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Strahlentherapie bei Blasenkrebs

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  • Strahlentherapie bei Blasenkrebs

    Guten Tag, Professor Wust,

    im Abschnitt “Therapie” bei “Infiltrierende bzw. fortgeschrittene Harnblasenkarzinome” wird erwähnt, dass eine Strahlentherapie in Verbindung mit einer Chemotherapie, ( Radiochemotherapie ), den gleichen Erfolg bringen würde wie eine “radikale Zystektomie”.
    Wörtlich heißt es dort :
    “Die Chance einer Heilung sind bei dieser Behandlung gegenüber einer radikalen Entfernung der Blase mindestens genauso gut.”
    ( Nicht erwähnt wird, wo hier das fortgeschrittene bzw. infiltrierende Karzinom beginnt. T2 ? T3 ? )
    Ist ein T3G1 als aggressiver zu beurteilen als z.B. ein T2G3 ?

    Bisher war ich, ( Betroffener seit Nov. 03 mit einem pT3aG3N1, radikale Zystektomie mit orthotoper Illeum-Neoblase ), der Meinung, der “goldene Schnitt” wäre eine radikale Zystektomie.
    Wenn jetzt behauptet wird, die Strahlentherapie sei gleichwertig, warum wird diese dann so selten durchgeführt bzw. warum wird dann in den allermeisten Kliniken noch radikal zystektomiert ??

    Verstehen Sie mich bitte richtig :
    Ich bin Admin und Moderator im Blasenkrebsforum.
    Ebenso bin ich ein Verfechter der Blasenentfernung ab einer Diagnose pT2G3, da ich dem Monster Krebs nicht, aber auch gar nicht traue.
    Kann ich jetzt guten Gewissens bei einer solchen Diagnose eine Strahlentherapie ins Gespräch bringen ???
    Wie groß sind die Erfolge dieser Therapie im Verhältnis zur radikalen Zystektomie ?

    Ihrer geschätzten Antwort sehe ich mit allergrößtem Interesse entgegen und verbleibe
    mit bester Empfehlung
    Eckhard Petersmann


  • Re: Strahlentherapie bei Blasenkrebs


    Eine Radiochemotherapie (RCT) ist ein Organ erhaltender Ansatz beim Blasenkarzinom. Er wurde vor allem in Erlangen entwickelt. Allerdings sollte der Tumor mittels TUR-Blase so weit als möglich entfernt werden. Beim Stadium T3 bleibt dann immer ein kleiner Rest. In den Studien, die dazu durchgeführt wurden, kann die Blase in ca. 80% erhalten werden. Falls doch ein Rezidiv kommt, wird eine sog. Salvage-Zystektomie durchgeführt. Publikationen finden Sie unter den Autoren Dunst oder Sauer (und natürlich in den Lehrbüchern der Strahlentherapie). Die Urologen halten nichts von diesem Konzept, weil sie (natürlich) lieber gleich operieren wollen (Neoblase etc). Eigentlich müssten sie die Patienten über die andere Methode informieren, aber das geschieht i.allg. nicht. Da spielen auch berufspolitische Interessen eine Rolle. Die publizierten Daten zeigen jedenfalls, dass die RCT eine interessante Behandlungsoption darstellt.

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    • Re: Strahlentherapie bei Blasenkrebs


      Hallo Eckhard,

      das Zitat:“Die Chance einer Heilung sind bei dieser Behandlung gegenüber einer radikalen Entfernung der Blase mindestens genauso gut.” ist vom Stand:23.6.2008.

      Prof.Wust hat schon 2001 diesbezüglich geantwortet:



      lesenswert zur Ergänzung der heutigen Antwort von Prof.Wust:

      http://www.uro.at/dynasite.cfm?dssid...&dspaid=648172

      Gruß Ebs

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      • Re: Strahlentherapie bei Blasenkrebs


        Guten Abend, Professor Wust,
        hallo Eps12,

        vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort.
        Mit Ihrer Erlaubnis werde ich diese Meinung, ( nicht zitiert ), bei nächster Gelegenheit im Blasenkrebsforum kundtun.....
        Ist es erlaubt, dabei Erlangen oder die Charité für diese Behandlungsmethode zu empfehlen ?

