• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Prostatakrebs nach Bestrahlung

Einklappen

X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Prostatakrebs nach Bestrahlung

    Sehr geehrter Herr Doktor
    Im September 2013 habe ich die Prostata entfernt bekommen
    Glaeson 4+4 pT3a pN1 ( 3/26 ) pMx R1

    PSA ist abgefallen auf 0,1
    Im Juli 2014 anstieg das PSA auf 0,9
    Es folgte im August - September eine Bestrahlung der Prostata-Loge
    PSA abfallll am 01.12.2014 auf 0,77

    nun gute 2 Monate später habe ich einen PSA anstieg auf 6,01
    Da ich im Ausland lebe bin ich ziemlich Hilflos und Ratlos .

    Die Bestrahlung ist 4 Monate her , man sagte mir nach der Bestrahlung könne
    der Wert springen ( ich weiß aber nicht wieviel springen ) desweiteren sagte man mir beim Abschlußgespräch man könne
    erst nach 6 Monate ein aussagekräftiger Wert messen .

    Ich bin nun sehr verunsichert und weiss nicht wie ich mich verhalten soll , schnellstmöglich nach
    Deutschland zurück ??

    MfG
    Günther


  • Re: Prostatakrebs nach Bestrahlung

    Nach dem Operationsbefund 9/2013 hatten Sie eine lymphogene Metastasierung pN1(3/26) und eine R1-Resektion. Mit diesem Befund wären eine antihormonelle Therapie und eine Bestrahlung von Prostataloge mit Lymphabflusswegen die beste Therapie gewesen. Zumindest hätte man die Lymphabflusswege mitbestrahlen müssen, was Sie aber nicht erwähnen.
    Bei dem jetzt vorliegenden PSA-Progress ist ein erneutes Wachstum in den Lymphknoten am wahrscheinlichsten (im günstigsten Fall).
    In unserer Klinik würden wir jetzt eine PSMA-PET/CT durchführen, um den Rückfall zu lokalisieren. Dann müsste eine antihormonelle Therapie in Kombination mit einer Bestrahlung der befallenen Bereiche (wenn möglich), unter Aussparung der schon bestrahlten Prostataloge eingeleitet werden. Wenn der Befall nicht zu ausgedehnt ist, könnte sich daraus gerade noch ein kurativer Ansatz ergeben.
    Der vorliegende PSA-Verlauf ist bestimmt keine (harmlose) Fluktuation, sondern ein deutlicher Progress.

    Kommentar


    • Re: Prostatakrebs nach Bestrahlung

      Danke für Ihre Antwort Herr Prof.Wust
      Das hilft mir sehr bei meinen Entscheidungen
      Am Montag werde ich nochmal ein anderes Labor ausuchen und nochmal
      den PSA Wert bestimmen lassen , ich möchte einfach Gewissheit haben das
      nichts schief gelaufen ist , sollte sich der Wert bestätigen werde ich schnellstmöglich
      nach Deutschland fliegen und meinen Urologen aufsuchen .

      Die Lymphabflusswege sind in der Tat nicht mit bestrahlt worden , es stand zwar mit auf der Überweisung zur Strahlenklinik , aber der Strahlentherapeut sagte das es nichts bringen würde ,
      man könne nicht das ganze Lymphsystem bestrahlen , sollte noch was im Lymphsystem sein wird es nicht nur auf die Lymphabflusswege beschränkt sein .

      Ich hätte noch zwei Fragen
      ein PET-CT ist mir bekannt , was ist ein PSMA-PET/CT ?
      wenn der Tumor sich nur auf das Lymphsystem oder Lymphknoten begrenzt , könnte man Ihn auch
      Operativ entfernen ?? oder ist die Wahrscheinlichkeit zu groß das sich schon was in den Knochen angesiedelt hat ?

      MfG
      Günther.W

      Kommentar


      • Re: Prostatakrebs nach Bestrahlung

        Das PSMA ist ein spezieller Tracer, andere nehmen das Cholin. Es handelt sich in allen Fällen um ein PET/CT. Wenn (im günstigen Fall) die Manifestationen nur in den Becken-LK nachgewiesen werden, sollte man diese Region bestrahlen, aber auch eine antihormonelle Therapie einleiten. Eine Operation kommt hier nicht in Frage, da die Lymphabflusswege schon operiert wurden und ein Chirurg die einzelnen LK nicht finden würde. Eine technisch gute (IMRT) und ausreichend hoch dosierte Bestrahlung kann aber auch eine langfristige PSA-Kontrolle erzielen.
        Besser wäre gewesen, gleich mit einer Androgenablation zu beginnen (und die LAW bis L5/S1mit zu bestrahlen, da dort die meisten Zellen sitzen).
        Wichtig ist jetzt die antihormonelle Therapie, die die vielleicht wenigen Tumorzellen außerhalb des Bestrahlungsgebietes unter Kontrolle halten sollte.

        Kommentar