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Keine Lebermetastase mehr,aber schwammiger Be

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  • Keine Lebermetastase mehr,aber schwammiger Be

    Sehr geehrter Herr Prof.Wüst,

    bei meiner Frau wurde gestern die 8.Herceptin-Infusion verabreicht
    und anschließend Ultraschall der Leber gemacht.
    Es wurden zwar keine Metastasen mehr festgestellt,dafür ist ein
    schwammiger Bereich festgestellt worden.
    Was hat es damit auf sich?
    Der Onkologe sagte,daß,wenn bis Oktober 2011 nach der Herceptin-Behandlung nicht dieser schwammige Bereich
    verschwunden ist,muß eine neue Chemotherapie begonnen werden.
    Meine Frage an Sie :
    Ist dies erforderlich und was ist eigentlich dieser schwammige Bereich ujnd gibt es auch zur Beseitigung noch andere Therapien.
    Wie schwerwiegend ist dies einzustufen?

  • Re: Keine Lebermetastase mehr,aber schwammiger Be


    Es wäre möglich, dass ehemalige Lebermetastasen als Folge einer Therapie im Ultraschall anders zur Darstellung kommen. Das kann durchaus als positives Zeichen (Ansprechen auf die Therapie) gedeutet werden. So können Lebermetastasen einschmelzen (nekrotisieren) oder vernarben. Die Veränderungen können dann im Ultraschall eventuell so beschrieben werden („schwammiger Bereich“). Um eine Chemotherapie zu beginnen, müsste eigentlich ein Progress gesichert sein, d.h. eine eindeutige Größenzunahme in der Bildgebung. Reste der Therapie (Residuen) sind noch kein zwingender Grund für eine erneute Therapie.

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    • Re: Keine Lebermetastase mehr,aber schwammiger Be


      Sehr geehrter Herr Prof.Wüst,

      vielen Dank für Ihre Antwort,die sehr aufschlußreich war.
      Kann es sein,daß die Einnahme von Legalon,die meine Frau
      seit einem halben Jahr zur Verbesserung der Leberfunktion
      einnimmt,mit dazu beigetragen hat,daß die Lebermetastasen
      nicht mehr vorhanden sind.
      Wenn im Oktober die Leber nochmals per Ultraschall kontrolliert
      wird und immer nur noch schwammige Bereiche zu sehen sind,
      will meine Frau den Vorschlag ihres Onkologen,einen neue Chemotherapie zu beginnen,ablehnen und sich weiterhin bis zum März 2012 die Herceptintherapie durchführen lassen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Heibert

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      • Re: Keine Lebermetastase mehr,aber schwammiger Be


        Es läuft ja eine Therapie mit Herceptin, die eventuell die Metastasierung in Schach hält (Erhaltungstherapie). Vielleicht werden ja auch noch Hormone genommen (?). Ein stationärer Befund im Ultraschall (also keine Veränderung) wäre aus meiner Sicht kein zwingender Grund für eine CTX=Chemtherapie. Erst wenn eine Größenzunahme (Progress) erkennbar ist, wäre ein Wechsel der Therapie (also ev. eine CTX) zu diskutieren.

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        • Re: Keine Lebermetastase mehr,aber schwammiger Be


          Sehr geehrter Herr Prof.,

          vielen Dank für Ihre Anwort.
          Wenn Hormone genommen werden,ist dies zum Nach-oder Vorteil
          und Altersabhängig oder gehört dies manchmal zur Therapie?
          Meine Frau (79) nimmt keine Hormone zu sich.
          Meine Frau hat früher vor Beginn der Chemotherapie regelmäßig
          Aspirin genommen,aber der Onkologe hatte ihr empfohlen,dieses
          nicht zu nehmen,da es die Therapie beeinflussen würde.
          Wie ist da Ihre Meinung?
          Gibt es eine Liste,wo alle Medikamente aufgeführt sind,welche die
          Chemotherapie und Herceptintherapie beeinflussen kann und eine
          Einnahme nicht zu empfehlen ist.

          Mit freundlichen Grüßen
          Heibert

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          • Re: Keine Lebermetastase mehr,aber schwammiger Be


            Bei der Primärdiagnose des Mammakarzinoms werden Hormonrezeptoren (Östrogene, Progesteron) bestimmt (ER, PR). Offenbar waren die bei Ihrer Frau negativ – dann steht diese Option nicht zur Verfügung. Genommen werden Präparate wie Tamoxifen oder sog. Aromatasehemmer. Es ist ein Vorteil, wenn das Mammakarzinom rezeptor-positiv ist.

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            • Re: Keine Lebermetastase mehr,aber schwammiger Be


              Sehr geehrter Herr Prof.,

              Sie hatten mir nur zum Teil meine Frage beantwortet.
              Hauptsächlich wollte ich wissen,ob während der Chemo-oder
              Heceptintherapie bei Einnahme bestimmter Medikamenten,wie
              z.Bsp.Aspirin, eine Beinträchtigung der Wirkung hervorgerufen
              wird.
              Das mit dem Hormonen wollte ich nur am Rande wissen.

              Mit freundlichen Grüßen
              Heibert

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              • Re: Keine Lebermetastase mehr,aber schwammiger Be


                Mir ist nicht bekannt, dass ASS eine Chemotherapie beeinflusst. Zum einen bekommen Patienten häufiger auch während einer Chemotherapie eine Schmerztherapie, bei der auch ASS beteiligt sein kann. Zum anderen würde auch eine Dauertherapie mit ASS (z.B. zur Thromboseprophylaxe) weiterlaufen. Bei einer Chemotherapie läuft die hausärztlich verordnete Therapie i.d.R. weiter. Man weiß nicht, ob hier wesentliche Wechselwirkungen bestehen, da solche Fragestellungen nicht in Studien untersucht wurden. Es wird allerdings allgemein unterstellt, dass solche Wechselwirkungen nicht existieren.

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