        Eps,
        ich wurde im Nov. 03 operiert und interessiere mich erst seit diesem Zeitpunkt.
        Da wir in einer schnelllebigen Zeit leben und auf dem medizinischen Sektor “Blasenkrebs” immer neue Untersuchungs - und Behandlungsmethoden entwickelt werden, ( denken wir nur an das Diapat, an Hexvix, an das Synergo-System, an die daVinci-Methode, an Immucothel, ( (Hämocyanin), an die Kombinationstherapie Bestrahlung und Hyperthermie und und und... ),
        habe ich es mir erspart, Äonen von Jahren bis 2001 zurückzugehen, hi, hi....

        Gruß
        Eckhard

        Kommentar



        • Echte Alternative: Strahlen bei Blasenkrebs


          Beim Einen stellt sich (hinterher!) heraus, dass das besser war, beim Anderen das. Oft ist das erst beurteilbar, wenn Blase usw. am Seziertisch beim Histologen war.
          Schön, dass Eckhard seiner (eingefleischte) Meinung beginnt zu ändern. Als Hilfe dazu und für alle Anderen auch:

          http://www.thieme-connect.com/ejourn...128733A44.jvm4

          http://www.thieme-connect.com/ejourn...128733A44.jvm4

          Kommentar


          • Persönl. Erfahrungsbericht: Radiochemotherap.


            Hallo,

            für evtl. Interessierte: Hier findet ihr meinen Erfahrungsbericht über meine im Nov. 2007 bis jetzt sehr erfolgreich abgeschlossene Radiochemotherapie nach Blasenkrebs pT2a G3 / cT4 und jetzt wieder voll funktionsfähiger Harnblase.

            http://www.forum-blasenkrebs.net/thr...2eca847740299b

            Gruß Ebs

            Kommentar


            • Re: Echte Alternative: Strahlen bei Blasenkre


              Interessant auch die Zusammenfassung aus Salzburg: "Radiotherapie des invasiven Blasenkarzinoms"
              http://www.uro.at/dynasite.cfm?dssid...&dspaid=648172

              Kommentar



              • Re: Echte Alternative: Strahlen bei Blasenkrebs


                Hallo Edgar,

                also ich bevorzuge schon eine Methode, bei welcher ich VORHER weiß, dass sie besser wirkt als eine andere.....
                Ich bin auch keineswegs “geläutert”, aber anderen Behandlungsmethoden - wenn diese denn vielversprechend sind - auch keineswegs abgeneigt.

                Nur bin ich erstaunt, dass in unserem Blasenkrebs-Forum, ( siehe Beitrag Eps12 ), nach über fünfeinhalb Millionen Zugriffen sowie 15.122 Beiträgen in 1.677 Themen “Eps12” der erste war, welcher in dieser Woche über einer erfolgreiche Radiostrahlentherapie berichtete.
                Auch wenn diese Behandlungsmethode nicht ganz so bekannt ist, sollte doch eigentlich zu erwarten sein, dass diese Methode bei derartig vielen Beiträgen häufiger erwähnt würde......
                Ich denke mal, hier fehlt es ganz einfach an der Öffentlichkeitsarbeit.

                Gesamt drei Wochen Krankenhaus ( Nov. 2003 ) und keine ( oder nur sehr, sehr bedingt ), Angst vor irgendwelchen Rezidiven oder Metastasen.
                Ist diese - psychische - Sicherheit auch bei einer Strahlentherapie erreichbar ??
                Eher wohl nicht.

                Ich persönlich habe - ausser der nächtlichen Inko und der fehlenden Erektion - keinerlei Probleme mit der orthotopen Neoblase und bin ansonsten fit wie ein Turnschuh und voll im Leben..
                Gegen die Inko gibt es Hilfsmittel; ( Kondomurinal ), und die Erektion.... na, ich bin mittlerweile 65, da ist die nicht mehr ganz so wichtig, hi, hi.....
                ( Hab mir aber eine Vakuumpumpe besorgt, man(n) weiss ja nie.... )

                Gruß
                Eckhard

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                • Re: Echte Alternative: Strahlen bei Blasenkre


                  Diese Zusammenfassung habe ich bereits gestern im Blasenkrebsforum eingestellt....

