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intestinale Metaplasie Magen

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  • intestinale Metaplasie Magen

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wust,

    heute bekam ich den Befund meiner Magenspieglung vergangenen Freitag.

    Untersucherbericht:

    Magenschleimhaut m. leichtgradigen gastritischen Veränderungen im Korpus. Hier vereinzelt Drüsenkörperzysten und erosiven Veränderungen im Antrum.

    Was bedeutet Drüsenkörperzysten?

    Der Hystologiebefund lautet:
    Antrum Corpus
    Chronizität + (+)
    Aktivität ++ (+)
    Erosionen ++ -

    Was bedeutete das + in KLammern?

    Reaktive foveoläre Schleimhauthyperplasie u. fleckförmige intestinale Metaplasie im Antrum, offenbar post-oder perierosiv sowie Andeutung einer minimalen hämorrhagischen Erosionkomponente.

    Eine intestinale Metaplasie ist doch schon ein Beginn, die Vorstufe zum Krebs?
    Was bedeutet post-oder perierosiv?

    Muss ich nun ständig kurzfristig in Kontrolle sein, weil sich recht schnell ein Magenkrebs entwickeln kann?
    Wird eine so veränderte Schleimhaut nicht behandelt, operiert, bevor sich daraus der Krebs entwickelt?

    Ich bin sehr verunsichert, so schlecht las sich mein Befund im vorigen Jahr nicht, da gab es keine Metaplasien und Erosionen.

    Vielen Dank für Ihre Antwort.


  • Re: intestinale Metaplasie Magen


    Bei Ihnen liegen Zeichen einer chronischen Gastritis vor. Daraus resultieren Erosionen und als Folge (posterosiv) eine beginnende intestinale Metaplasie (alles im Antrum und Corpus, also Nähe Magenausgang). Drüsenkörperzysten können Folgen einer Entzündung sein (es kommt zum Sekretstau und Ausbildung einer Zyste). Entwicklung eines Magenkarzinoms ist hier eher selten. Trotzdem sind Kontrollen (1-2 jährig) angezeigt. Wichtiger scheint mir hier die Suche nach dem Grund für die Entzündung. Drei Dinge müssen mindestens geprüft werden: Vit B12 Mangel, Helicobacter- oder andere Infektion, medikamentöse Ursache. Das ist Aufgabe des Gastroenterologen oder Ihres Internisten, diese Dinge abzuklären. Ziel sollte es sein, die entzündlichen Zeichen zur Rückbildung zu bringen. Die (geringe) Erhöhung des Krebsrisikos ist langfristig zu sehen, wenn die Entzündung weiter und permanent einwirkt.

    Kommentar


    • Re: intestinale Metaplasie Magen


      Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre Antwort.

      Über die Schleimhauthyperplasie und intestinalen Metaplasien wird nur im Antrum berichtet, 3 Proben.
      Corpusprobe wurde nur eine entnommen, die histolog. UNtersuchung ergab dort nur Chronizität (+), Aktivität (+), keine Erosionen. Mehr steht nicht dazu da.

      Helicobacter ist, wie im vorigen und vor 6 und 10 Jahren negativ.
      Medikamente nehme ich keine, auch nicht fallweise.

      Die Probleme haben immer mit leichtem Sodbrennen oder Magenbrennen begonnen.

      Mein Hausarzt, Internist, meinte, es wäre bei mir nervlich bedingt, Galle würde überschwappen.
      Er sieht keinen Anlass, etwas weiter zu untersuchen.
      Eine Blutuntersuchung habe ich nun verlangt, aber eher die allgemeinen Werte.

      Können sich diese intestinalen Metaplasien wieder zurückbilden?

      Vielen Dank

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