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Gallenblasenpolyp! OP notwendig?

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  • Gallenblasenpolyp! OP notwendig?

    Hallo,
    ich (32 Jahre, weiblich) habe von mehreren Ärzten einen Gallenblasenpolypen diagnostiziert bekommen (per Ultraschall). Erstes mal entdeckt wurde er vor 1 Jahr. Habe aber keine Beschwerden, war ein Zufallsbefund. Bei einem Arzt war er 1,1 cm groß und bei dem gleichen Arzt etwas später 0,9cm. Die anderen Ärzte haben dann auch alle 0,9 cm gemessen.
    Alle niedergelassenen Ärzte und ein Chirurg im Krankenhaus haben mir gesagt ich soll mich operieren lassen und die Gallenblase mit einem Teil der Leber entfernen lassen.

    Da ich mir unsicher war was ich machen soll habe ich um eine Überweisung zur Kernspin gebeten.
    Dort wurde auch eine Wucherung von 0,9 cm gefunden, allerdings war man nicht sicher um was es sich handelt. Könnte ein Polyp sein (ist durchblutet). Soll lt. Bericht in regelmäßiger Kontrolle bleiben.A

    Ich bin mir aber nicht sicher was ich machen soll. Was ist wenn es kein Polyp ist und es vlt nur eine Hautfalte ist? Dann habe ich eine gesunde Gallenblase entfernen lassen.... Und muss immer ein Teil der Leber mit entfernt werden?

    Welche Probleme kann man ohne Gallenblase haben? Hab jetzt schon Schwierigkeiten mein Gewicht zu halten und habe Angst ohne Gallenblase dann wieder stark zuzunehmen (ich war schonmal 35 kg schwerer).

    Kann solche ein Polyp durch die Abnahme gekommen sein?

    Was soll ich tun? Wäre um Rat dankbar!

  • Re: Gallenblasenpolyp! OP notwendig?

    Bei asymptomatischen Patienten wurde in einer Beobachtungsstudie für Polypen < 10 mm innerhalb von 5 Jahren keine signifikante Veränderung gefunden. Das Entartungsrisiko ist nicht Null, aber insbesondere bei jüngeren Menschen so klein (Prozentbereich), dass man nicht immer gleich operieren muss. Die Empfehlungen im Standardlehrbuch der Inneren Medizin (Harrison, 18. Auflage, S. 2840) lauten daher: Die Cholezystektomie bei Gallenblasenpolyp ist indiziert
    bei Symptomen, insbesondere bei Assoziation mit Gallensteinen,
    bei Alter > 50 Jahre (auch wenn keine Symptome bestehen)
    bei Polypen > 10 mm,
    bei Größenzunahme unter sonographischer Beobachtung.
    Nach diesen Kriterien wäre bei Ihnen das beobachtende Abwarten die empfehlenswerte Strategie.
    Allerdings verstehe ich auch nicht, warum mit der Gallenblase ein Teil der angrenzenden Leber mit entfernt werden soll. Das könnte nur dann einen Sinn ergeben, wenn man den Verdacht hat, dass die angrenzende Leber mit involviert ist. Das würde man bei einem Polypen nicht erwarten. Bitte fragen Sie die behandelnden Ärzte. Die müssten es eigentlich wissen.
    In der Regel treten nach einer Cholezystektomie keine oder kaum Beschwerden auf. Es gibt aber das Postcholezystektomiesyndrom, dessen Häufigkeit mit 30% in der Literatur angegeben wird. In diesem Syndrom werden verschiedene Beschwerden zusammengefasst. Suchen Sie selbst unter diesem Stichwort.
    Die Chirurgen setzen oft die Grenze von 5 mm, ab der operiert wird. Ich bin nicht sicher, ob das hier empfehlenswert ist. Vielleicht fehlt mir jedoch eine wichtige Information (?).

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    • Re: Gallenblasenpolyp! OP notwendig?

      Hallo!

      ich habe ebenfalls einen 2-3 mm grossen Gallenblasenpolypen. Manchmal habe ich ein Druckgefühl im rechten Oberbauch, manchmal auch beschwerdefrei. Glgt. piekst es in der Gegend. Muss ich die Gallenblase herausnehmen lassen? Da ich schon grosse OPs hinter mir habe, würde ich das natürlich nur im Notfall machen lassen. Min Gastro meinte eine Kontrolle in 10-12 Monaten würde reichen. Wie sehen Sie das? Vielen Dank für Ihre Antwort.

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      • Re: Gallenblasenpolyp! OP notwendig?

        Angesichts der sehr kleinen Größe Ihres Polypen ist es sehr unwahrscheinlich daß Ihre Symptome in irgendeiner Form damit zusammenhängen. Wenn Ihr Arzt Ihnen daher zum Abwarten rät anstelle einer OP kann ich dieses Vorgehen sehr gut nachvollziehen und wäre persönlich ebenfalls sehr zurückhaltend diesen Befund operieren zu lassen.

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