                  Kommentar


                  • Einfach zum Nachdenken: Radiochemotherapie


                    Servus Eckhard,

                    jeder (Blasen)Krebspatient verkraftet die Diagnose unterschiedlich, braucht von 1 Tag bis einige Jahre (wirklich!), bis er wieder einen "klaren Kopf" hat.
                    Auch trifft es einen (fast) immer wie "die Jungfrau das Kind", also unvorbereitet, so eine lebensbedrohende Botschaft.

                    Jetzt kommt es darauf an, war der Patient schon ein mündiger Patient, war er schon ein mündiger Bürger, hat er also Möglichkeiten (auch früher gesucht, gefunden und getroffen) zur möglichst umfassenden Information, fähig zur Diskussion, fähig zu einer "anderen, eigenen" Entscheidung?

                    Welche aufgeschlossenen Menschen und Ärzte hat er zur Seite?

                    ICH wusste damals nichts, hatte "nichts", außer Privatversicherung, und lies den "anerkanntesten" Prof. machen, was er meinte.

                    Hinterher hätte ich manches anders verlangt! Ob es richtig gewesen wäre ist fraglich (9 Jahre kein Rezidiv trotz pT2aG3!)? Vielleicht waren auch schulmedizinisch begleitende, also komplementärmedizinische Maßnahmen für die Rezidivfreiheit ausschlaggebend! Vielleicht auch ....!

                    Nun zur Entfernung der Blase bzw. Strahlentherapie bzw. komb. Strahlen-/Chemotherapie:
                    Unter vorgenannten Gesichtspunkten kommt es bei dieser Tumoreinstufung sehr selten vor, dass man von der "etablierten Therapie" (Entfernung der Blase) abweicht, oder gar der Patient mit solchen Vorschlägen dem entgegentritt.

                    Der Uro bleibt bei seinem Skalpell,
                    der Patient weiß nichts anderes.

                    Würde der Patient Überlegungen diesbezüglich anstellen, dann wohl:
                    Die Blase (wie ein Fußball) mit dem gesamten Krebs zu entfernen ist nachvollziehbar und "sicher" gegen den Krebs (Eckhard, Rainer, etc.).

                    Aber Chemo? Das ist ja dieses Zeug was die Frau .... der Herr .... bekam, von den Zehen bis zum Kopf, und wie es ihm scheußlich erging dabei.

                    Oder Strahlen? Strahlen, die sehe ich nicht, Tschernobil oder Nagasaki ist in Erinnerung, und das jetzt mir?

                    Also: Nein!

                    Auch in deinem Forum werden Informationen zu fundierten schulmedizinischen Alternativen als Begleitmaßnahmen nicht gern gesehen, ja gelöscht! Wie soll man da über derartiges unter Gleichbetroffene diskutieren können? Das bleibt halt auf meinem PC, für meine Selbsthilfegruppe. Aber auch z. B. Studien, dass Instillationen in die Blase mit Mistelauszüge gleich und besser als BCG/Mytomicin waren.

                    Und schließlich ist da meist die geringe bis Nichtzusammenarbeit mit Urologen, Onkologen, Physikern (Radiologie), Psychologen. Wie soll da der Patient was von Radiochemotherapie bei invasivem Blasenkrebs erfahren, oder gar eine diesbezügliche Entscheidung treffen. Vielleicht wenn er Wust, Weiss, Rödel, Sedlmayer, Schmeller, Lukas, Sauer .... "getroffen hat".

                    Was meinst du und Mitleser dazu?

                    LG.

                    Edgar

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                    • Re: Echte Alternative: Strahlen bei Blasenkrebs


                      Hallo Eckhard,

                      Zitat:
                      "also ich bevorzuge schon eine Methode, bei welcher ich VORHER weiß, dass sie besser wirkt als eine andere.....
                      Ich bin auch keineswegs “geläutert”, aber anderen Behandlungsmethoden - wenn diese denn vielversprechend sind - auch keineswegs abgeneigt. "

                      Das ist mir zu absolut, weil der persönliche Ausgang einer Krebsbehandlung immer unteschiedlich ist , von: total erfolgreich (wie z.B. bei dir,Rainer u.a.) bis: total daneben.
                      Euer Erfolg ist leider nicht gleichgeltend für alle.

