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BARRETT-ÖSOPHAGUS

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  • BARRETT-ÖSOPHAGUS

    Hallo,

    seit einiger Zeit weiß ich, dass ich mit einem Barrett-Ösophagus erkrankt bin. Wer ist noch betroffen und kann mir einen Rat geben, wie ich weiterverfahren sollte. Hat jemand gute Erfahrungen gemacht mit einer bestimmten Behandlung?
    Desweiteren habe ich Reflux und würde gerne über die Erfahrungen anderer Menschen Bescheid wissen.

    Danke
    Tschüss

  • RE: BARRETT-ÖSOPHAGUS


    hallo
    ich gehe mald davon aus, dass sie nicht operiert werden möchten.
    essen sie kleine mengen, wenig fett, zucker und andere lebensmittel die säurelocken. es gibt blocker, die die säure erst garnicht entstehen lassen und im allgemeinen gut verträglich sind, aber sehr teuer. ein ganz einfacher zudem kostenloser trick, erhöhen sie das kopfende des bettes um ca 10 cm, indem sie unter die bettbeine z.b. holzklötzchen unterlegen. das bringt schnell erleichterung in der nacht und hilft die speiseröhre zu schonen.
    alles gute
    susi

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    • RE: BARRETT-ÖSOPHAGUS


      Hi Susi,

      danke für diesen Rat, aber das alles habe ich schon vorgenommen und ich schlafe dennoch sehr schlecht oder gar nicht. Haben Sie auch diese Probleme und haben sich operieren lassen?
      Kennen Sie gute dafür spezielle Kliniken?

      Tschüss

      Kommentar


      • RE: BARRETT-ÖSOPHAGUS


        hallo jakob
        nein, ich habe diese probleme nicht selber, wir behandeln sie. eine op scheint mir in ihrem fall das nützlichste zu sein, wenn sie alle diese tricks schon erfolglos versucht haben (auch schon H2 Hemmer z.b. zantic versucht? ). eine klinik kann ich nicht empfehlen, da ich nicht aus deutschland komme. aber eigentlich sollte das jedes vernünftige krankenhaus onhe probleme schaffen.
        liebe grüsse susi

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        • RE: BARRETT-ÖSOPHAGUS


          Hallo,

          danke für die Antworten erst einmal. Ich habe noch einige Fragen. Kann sich denn durch eine Operation der Barrett verschlimmern in irgendeiner Art? Und ist Barrett generell heilbar? Mein Arzt sagte mir etwas von einem Ausmaß von wenigen Millimetern. Was kann ich mir darunter vorstellen und wie soll ich das deuten?

          Danke im Voraus
          Grüße
          Jakob

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          • RE: BARRETT-ÖSOPHAGUS


            hallo
            hier nochmal einen artikel zu dem problem und den verschiedenen erscheinungsformen. vielleicht hilft der etwas weiter...

            gruss
            susi

            Falk Foundation e.V.: Lüneburger Gastroenterologisches Seminar
            8.-10. Juni 2001

            Barrett-Ösophagus - Therapie ja oder nein?

