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Blutuntersuchung / Check Up

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  • Blutuntersuchung / Check Up

    Hallo !

    Ich habe in ca. 2 Wochen einen Termin beim Hausarzt zum Gesundheits-Check-Up. Und ehrlich gesagt habe ich vor diesem Termin ziemliche Angst. Die Sache ist die: meine geliebte Mutter starb vor 5 Jahren an Krebs (mein Vater vor 7 Jahren an Krebs). Kurz bevor meine Mutter ins Krankenhaus eingeliefert wurde, hat ihr der Arzt Blut abgenommen - und das Ergebnis war die Katastrophe schlechthin. Die Blutwerte waren vernichtend und sie starb innerhalb von nur 3 Monaten. Was man dazu sagen muß: meine beiden Eltern haben ihr ganzes Leben über viele Jahrzehnte sehr stark geraucht, sich nicht gesund ernährt usw. Das ist bei mir total anders: ich habe in meinem ganzen Leben noch nie geraucht, trinke keinen Alkohol, lebe fleischlos und glücklich als Vegetarierin (genauer gesagt: Ovo-Lakto-Vegetarierin). Sport ist meine Leidenschaft und mein (relativ geringes) Übergewicht baue ich auch ab. Tja.. und trotzdem..jetzt steht sie mir bevor: die große Blutuntersuchung. Ich habe keine Angst vor der Blutabnahme und dem Check up generell.. aber vor dem Ergebnis. Leider weiß ich nicht, wie ich das in den Griff bekommen soll. Ich gehe 2 x im Jahr zur gynäkologischen Untersuchung und war - toi toi toi - immer gesund.
    Es wäre schön, wenn Ihr mir ein paar gute Ratschläge mit auf den Weg geben könntet, damit die Angst nicht noch größer wird. Bei mir im Kopf ist halt drin: als Mutti Blut abgenommen bekam war die Todesdiagnose Krebs. Im Krankenhaus starb sie nach 3 qualvollen Monaten. Dies ist übrigens meine erste Blutuntersuchung / der erste Check-Up nach einigen Jahren "des sich nicht trauens".

    Ich freue mich auf Eure guten Ratschläge.
    Liebe Grüße
    Sissi

  • Re: Blutuntersuchung / Check Up


    Liebe Sissi,
    ich kann deine Angst sehr gut nachvollziehen. Ich glaube ich wäre genau so wie du!! Aber meinst du nicht, dass es trotzdem sehr wichtig ist diese Check up Untersuchung zu machen?? Wie alt bist du denn wenn ich fragen darf?? An was für eine Krebsarten sind deine Eltern denn gestorben?? Ich würde dir so gerne helfen!! Meine Mama ist auch seit sehr langer Zeit schwer krank. Ich bin auch krank geworden und bis heute weiß genauso niemand was ich genau habe wie es bei meiner Mama der Fall ist!!
    Liebe Grüße Simone

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    • Re: Blutuntersuchung / Check Up


      Hallo Simone !

      Vielen Dank für Deine Nachricht. Ich bin 39 Jahre alt. Meine Mutti und mein Vater starben beide an Lungenkrebs, mit Metastasen in Darm und Knochen (hinterher im ganzen Körper). Ich hab sie beide sterben sehen und das hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen (vor allem bei meiner Mutti). Obwohl ich vor kurzem noch ein Gespräch mit meinem Hausarzt hatte, ist die Angst nur minimal weniger geworden. Jetzt habe ich noch ein weiteres Problem: mein Mann hat mich vor ein paar Tagen mit einer kräftigen Erkältung angesteckt und ich fühle mich im Augenblick auch dementsprechend. Jetzt steht übermorgen die Blutuntersuchung an, aber ich überlege ernsthaft, ob es nicht sinnvoller wäre, die Untersuchung um 1 Woche zu verschieben, bis ich alles richtig auskuriert habe. Ich denke mir, daß sich die Werte dementsprechend "verfälschen" könnten, wenn man sich mit ner kräfigen Erkältung Blut abnehmen läßt, oder ? Deine Geschichte hat mich sehr nachdenklich gemacht. Wie schlimm ist Deine Mama denn erkrankt und warum kann man denn Deine Erkrankung nicht genau herausfinden ? Welche Untersuchungen hast Du denn schon machen lassen ?

      Meld Dich doch bald wieder..
      Liebe Grüße
      Sissi

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      • Re: Blutuntersuchung / Check Up


        Hallo Sissi,

        > Ich habe keine Angst vor der Blutabnahme und dem Check up generell... aber vor dem Ergebnis.

