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Peniskrebs

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  • Peniskrebs

    Hallo!
    Bin ziemlich verzweifelt.
    Ich bin mittlerweile 27 Jahre alt. Ich wusste seit Jahren, dass ich an einer Phimose leide, konnte also meine Vorhaut nicht über die Eichel ziehen. Auch im erigierten Zustand war das nicht möglich. Ich habe mich dann, glücklicherweise, im Alter von 23 Jahren, endlich beschneiden lassen, wobei ich immer noch eine Vorhaut habe, also keine "Komplett-Beschneidung". Danach war auch für mich Sexualverkehr richtig möglich, was vorher auch nicht ging.
    Eigentlich könnte ich also zufrieden sein. Allerdings verfolgt mich seit längerem die Angst, dass ich, durch mein zu langes Warten bzgl. der Beschneidung, die Entstehung von Peniskrebs begünstigt habe. Mittlerweile wasche ich mir natürlich penibelst genau meinen Penis, allerdings konnte ich das ja lange 23 Jahre nichtv. Ich kam da ja nicht ran, also zumindest unterhalb der Eichel. Ich konnte damals die vorhaut bis ca. zur Mitte der Eichel zurückziehen, weiter ging es nicht bzw. hab ich mich nicht getraut, weil es halt weh tat. Bin insgesamt sehr hygienisch, dusche also jeden Tag.
    Jetzt meine frage: Habe ich mein Risiko, an Peniskrebs zu erkranken, durch die Beschneidung wieder normalisiert? Oder muss ich zeit meines Lebens damit rechnen, weil ich Depp so lange gewartet habe, ein erhöhtes Risiko zu haben?
    Man muss dazu wissen, dass mein Vater früh an Krebs (Blasenkrebs bzw. ein entsprechendes Rezidiv) gestorben ist und meine Mutter Brustkrebs hatte (glücklicherweise wieder gesund), so dass ich seitdem besonders empfindlich bzgl dieses themas bin.
    Danke schonmal im Voraus


  • Re: Peniskrebs


    Ihre Sorge ist unbegründet. Zum einen ist das Peniskarzinom außerordenlich selten und entsteht nur unter ungünstigen hygienischen Verhältnissen (und in höherem Lebensalter). Die Mehrzahl der Männer lässt sich ja nicht beschneiden und bekommt trotzdem kein Peniskarzinom. Außerdem ist ja der Penis (Eichel) jetzt bei Ihnen in Ordnung. Ein Peniskarzinom entwickelt sich aus Vorstufen (über lange Zeit, wie gesagt, i.d.R. unter ungünstigen Bedingungen). Veränderungen, die einer Vorstufe entsprechen, würden Sie erkennen und könnten schon längst reagieren, bevor sich ein Karzinom entwickeln kann. Gerade durch die Beschneidung haben Sie das Risiko weiter verringert und sollten sich jetzt in dieser Angelegenheit keine allzu großen Sorgen mehr machen.

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    • Re: Peniskrebs


      Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich gucke halt sehr genau auf meinen Penis. Ich habe z. B. festgestellt, dass ich, ungefähr auf Höhe der Beschneidungsnarbe, eine Art "roten Punkt" habe. Er schmerzt nicht, er behindert mich nicht, er macht mir aber Sorgen. War damit schon beim urologen und beim Hausarzt. Der Urologe meinte nur "Das ist nix", mein Hausarzt hat mir erstmal eine Cortisonsalbe verschrieben, die bislang aber nicht wirkt. Falls das nicht hilft, soll ein Abstrich gemacht werden. Das ganze sieht aus wie ein kleiner blutiger Fleck unter der Haut. Mein Hausarzt (der meine Ängste in bezug auf Krebserkrankungen kennt) hat mir aber sofort versichert, dass es nichts bösartiges oder überhaupt irgendwas ernsteres ist. Bin aber nach wie vor beunruhigt.
      Was könnte das sein?

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      • Re: Peniskrebs


        Alleinige Verfärbungen der Haut sind kein Hinweis auf Krebs, auch nicht auf eine Vorstufe. Verfärbungen der Haut können durch Gefäße, Durchblutungsänderungen, Pigmenteinlagerung, vielleicht auch nach Einblutung (Hämatom) entstehen. Vor allem wenn es sich nicht ändert, ist es harmlos.
        Bei Präkanzerosen kommt es zu deutlichen Veränderungen mit Entzündung, Verhärtung, Blutung usw. Es sollte ein Tastbefund dabei sein. Aufmerken sollte man, wenn sich Veränderungen zeigen wie zunehmende Verhärtung, Ausbreitung, Formenwandel. Das ist doch hier nicht der Fall.

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