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Tumor an der Hypophyse

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  • Tumor an der Hypophyse

    Ja hallo,

    um meine Problem zu schildern muss ich etwas weiter ausholen...

    Bei meinen Lebensgefährten (38 Jahre jung) wurde Anfang August (nach wochenlanger "Wanderschaft" von einem zu den anderen Arzt) ein Tumor an der Hirnanhangdrüse festgestellt und dringlichst entfernt, wir waren sehr erleichtert als wir hörten das dieser Eingriff durch die Nase nicht so viele Komplikationen hat, als wenn man den Schädel öffnen müsste... Gesagt getan und es ging wirklich alles glatt, er musste regelmäßig seinen Urin "wiegen lassen" alles i. O. soweit... Die anschließende Kur ist damals schon beantragt worden, wir waren richtig happy. Er wurde planmäßig entlassen (mit Hydrocortison, Minirin, Paracetamol, und Pantroprazol) und schon 2 Wochen später war er zur Reha, dort kam dann der Hammer durch Urin und Bluttests haben die Ärtze festegestellt das auch das Testosteron im Blut fehlt... Die haben an ihm rumexperimentiert bis sie zu dem Schluß kamen das er auf die Medikamente nie verzichten kann... Er kam heute nach Hause, total depressiv muss ich dazu sagen...
    Ich weiß nicht wie ich mit diesen noch vor 6 Monaten lebensfrohen Menschen umgehen soll, er ist total in sich gekehrt, hat seiner Aussage nach weder Glücksgefühle noch Lustempfinden... Weiß jemand bitte rat oder kann sich mit mir über dieses Thema austauschen, da ich nicht weiß wie ich damit umgehen kann... :-(


  • Re: Tumor an der Hypophyse


    hallo,
    vielleicht hiflt es wenn sie nochmal mit dem behandelnden arzt sprechen der ggf etwas gegen die depressionen unternehmen kann vielleicht eine medikamentöse behandlung mit leinem leichten antdepressia und oder eine gesprächstheapie mit einem psychologen vielleicht hilft es?!
    alles gute wünsche ich ihnen u ihrem mann
    lg lanoya

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    • Re: Tumor an der Hypophyse


      Die Hypophyse ist in die Regelkreise zahlreicher Hormone eingeschaltet, u.a. FSH (Sexualhormone, beim Mann Testosteron), TSH (Schilddrüse), ACTH (Nebenniere). Als Folge einer Operation kann die Bildung bestimmter Hormone vermindert sein. Das lässt sich leicht mit entsprechenden Funktionstests nachweisen (das meinten Sie wohl mit „rumexperimentieren“). Ein Hormonmangel lässt sich durch entsprechende Substitution beheben. Testosteron kann in Form von Kapseln oder Pflaster zugeführt werden. Vielleicht muss sich das noch einpendeln. Es muss auch vielleicht die richtige Dosierung gefunden werden. Das ist Aufgabe der behandelnden Ärzte (Endokrinologe). Vielleicht muss sich Ihr Freund noch einen geeigneten Arzt suchen. Ein „Weltuntergang“ ist es jedenfalls nicht, wenn man die Hormone zuführen muss. Es ist die gleiche Substanz, die auch der Körper selbst bildet. Da müssen Sie gegensteuern (und aufmuntern) und nicht die Depression noch verstärken.

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      • Re: Tumor an der Hypophyse


        Danke für Ihre Antwort...

        Ich werde mir Mühe geben Ihn Aufzumuntern, noch eine Frage hätte ich allerdings...
        Wie sieht das ganze in der Zukunft aus, weil sein Hausarzt behauptet hat er könne nie mehr Vollzeit arbeiten gehen?! Er wollte nächstes Jahr eine Umschulung beginnen, jetzt haben wir Angst vor einem Finanziellen Desaster... Habe im Internet schon nachgeschlagen und habe viele Beiträge gefunden wo Patienten mit einer solchen Diagnose wieder voll ins Berufsleben einsteigen konnten...

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        • Re: Tumor an der Hypophyse


          Die Hormonsubstitution sollte bei guter Betreuung durch einen entsprechenden Experten (Endokrinologen) eigentlich gelingen. Ich sehe keinen Grund, der einen Wiedereinstieg in ein volles Berufsleben ausschließt. Natürlich sind die individuellen Umstände zu berücksichtigen. Aber das einzige, was in der Medizin wirklich funktioniert, ist der Ersatz von Hormonen durch geeignete Präparate. Natürlich ist genau zu prüfen, welche Hormone in welcher Höhe zugeführt werden müssen.

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          • Re: Tumor an der Hypophyse


            Vielen Dank das sie uns diesbezüglich Mut machen, den unserer Hausarzt (kein Spezialist) meinte das aufgrund der Seltenheit dieser Erkrankung es unwahrscheinlich ist wieder länger als 3 Stunden zu Arbeiten... Habe jetzt einen Termin für Ihn beim Endokrinologen gemacht, die Tabletten verträgt er recht gut, aber es muss sich alles erst mal einpendeln...
            Ist es häufig das Patienten mit solch einer Art von Tumor Ihr Wesen verändern? Er hat seit neusten ein gesteigertes Agressionspotential, womit ich schlecht umgehen kann... Gibt es eine Chance das sich das wieder ändert?

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            • Re: Tumor an der Hypophyse


              Persönlich habe ich mit dieser Erkrankung keine Erfahrung. Dazu gibt es die Spezialisten. Daher bitte ich die Untersuchungen und Einschätzung des Endokrinologen abzuwarten. Grundsätzlich glaube ich jedoch, dass eine hormonelle Dysbalance behandelbar sein müsste. Natürlich bestehen im funktionierenden Organismus komplizierte Regelkreise, die vielleicht mit Zuführung von außen nicht perfekt nachgebildet werden können. Es könnten also gewisse Defizite bestehen bleiben. Psychische Auswirkungen können hormonelle Unter- oder Überdosierungen durchaus haben. Es muss wirklich untersucht werden.

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