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Ausschlag, Pusteln, Jucken

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  • Ausschlag, Pusteln, Jucken

    Hallo,

    habe bereits im Gyn-Forum gepostet und versuche jetzt hier auch noch mein Glück. Habe seit einigen Wochen einen stark juckenden Ausschlag im Intimbereich, vor allem an den äußeren Schamlippen (also vor allem auf der Haut und nicht in der Scheide). Man sieht nicht sehr viel, nur wenn ich hinkratze. Dann schwillt es teilweise an wie ein Mückenstich. Filzläuse oder ein Pilz wurde beim Frauenarzt bereits ausgeschlossen. Auf der Suche nach einer Unverträglichkeit blieb ich bisher erfolglos.

    Habe von meinem FA eine Hydrocutan (leichte Cortisonsalbe) verschrieben bekommen, doch irgendwie hilft auch die nicht so richtig. Es juckt weiterhin wahnsinnig und es ist auch ein leichter Ausschlag zu erkennen. Auf der Suche nach der Ursache blieb ich bis jetzt leider erfolglos.

    Wer hat Abhilfe gegen den schrecklichen Juckreiz?
    Vielen Dank.

  • Re: Ausschlag, Pusteln, Jucken

    Hallo
    Es ist zwar Jahre her, dein Beitrag. Aber vielleicht schaut auch mal jemand vorbei, mit demselben Problem. Ich hatte dieses Problem über rund 10 Jahre hinweg. Immer wieder ging ich zum Gynäkologen und immer wieder half nichts. Es wurde von einer Pilzinfektion bis hin zu Lichen diagnostiziert - sogar nach eine Biopsie. Alles half nichts. Manches half zwar vielleicht sogar ein paar Wochen, doch spätestens danach war alles wieder wie gehabt. Irgendwann ging ich gar nicht mehr zum Arzt. Ich behandelte mich mit Prurimed-Liquid-Seife, extra für den Intimbereich. Dazu die verschiedenen Cremes die ich entweder verschrieben bekam oder mir selber kaufte. Ich war so verzweifelt, dass ich mir so ziemlich alles einschmierte was mir in den Sinn bekam - was vielleicht noch helfen könnte, oder über das ich las dass es auch hilfreich sein könnte. Natürlich war da auch Kortison, was am meisten half, aber auch Zinksalben, Bepanthen, Oele, Kamille, Intimbäder aller Art, Naturprodukte, Chemisches. Meine arme Vulva musste einiges aushalten, in jeder Hinsicht - sei es wegen dem Juckreiz oder den Behandlungen, die ich ihr zumutete. Das jucken war stets nur äusserlich, nicht in der Scheide. Die ganzen Schamlippen bis hinauf zum Schamhügel und manchmal sogar bis in die Leisten. Vor einem halben Jahr hielt ich es wieder mal nicht mehr aus. Ich war so wundgekratzt, dass es immer wieder blutete und schmerzte. Am schlimmsten Abends und Nachts im Bett. Ich meldete mich also wieder mal bei einem Frauenarzt, diesmal in einer Praxis, die sowohl auf Schul- wie auch Komplementärmedizin ausgerichtet war. Die Ärztin schaute sich das ganze kurz an, rief noch eine Kollegin dazu und beide meinten - klar ein Pilz, keine Zweifel. Also bekam ich -wieder mal - salben und Thearpien zur Pilzbehandlung. Es sollte schnell Besserung zeigen. Nach einem Monat verlor ich die Geduld. Nichts besserte sich. Meine Hausärztin hatte endlich eine gute Idee. Sie meldete mich bei einer Praxis an, die für Hautkrankheiten im Intinbereich spezialisiert ist. Also ging ich dorthin. Hier war ebenfalls in kurzer Zeit die Diagnose gestellt: Ekzem im Intimbereich. Betonen muss ich, dass ich ansosnten keine Ekzeme habe. Dies sei aber nicht so selten, meine sie. Ich bekam eine Kortisonsalbe - Elocolm und eine zweite dazu verschrieben - Protopic. Diese zweite, also Protopic, könne aber in der ersten Zeit sehr brennen nach dem Auftragen. Da ich soviele Jahr litt und schon Dinge ausprobierte, die ebenfalls schmerzten, war mir das egal - hauptsache es hilft. Die Protopic sollte ich die Woche über jeden Tag morgens und Abends einreiben, an den Wochenenden noch die Elocolm, die Kortison enthält. Wie gesagt, seither ist ein halbes Jahr vergangen, und ich habe kaum noch Probleme. Heilbar ist dies ja nicht, das hat die Ärztin mir gleich gesagt. Ekzeme sind im Prinzip nicht heilbar, aber man kann die Symptome behandeln und lindern. Ich lebe seither ein neues Leben. Ich habe kaum noch Beschwerden. Und wenn es ma wieder Jucken will, genügt es, dass ich die Elocolm einreibe, dann bessert es sofort. DAs Kortison ist in geringen Mengen und schadet mir nicht. Ist halt immer noch das beste bei Ekzemen. Aber zusammen mit dieser Protopic, muss ich ja nur noch selten Kortison einreiben, denn inzwischen ist es so gut, dass es genügt, wenn ich jeweils morgens diese einreibe. Mehr braucht es nicht, auch nicht mehr die Elocolm an den Wochenenden. Es genügt meist auch so.
    Ich habe so viel und lange gelitten, 4 verschiedene Gynäkologen aufgesucht, gegoogelt ausprobiert... ich verstehe einfach nicht, weshalb gerade Gynäkologen so eingefahren sind und offenbar so wenig über die Möglichkeit eines Ekzems im Intinbereich wissen.
    Ich schreib dies hier, weil ich einfach anderen Frauen in derselben Lage helfen will. Konsultiert einen Hautarzt mit Spezialgebiet Intimbereich. Viel Erfolg und hoffentlich eine baldige Besserung wünsche ich allen Betroffenen.

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