                      Und die Erfolgszahlen einer Statistik helfen dem Einzelnen keinesfalls und garantieren garnichts, wenn er auf der falschen Seite der Statistik (Verlierer) steht.

                      Deshalb muss sich jeder für seinen Weg entscheiden dürfen, auch wenn er vielleicht am Ende der falsche war.
                      Das weiß man aber immer erst hinterher, allen Statistiken zum Trotz.

                      Dabei geht es auch keineswegs um eine Therapie gegen die andere. Beide sind berechtigt.

                      Dass es bisher keine persönlichen Erfahrungsberichte gibt (ich fand bei meiner Suche vor 2 1/2 Jahren einen einzigen von einem Italiener, aber der hat mir Hoffnung gemacht), liegt sicherlich auch daran, dass die Strahlen- und Chemotgherapie noch relativ jung sind und erst in den letzten Jahren erfreuliche große Fortschritte gemacht haben , verträglicher und differenzierter und damit erfolgreicher.

                      Gruß Ebs

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                      • Re: Einfach zum Nachdenken: Radiochemotherapie


                        “Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast...”

                        Scherz beiseite.
                        Ich halte Statistiken schon für sehr aussagefähig, wenn diese denn vergleichbar sind.
                        Die Frage ist doch recht einfach :
                        Es werden 400 vergleichbare Leute gleichen Alters mit gleicher Diagnose - pT2aG3 - behandelt, davon 200 operativ ( radikale Zystektomie ) und 200 mit TUR-B und Strahlentherapie.
                        Wieviele jeweils sind im Nachhinein nachweislich an der Krankheit bzw. deren Folgen gestorben ?
                        ( Wir lassen jetzt mal diese fürchterliche 5-Jahres Überlebensrate außer acht )

                        Hallo Edgar, ( oder Dietmar ),
                        Hinsichtlich komplementärmedizinischer Begleitung habe ich ganz eigene Ansicht.
                        Wenn sich Betroffene auf etwas verlassen, was sie im Internet lesen, ( und dies tun sie ja euren Aussagen nach ), dann versuchen sie möglicherweise mit komplementären oder homöopathischen Mittelchen, ihr Leiden zu heilen, gehen nicht zum Urologen und sind letzten Endes voller Metastasen und dann in der Kiste.

                        Entsprechende Beiträge gingen ja bis hin zu Suglithsteinen und Handauflegen !!!!
                        Noch diese Woche hatten wir einen Beitrag, in welchem vorgeschlagen wurde, Pilze gegen Blasenkrebs einzunehmen. ( Jetzt ist die Frau beleidigt, weil wir scharf reagiert haben )

                        Und wenn mir jemand weismachen will, dass eine Misteltherapie gleiche oder bessere Ergebnisse als Mitomycin oder gar BCG bringen würde, dann sollte wir hier an dieser Stelle unsere Diskussion beenden.

                        Das primäre Thema hier im Fred ist die Strahlentherapie und ihre Erfolge bei Blasenkrebsbehandlungen im Vergleich zur radikalen Zystektomie.
                        Und die Radiochemotherapie hat ja nun weiß Gott nix mit komplementärer oder homöopathischer Medizin zu tun.
                        Lass uns also bitte beim Thema bleiben, Dietmar.

                        Gruß
                        Eckhard

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                        • Re: Einfach zum Nachdenken: Radiochemotherapie


                          Hallo Eckard,

                          du irrst etwas, wenn du schreibst:

                          Zitat:"Das primäre Thema hier im Fred ist die Strahlentherapie und ihre Erfolge bei Blasenkrebsbehandlungen im Vergleich zur radikalen Zystektomie. "

                          Der von dir zitierte Artikel-Ausschnitt bei Onmeda, auf den du dich in deiner Threaderöffnung beziehst ,fußt auf der gemeinsamen Anwendung von Strahlen- und Chemotherapie und darauf basierende erfolgreiche Krebsbehandlung.

