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Lebermetastasen: Chemo + Hyperthermien ?

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  • Lebermetastasen: Chemo + Hyperthermien ?

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wust,


    ich würde gerne erfragen, ob es Erfahrungen in der kombinierten Behandlung von Lebermetastasen des Mammakarzinoms mit Chemotherapeutika und Hyperthermie
    gibt ?
    Gibt es die Möglickeit, sofern die kombinierte Therapie empirisch als sinnvoll gesehen wird, diese in Berlin durchzuführen ?

    Konkreter Fall:

    Mammakarzinom Fall eines weiblichen Familienmitgliedes (Alter 64).
    - 2001 Erstbefund
    - 2006 Rezidiv
    - 2008 (Mikro-)Metastasen in der Leber, Knochenmetastase

    Behandlung 2008:
    - Gabe von Bisphosphonaten
    - Bestrahlung der Schlüsselbeinmetastase
    - Gabe von Trastzumab (wöchentlich)
    - Gabe von Docetaxel (drei wöchentlich)

    Danke im Voraus

    Mit freundlichen Grüssen

  • Re: Lebermetastasen: Chemo + Hyperthermien ?


    Es gibt wenig Erfahrungen damit. Die regionale Hyperthermie der Leber ist schwierig und im Falle des Mammakarzinoms onkologisch nur dann sinnvoll, wenn die Leber als einziges Organ betroffen ist (d.h. keine weiteren Metastasen vorliegen). Es gibt konkurrierende Verfahren wie SIRTEX oder Brachytherapie (wenn nur wenige Metastasen vorliegen). Es gibt keine Evidenz, dass Patientinnen mit Lebermetastasen von einer regionalen Hyperthermie profitieren (aber es wäre denkbar).
    In Berlin ist die Hyperthermie nur über die Vorstellung durch einen Onkologen möglich. Einfacher ist es in München und Umgebung, wo viele Hyperthermieabteilungen eingerichtet wurden. Die Behandlungen werden in Bayern i.d.R. von den Kassen übernommen.

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