• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Leberzirrhose --> Lebenserwartung

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Leberzirrhose --> Lebenserwartung

    Hallo an alle hier,

    ich hoffe der Beitrag ist im "richtigen" Forum!

    Ein Bekannter von mir ist alkoholabhängig. Mittlerweile wurde bei ihm auch eine Leberzirrhose diagnostiziert.
    Nun möchte ich wissen, wie lange man mit so einer Leber noch leben kann!!

    Danke im vorraus


  • RE: Leberzirrhose --> Lebenserwartung


    Hallo Tobias,

    wie lange lebt man mit Krebs? Du siehst, es ist eine Frage, die niemand allgemeingültig beantworten kann. Es kommt auf die Schwere der Krankheit und auf die Behandlungsmöglichkeiten an. Die Mitarbeit des Patienten ist in jedem Fall ausschlaggebend. Wenn ein Alkoholiker trotz Leberzirrhose weiter trinkt, wird ihm wohl eine Transplantation verweigert werden. Diese ist jedoch bei fortgeschrittener Krankheit die einzige Möglichkeit zu überleben. Lies mal unter dem entsprechenden Kapitel hier auf der Seite:

    <http://www.m-ww.de/krankheiten/innere_krankheiten/leberzirrhose.html>

    Du hilfst Deinem Freund am besten, wenn Du ihm Mut machst, der Droge Alkohol abzuschwören und die Therapiemöglichkeiten anzunehmen, um trotz der Diagnose noch viele weitere Jahre zu leben.

    Grüße
    Anke

    Kommentar


    • RE: Leberzirrhose --> Lebenserwartung


      kommt drauf an...
      viele Menschen haben eine Leberzirrhose. Wie fortgeschritten ist sie, wie viel und welche Art von Alkohol trinkt er - das spielt da mit.
      Die Leber ist ein sehr regenerationsfreudiges Organ. Wenn er mit der Schädigung nicht weitermacht, wird er nicht daran sterben.
      Aber auch wenn er weitermacht - es dauert in der Regel sehr lange, bis die Leber völlig versagt.

      Kommentar


      • Ja,...


        ...eine Bekannte von mir (Kneipiersfrau) erzählte mir, dass sie jetzt schwanger sei (was man an ihrer Leibesfülle erkennen konnte). Leider war es eine fortgeschrittene Leberzirrhose. Sie hat mir noch ihr Armulette aus dem Nachlass ihrer Mutter vermacht und ist wenige Tage nach diesem Gespräch im Krankenhaus gestorben. Ich wusste, dass sie trank, und sie wollte auf niemanden hören. Wahrscheinlich hat sie in ihrem Suff sogar selbst geglaubt, zur Entbindung eingeliefert zu werden. Die Frau war damals knapp 40.

        Grüße
        Anke

        Kommentar



        • RE: Ja,...


          Der Ascites (Bauchwasser) ist ein Zeichen einer sehr, sehr fortgeschrittenen Zirrhose.
          Da ist praktisch keine Leber mehr da, sondern nur noch ein einziger Knoten.

          Kommentar


          • RE: Ja,...


            Ich frage mich, wie viel man täglich verkonsumiert haben muss, um mit knapp 40 quasi keine Leber mehr zu haben. Ich habe von ihrem Mann mal gehört, sie habe sich TÄGLICH 2 Flaschen Schnaps gekauft - heimlich, beim Händler, der davon auch nix gepfiffen hat, bis sie tot war. Aufgeflogen ist damals der Versuch, in der Kneipe den klaren Schnaps, den sie vertilgt hatte, durch Zufüllen von Wasser zu ersetzen. Das Donnerwetter im gemeinsamen Haushalt hat jedoch nur zu der Lehre geführt, dass sie es schlauer anstellen muss. Alkoholsucht hat ein dreckiges Gesicht und ich kann all die gängigen Verharmlosungen nicht mehr hören!

