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Tumor im Duodenum

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  • Tumor im Duodenum

    Hallo Herr Prof. dr. wust,

    Ich war heute im Krankenhaus Paderborn und sollte eine Endosonografie machen. Der Oberarzt sagte, wir machen erst eine Magenspiegelung und dann die Endo.

    Nach der Magenspiegelung wollte er die Endosono garnicht mehr machen, weil er der Meinung ist, dass das nichts ist. Vielleicht ein Fleischknopf? Aber nichts böses. Er sagte ich solle mir keine Sorgen machen da ist garnichts.

    Was nun, kann man so etwas glauben? Wenn der eine Gastroarzt sagt, da ist ein Tumor und der zweite sagt, da ist nichts, bzw. Nur ein Fleischknopf. Vielleicht ist es ja auch von aussen??

    Was soll ich nun machen?

  • Re: Tumor im Duodenum


    Entschuldigung, hier der Bericht.

    Eingesehen wurde bis in die pars Descendes des Duodenums. Bei dem Wulst im postbulbären Duodenum Etwas oralwärts und seitlich versetzt zur Hauptpapille handelt es sich um eine prominente Nebenpapille. Insgesamt kein Hinweis auf einen Tumor.

    Es sollte ja eigentlich eine Endosonografie mit Stanze gemacht werden. Zuerst wurde die Spiegelung gemacht, dann sollte die Endosono gemacht werden, diese hat der Arzt nicht mehr für nötig gehalten. Ich finde das schon etwas komisch, das wäre doch viel sicherer gewesen als nur der Augenschein, oder?

    Im Bericht sind auch Farbbilder dabei. Für mich sieht das immer noch aus, als wäre es ein Tumor, zumal das Ding auch röter als die Hauptpapille ist. Sind denn diese papillen überhaupt dick oder ganz flach?

    Ich weiss jetzt einfach nicht weiter. Der eine Arzt sagt Tumor, der zweite Oberarzt sagt da ist nichts.

    Finden Sie das fahrlaessig keine Proben entnommen zu haben ???

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    • Re: Tumor im Duodenum


      Auch bei einer Magenspiegelung kann es, wie bei jeder Untersuchung, falsch positive Diagnosen geben. Das war hier offensichtlich der Fall. Sie waren dann bei einem erfahrenen Untersucher, der die Vorwölbung, die ursprünglich als verdächtig eingestuft wurde, als (prominente) Nebenpapille erkannte. Vielleicht erinnern Sie sich, dass ich auch skeptisch war, ob hier tatsächlich ein Tumor vorliegt (aus rein statistischen Erwägungen). Nun sollten Sie sich eigentlich freuen, dass kein pathologischer Befund vorliegt. Ein Dünndarmkarzinom wäre bestimmt keine angenehme Diagnose gewesen.
      Wenn ein erfahrener Untersucher in der Endoskopie den Tumorverdacht nicht bestätigen kann, wo soll er dann eine Probe entnehmen? Er kann doch nicht in eine gesunde Nebenpapille hineinstechen oder irgendwo anders in die normale Schleimhaut! Das wäre eine unnötige Traumatisierung. Aus meiner Sicht ist alles ordentlich verlaufen.
      Wenn immer wieder neue Untersuchungen verlangt werden, wird man zwangsläufig auch ´mal etwas finden. Auch das ist wieder pure Statistik, da die Spezifität der Verfahren im Bereich von 90% (und besser) liegt. Man wird also bei jeder 10. Untersuchung (inkl. Labor) einen falsch positiven Befund erheben. Das ist hier geschehen.
      Bitte nehmen Sie mir nicht übel, wenn ich allmählich den Eindruck gewinne, dass Sie offenbar eine Krebserkrankung haben wollen. Sie sollten sich freuen, dass man nichts gefunden hat und sich nun anderen wichtigen Dingen zuwenden.

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      • Re: Tumor im Duodenum


        Sehr geehrter Herr Prof. dr. wust,

        Vielen Dank fuer Ihre Einschätzung, die ich sehr schätze. Bitte verstehen Sie mich, ich bin hypochondrisch veranlagt, deshalb diese vielen Fragen. Eine Einschätzung wuensche ich mir nich.

        Hier ist die Pathologie der Biospsien bei der ersten Spiegelung.

        Regelrechte strukturierte Duodenalschlemhaut ohne Erhöhung der intraepithalien Lymphozytenzahlen. Minimal chronische Gastritis der intermediaerzonennahnen Antrumschleimhaut mit geringer relativer foveolärer Hyperplasie nd kapillaerer Hyperämie.