            Lüneburg - Der Barrett-Ösophagus muss nach der "Alles-oder-Nichts-Regel" beurteilt werden: Wird er diagnostiziert, so ist er in aller Regel voll ausgeprägt.
            Weder das Ausmaß noch die Progression lassen
            sich therapeutisch beeinflussen. Das betonte Prof. R.Arnold, Marburg beim Lüneburger Gastoenterologischen Seminar, unterstützt von der
            Falk Foundation e.V.. Dennoch sind klare Diagnosestellung und Differenzierung der Erkrankung notwendig, um das Risiko für die Bildung eines Ösophaguskarzinoms abzuschätzen.
            Dementsprechend müssen Überwachungs- und gegebenenfalls Therapiemaßnahmen eingeleitet
            werden.
            Charakterisierung und Prävalenz
            Ein Barrett-Ösophagus liegt dann vor, wenn statt der Plattenepithelzellen in der Speiseröhre -Schleimhaut Zylinderepithelzellen nachgewiesen werden können. Wesentlich für die Diagnose ist dabei, dass Becherzellen vorhanden sind, also eine spezialisierte intestinale Metaplasie (SIM) vorliegt. Die Prävalenz des Barrett-Ösophagus ist deutlich höher als anhand der klinischen Untersuchungsergebnisse zu vermuten wäre: Nur bei 22 von 100.000 Personen wird diese Erkrankung klinisch diagnostiziert, in pathologischen
            Untersuchungen kann aber bei durchschnittlich 376
            von 100.000 Menschen ein Barrett-Syndrom
            nachgewiesen werden. Die meisten Patienten mit
            Barrett-Syndrom werden demnach gar nicht gefunden, schloss Arnold.

            Unterschiedliche Entitäten

            Bezüglich der Ausdehnung können beim
            Barrett-Ösophagus drei Formen unterschieden
            werden:
            - Long-Segment-Barrett. Die Länge der Metaplasie
            (Distanz zwischen ösophago-gastralem Übergang
            und Übergang zum Plattenepithel) beträgt mehr als 3 cm.
            - Short-Segment-Barrett. Hier sind Segmente von
            weniger als 3 cm Länge von der Metaplasie betroffen.
            - Ultra-Short-Barrett. Bei dieser Form sind die
            spezialisierten intestinalen Metaplasien
            mikroskopisch klein und können daher nur
            histologisch nachgewiesen werden.
            Beim Ultra-Short-Barrett befinden sich die
            Becherzellen normalerweise distal des
            Übergangsbereichs von Platten- zu Zylinderepithel
            (Z-Linie) oder darunter. Dieser Bereich entspricht
            häufig der Kardia (ösophago-gastraler Übergang).
            Daher ist derzeit noch umstritten, ob diese Form des Barrett-Ösophagus denselben pathophysiologischen Hintergrund besitzt wie Long- und Short-Segment-Barrett oder ob es sich eher um eine Karditis handelt.

            Barrett-Ösophagus als Präkanzerose

            Ob sich aus einem Barrett-Ösophagus ein Ösophaguskarzinom entwickelt, hängt stark von der
            Ausprägung der Erkrankung ab: So zeigte eine
            Metaanalyse prospektiver Untersuchungen, dass für
            Patienten mit einem Long-Segment-Barrett im
            Vergleich zur Normalbevölkerung ein etwa 30mal
            höheres Risiko besteht, ein Adenokarzinom im
            Bereich des Ösophagus zu entwickeln. Hier ist also
            eine regelmäßige endoskopische Überwachung
            unbedingt indiziert, betonte Arnold.
            Auch bei Patienten mit einem Short-Segment-Barrett
            ist das Risiko einer Karzinombildung erhöht -
            allerdings etwa 7- bis 15mal weniger ausgeprägt als beim Long-Segment-Barrett. Patienten, bei denen histologisch eine Low-Grade-Dysplasie nachweisbar ist, sollten daher ebenfalls regelmäßig überwacht werden.
            Ob ein Ultra-Short-Barrett ein erhöhtes Risiko für die Bildung eines Ösophagus-Karzinoms darstellt, ist noch nicht abschließend geklärt. Untersuchungen bei Patienten, die an dieser Form der Erkrankung litten, ergaben aber eine - wenn überhaupt - nur sehr geringfügig erhöhte Dysplasie-Bildung. Eine regelmäßige Überwachung ist hier nicht notwendig.
            In der Praxis spielt diese Form der Erkrankung keine Rolle, erklärte Arnold.