                          Zitat Onmeda:
                          "Ist eine radikale Harnblasenentfernung bei Blasenkrebs nicht möglich oder lehnen die Betroffenen diese ab, können sie mit einer Strahlentherapie behandelt werden. In der Regel wird die Bestrahlung mit einer Chemotherapie kombiniert (Radiochemotherapie). Zuvor sollte möglichst eine komplette TUR-B des Blasentumors erfolgt sein. Die Chance einer Heilung sind bei dieser Behandlung gegenüber einer radikalen Entfernung der Blase mindestens genauso gut."

                          Diese Kombination macht es,nicht die Strahlentherapie allein.
                          Ich halte es deshalb für falsch, die Fragestellung nur auf die Strahlentherapie zu verkürzen.

                          Und komplementärmedizinische Begleitung als Ergänzung zu dieser Behandlung halte ich durchaus für sinnvoll und betreibe sie in meinem Fall von Anfang an.
                          Man sollte schon wissen, dass es sowas gibt.

                          Wer es nicht will, lässt es eben. Man muss es ja nicht tun.

                          Gruß Ebs

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                          • Re: Einfach zum Nachdenken: Radiochemotherapie


                            Guten Abend, Ebs,

                            lass uns doch nicht um des Kaisers Bart streiten....
                            In meinem Nachsatz steht doch gut lesbar “Radiochemotherapie”.

                            Im Übrigen habe ich gar nichts gegen homöopathische Mittel oder Nahrungsergänzungsmittel oder wie auch immer.
                            Selbstverständlich können diese Mittel positiv auf Körper und Psyche wirken, ( wie z.B. ein Glas guten Weines oder eine RothHändle zum Espresso bei mir - psychisch - Wunder wirken können ).

                            Aber es darf keinesfalls zu dem Eindruck kommen, dass derlei Mittel als “Ersatz” für eine medizinische Behandlung dienen könnten.
                            Dies ist einfach zu gefährlich, denn aus Erfahrung wissen wir beide, dass sich ein Betroffener lieber an einen solchen Strohhalm klammert als sich zum Urologen zu begeben.
                            Leider gibt es viel zu viele Internetseiten und Foren, in denen nicht nur diese unbedingte Forderung nach einer ärztlichen Untersuchung unterschlagen wird, sondern in welchen derlei Mittel als alleinige Heilsbringer gepriesen werden.

                            Natürlich sollte man wissen, dass es eine gewisse Komplementärmedizin gibt
                            Aber diese sollte eben eindeutig auch nur als “begleitend” beschrieben werden, nicht als Primärbehandlung.

                            Mich stört etwas Deine Aussage : “Wer es nicht will, lässt es eben. Man muss es ja nicht tun.”
                            Wer in seiner Verzweiflung auf eine solche Seite stößt, der glaubt an derlei Aussagen, weil er es ja nicht anders kennt. Der Betroffene käme in dem Moment doch gar nicht auf die Idee, es nicht zu tun.
                            Vor allem auch, weil eine solche Behandlung seinem Wunsch nach schmerzfreier und einfacher Abhandlung sehr entgegenkäme.

                            Besser wäre m.E. nach : “Wer will, kann es tun. Er muss es ja nicht ablehnen.”
                            Aber, wie geschrieben, alles unter der Prämisse des Hinweises auf den unbedingten Arztbesuch.
                            Alles andere ist nicht nur irgendein "riskantes Spiel", sondern der Einsatz ist das Leben.

                            Gruß
                            Eckhard

                            Kommentar


                            • Re: Strahlentherapie bei Blasenkrebs


                              Selbstverständlich können Sie auf die Universitätskliniken Erlangen oder Charité Berlin hinweisen, an denen diese Kombinationstherapie durchgeführt wird. Ich betone, dass die Zusammenarbeit mit den Urologen hier ausdrücklich erforderlich ist. Erstens um die möglichst vollständige Sanierung mittels TUR-Blase vorzunehmen. Zweitens ist eine Salvage-Zystektomie bei 20-25% der Patienten erforderlich.
                              Eine aktuelle Zusammenfassung liefern Rödel, Weiss, Sauer, Onkologe 2007, Band 13: 1096-1100 (über Springer-Verlag).

