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Verdacht auf Urothelcarcinom

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  • Verdacht auf Urothelcarcinom

    Hallo!
    Meine Oma (81, bis dahin völlig fit und mobil, reist viel, nur leicht schwerhörig, Ex Raucherin (viel) aber vor ca 15 Jahren aufgehört) hatte seit längerem Rückenschmerzen, die sich nun als Nierenschmerzen rausgestellt haben. Seit ca 5 Wochen ist Blut (sehr viel) und Eiweiß im Urin. Hausärztin gab 3 Mal Antibiotika, und machte danach ein Urikult der negativ war, daraufhin wurde sie zum Urologen überwiesen.Der wusste nichts vom Urikult und hat ein weiteres AB verschrieben, und einen Termin für nach seinen Urlaub am 16. 8 zur Kontrastmitteldarstellung gemacht, kein Ultraschall.
    Meine Oma hat uns leider von all dem erst am Wochenende erzählt, da sie nur mit einem Harnwegsinfekt gerechnet hat wie die Ärzte ihr sagten.
    Nachdem ich bei der Hausärztin nun Druck gemacht habe und Ihr erzählt habe dass der Urologe nichts gemacht hat wurde dann doch nochmal ein U-Stix gemacht, Blutabgenommen und Überweisung ins Krankenhaus.
    Dort hat man viele Zysten in den Nieren festgestellt, und bei der Blasenspiegelung am 1 Tag ( ich war bei der Vorbesprechung zur Narkose dabei und habe in Ihre Akte geschaut und diese auch fotografiert) : Am Blasenboden übergreifend auf die Hinterwand und fast die gesamte Seitenwand zeigt sich ein ausgedehnter papillomatörser Tumor. Ein weiterer papillomatöser Tumor größe ca 3 cm an der linken Blasenwand und ein weiterer 3 cm großer an der Vorderwand.
    Nun sollte sie schon gestern und heute eine Blasenspiegelung mit TUR-B unter Vollnarkose bekommen, das soll morgen nun stattfinden.
    Außerdem stand in der Akte : V.a. multifokales Urothelcarcinom der Harnblase 1. Manifestation
    und Patientin wurde über Verdachtsdiagnose TCC Blase informiert

    Ich habe darum gebeten dass wichtige Gespräche nur in Anwesenheit von Angehörigen stattfinden da sie oft nichts versteht aber jaja sagt... Auf Nachfrage in Ihrer Anwesenheit ob die Tumore bösartig sein können sagte der Arzt das wisse er nicht das würde erst die Histologie zeigen. Die OP Aufklärung wurde ohne Angehörige gemacht, sie hat nicht viel verstanden und hatte danach nur Panik dass die Blase entfernt werden könnte. Sie denkt es wird sich erst rausstellen ob es gut oder bösartig ist. Sprich von der Verdachtsdiagnose weiß sie nicht. Sie wusste nichtmal ob sie richtig operiert wird oder es über die Harnröhre gemacht wird. Ich habe dann nochmal den Arzt geholt und gesagt dass sie nichts verstanden hat und gesagt er soll nochmal sagen was gemacht wird, das ganze hat 2 Minuten gedauert und davon war ich dann auch nicht klüger. Eine andere Ärztin hat heute gesagt es wird nur eine Biopsie genommen und keine Chemo in die Blase gegeben, aber in den Akten steht TUR-B, ggf Chemo in die Blase, Entnahme kalter Biopsien etc.

    Auch die Nieren werden völlig außer Acht gelassen, das letzte Blutbild war am Montag (da sollte auch eine AUG gemacht werden die nun aber morgen gemacht werden soll da der Darm aufgegast war und die Nierenwerte schlecht. Sie war auch dehydriert da sie wenig getrunken hat da sie sonst alle 15 Minuten auf die Toilette musste...)
    Auf die Frage heute was nun mit den Nieren sei und warum kein Blut abgenommen wird sagte die Ärztin: Ach ich hab gedacht es wurde schon abgenommen und mal wieder danach geschaut.....
    Sie haben ihr dann gegen Abend mal noch abgenommen. Ich finde das alles einfach unfassbar....

    Nun zu meinen Fragen: Wie schätzen sie die Wahrscheinlichkeit dass es nach diesen Befunden und Verdachtsdiagnosen gutartig ist?

