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Milzherde

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  • Milzherde

    Sehr geehrte Leser,

    ich habe mehrere echoarme Milzherde unklarer Genese.
    So steht es in meiner Patientenunterlage.

    Vor etwa 14 Monaten wurden diese zufällig entdeckt. Daraufhin wurde ein CT gemacht und Blutuntersuchungen.
    Man sagte mir, dass eine Lymphomerkrankung zum derzeitigen Zeitpunkt ausgeschlossen werden kann.

    Seitdem gehe ich alle 6 Monate zu Ultraschall und Blutuntersuchung. Die Milzherde sind max. 1,5 cm groß. Wuchsen also mit der Untersuchung etwa 0,2 cm.

    Meine Frage ist nun - ich habe schon im Internet gesucht und komme nur auf das Thema Metastasen. Aber hätte man diese Milzherde nicht einmal histologisch untersuchen sollen - also eine Punktion?
    Wird hier nicht mit meiner Gesundheit gespielt, so nach dem Motto - warten wir mal ab wann es der Patientien schlechter geht und sich etwas bösartiges entwickelt?
    Oder haben viele Menschen solle Milzherde die harmlos sind?
    Ein Arzt sagte mir mal , er könne zum Beispiel Zysten ausschliessen, da diese sich im Ultraschall dunkel zeigen und nicht echoarm sind.

    Besten Dank für Antworten!


    Hat vlt. jemand auch Milzherde?


  • Re: Milzherde


    Es gibt mehrere mögliche Ursachen von (echoarmen) Milzherden – dazu gehören Hämangiome und Residuen von Infektionen (die allerdings häufig verkalken und sich damit im Ultraschall echoreich darstellen) oder Residuen von anderen Gefäßstörungen. Auch Zysten halte ich nicht für ausgeschlossen: echoarm ist ja dunkel im Ultraschall, je weniger Echos, desto eher ist es reines Wasser (also Zyste). Eigentlich hätte man nach einer CT-Untersuchung (hoffentlich mit Kontrastmittel) diese Möglichkeiten (Differentialdiagnosen) auflisten müssen. Dazu ist ein Befund da.
    Die ungünstigsten Möglichkeiten, Metastasen oder Manifestationen eines Lymphomleidens, sind sehr unwahrscheinlich, auch wegen des zeitlichen Verlaufs. Erstens treten überhaupt Metastasen selten in der Milz auf. Das ist kein typisches Organ für Metastasen (im Gegensatz zur Leber). Zweitens benötigt man für Metastasen einen Primärtumor. Der ist i.allg. vor den Metastasen bekannt. Metastasen in der Milz ohne Primärtumor (das wäre ein sog. CUP-Syndrom, „cancer of unknown origin“) habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen und auch nicht davon gehört. Da wären Sie ein ganz seltener Fall.
    Sie sollte vor allem noch einmal das CT genau ansehen und eventuell eine Zusatzuntersuchung mit KM oder MRT durchführen lassen, damit diese Frage zur Klärung kommt. Eine Punktion in der Milz ist nicht ganz risikolos wegen der starken Durchblutung. Da würde man viel mehr „mit Ihrer Gesundheit spielen“.

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    • Re: Milzherde


      Vielen Dank für Ihre Antwort.

      Ich werde bei meinem Onkologen mal ansprechen ob er vlt. noch ein MRT macht.
      Das CT wurde damals mit Kontrastmittel gemacht.
      Wie gesagt, jedes halbe Jahr sind die Herde um etw 0,2 cm gewachsen. Bei meiner letzten Untersuchung konnte zum Glück kein Wachstum mehr nachgewiesen werden.

      Ich wünsche einen schönen Tag!

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      • Re: Milzherde


        Hallo, heute bekam ich ebenfalls die Diagnose nach einem MRT , dass die Lympfknoten in der Milz, die bei mir im Juli festgestellt wurden zwar nicht gewachsen sind, sich aber enorm vermehrt hätten. Ich bekomme wohl heute noch einen Termin für eine Milzpunktion.
        Nun habe ich extrem Angst vor dieser Untersuchung da sie ziemlich gefährlich sein soll wegen der Möglichkeit des Verblutens.
        Hat jemand das schon mal gemacht bekommen?
        Seit dem 3.10. ist ja schon eine Zeit lang vergangen. Wurde bei dir inzwischen etwas diagnostiziert?
        L..G. Jeana

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