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                              • Einfach zum Nachdenken: Misteltherapie


                                Hallo Eckhard,

                                ich stehe auch nicht sehr auf Krebspatienten, die irgendwo irgendetwas Alternativmedizinisches, also statt der Schulmedizin, gelesen haben und dies gegen ihren Krebs einsetzen wollen. Das dann auch nur in irgendeinem Forum mitteilen, also nicht in meiner SHG.

                                Ob sie es im Internet, aus der übergroßformatigen Zeitung mit Bildln, oder einer bunten Zeitschrift haben, ist egal.

                                Wenn dies aber Komplementärmedizinische Maßnahmen sind, also begleitend zur Schulmedizin, vielleicht auch noch von der Komplementärmedizinischen Abteilung vom größten KH. in Ö. dem AKH Wien, alles mit schulmedizinischen Studien mehrfach abgesichert, dann werde ich mit meinem Kurzzeitmedizinstudium nicht daher kommen und Nein sagen, nicht zu mir und nicht zu einem Mitglied meiner Selbsthilfegruppe.

                                Zur Mistel:
                                Du wirst doch nicht Sprudl mit Pils vergleichen!
                                Den Tee trinken manche wegen Blasenentzündung oder Prostataprobleme.
                                Die Mistelspritzentherapie heilt keinen Krebs, kann aber sehr positiv dazu und zur psychischen Verfassung beitragen (dadurch oft deutlich weniger Psychopharmaka, weniger oder Ende von Psychotherapien, damit mehr und bessere Lebensqualität!)!
                                Und dann gibt es Behandlungen, wo die Mistelauszüge in die Blase instilliert werden. Und glaube mir, man hat damit vor 12 Jahren nicht sofort bei einem Menschen mit Blasenkrebs begonnen, aber bereits vor vielen Jahren. Mit gutem Studienergebnis. Man hat festgestellt, dass dabei ähnlich starke und gewünschte Reaktionen wie bei BCG, Mitomycin oder ...... entstehen. Mittlerweile gibt es aber einige interessante Untersuchungsergebnisse dazu, ebenso wie zu BCG mit Mytomicin, aber auch zu Immucothel; Letzteres wirkt gut, aber viel weniger Nebenwirkungen. Aber das weißt du eh alles!

                                Schönen Abend!

                                Edgar

                                Kommentar


                                • Re: Einfach zum Nachdenken: Radiochemotherapie


                                  Edi, Edi, Edi,
                                  wie schaffst Du das alles nur......
                                  Nicht nur Dein - zugegeben riiiiesiges - Blasenkrebsforum Österreich zu verwalten, sondern auch noch in diesem und in anderen Foren so viele Beiträge zu schreiben.

                                  Alter Schwede, ich weiß ja, dass Du ein eifriger Verfechter der Komplementär - oder Alternativmedizin bist, aber dies mußt Du mir doch hier nicht auch schon wieder mitteilen, hi, hi......

                                  Lass uns doch beim Thema “Radiochemotherapie” bleiben.
                                  Wenn diese Behandlungsmethode nicht weiter verbreitet bzw. bekannt ist, ( immer unter dem Gesichtspunkt, dass sie hält, was hier versprochen wird ), liegt dies ganz eindeutig an der unzureichenden Wahrnehmung innerhalb der Öffentlichkeit, also der Medien, ( schreibende, sprechende und sendende Zunft ), der entsprechenden Betroffenenverbände und uns, den Forenbetreibern, welche den Betroffenen mit Rat, Hilfe und Tipps zur Seite stehen wollen.
                                  Ganz wichtig wären z.B. Beiträge in den Apotheker-Zeitungen, ( die “Apotheken-Umschau” ist die meistgelesene Postille Deutschlands !! )
                                  Kurzgefasst : Es fehlt hier ganz augenscheinlich die Öffentlichkeitsarbeit.

                                  Und wenn sich die Radiologen von den Urologen und Chirurgen aus dem Ring drängen lassen, dann sollen sie sich gefälligst wehren, anstatt zu lamentieren.