    Bedeutet multifokal dass die Prognose schlechter ist da es schon 3 große Herde gibt.

    Was kann ich gegen dieses Rumgedruckse von den Ärzten tun die alle Unterschiedliches sagen und keiner sich mal konkret äußert?
    Hätte nicht schon längst eine Cytologie entweder von einem Abstrich während der ersten Spiegelung oder aus dem Urin gemacht werden können. Der Arzt sagt sie kanneinen Tag später nach Hause gehen nach der TUR-B und bekommt dann nach ca ner Woche das Ergebnis zum Urologen geschickt o0
    Ist hier kein Schnellschnitt angebracht?

    Sollte es bösartig sein möchte sie auf keinen Fall die Blase entfernt bekommen ( da bin ich auch dagegen in dem Alter)
    und ich denke am Sinnvollsten wäre da doch nurnoch eine gute palliative Behandlung oder?

    Meine Oma weiß von all meinen Befürchtungen noch nichts und hofft immernoch dass es gutartig ist und sie gesund heim kann.

    Ich finde das Verhalten der Ärzte hier echt das Letzte.

    Ich weiß nicht mehr was ich noch denken soll geschweige denn unternehmen kann.
    Ich würde mich über eine direkte objektive Antwort wirklich sehr freuen, ich will nur das Beste für meine Oma und Ihr unnötige und schwere Behandlungen und Op´s ersparen so dass sie wieder heim kann und Ihr restliches Leben genießen.

    Viele liebe Grüße

  • Re: Verdacht auf Urothelcarcinom


    Hallo! Mittlerweile ist es so dass sie schon Mittwoch die OP haben sollte, da haben sie Nachmittags gesagt dass sie doch nicht mehr dran kommt ( und bis dahin hat sie logischer Weise auch nichts zu Essen bekommen), dann hieß es ganz sicher Donnerstag, da ist auch nichts mehr passiert, also sollte es nun gestern stattfinden. Da es gestern so furchtbar heiß war musste sie trinken, da sie ja schlechte Nierenwerte hat und ohnehin dehydriert war, es wurden ihr seit Ihrer Einweisung keine Infusionen mehr gegeben und so auch gestern nicht, und kein Pfleger hat sie darauf hingewiesen, dass sie 2 Stunden vorher aufhören muss zu trinken. Sprich sie kam in den OP und unverrichteter Dinge wieder ins Zimmer. Das darf doch wirklich nicht wahr sein. Wir sind alle berufstätig, meine Mutter hat sich schon Mittwoch und Donnerstag frei genommen um bei ihr zu sein, aber gestern hat leider keiner von uns freibekommen. Das ist doch wirklich keine Art und Weise....

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    • Re: Verdacht auf Urothelcarcinom


      Zunächst ist Ihre Oma ja nicht entmündigt und nach Ihren eigenen Aussagen fit. Daher ist es eigentlich nicht zwingend, dass Angehörige über alles informiert werden müssen und schon gar nicht dass sie über Therapien entscheiden. Das findet alles zwischen dem Patienten und dem Arzt statt. Im Gegenteil, Ihre Oma muss ausdrücklich einwilligen, dass andere Personen (auch Angehörige) medizinische Details erfahren. Wie Ihre Oma dazu steht, kann ich natürlich aus der Ferne nicht beurteilen.
      Zunächst muss das Ergebnis der TUR-B abgewartet werden. Da man das Ergebnis vorher nicht kennt, ist es nachvollziehbar, dass die Ärzte vorher keine Hypothesen äußern. Es verunsichert hinterher viel mehr, wenn etwas revidiert werden muss. Wenn tatsächlich ein Urothelkarzinom gefunden wird, spielt das Stadium eine Rolle (oberflächlich T1-2, infiltrierend T3). Erst dann kann über die therapeutischen Optionen gesprochen werden. Ich schlage vor, dass Sie da keine Vorentscheidung für Ihre „fitte“ Oma treffen und eine palliative Behandlung vorschlagen, wenn noch ein kurativer Ansatz möglich ist. Natürlich wird dann auch darüber beraten, ob ein organerhaltender Ansatz (z.B. Blaseninfusionen oder Radio(chemo)therapie) zu empfehlen ist. Solche Empfehlungen werden typischerweise im Rahmen einer interdisziplinären Tumorkonferenz erarbeitet und dann dem Patienten mitgeteilt.

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