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Zungenkrebs

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  • Zungenkrebs

    Bei meiner Frau ( 39J.) wurde vor ca. 8 Wochen ein Zungenrand CA der Größe T4 festgestellt. Derzeit sind die Lymphknoten nicht befallen und auch keine weiteren Metastasen zu finden.
    Der Tumor hatte ursprünglich eine Größe von ca. 3 cm und geht über in den Zungengrund. Aus diesem Grund haben die HNO Ärzte von einer OP bisher abgesehen, um die eigenständige Ernährung und die Sprachfähigkeit zu erhalten.
    Begonnen wurde mit folgender Therapie:
    1. Docetaxal 130,5 mg / Cisplatin / 130,5 mg / 5FU
    2. Cisplatiun / Erbitux ( an den 2 folgenden Wochen nur Erbitux)

    Nach der anschließend erfolgten CT und MRT Untersuchung konnte eine Verkleinerung auf 2,5 cm festgestellt werde. Dies bestätigt sich auch in einer spürbar besseren Beweglichkeit der Zunge.
    Es wurde nun mit der Strahlentherapie begonnen, dabei wird 5 mal pro Woche bestrahlt. Die ersten 5 Wochen einmal täglich, danach 2 mal täglich.
    Ursprünglich war die Bestrahlung in Kombination mit der Weiterführung von Cisplatin und Erbitux je einmal wöchentlich geplant.
    Jetzt wurden wir darüber informiert, dass auf das Cisplatin verzichtet wird, um die Nebenwirkungen geringer zu halten und eine problemlose Durchführung der Bestrahlungen zu gewährleisten. Die Antikörper Erbitux werden wöchentlich weiter verabreicht.
    Meine Fragen ist nun, ob der Wegfall vom Cisplatin starken Einfluss auf die Heilungschance hat?
    Weiter würde ich gerne wissen, welche Möglichkeiten bestehen, sollte der Tumor nach der Bestrahlung nicht vollständig abgetötet sein. Obwohl alle behandelnden Ärzte optimistisch über den Erfolg sind, wäre mir Ihr Meinung sehr wichtig.


  • Re: Zungenkrebs


    In modernen Protokollen wird die Radiotherapie nur mit dem Antikörper kombiniert, wenn eine Chemotherapie vorgeschaltet wurde. Das Cisplatin wurde ja schon vorher ausgereizt und wir wissen aus Erfahrung, dass die Wirkung dann nachlässt. Obwohl es nicht in Studien geprüft wurde, schätze ich den zusätzlichen Effekt von Cisplatin in dieser Situation gering ein. Also läuft m.E. alles richtig.
    Wenn nach einer so aggressiven Therapie noch ein Tumorrest nachweisbar wäre, könnte man unter gewissen Umständen an eine Salvage-Op (nur Exzision des Tumorrestes) oder Aufsättigung (interstitielle oder stereotaktische Bestrahlung) denken. Aber zunächst sollte man von der optimistischen Variante ausgehen.

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    • Re: Zungenkrebs


      Sehr geehrter Her Prof.
      ich habe mich bezüglich der Erkrankung meiner Frau im Sommer diesen Jahres an Sie gewandt.
      Im November 2011 wurde meine Frau nach einem MRT Befund aus dem Krankenhaus entlassen. Auf dem MRT war noch eine leichte Verfärbung zu sehen, jedoch ist kein Tumor mehr sichtbar und spürbar. Am 12.01.2012 wurde ein PET CT durchegführt, was die Situation bestätigt, der Tumor in der Zunge ist weg und es ist auch nichts auffälliges im umliegenden Bereich zu erkennen. Jedoch wurden im PET eine beidseitige Läsion mit erhöhter Glykoseaktivität in wandnähe der Pleura sowie erhöhte Glykoseaktivität um den Port a Cath System festgestellt. Dies macht ein erneutes CT des Thorax notwendig. Zwar wurde die Lunge in den letzten Monaten per Ultraschall, CT und Lungenröntgen regelmäßig angeschaut, trotzdem kommt jetzt die Angst auf, dort weitere Tumorherde übersehen zu finden.
      Gibt es alternativ zu einem weiteren Krebsherd auch noch weitere Erklärungen. Meine Frau fühlt sich derzeit entsprechend gut und hat kein Fieber, jedoch sind kurz vor dem PT strake stechende Schmerzen beim Atmen aufgetreten, welche jedoch nach 2 Tagen wieder verschunden waren. Im Krankenhaus wurde diese mit einem gezerten Muskel erklärt.
      Danke für Ihre Meinung!

      MfG

      R. Härtig

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      • Re: Zungenkrebs


        Die beschriebenen Aktivitätsanreicherungen passen nicht zum Ausbreitungsverhalten eines Zungenkarzinoms. Zunächst ist es erfreulich, dass man in den kritischen Regionen (also im ehemaligen Tumorbereich) nichts gefunden hat. Die Anreicherung im Bereich des Ports ist vermutlich entzündlich – das ist nachvollziehbar. Die offenbar in der Thoraxwand gesehenen Anreicherungen sind schon aufgrund ihrer Symmetrie eher nicht bösartiger Natur. Bei Muskelanspannungen sind auch Mehranreicherungen zu verzeichnen. Diese können symmetrisch sein (z.B. lagerungsbedingt oder aufgrund von Schmerzen). Ich würde daher den Erklärungen Ihrer Ärzte folgen können. Von einer beidseitigen Metastasierung in die Thoraxwand bei einem HNO-Tumor habe ich noch nie gehört.

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