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CEA-Erhöhung nach Chemotherapie bei Darmkrebs

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  • CEA-Erhöhung nach Chemotherapie bei Darmkrebs

    Sehr geehrter Herr Professor,

    Meine Frau wurde Anfang Februar wegen Colon-ca (T3N1M0, G2, Kras Mutation, 3LKs betroffen) operiert.
    Anfang September hat sie die letzte Chemo (FOLFOX) gehabt und danach starke Nebenwirkungen. CEA stieg von 5.9 im Juni auf 9.8 nach der Chemo an. Kann das ein Hinweis auf ein Rezidiv sein? Würden sie ein PET CT machen. CT Lungen und Abdomen waren unauffällig.
    Sie hatte davor einen CEA-Anstieg von 5.7 auf 7.1 im Rahmen einer schweren Sinusitis, danach wie gesagt dann 5.9. Sie ist Nichtraucherin, hat derzeit viele Nebenwirkungen (Gewichtsverlust unter Therapie 17 kg, Polyneuropathie, Geschmacksinn verloren, Ovarialinsuff. Hormontherapie, starken Durchfall, Müdigkeit, Thrombozytopenie, Leukozytopenie, leicht erhöhte Leberwerte).
    Sie fürchtet vor allem eine Peritonealkarzinose da ein LK in das Fettgewebe am Darm infiltriert war.
    Was würden Sie hier raten?

  • Re: CEA-Erhöhung nach Chemotherapie bei Darmkrebs


    So kurz nach der Chemotherapie ist der von Ihnen skizzierte CEA-Anstieg m.E. noch nicht eindeutig zu bewerten. Es ist doch eher ein unspezifischer Anstieg i.R. einer begleitenden Entzündung (ev. Chemotherapie-bedingt) o.ä. Anderenfalls wäre es ja ein Progress unter Chemotherapie, und das ist bei dem eingesetzten Schema unwahrscheinlich. Ein PET-CT ist zu diesem Zeitpunkt bei so geringen CEA-Veränderungen und so kurz nach der CTX nicht sinnvoll (und würde sicher keinen Befund zeigen). Ich würde jetzt erst einmal abwarten und den CEA-Wert kontrollieren (z.B. in 6 Wochen). Vielleicht löst sich dann alles noch auf.
    Ein lokaler LK-Befall ist übrigens noch kein starker Hinweis auf eine spätere Peritonealkarzinose. Um das zu verhindern, wird ja die adjuvante CTX durchgeführt.

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