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Tumor an der Nebenniere

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  • Tumor an der Nebenniere

    Hallo Herr Prof. Wust
    Habe 2 Probleme aber erst das medizinische.
    Bei meiner Mutter wird ein Inzidentalomen der Nebenniere vermutet. Bei einem Ultraschall wurde ein "Im bereich der re Nebenniere eine mässig echogene glatt begrenzte Formation von etwa 5 x 4 x 3,5 cm abgrenzen sowie eine weiter etwa 8 mm gr. rundliche Struktur" festgestellt.
    Sie hat Schmerzen überall zu dem Gewichtsverlust und Verdauungsprobleme. Sie ist jetzt bei einem Heilpraktiker in Behandlung weil sie "von Ärzten nichts mehr wissen will" Der HA hat ein CT des Bauches empfohlen. Sie will aber erstmal die weiteren Beh. des HP abwarten. (nach der 1. Beh. hatte sie starke Schmerzen und wir glauben das der HP nichts von der CT-Empfehlung weiß).
    Müssen wir von etwas schlimmeren ausgehen??? Sie erzählt uns nichts was Ärzte oder HP sagen ! Welche Ärzte und KH sind auf solche Erkrankungen spezialisiert !
    Wir machen uns große Sorgen !!!

    Habe den gleichen Beitrag versehentlich unter "Etwas ernsthaftes" geschrieben. Konnte ihn nicht kopieren.
    Lg und vielen Dank im voraus

  • Re: Tumor an der Nebenniere


    Ein Inzidentalom kann Hormone (z.B. ACTH bzw. Cortisol) bilden, die vielleicht für einen Teil der Beschwerden verantwortlich sind. Die Hormonbestimmung (und ev. Behandlung) läuft über einen Endokrinologen. Es gibt aber auch nicht-funktionelle Tumoren (die keine Hormonbildung verursachen).
    Es handelt sich in erster Linie um einen gutartigen Tumor, der durch eine Operation definitiv behandelt werden kann. Daher ist eine weitere Abklärung und Behandlung im Rahmen der Schulmedizin erforderlich. Ein HP hat hier eigentlich kein sinnvolles Einsatzgebiet. Erst sollten die konventionellen Ansätze geprüft u. ausgeschöpft werden. Bei Ihrer Mutter scheint etwas komplett schief gelaufen zu sein. Aber manchmal kann man da nichts machen. Man sollte nur darauf hinweisen.

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    • Re: Tumor an der Nebenniere


      Vielen Dank für die Antwort.

      Kurz noch zu meiner Mutter sie ist 63 Jahre und hatte vor ca. 3 Jahren einen OS-Halsbruch. Da sie immer noch Schmerzen in den Beinen bzw. Bauch hatte und ihr angeblich kein Arzt helfen konnte ist sie zum HP gegangen.
      Mein Vater hat gestern mit dem HP gesprochen und er sagt: "Eigentlich wäre das nicht nötig, aber wenn dann wäre ein MRT besser." Mein Vater hat Angst das die Behandlung durch den HP alles noch schlimmer macht.
      Mein Vater hat mir gestern die Blutwerte gegeben. Könnten Sie mir BITTE noch etwas dazu sagen.
      Die Leberwerte GGT 37 (124) u. AP 37(157) sowie die Eiweißwerte ALBU (-48,6),ALPHA1 (+4,5) u.ALPHA 2 (+15,1 ),GAMMA (+20,8), können die etwas damit zu tun haben? Was hat das für eine Bedeutung?
      Wir machen uns solche Sorgen. Sie ist aber so stur und will ihr Ding durch ziehen.
      Ich bin Ihnen sehr dankbar.
      Vielleicht kann mir ja noch einer was dazu sagen. Personen die dieses schon gehabt haben.
      Bin für jeden Rat dankbar
      Lieben Gruß

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      • Re: Tumor an der Nebenniere


        Ein gutartiger Tumor der Nebenniere muss nicht in jedem Fall behandelt werden. Ich denke, man sollte ihn im Verlauf kontrollieren und (nur) bei entsprechender Wachstumstendenz operativ angehen. 10-20% der Menschen weisen Adenome der Nebennieren auf, die heutzutage zunehmend häufig als Zufallsbefund entdeckt werden. Allerdings sollte die Hormonaktivität überprüft werden. Wie schon erwähnt, könnten mit einer Hormonbildung auch Beschwerden verbunden sein (z.B. abdominelle Beschwerden). Solche Untersuchungen führt ein Endokrinologe (Internist mit Zusatzqualifikation) durch: Kaliumspiegel, Katecholamine, Cortisol etc. Auch im Falle einer Hormonbildung ist die Operation erforderlich, die übrigens auch minimal-invasiv (laparoskopisch) durchgeführt werden kann. Allerdings sind 90% der Inzidentalome nicht-funktionell (ohne Hormonbildung).
        Die von Ihnen genannten Laborwerte gehören mit zu einer Routineuntersuchung. Allerdings ist hier nicht klar, welches nun die Werte sind, die bei Ihrer Mutter bestimmt wurden (wenn es die Werte in Klammern sind, so wären die Leberwerte pathologisch erhöht).

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