        Aber dazu besteht kein Grund! Sie sind noch ziemlich jung, leben gesundheitsbewußt und waren (wenn ich's richtig verstanden habe) bisher auch meistens gesund. Dementsprechend ist anzunehmen, daß die meisten Ihrer Blutwerte im Normalbereich liegen werden, vielleicht sogar alle. (Wenn einzelne Werte außerhalb des "Referenzbereichs" liegen, hat das auch nicht unbedingt etwas zu sagen. Die sogenannten Referenzbereiche sind meistens so angelegt, daß einige Prozent der Gesunden etwas außerhalb liegen.)

        Ihre Mutter war zum Zeitpunkt der Blutuntersuchung schon ein schwer kranker Mensch. Daher die schlechten Werte! Wahrscheinlich ist sie zu spät (bzw. nicht regelmäßig genug) zum Arzt gegangen, sonst hätte der Lungenkrebs evtl. früher festgestellt werden können...

        Übrigens eignen sich Blutuntersuchungen **nicht** zur Diagnose von Krebserkrankungen. Das hat Herr Prof. Wust im Krebsforum mehrfach betont.

        > Jetzt steht übermorgen die Blutuntersuchung an, aber ich überlege, ob es nicht sinnvoller wäre, die Untersuchung um 1 Woche zu verschieben, bis ich alles richtig auskuriert habe. Ich denke mir, daß sich die Werte dementsprechend "verfälschen" könnten, wenn man sich mit ner kräftigen Erkältung Blut abnehmen läßt, oder ?

        Ja, so ein Infekt kann bestimmte Werte beeinflussen, z.B. das CRP oder die Blutsenkung. Rufen Sie am besten Ihren Arzt an, ob er eine Verschiebung für angebracht hält. Davon abgesehen, könnte der Arzt natürlich auch erst mal Ihre "Erkältung" behandeln (evtl. ist es ein grippaler Infekt?)

        Über Laborwerte gibt es verschiedene nützliche (und oft auch recht preisgünstige) Bücher für den medizinischen Laien, z.B. von Dr. med. Eberhard Wormer. Schauen Sie sich mal um. Wissen kann Ihre Ängste vermindern! (Angst resultiert oft aus Unsicherheit, Unwissen. Das Unbekannte kann Angst machen.)

        Grüße
        th.

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        • Re: Blutuntersuchung / Check Up


          Liebe Sissi,
          meine Mama hat mit 30 Jahren im ganzen Körper Abszesse bekommen. Sie mußte schon viele OP´s durchstehen, u.a. wurde ihr ein Teil von der Leber, die Milz, ein Teil Magen, die Gebährmutter, Eierstöcke, Eileiter entfernt. Keiner weiß bis heute wo her das kommt. Sie lag auch mal für einen Monat im Koma, weil ein Abszess geplatzt war. In der Zeit zogen sie ihr die Hälfte der Zähne, sie bekam Chemo. Als sie wieder wach wurde hatte sie sich so erschrocken. Dann bekam sie noch Epilepsie, enzündliches Rheuma, eine Lähmung an den Beinen, Parkinson und ich weiß nicht was sonst noch alles. Bei mir ist das so, ich habe seit 8 Jahren starke schmerzen im Körper, Gefühlsstörungen, schon 2 Mal schlimme Sehstörungen, eine chronische unspezifische Lymphknotenentzündung. Meine Lymphknoten sind vor allem im Rachenraum sehr vergrößert. Dann habe ich auch noch Lipomatosis dolorosa. Das sind viele Lipome im ganzen Körper mit starken schmerzen. Mittlerweile bekomme ich immer mehr von diesen Dingern. Naja, deshalb habe ich auch Angst!!
          LG Simone

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          • Re: Blutuntersuchung / Check Up


            Hallo Thomas !

