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seit 7 Wochen Fieber nach Pankreaskopf-OP

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  • seit 7 Wochen Fieber nach Pankreaskopf-OP

    - Vor 7 W war bei meinem Vater(70) eine Pankreaskopfkarzinomresektion im Wald-KHS Spandau mit Entnahme von 3 Lymphknoten- und 2 Lebermetastasen (Metastasen im CT vorher nicht sichtbar), anschließend 2 W Intensiv- & 3 W Normalstation.
    - Wegen abendlichem Fieber 38-38,5°C nach der OP und hohen Leukos >20.000 wurden 4 Antibiotika nacheinander verabreicht Unacid/Tazobac/Ciprobay/Meronem, Fieber blieb.
    - Entlassung mit Fieber und 17.000Leukos
    - 5d später ambulante Portimplantation für Chemotherapie Leukos 25.000
    - weitere 5d später mittags 39,4°C KEIN CHEMOBEGINN,
    stattdessen Aufnahme ins KHS St.Getrauden.
    - dort 5d hohes Fieber >39°C, seit 2d wieder Merunem, Fieber jetzt runter 36,4°C, aber in KEINER BLUTKULTUR wachsen seit 7d Bakterien.
    2D-CT zeigte undefiniert viele Lebermetastasen

    Hat irgendjemand ein Hinweis was noch untersucht werden könnte oder eine Vermutung für die Indikationen?
    zellparasitäres Wachtum ?
    nekrotisches Tumorfieber?
    sterile Infektion ohne Bakterien aber wo, CT zeigte nichts?

    Mein Vater verliert langsam die Nerven!!!

    Vielen, vielen Dank

  • Re: seit 7 Wochen Fieber nach Pankreaskopf-OP


    Nach ausgedehnten Operationen im Abdomen kann es zu Fieberschüben kommen. Manchmal findet man die Ursache für die Infektion nicht (Lunge, Harnwege, Port, am ehesten lokale Peritonitis im Op-Bereich). Wenn das Fieber jetzt unten ist, sollte man froh sein. Allerdings müssen dann auch die Leukozyten nach unten gehen.
    In seltenen Fällen kann auch ein (metastasierendes) Tumorleiden Fieber verursachen (allerdings passen die hohen Leukozyten nicht dazu).

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    • Re: seit 7 Wochen Fieber nach Pankreaskopf-OP


      - nach weiteren Fieberschüben kam heute der Diagnosedurchbruch
      - nach 6d Inkubation in der mikrobiologischen Abteilung zeigte sich eine Pilzinfektion im Blut mit einem noch unbestimmten Candida species
      - Therapie: 10d Caspofungin (intravenös) 1.d 70mg, weitere Tage 50mg, dann erneuter Bluttest zur Kontrolle
      - der Port muss zur Sicherheit entfernt werden um Verkeimung vorzubeugen

      Vielen Dank an Sie Hr. Wust, für ihre umgehende Antwort

      Der Ausschluss von Tumorfieber hat meinen Vater sehr beruhigt. Was bezüglich des Krebses noch auf ihn zu kommt, ist ungewiss, aber die Vorstellung in der nächsten Zeit fieberfrei zu sein, lies ihn heute förmlich aufblühen.

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      • Re: seit 7 Wochen Fieber nach Pankreaskopf-OP


        - der Pilz ist nach 3d als Candida albicans identifiziert worden (hat ja jeder, aber bei der Antibiotikatherapie konnte er sich leicht vermehren) Therapieumstellung auf Diflucan,
        - heute nach einer Woche keine Besserung, im Gegenteil: Fieber bleibt teils über 39°C, Leukos weiterhin hoch,> 30.000, Wasser in den Beinen (Entwässerungsmittel gegenindiziert Antimykotikum), manchmal Erbrechen, zunehmende Schwäche
        -ARZT-AUSAGE: das Antimykotikum schlägt nicht an, wir können nichts mehr tun, werden ihn mit Fieber entlassen, machen sie ihm zuhause noch eine schöne Zeit

        -- Wachsen Lebermetastasen in 7 Wochen von unsichtbar (CT 2W nach der OP) auf tödlich?
        -- Wielange kann so ein sterben dauern? 3d-3W-3Monate?-

        --Gibt es biologische Entwässerungsmittel, die ohne Gegenindikation sind?

        Ich kann seit 3d noch nicht mal zu ihm, wegen eines fieberhaften grippalen Sommerinfekt meinerseits!

        Vielen Dank für alle Hinweise

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        • Re: seit 7 Wochen Fieber nach Pankreaskopf-OP


          Mein Vater hat nach seiner Entlassung mit zyklischen hochfibrilen Temperaturen bis 39,4°c im 48h Rhytmus und 50.000 Leukos/ml nur noch 2 Wochen zu Hause gelebt. Die Ärzte hatten ihn aufgegeben, was für uns sehr enttäuschend und schmerzhaft war; wir behandelten nur noch sein Fieber und bewarten ihn vor Austrocknung mittels täglichen Infusionen.
          Ohne Schmerzen ist er vermutlich aus Erschöpfung und Ausgezehrtheit nachts eingeschafen und gestorben.
          Aufgrund der Fieberschübe, seiner allgemein zunehmenden Schwäche und des schlechten Blutstatus wollten wir keine Chemotherapie gegen die Metastasen mehr eingeleiten.

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