            Pathogenese und Therapie

            Derzeit werden im wesentlichen zwei Ursachen für
            die Entstehung eines Barrett-Ösophagus
            verantwortlich gemacht:
            - Die Besiedlung der Schleimhaut mit Helicobacter
            pylori. Hier sind auch die Antrum- und
            Corpusschleimhaut betroffen.
            - Säurereflux. So entwickeln etwa 15 Prozent aller Reflux-Patienten ein Barrett. Da der aber in der Regel schon besteht, wenn die Refluxkrankheit
            erstmals endoskopisch diagnostiziert wird, sind
            Kontrollendoskopien diesbezüglich bei
            Reflux-Patienten nicht indiziert, erklärte Arnold.
            Ob Patienten mit Barrett-Ösophagus dauerhaft mit
            einem Säureblocker behandelt werden sollten, wird
            kontrovers beurteilt: Treten Beschwerden auf, ist
            eine solche Therapie sicherlich indiziert. Da
            Barrett-Patienten aufgrund ihrer veränderten
            Schleimhautphysiologie relativ unempfindlich
            gegenüber Säure sind, zeigen sie häufig keine
            Symptome. Hier ist eine Behandlung mit
            Protonenpumpenhemmern nach Meinung vieler
            Autoren nicht indiziert.
            Fazit
            Beim Barrett-Ösophagus können je nach Ausprägung
            drei Formen unterschieden werden mit
            unterschiedlicher klinischer Bedeutung: Während
            Short-Segment- und vor allem Long-Segment-Barrett
            wichtige Risikofaktoren für die Bildung von
            Adenokarzinomen im Ösophagus bilden und
            entsprechend kontrolliert werden müssen, ist die
            Bedeutung des Ultra-Short-Segment-Barretts in der
            Praxis gering. Eine regelmäßige Kontrolluntersuchung ist demnach nicht sinnvoll. Die Vorgehensweise bei der Therapie eines Barrett-Ösophagus ist noch nicht abschließend geklärt. Bei symptomatischen Fällen ist
            aber eine Behandlung mit Protonenpumpenhemmern
            eher indiziert als bei Patienten, die keine Symptome zeigen.




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            • RE: BARRETT-ÖSOPHAGUS


              Hi Susi,

              ich möchte mich nochmal herzlich für die Mühe bedanken. Ich bin dadurch jetzt schon etwas aufgeklärter und weiß jetzt, woran ich bin. Also danke nochmals.

              Tschüss
              Jakob

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              • RE: BARRETT-ÖSOPHAGUS


                hallo jakob
                schön.
                alles gute
                susi

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                • RE: BARRETT-ÖSOPHAGUS


                  Hi,

                  ich wollte mich mal wieder melden. Und zwar haben Sie doch das letzte Mal gesagt, dass eine Operation von jedem Krankenhaus durchgeführt werden kann. Um welche Operation handelt es sich speziell? Ist die Operation gegen den Barrett gerichtet oder speziell gegen den Reflux? Und wenn sie gegen Reflux sein sollte, dann wäre meines Erachtens nach eine Operation gegen Barrett notwendig. Wie schaut das nun aus?
                  Zur Zeit nehme ich übrigens eine von diesen teueren H2-Pumpenhemmern und stehe unter ärztlicher Behandlung. Ich bin noch am überlegen, ob ich mich nun operieren lasse oder nicht.

                  Grüße
                  Jakob

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                  • Re: BARRETT-ÖSOPHAGUS


                    Da ich das gleiche Problem habe, möchte ich einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch anregen.
                    Habe Reflux und nehme schon seit über 10 Jahren regelmäßig Protonenpumpenblocker (PPI), wie Nexium, Omeprazol usw. ein.
                    Wahrscheinlich ist dadurch in meinem Magen eine große Zahl von Polypen gewachsen, die auch nach der teilweisen Entfernung weiterwachsen.
                    Wahrscheinlich werde ich wohl um eine Magenoperation nicht herumkommen. Da der Erfolg einer solchen OP aber relativ ungewiss ist, wäre es schon ganz schön, wenn mir da z.B. jemand eine Empfehlung geben könnte.

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