            Vielen Dank für Ihre aufbauenden und "beruhigenden" Zeilen. Ja, Sie haben ganz Recht: ich lebe seit vielen Jahren sehr gesundheitsbewußt - und war (bis vielleicht mal auf eine Blasenentzündung oder eine Erkältung) niemals kränkelich. Auch meine gynäkologischen Untersuchungen zwei Mal jährlich waren stets in Ordnung. Und das seit 21 Jahren (toi toi toi). Weiterhin haben Sie ebenfalls Recht: meine Mutti war seit 15 Jahren (!!!) nicht beim Arzt gewesen, bevor die vernichtende Nachricht nach der Blutuntersuchung kam. Sie hatte immer Angst, vor dem "weißen Kittel" und daß sie für ihr Kind nicht mehr da sein könnte (wenn bei ihr etwas entdeckt werden würde). Meine beiden Eltern haben ja beide über mehrere Jahrzehnte sehr stark geraucht. Heute gibts das auf den Krebsstationen ja nicht mehr, daß die Raucher in ein "Raucherzimmer" gehen können - damals schon. Meine Mutter hatte jahrelang starke Schmerzen in den Gelenken, die auch nach ihrer Arbeit (sie hatte jeden Tag eine Putzstelle über 17 Jahre hinweg) stark angeschwollen sind. Sie ist nie zum Arzt gegangen, denn sie mußte ja Geld verdienen (so hat sie immer gesagt). Eines Tages dann ging nichts mehr.. sie konnte keine Treppen mehr steigen, sich nicht mehr hinlegen (aus Angst nicht wieder aufstehehn zu können) und hat 8 Wochen auf einem Stuhl geschlafen. Der Arzt, der ihr damals Blut abgenommen hat, hat mir lapidar am Telefon mitgeteilt, wie schlecht ihr Blutbild sei. Wohlgemerkt erst nach meinem Rückruf in der Praxis - nicht er hat sich mit meiner Mutti in Verbindung gesetzt - ich mußte selbst nachfragen. Er hat (bei einem Hausbesuch) nicht erkannt, warum sie keine Treppen mehr steigen konnte: weil ihr Hüftgelenk schon gebrochen war und die Knochen sich bereits angefangen haben zu zersetzen. Ich sag Ihnen, Thomas, daß waren soviele Faustschläge ins Gesicht, die ich als geliebtes Kind ertragen mußte. Als sie dann hinterher auf der Krebsstation lag und ich sie jeden Tag mehr sterben sah - ich hab das nicht ertragen. Und doch habe ich die Kraft und Stärke für sie aufgebracht, daß ich das letzte Stück Weg mit ihr zusammen gegangen bin. Sie hat 3 Monate wie eine Löwin gekämpft, und ich werde diese Zeit bis zu meinem letzten Atemzug nicht vergessen. Alles was ich gesehen, gehört, gerochen usw. habe - es bleibt immer in meinem Kopf. Die Trauer um sie hat sich verändert (das ist ja klar), aber das heißt nicht, daß ich nicht heute noch sofort anfange zu weinen, wenn ich glückliche Mütter mit ihren Töchtern in einem Cafe oder beim Stadtbummel sehe. Die Gräber meiner Eltern sind mein "Heiligtum" und ich pflege sie mit meiner ganzen Liebe.
            Was meine Erkältung angeht - ja, die kurier ich vor der Blutabnahme aus. Leider hat mein Arzt die Praxis am heutigen Rosenmontag geschlossen - naja.. kann ich halt erst morgen früh anrufen. Ich hoffe, die "Damen an der Rezeption" haben dafür Verständnis (sie sind ein bißchen strenger).

            Haben Sie nochmals vielen Dank für Ihre "aufbauende" Nachricht. Ich melde mich bald wieder.

            Viele Grüße
            Sissi

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            • Re: Blutuntersuchung / Check Up


              Liebe Simone !

              Deine Geschichte macht mich sehr nachdenklich. Das Schicksal, daß in Deiner Familie zu meistern ist scheint gnadenlos zu sein. Hast Du denn gar keinen Arzt an Deiner Seite, dem Du 100 % vertraust ? Der Dich von Kopf bis Fuß durchcheckt und Dir danach weiterhilft (je nach dem, was er diagnostiziert ?) Ich hatte meinen Hausarzt in dem kleinen Ort, wo ich mein ganzes Leben verbracht hab - bis ich der Liebe wegen in eine andere Stadt gezogen bin. Ich dachte mir, daß ich mir wohl jetzt meinen Hausarzt am Ort suchen müßte und ging zu dem meines Mannes. Ein "Klümpchendoktor" (wie man hier sagt) wie sich herausstellte. Er hat einige Fehldiagnosen gestellt, bei einer Bekannten fortgeschrittene Leukämie nicht erkannt usw. So einem Arzt kann ich kein Vertrauen schenken. Als dieser dann im Urlaub war ging ich zu seinem Vertreter. Ein Arzt für Innere Medizin. War netter als er - ABER: als ich ein richtiges Problem hatte, das auch im Bereich der privaten Familiensituation (starke Belastung) war er der Meinung, der müsse mich an einen "Psychiater" abschieben. Toll - da kriegste vielleicht ein Mal in drei Monaten einen Termin für 20 Minuten und das wars. Die Terminkalender der Psychiater platzen aus allen Nähten, da soviele Menschen Probleme haben, die sie alleine nicht lösen können. Und was soll ich mit so einem Hausarzt ? Und dann stand ich da und wußte nicht mehr weiter. Bis ich auf die ganz einfache Rechnung kam: ich nehme lieber den Umweg einer kurzen Zugfahrt in Kauf, als bei "Hausärzten" zu sein, denen ich sowieso nicht vertraue. Jetzt bin ich wieder bei meinem alten Arzt und fühle ich endlich wieder in guten Händen. Ich weiß ja nicht, wie Du zu Deinem Hausarzt stehst - genießt er Dein vollstes Vertrauen ? Wenn nicht, mach Dich auf die Suche nach einem anderen. Es muß doch eine kompetente Person geben, die Dir helfen kann ?! Leider ist Angst immer ein Begleiter, wenn man Symptome entdeckt, die man sich selbst nicht erklären kann.

