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Besorgte Mutter wegen Asbest

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  • Besorgte Mutter wegen Asbest

    Sehr geehrter Prof.dr. Wust, Ich mache mir große Sorgen wegen mein Sohn. Er fährt mit der Schulbus und direkt neben der Haltestelle hat ein Hauseigentümer die asbesthaltige Eternitplatten vom Fassade mit der Hammer abgeklopft, der Schutt steht in einer Anhänger auf der Gehweg. Ich habe heute morgen ihn mit dem Auto in die Schule gefahren weil ich große Angst hatte dass er noch die verbliebene Platten auf der andere Seite weitermacht was sehr wahrscheinlich ist. Meine Frage währe ob jetzt was schlimmes passieren könnte weil er dort gestanden hat ca halbe Meter entfernt wo schon eine menge Faser gewesen sein müsste bei diese zerstörerische Methode . Ich kann seit dem nicht mehr schlafen weil ich nicht weiß ob ich ihn wieder mit dem Bus fahren lassen kann, der wendet nämlich genau dort und hat seine Fenster offen, und die Tür beim ein und aussteigen. Ist das noch möglich dass sie Faser länger drin bleiben (Bus ) und nach ihre Einschätzung wann kann er bedenklos wieder mitfahren. Entschuldigen Sie bitte für so viele Fragen aber ich hab bisher nur Hiobsbotschaften von Asbest gehört und mir ist es wichtig das ich richtig informiert bin damit ich mich wieder beruhigen kann, war schon immer bisher ängstliche Typ aber jetzt geht es mir ganz schlecht. Vielen Dank für Ihr Mühe

  • Re: Besorgte Mutter wegen Asbest

    Ps: kann man die (möglicherweise) kontaminierte Kleidung waschen und ist wieder in Ordnung oder wie verfährt man am besten? Vielen Dank

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    • Re: Besorgte Mutter wegen Asbest

      Wir hatten schon mehrfach in diesem Forum die starken Verdünnungseffekte im Freien besprochen. Relevante Konzentrationen von Asbestfasern sind nur in geschlossenen Räumen und bei der Bearbeitung von asbesthaltigen Materialien zu erwarten. Außerdem sind jahrelange Expositionen erforderlich. Das ist in der Arbeitsmedizin bekannt.
      Von Kontamination (an der Kleidung) kann hier keine Rede sein, da Ihr Sohn nicht in Berührung mit Materialien kam. Ein Anreicherungsmechanismus im Bus ist auch nicht denkbar. Es besteht der schon beschriebene Verdünnungseffekt, und auch die kurze Zeit der Exposition ist zu berücksichtigen. Es besteht also kein Grund zur Beunruhigung.

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      • Re: Besorgte Mutter wegen Asbest

        Vielen Dank sie haben mir sehr geholfen, wenn ich richtig verstanden habe besteht ein Kontaminierung von Kleidung auch nur bei direkten Arbeit mit Asbest.? Kann man also sagen wenn man an so eine Baustelle vorbeigeht nicht wesentlich mehr belastet ist als die auch schon vorhandene Hintergrundbelastung? Habe mal gelesen dass für die Entstehung von Mesotheliom auch eine einzige Faser genügt?! Ist das falsch ? Bin froh wenn ich jetzt mal richtig aufgeklärt bin von eine Fachmann dem ich vertrauen kann , Mann liest ja so viel panikmachende Sachen und man bekommt richtig Angst.

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        • Re: Besorgte Mutter wegen Asbest

          Mit Abstand von der Quelle nimmt die Konzentration mit dem Abstandsquadratgesetz ab, also sehr schnell. Im Freien entsteht ein zusätzlicher Verdünnungseffekt durch Luftbewegung (Wind). An der Kleidung kann die Faserkonzentration nicht höher sein als in der Luft (und dort ist sie schon nach 1 m von der Quelle deutlich abgefallen). Eine Anreicherung in der Kleidung (Kontamination) kann nur durch Stäube bei der Bearbeitung von asbesthaltigen Materialien entstehen. Das war hier nicht der Fall.
          Die Aussage „eine einzige Faser genügt“ ist zwar theoretisch richtig, da es bei Kanzerogenen keine Schwellendosis gibt. Ebenso könnte man sagen, dass ein einziges Röntgenquant eine Mutation zu einer Krebszelle verursachen kann. Auch das ist richtig. Man sollte nur dazu sagen, dass die Wahrscheinlichkeit dafür extrem niedrig ist und daher eine Faser ein vollkommen vernachlässigbares Risiko darstellt.

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          • Re: Besorgte Mutter wegen Asbest

            Vielen herzlichen Dank , Sie haben mir sehr geholfen.

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            • Re: Besorgte Mutter wegen Asbest

              Sehr geehrter Herr Prof. Wust,
              wegen Sägearbeiten an einzelnen Teilen einer asbesthaltigen Hausfassade bin ich sehr besorgt. Gestern wurden an einem Haus Spenglerarbeiten durchgeführt. Hierzu mussten drei Teile (Tafeln, 40cm x 30cm) der Fassade entfernt und neu zugeschnitten werden. Der Zuschnitt erfolgte mittels einer elektrischen Stichsäge in der offenen Einzelgarage des Nachbarns. Ich stand seitlich ca. 12 m davon entfernt (Außentemperatur ca 10 Grad). Meine größte Sorge ist, dass ich Asbest bzw. Asbeststaub eingeatmet habe. Vielen Dank für Ihre Mühe.

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