            Grüße
            Anke

            Kommentar


            • Du mißverstehst mich


              ich habe eigentlich nichts anderes gesagt: abhängig davon, wie viel und WAS man säuft...

              verharmlost habe ich gar nichts.
              Es ist ein langsames Sterben...dauert meistens Jahrzehnte

              Kommentar



              • Tschuldige bitte,...


                ...wenn ich mich missverständlich geäußert habe. Ich habe Dir nix unterstellen oder vorwerfen wollen. Es war mehr die allgemeine Wut, die da mit mir durchging. Ich war damals noch sehr jung, sie sah wohl sowas wie eine Vertraute in mir - wahrscheinlich WEIL ich so vorbehaltlos ihre ganzen Stories geglaubt habe, ohne zu ahnen, wie abhängig die Sucht sie schon gemacht hatte und wie zerstört ihr Leben schon war. Ich fühlte mich noch Jahre danach irgendwie betrogen und ohnmächtig. Sie war die erste "Drogentote" meines Lebens - vom Rest hört man ja nur immer was, man kennt sie nicht direkt...

                Grüße
                Anke

                Kommentar


                • RE: Tschuldige bitte,...


                  Weißt Du, ich habe 13 Jahre lang zugesehen, wie sich einer totsäuft. Ein eigentlich intelligenter Mensch.
                  Mit Absicht.
                  Er lebt immer noch, wenn man das Leben nennen kann, aber ist jetzt so weit, dass er offensichtlich gar keine Kontakte mehr haben möchte.
                  Und - wie jeder hat er einen Grund - wo ich mich dann immer frage - warum sind wir dann nicht alle Alkoholiker?
                  Ich kann Deine Wut ein bischen verstehen.
                  Daher auch meine Kompromisslosigkeit, wenn jemand nicht bereit ist, sein Leben auch selbst mit anzupacken, nur jammert, alles und alle dafür verantwortlich zu machen, wenns ihm/ ihr schlecht geht. (Wobei - ich rede hier NICHT von einer depressiven Phase, die wohl jeder mal hat, sondern von der Grundeinstellung: alle sind schlecht zu mir, die ganze Welt will mir nur böses...)

                  Kommentar


                  • Verstehe vollkommen,...


                    ...wovon Du sprichst. Ich mag auch Leute nicht sonderlich, die Gott und die Welt für ihr Elend verantwortlich machen, statt ihr Leben in die Hand zu nehmen (bei aller Krankheit, die da eine Rolle spielen mag - psychisch oder physisch). Du bist eine starke Frau, die aus dem Leben das Beste gemacht hat. Ich denke, genau das kann ich auch von mir sagen. Nicht jeder Mensch ist so stark wie Du oder ich. Das ist ein Fakt. Es hat in meinem Leben Gott sei Dank immer Menschen gegeben, die im richtigen Moment in der richtigen Dosis Mut zugesprochen oder in den Hintern getreten haben - und ich hatte diesen inneren Schweinehund, der mich die Fehler und Misslichkeiten meiner Existenz ertragen ließ. Ich bin ein Stehaufweibchen! ;-) Wenn ich an einen Gott glauben würde, würde ich ihm für diesen Charakterzug danken wollen. So danke ich mir halt selbst! ;-)

                    Grüße
                    Anke

                    Kommentar



                    • sag mal,


                      hast Du eine Emailadresse oder ist Dir das zu persönlich?

                      Kommentar


                      • Die Anschrift...


                        ...habe ich mal unter meinen Namenszug gelegt.

                        Auf wiederschreiben! ;-))
                        Anke

                        Kommentar


                        • RE: Leberzirrhose --> Lebenserwartung


                          Hallo

                          Um die Person, um die es geht ist männlich und wird dieses Jahr 60. Laut meiner Information ist er schon ca. 15 Jahre lang "Schwerst-Alkoholiker". Therapie kommt für ihn nicht in Frage. Er hat den Wunsch sich tot zu saufen.
                          Zur Zeit übergibt er sich auch ständig. Ist das auch schon ein weiteres Zeichen??
                          Kann man pauschal sagen wie lange dieser Mensch noch lebt, wenn er so weiter trinkt?