              Liebe Grüße
              Sissi

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              • Re: Blutuntersuchung / Check Up


                Hallo Sissi,
                danke für deine lieben Worte!! Doch ich bin so froh, dass ich eine so gute Hausärztin habe!! Ich vertraue ihr zu 100%. Ich lebe auch in einem Dorf. Bevor ich zu ihr kam, war ich schon bei jedem anderen hier. Alle waren nicht mal halb so gut wie sie. Sie weist mich ja jetzt auch in ein Krankenhaus ein!! Sie weiß selber nicht mehr weiter, vor allem es wird mit mir nicht besser sondern schlechter. Ich hoffe sehr, dass die Ärzte in dem Krankenhaus mir helfen können!!
                LG Simone

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                • Re: Blutuntersuchung / Check Up


                  Hallo Sissi Hallo Simone,

                  erstmal zu simone waren sie schon mal zu einen ct/mrt vom körper und kopf sowie bei einem neurologen?


                  jetzt zu sissi, krebs hat viele ursachen, leben sie in einem risoko gebiet (kohle kernkraftwerk?) nicht rauchen alleine verursacht krebs (ich selbst kenne lebenslange raucher die ohne krebs verstarben?) ich würde ihnen auf jedenfall raten die blutuntersuchung machen zulassen. denn man stellt damit eben nicht nur krebs fest sondern auch viele andere krankheiten bzw. hinweise darauf die eventuell noch nicht ausgebrochen und gut heilbar sind. und krebs sollte möglichst früh behandelt werden, wenn überhaupt chancen bestehen sollten. und um so länger man wartet um so mehr das risiko das nichts mehr getan werden kann...

                  mfg jean

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                  • Re: Blutuntersuchung / Check Up


                    Hallo Jean,
                    ich war mal vor 3 Jahren beim Neurologen, der hat nur ein gestörtes Vibrationsempfinden festgestellt. Dann war ich im Juli letzten Jahres zum MRT vom Kopf, dort wurde ein solitärer entzündlicher Herd im Kleinhirn festgestellt, der aber komischerweise ohne Medikamente nach 4 Monaten bei der Kontrolle nicht mehr sichtbar war.
                    Ein CT vom Körper wurde so noch nie gemacht!!
                    LG Simone

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                    • Re: Blutuntersuchung / Check Up


                      Hallo !

                      Heute war es soweit: heut morgen um 08:00 Uhr war die Blutabnahme. War kein Problem. Vorher hat der Arzt eine Sonographie des Bauchraums gemacht. War alles soweit in Ordnung - nur mein Gallenstein ist größer geworden. Da ich mich gesundheitsbewußt und fettarm ernähre (und ihn somit nicht "ärgere") ist es aber kein Problem. Ich muß die Sache halt "im Auge halten". Morgen nachmittag ist es dann soweit: da gibts das Ergebnis der Harnuntersuchung und das des Blutbildes. Ich versuche krampfhaft mich abzulenken, was mir aber nicht wirklich gelingt. Es ist furchtbar und ich merke, wie die Angst in mir hochsteigt, je näher der Termin rückt (natürlich im Hintergrund meiner "Vergangenheit" mit meinen Eltern). Ich hoffe von ganzem Herzen, daß morgen alles gut geht.

