 festgestellt. Die eine Fachklinik hatte uns vor 5 Wochen gesagt, das er Chemo, Bestrahlung und in 3 Monaten operiert werden soll, wo die Speiseröre entfernt und der Magen hochgehängt werden sollte. Es wurde uns Mut gemacht, das die Chancen gut stehen würden.
    Nun ist mein Vater wegen Schwäche in einem hiesigen Krankenhaus und uns wurde heute gesagt, das dieses Krankenhaus, welche die Chemo und Bestrahlung machen sollte, das ganz anders sieht. Sie haben uns gesagt, das er keine Chance hat (3,5% Überlebensrate) und Sie nicht für die Bestrahlung in dem Sinn wären. Sie sgen, wenn er Chancen hätte würden Sie sagen ja. Uns wurde gesagt, das er in 20Jahren keiner getroffen hat, der das Überlebt hat und er würde die OP nicht raten um unnötige Schmerzen zu ersparen. Er sagt, da auch die Lymphknoten schon betroffen. Nun stehen wir vor der Entscheidung OP ja oder nein?
    Wer kann dazu was sagen?


  • Re: Speiseröhrenkrebs


    [quote weberli1984]Nun stehen wir vor der Entscheidung: OP ja oder nein?[/quote]
    Normalerweise liegt die Entscheidung für oder gegen bestimmte Therapiemaßnahmen beim Patienten, also bei Ihrem Vater. Oder wurde er entmündigt bzw. ist nicht mehr in der Lage, für sich selbst sinnvolle Entscheidungen zu treffen?

    Bei Krebserkrankungen wird oft die 5-Jahres-Überlebensrate angegeben. Die 3,5%, die Ihnen genannt wurden, sind also möglicherweise die statistische Wahrscheinlichkeit, daß Ihr Vater **in 5 Jahren** noch lebt. Das sollten Sie ggfs. nochmal genau nachfragen! (Vielleicht kann durch gute Behandlung erreicht werden, daß er noch ca. 1 bis 3 Jahre mit erträglicher Lebensqualität leben kann. Das wäre doch auch schon etwas...)

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    • Re: Speiseröhrenkrebs


      Nein. Endmündigt wurde er natürlich nicht. Er soll selbst entscheiden. Uns wurde gesagt, das er ohne OP noch 2 - 2,5Jahre überleben kann (was ich ja schon großartig finden würde) und mit OP ein halbes Jahr länger. Haben gestern nochmal mit dem Hausarzt kontakt aufgenommen und dieser Rät uns von der OP ab. Er sagt wenn er an unserer Stelle wäre würde er es nicht machen. Wegen evtl. einemn halben Jahr so eine schwierige OP auf sich zu nehmen wenn die Chancen zur Heilung fast null sind. Nun liegt es natürlich an der Entscheidung meines Vaters, ob er die Schmerzhafte OP noch machen lassen will oder nicht

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      • Re: Speiseröhrenkrebs


        Es ist nicht ganz richtig, dass von einer Operation in jedem Fall abzuraten ist. Es hängt vielmehr von der Risikobereitschaft und Therapiebereitschaft des Patienten ab. Es wurden Studien mit einer vorgeschalteten Radiochemotherapie und anschließender Operation beim fortgeschrittenen Ösophaguskarzinom durchgeführt. Das Risiko der Operation ist nicht vernachlässigbar (mit einer nennenswert hohen Sterblichkeit). Die Patienten, bei denen das gesamte Regime erfolgreich durchgeführt werden konnte, haben dann jedoch eine bessere Prognose und sogar eine kleine Heilungschance. Es setzt jedoch, wie gesagt, einen erheblichen Einsatz des betroffenen Patienten voraus. Solche Verfahren sollten bevorzugt bei jüngeren Patienten eingesetzt werden.

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