        Die Biospie des Tumors (Nebenpapille): umschriebene polypoide gastrale Metaplasie der Schleimhaut vom postbulbaeren Duodenum. In den vorliegenden Praeperaten keine positiven Hinweise fuer eine glutenintensive Enteropathie Zottenatrophie. Ein Helicobacterbefall der Magenschleimhaut laesst sich nicht nachweisen. In der vorliegenden Biopsie ist kein eigenständiger Tumor nachweisbar. Sicherheitshalber wird das Material weiter aufgearbeitet. Ueber das Ergebnis erfolgt ein zweiter Bericht.

        Was heisst das denn nun. Sicherheitshalb..... Haben die nun doch einen Verdacht auf einen bösartigen Tumor???

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        • Re: Tumor im Duodenum


          Also hat man doch eine Biopsie durchgeführt. Es gibt spezielle Marker und Färbemethoden, um die Empfindlichkeit für einen Tumornachweis, eventuell auch Lymphomnachweis zu erhöhen. Im Duodenum sind auch physiologisch Lymphozytenansammlungen. Um u.a. ein Lymphom auszuschließen, wird man spezielle Analysen vornehmen. Kein Grund zur Unruhe, man will nur auf Nummer sicher gehen.

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          • Re: Tumor im Duodenum


            Hallo,
            Das ist nüchtern böse gemeint auch ich leide unter einer angststörung wie wäre es wenn sie sich mal psychologische Hilfe suchen???? Ich muss Herrn dr Wust recht geben!!! Ich hab auch Angst vor Krebs aber bei mir ist es nicht so das ich von Arzt zu Arzt renne die zeit hab ich nicht mal... Ich Dress die sorgen quasi in mich rein bis ich aus Angst hier meine postings verfasse... Klar, geh ich auch zum Doc aber ich lass Nachtzug das es zu viel wird.

            Machen sie mal eine Psychotherapie mein Tipp dazu!

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            • Re: Tumor im Duodenum


              Ja, die erste Gastro wurde mit einer Zangenbiopsie gemacht. Von dem Tumor (papille) und vom Rest des Duodenums und des Magens. Die Gastroenterologin wollte aber eine Stanze die der Oberarzt dann nicht mehr gemacht hat, weil er ja meint, da wäre nichts.

              Sagen Sie Herr Prof. dr. wust, wenn da jetzt doch etwas wäre, könnte sich das durch Brennen im Bauchraum bemerkbar machen, wie Sodbrennen nur tiefer? Manchmal auch so eine Art bohren zwischen dem Brustbein und dem Nabel??

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              • Re: Tumor im Duodenum


                [quote thphilipp]Sagen Sie Herr Prof. dr. wust, wenn da jetzt doch etwas wäre (...)[/quote]

                Da haben wir's wieder. Eine im Grunde vorhersehbare Reaktion! Es hat anscheinend nicht viel Sinn, Ihnen zu sagen, daß Sie keinen Krebs haben -- Sie glauben es nicht (oder höchstens eine halbe Stunde lang...)

                Seit mehreren Jahren schreiben Sie hier über Ihre (vermeintlichen) Krebserkrankungen. Bisher war es, wenn ich mich recht entsinne, jedesmal "falscher Alarm".

                Einen Teil der Zeit, die Sie für die vielen Untersuchungen und das Interpretieren bzw. ständige Hinterfragen der Befunde aufwenden, verbringen Sie wohl sinnvoller bei einem Psychotherapeuten bzw. Psychiater/Psychosomatiker.

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                • Re: Tumor im Duodenum


                  Entschuldigung, aber mir ist das einfach zu sehr ein Zufall. Erst der erhöhte Tumormarker im Dezember 2012, dann Bauchschmerzen und Sodbrennen, dann die Magenspiegelung mit Verdacht auf einen Tumor im Zwölffingerdarm und nun soll beim zweiten Gastroenterologen auf einmal nichts sein. Meint Ihr nicht, dass das etwas komisch ist und zum Nachdenken stimmt.

                  In einer Magenspiegelung 2010 stand im Bericht :"Einsicht bis zur Papille." Da stand nie etwas von Papillen oder Haupt und Nebenpapille. Das bedeutet ja, dass ich ein Pankreas divisum hätte. Nie stand davon etwas in den Ergebnissen der Magenspiegelungen. Auch in mehreren Mrcp stand das nie. Also denke ichist meine Angst schon berechtigt.

                  Ich weiss auch nicht, ob man eine Nebenpapille so eindeutig erkennen kann und vor allem, warum ist sie prominent??

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