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Brustkrebs mit Hyperthermiebehandlung

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  • Brustkrebs mit Hyperthermiebehandlung

    Hallo zusammen,

    ich erhoffe mir hier durch das Forum ein wenig Aufklärung und besseres Verständnis.

    Es geht um eine Freundin. Sie hatte bereits vor fast 8 Jahren einen gutartigen Tumor den man entfernen konnte. Vor ca. 3,5 Jahren dann einen bösartigen Tumor in der Brust welchen man durch eine Operation (Brusterhaltend) erfolgreich entfernen konnte. Es ging damals alles ganz schnell. Danach Strahlentherapie, da Chemo nicht gut vertragen.

    Nun nach fast 4 Jahren erneut die Diagnose Krebs. Sehr großer Tumor, sodass eine sofortige Operation zu gefährlich ist. Es wurde also erstmal Chemo gemacht. Nach der Chemo wurde leider festgestellt, dass sich der Tumor nicht wie gewünscht verkleinert hat (eventuell sogar gewachsen) und das eine OP durch das bisher zuständige KH abgelehnt wird und sie nichts mehr machen können. Überweisung an Spezielklinik. Zwischen letzter Chemo und Anfang der Therapie in Spezialklinik sind nun fast 2 Monate vergangen. Nun gibt es fast täglich andere Neuigkeiten. Erst hieß es direkte OP, dann direkte stationäre Aufnahme, dann keine Betten frei und zuletzt dann zwei Wochen Chemo und Bestrahlung stationär und dann OP. Nun war sie 4 Tage vor Ort im KH und hat anscheinend Chemo od. Bestrahlung mit Hyperthermie (Sie sprach von Sonde und Wärme) bekommen.
    Eigentlich war ja mindestens eine stationäre Behandlung von 2 Wochen angesetzt, bzw. insgesamt 6 bis 8 Wochen Aufenthalt wegen der anschliessenden OP, doch dann kommt sie bereits 4 Tage später wieder heim. Nun nur noch täglich ambulante Behandlung, von OP (es war von der kompletten Amputation und sogar der Entfernung der Lymphknoten die Rede) momentan keine Rede mehr.
    Ich komme da einfach nicht mehr mit. Heute so morgen wieder anders. Kann das an dem KH liegen und ist es wirklich möglich das die Spezialklinik so schnell ihre Meinung ändert?

    Mein Verdacht ist ja, dass sie wegen ihrer Kinder so schnell wie möglich wieder heim wollte uind eventuell sogar die für sie so wichtige Therapie abbricht?

    Wie lange dauert denn so eine Hyperthermie Behandlung in Verbindung mit Chemo od. Bestrahlung? Geht so etwas auch ambulant? Habe gelesen, dass Hyperthermie meist nur angewandt werden wenn Chemo od. Bestrahlung keinen Erfolg mehr versprechen?

    Ich vermute das es schon viel schlimmer ist als sie uns wissen lässt, können Sie mir vielleicht sagen was es für Chancen gibt und ob das alles so richtig verläuft? Ich dachte immer gerade bei Krebs zählt Schnelligkeit und wenn möglich die direkte OP, bin ziemlich verunsichert.

    Danke für die Hilfe!

    Clara


  • Re: Brustkrebs mit Hyperthermiebehandlung


    Offenbar liegt ein Lokalrezidiv in der betroffenen (vorbehandelten) Brust vor. Dieses scheint aufgrund der Ausdehnung nicht ohne weiteres resektabel zu sein. Man wollte wohl eine präoperative Chemotherapie durchführen, um die Operabilität zu verbessern. Das hat wegen fehlendem Ansprechen nicht geklappt. Jetzt ist die Op offenbar nur unter schwierigsten Bedingungen möglich, daher Überweisung in eine spezielle Klinik. Eine Hyperthermie könnte hier eine Rolle spielen zur Wirkungsverstärkung der Chemotherapie. Das ist aber auch nicht einfach. Es gibt nur wenige Orte in Deutschland, wo das möglich ist. Jetzt ist man offenbar unschlüssig – natürlich weil der Fall so problematisch ist (und nicht wegen Unfähigkeit).
    Es scheint ein sehr fortgeschrittener Tumor zu sein. Bestrahlung hat Einschränkungen (da schon eine Bestrahlung vor 4 Jahren erfolgte). Vielleicht könnte eine Re-Bestrahlung etwas helfen (aber auch nur mit Spezialtechniken). Da es sich um einen schwierigen Fall handelt, kann ich aus der Ferne kaum eine Lösung anbieten.

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