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Vorsorglich Hyperthermie bei Peritonealkarzin

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  • Vorsorglich Hyperthermie bei Peritonealkarzin

    LIeber Herr Prof. Wust, im letzten Jahr habe ich mal angefragt, ob eine Hyperthermie für mich in Frage käme: Ich hatte nach Brustkrebs im Jahre 2000 nach mehr als 6 Jahren Fernmetastasen im Bauchfell an der Mesenterialwurzel, Bereich Bauchspeicheldrüse, Zwölffingerdarm, inoperabel, diffus, lokal begrenzt. Seit ich seit nun fast 2 Jahren erfolgreich Aromatasehemmer nehme, ist tumormarkermäßig eine Remission eingetreten, CT und MRT zeigen zwar vergrößerte Lymphknoten (14- 16 mm), aber außer ein größeres OP-Feld sind keine Metastasen zu sehen (wie auch vor der OP übrigens nicht). Ich nehme jetzt an, dass die Metastasen nicht gewachsen sind.

    Damals schrieben Sie mir, dass es eher weniger Erfahrungen mit Mamma-Metastasen bzgl. der Hyperthermie gibt und außerhalb des Abdomens keine Metastasen vorliegen dürften/sollten. Ich gehe davon jetzt einfach mal aus, dass dies nicht der Fall ist.

    Meine Frage: Ist es unter den geschilderten Umständen vielleicht sinnvoll, prophylaktisch eine Hyperthermie durchzuführen? Eine ebenfalls erkrankte Bekannte von mir lässt dies in halbjährlichem Abstand vorsorglich in einer Klinik machen; das sei ihr so empfohlen worden und würde damit nicht eine weitere Therapieoption zunichte machen, weil sie immer wieder durchgeführt werden könnte.

    Könnten Sie mir dazu Ihre Meinung schreiben?

    Vielen Dank, mit freundlichen Grüßen

    Karin G.

  • Re: Vorsorglich Hyperthermie bei Peritonealka


    Zunächst ist festzustellen, dass eine Hyperthermie (mit Temperaturen 40 – 42 °C) als alleinige Therapie vermutlich wirkungslos ist. Nur in Verbindung mit einer Chemotherapie oder Radiotherapie ist eine Wirkungsverstärkung (durch Sensibilisierung) denkbar und in einzelnen Studien belegt. Daher ist eine prophylaktische alleinige Hyperthermie, so wie Sie das vorschlagen, wohl nicht sinnvoll. Es gibt Kliniken, die trotzdem eine alleinige Hyperthermie durchführen wie bei Ihrer Bekannten (aber das ist i.S. der Schulmedizin nicht belegt). Eine abdominelle Hyperthermie kann bei manifesten Metastasen (Peritonealkarzinose) zusammen mit Chemotherapie eingesetzt werden (aber nur im Rahmen von Studien).

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