                          Danke für die Beiträge

                          MFG

                          Kommentar


                          • Alkoholiker dieser Qualität...


                            ...zeichnen sich meines Wissen u.a. dadurch aus, dass sie sich morgens an das Waschbecken stellen, die Flasche an den Hals setzen und so lange nachkippen, bis endlich etwas drin bleibt und nicht wieder sofort ausgekotzt wird.
                            Da Du ja leider nichts genaues über das Stadium der Leberschädigung sagen kannst, kann man so als Ferndiagnose auch nichts weiter angeben. Wenn der Kranke uneinsichtig ist, kann niemand helfen. Du kannst ihn nur lassen und Dich möglichst nicht auch noch als Trostspender oder seelischen Fußabtreter missbrauchen lassen. Er mag krank sein und daher nicht mehr ganz Herr seiner Sinne, aber er hat Entscheidungsgewalt über sein Leben und Du trägst keinerlei Verantwortung dafür, dass er das zur Vernichtung seiner Existenz einsetzt. Lass ihn. Es ist schmerzlich, aber am besten hilfst Du Dir selbst, indem Du ignorierst und Dein Leben weiter lebst. Du wirst noch früh genug erfahren, wenn es mit ihm zu Ende ist. Bis dahin kann es noch Jahre dauern - oder Tage. Machen kannst Du mit oder ohne den Zeitpunkt zu wissen nichts. Wirklich nicht! Denk an Dich! Es tut Dir nicht gut, wenn Du meinst, Deine Gedanken um diesen Menschen kreisen zu lassen.

                            Falls Dir dieser Apell zu hart erscheint, dann bitte ich Dich um Verzeihung für die Überforderung.

                            Grüße
                            Anke

                            Kommentar


                            • Re: Leberzirrhose --> Lebenserwartung

                              Hallo, ich hab jetzt viel gelesen was Ihr geschrieben hbt und wollt mal fragen, ob Ihr mir etwas sagen könnt . Mein bester Freund kenne ich seit über zwanzig Jahren haben viel miteinander durch gemacht .Seit ungefähr zwanzig Jahren trinkt er regelmäßig, er ist jetzt 41 Jahre alt und es hat sich von Jahr zu Jahr gesteigert,, dazu kam der Schnaps. Ich wusste das er nicht Gesund sein kann hab mich aber nie richtig damit befasst.Seit letzten Samstag weiß ich,, was er auch sehr bereut das ich es erfahren habe weil es mir seit dem sehr, sehr schlecht geht . Bei ihm wurde im August 2013 eine Leberzirrhose festgestellt child A, dazu kommen die in der Speiseröhrenkazionen, hab viel gelesen darüber und wenn ich ihn jetzt sehe sehe ich das er von woche zu woche schlechter aussieht. Jeder Tag ist nicht gleich und es kommt darauf an was und wie viel er trinkt,, er ist in Ärztlicher Behandlung allerdings nie für die Krankheit sprich es kommen noch Tabletten hinzu. Mich wundert nach dem was ich alles gelesen habe, das er überhaupt noch lebt. Nun meine Frage was denkt oder wisst ihr wie lange hat er noch zu Leben er selbst sagt er merkt es und noch ist es nicht soweit, ich sehe es anders, er ist dünn ist kaum eher selten, nun kommt die Müdigkeit noch hinzu, ich habe Angst sehr große sogar auf das was kommt, weil es kann denke ich schon morgen sein... Hoffe das Ihr mir helfen könnt danke euch . Lg

                              Kommentar


                              • Re: Leberzirrhose --> Lebenserwartung

                                Das ist schwer zu sagen...ein Alarmsignal ist ein starker Aszites(Bauchwassersucht)Das deutet auf den Beginn des Endstadiums hin.... das aber auch mit speziellen Maßnahmen wie Punktionen behandelt und rausgezögert werden kann.LG J.

                                Kommentar