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Speiseröhren- oder Magenkrebs

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  • Speiseröhren- oder Magenkrebs

    Guten Tag,
    bei meinem Vater (71 Jahre alt) wurde vor dreieinhalb Monaten Krebs diagnostiziert. Er hatte schon lange Probleme mit dem sog. Steakhouse-Syndrom, konnte also z.B. faseriges Fleisch nicht dem Magen zuführen (Refluxsyndrom). Es wurde im März 2008 ein kleinerer Tumor in der Lunge festgestellt sowie ein ca. 10 cm grosser Tumor am oberen Magenrand. Ich denke, dass es sich um Speiseröhren- oder Magenkrebs handelt, aber ich bin kein Fachmann.
    Mein Vater selbst sagte, dass er seit ca. 9 Monaten schwarze Verfärbungen im Stuhl wahrgenommen hat. Nach der Diagnose wurde er insgesamt viermal mit Chemotherapie behandelt. Natürlich mit den bekannten Nebenwirkungen, aber auch mit dem Ergebnis von neuem Lebensmut und deutlich besserem Appetit. Damit hätte man gut weiterleben können.
    Nach dem vierten Chemo-Zyklus trat letzte Woche (9.6.08) eine stärkere innere Blutung auf, die sich durch die Blutwerte und Teerstuhl nachweisen liess. Kurz darauf hat der behandelnde Onkologe die Therapie komplett eingestellt, weil der Tumor nicht auf die Chemo angesprochen habe und statt dessen sogar weitergewachsen sei. Wir warten jetzt darauf, dass mein Vater innerlich verblutet oder an einer Anämie verstirbt. Wann das ist kann uns niemand sagen.
    Meine Fragen: gibt es keine andere Behandlungsmöglichkeit als die Chemo? kann man eventuell duch Bestrahlung eine Linderung erwarten? müssen wir wirklich untätig auf den kurzfristigen Tod des Patienten warten und wenn ja wie wird er sterben (schmerzlos oder qualvoll)?
    Vielen Dank im voraus von
    Carsten Leuters

  • Re: Speiseröhren- oder Magenkrebs


    Bei einem fortgeschrittenen Magenkarzinom (es handelt sich offenbar um einen blutenden fortgeschrittenen Tumor) kann tatsächlich die Strahlentherapie unter symptomatischen (sog. palliativen) Gesichtspunkten eingesetzt werden. Man erreicht damit einen (vorübergehenden) Wachstumsstopp und ein Sistieren der Blutung. Man sollte nur wenige Bestrahlungen durchführen und nur den Tumor bestrahlen (z.B. 10 x 3 Gy oder 5 x 4 Gy). Trotz kleiner Felder kann eine Bestrahlung im Oberbauch mit Unverträglichkeiten verbunden sein (z.B. Übelkeit). Trotzdem könnte Ihr Vater von einer solchen Bestrahlung profitieren (es ist allerdings, wie gesagt, vorübergehend). Gegen Schmerzen (falls sie auftreten) gibt es heutzutage ausreichende Schmerzmittel, die unbedingt verschrieben werden sollten.

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