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Leberkrebs - Was kommt da auf uns zu?

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  • Leberkrebs - Was kommt da auf uns zu?

    Vor 2 Monaten wurde bei meiner Großmutter (87 Jahre) ein Tumor auf der Leber (14 cm) diagnostiziert, der nicht mehr operabel ist sowie ein Gewächs auf dem Gallengang. Um die massive Gelbsucht in den Griff zu bekommen wurde eine „Umleitung“ eingesetzt damit die Gallenflüssigkeit abfließen kann. Diese scheint doch ziemlich schnell wieder zu verstopfen, sodass schon wieder Anzeichen von Gelbsucht erkennbar sind.

    Laut Aussage des Arztes sind die Blutwerte zwar zufrieden stellend aber die Leberwerte „im Keller“ und wie er sagte hat sie nicht mehr viel Zeit (ca. 6 Monate). Dass es für meine Großmutter leider keine Heilung mehr gibt ist schwer zu ertragen aber schlussendlich einfach zu akzeptieren.

    Meine Frage ist jetzt folgende. Worauf muss ich mich einstellen, was auf meine Großmutter und uns zukommt, da wir sie auf alle Fälle zu Hause behalten wollen.

    Vielen Dank für Ihre Antwort.
    Gruß aus Österreich
    Kleeblattl

    Ich selber bin an Spina bifida erkrankt und habe in letzter Zeit zunehmend körperliche Kraft eingebüßt, der ich erfolglos hinterherlaufe. Aber darum kann ich mich im Moment auch gar nicht so richtig kümmern, vor allem da ich auch etwas frustriert bin, dass weder Fitnesstraining noch Physiotherapie mehr Kraft mobilisieren konnten. Aber das ist eine andere Geschichte.

  • Re: Leberkrebs - Was kommt da auf uns zu?


    Vermutlich handelt es sich um ein primäres Leberzellkarzinom (ev. auch Gallenwegskarzinom). In Anbetracht des Alters und der Ausdehnung will/kann man offenbar keine Chemotherapie einsetzen. Dann ist die Leberfunktion und speziell die Möglichkeit des Galleabflusses der kritische Punkt. Kommt es zu einer definitiven Abflussstörung, führt das innerhalb weniger Tage zum Tode. Wenn sich der Tumor immer weiter in der Leber ausbreitet, kann es auch zum Leberversagen kommen, das ebenfalls relativ schnell zum Tode führt. Beides ist für den Betroffenen relativ angenehm, da er nicht mehr viel mitbekommt (und es schnell geht).

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    • Herzlichen Dank Herr Prof. Wust


      für Ihre ehrliche Antwort. So schmerzlich die Tatsache auch ist fällt es doch leichter damit umzugehen und zu wissen was kommen wird bzw. kann.

      Danke aus Ö
      Brijo

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      • Tumor plötzlich nicht mehr auffindbar. Kann


        Vor 3 Wochen machte der praktische Arzt bei meiner Großmutter eine Blutuntersuchung und überwies sie infolge dessen zur Ultraschalluntersuchung. Der Blutbefund vor 3 Wochen war gleich bleibend „gut“ bzw. „schlecht“. Als Laie kann ich das nicht beurteilen. Laut Aussage des praktischen Arztes wundert er sich schon seit Weihnachten, dass meine Großmutter so lange durchhält.

        Alle Symptome die Sie mir vorhergesagt haben (zunehmende Müdigkeit …) sind auch merkbar eingetreten. Schmerzen liegen bis dato keine vor außer der Nabelbruch den meine Großmutter seit 20 Jahren hat. Dagegen wurde aber bisher nichts unternommen.

        Jetzt aber das Mysterium, das mir Sorgen macht, weil ich die Ruhe vor dem Sturm fürchte. Bei der Ultraschalluntersuchung wurde der Tumor nicht mehr gefunden, was laut Arzt an ein Wunder grenzt. Lungenröntgen war ebenfalls o.B.

        Jetzt meine Frage, Herr Doktor. Kann so was möglich sein, dass der Tumor ohne jegliche Behandlung sich in Luft auflöst oder gibt es irgendwann ein noch viel böseres Erwachen???

        Vielen Dank für Ihre fachliche Meinung.

        LG aus Österreich
        Kleeblattl

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        • Ich wundere mich, das Rätsel hat sich gelöst


          In den letzten Tagen hoffte ich Erklärungen für den chaotischen Zustand des Krankheitsverlaufes meiner Großmutter zu finden, aber es kamen leider keine. Inzwischen stellt sich heraus, dass wir den Nabelbruch nicht ignorieren konnten, sondern bei meiner Oma irgendwo im Bauchraum etwas Neues gewachsen ist.

          Kleeblattl

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          • DRINGEND! Gallenkarzinom und was kommt jetzt?


            Sg. Herr Doktor!

            Jetzt ist alles klar ... Gallenkarzinom in der Gallenblase, Gallengänge befallen einschließlich Übergang zur Leber. Alle anderen Organe ohne Befund und trotzdem hoffnungslos. Was kommt da jetzt noch alles auf meine Großmutter zu :-(.

            Morgen steht die Nabelbruch-OP an. Kurz wurde angedacht die Galle mit zu operieren, da die Ärzte meinten, wenn Galleblase und –gänge entfernt würden, wären alle vom Krebs befallenen Herde entfernbar gewesen. Aber dies wäre eine schwerwiegende OP und in Anbetracht der Belastung für Herz-Kreislauf wurde von dieser Möglichkeit Abstand genommen. Das ist glaub ich auch besser so, oder?

            Unsere letzten 9 Monate waren schwierig und echt hart! Wir waren immer wieder mit der erstaunten Frage des Hausarztes konfrontiert, „Sie lebt noch?“ … denn wir hatten die Vorhersage, längstens 6 Monate ….

            Aber Herr Doktor, wie geht’s jetzt weiter? Irgendwie dreh ich langsam am Rad …

            Vielen Dank für Ihre Antwort.

            Herzliche Grüße
            Kleeblattl

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            • Tumor in der Galle, war es schlussendlich ...


              an dem meine Großmutter vor 4 Wochen verstarb.
              24 h vorher kam sie ins Krankenhaus und die Ärzte sagten, dass die ganze Gallenblase vom Tumor ausgefüllt war und der Leidensweg erst richtig massiv eingesetzt hätte.

              Die Begleiterscheinungen die Sie am Beginn schon sagten, setzten 2010 häufiger ein, aber bis zum Ende war meine Großmutter geistig voll da.

              Herzlichen Dank für Ihre fachlichen Auskünfte, die mir in dieser schwierigen Situation sehr geholfen haben.

              Gruß aus Österreich

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