                                  Da es aber auch uns, die Betroffenen, betrifft, folgender Vorschlag :
                                  Ich werde in unserem Forum http://www.forum-blasenkrebs.net ein Unterforum “Radiochemotherapie als Alternative zur radikalen Zsytektomie” einrichten.
                                  Du solltest in Deinem österreichische Forum http://www.krebsforum.at/forum/index.php?board=20.0 gleiches tun. ( Aber lass die Misteltherapie dabei weg )

                                  Hier im Onmeda-Forum “Krebserkrankungen” sollte ein Unterforum “Blasenkrebs” eingerichtet sein, ebenso wie ein “Radiochemotherapie” Forum.
                                  Es gibt derartig viele Krebserkrankungen, welche alle in diesem Forum “Krebserkrankungen” abgehandelt werden müssen, dass dem armen Professor Wust doch ganz schwindelig werden muss.
                                  Es gibt zwar ein Forum “Männerkrankheiten”, aber dort wird größtenteils die Prostata abgehandelt, während ein Blasenkrebsforum ganz fehlt.
                                  Frauen haben aber keine Prostata......
                                  Neuer Eigentümer von Onmeda ist “go.Feminin.de”, also eigentlich eine gute Voraussetzung für blasenkrebserkrankte Frauen.

                                  Zu Deinen anderen Aussagen :
                                  Einerseits schreibst Du :
                                  “.....jeder (Blasen)Krebspatient verkraftet die Diagnose unterschiedlich, braucht von 1 Tag bis einige Jahre (wirklich!), bis er wieder einen “klaren Kopf” hat.”
                                  Und dann im nächsten Satz :
                                  “Jetzt kommt es darauf an, war der Patient schon ein mündiger Patient, war er schon ein mündiger Bürger, hat er also Möglichkeiten (auch früher gesucht, gefunden und getroffen) zur möglichst umfassenden Information, fähig zur Diskussion, fähig zu einer “anderen, eigenen” Entscheidung?”
                                  Glaubst Du ernsthaft, jemand würde sich v o r der Diagnose über irgendwelche Behandlungsmöglichkeiten von Blasenkrebs informieren ??
                                  Und n a c h der Diagnose hat er ja - lt. Deiner Aussage - keinen klaren Kopf.
                                  Da beißt sich die Katze in den Schwanz, Edi.

                                  Nein, sei versichert, ich hätte gern noch meine Blase.
                                  Ich müsste ja bescheuert sein, freiwillig auf meine Erektion, meinen Samenerguss und meine Kontinenz zu verzichten. Und so schön ist eine 25 cm-Narbe auf dem Unterbauch auch wieder nicht.
                                  Aber ein pT3aG3N1 ist nicht mehr blasenerhaltend zu behandeln, deshalb ist meine Blase weg.
                                  Ein Harnleiter war bereits völlig zugewuchert, dadurch hatte ich eine Stauniere.
                                  Auch wenn ich damals etwas über Radiochemotherapie gewusst hätte, dann hätte ich mich trotzdem damit nicht behandeln lassen. Das Risiko eines Misserfolges wäre mir ganz einfach zu groß gewesen.

                                  Natürlich sollten und müssten alle medizinischen Experten zusammenarbeiten, aber auch hier sind wie überall - durch Kompetenzstreitigkeiten, Neid und Missgunst - recht enge Grenzen vorhanden.
                                  Sogenannte "Götter in Weiß" müssten über ihren Schatten springen, ( sofern sie einen werfen ), und spring mal mit OP-Latschen......

                                  Und dann werden wir uns über die Nebenwirkungen einer Bestrahlung unterhalten müssen, z.B. über den Anstieg von Darmkrebs nach Prostatabestrahlungen.
                                  In den Ausführungen des Prof. Dr. Felix Sedlmayer ist davon nur herzlich wenig zu lesen.....

                                  Gruß
                                  Eckhard

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                                  • Re: Einfach zum Nachdenken: Radiochemotherapie


                                    Hallo Eckhard,

                                    Anerkennung! Das klingt nach Nägeln mit Köpfen!

                                    Es wäre sicherlich im Interersse aller Betroffenen, wenn deine Vorschläge auch hier umgesetzt werden könnten.

                                    Gruß Ebs

                                    Kommentar

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