                      Liebe Grüße
                      Sissi

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                      • Re: Blutuntersuchung / Check Up


                        Hallo,
                        sorry das ich mich erst jetzt melde, aber ich bin heute erst aus dem Krankenhaus entlassen worden. Was hat dein Ergebnis ergeben?? Ich hoffe nur positives!!
                        LG Simone

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                        • Re: Blutuntersuchung / Check Up


                          Hallo Simone !

                          Schön, daß Du Dich wieder mal meldest. Ich wußte ja gar nicht, daß Du im Krankenhaus warst..hmm..wie geht es Dir denn ? Haben sie Dich so richtig auf den Kopf gestellt und viele Untersuchungen mit Dir gemacht, daß endlich herausgefunden werden konnte, welches Leiden Du schon so lange mit Dir rumschleppst ? Jaaaa, ich hab das Ergebnis meines Blutbildes morgen schon genau 14 Tage und ich sag Dir, daß diese zwei Tage die schlimmste Zeit meines Lebens waren (und das ist jetzt nicht übertrieben), seitdem meine Mama verstarb. Ich bekam ja Montagsmorgen um 08:00 Uhr Blut abgenommen (war ohne Probleme) und dann ging es los.. die Zeit bis zum nächsten Tag 16:30 Uhr. Endlos lang war die Zeit. Ich hab Montags gearbeitet und nachmittags hatte ich leider frei.. Zeit zum Grübeln war also genug da. Ich hab unsere Wohnung picobello geputzt und abends hatte ich nicht die Muße für einen schönen Videofilm. Geschlafen hab ich natürlich auch nicht - nur gedurmelt. Mir gingen soviel Gedanken durch den Kopf.. es war grausam. Ich habe in dieser Zeit festgestellt, wie sehr sich der Mensch doch selber quälen kann. Dienstag morgen hatte ich prompt frei und mein Mann ging schon um 1/4 vor 7 aus dem Haus - und ich war ganz allein. Au weia! Glücklicherweise hatte ich am Tag zuvor eine liebe Bekannte, die einen liebevollen und verschmusten Hund hat, gebeten, daß ich doch mit dem Hund um die Mittagszeit spazieren gehen konnte. War kein Problem und als ich den Hund mittags abholte war das erste Mal an diesem Tag, daß ich lachen konnte. Der Hund und ich sind ein Herz und eine Seele und wir tollten im Wald rum und ich war glücklich - bis.. ja, bis ich ihn zurückbringen mußte und mich dann auf den Weg zum Arzt gemacht hab. Ich mußte da durch und dachte auf dem Weg an die Zeit mit dem Hund. Dann war es soweit.. ich war total fertig in der Arztpraxis, da ich auf den Arzt warten mußte. Als er reinkam sah er mein Gesicht und sagte: Ich hab gute Neuigkeiten - ihr Blutbild ist gut! Ich zitterte total und fing an zu weinen. Er ist ein wunderbarer Mensch und beruhigte mich sehr. Wir sprachen die Werte durch und es gab nichts zu beanstanden. Er hat dann die Untersuchung von Kopf bis Fuß gemacht und es war alles ok. Zum Abschied hab ich ihn gedrückt und wir haben uns herzlich von einander verabschiedet. Draußen hab ich geheult wie ein Schloßhund und sofort meinen Mann angerufen. Wir haben uns auf dem Friedhof getroffen und ich hab meiner Mama (und natürlich auch meinem Papa) sofort gesagt, was passiert war. Ich habe diesen Tag als "2. Geburtstag" in meinen Kalender eingetragen und dann - wagemutig wie ich war - direkt bei meinem Gynäkologen einen Termin zur Krebsvorsorge gemacht. Zack - gleich hinterher. Der Termin folgte auf dem Fuße und auch dort war alles in Ordnung. Ich habe den 2. Geburtstag nun zum Anlaß genommen, da ich bald 40 werde, mich zu erkundigen, welche Vorsorgeuntersuchungen ich noch machen lassen kann. Zum einen wäre da die Glaucom-Untersuchung beim Augenarzt und der Test zur Hautkrebsvorsorge beim Dermatologen. Ich hab jetzt keine Angst mehr.

                          Liebe Simone, ich hoffe sehr, daß auch Du positives zu berichten hast. Bitte schreib mir doch, was bei Dir passiert ist.

                          Ganz liebe Grüße
                          Sissi

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                          • Re: Blutuntersuchung / Check Up


                            hallo sissi
                            auch ich freue mich über das gute ergebniss und das bei dir alles in ordnung ist ... habe die berichte hier heute erst gelesen und denke du machst das richtig .. deine lebensweise und das du auch zum arzt gehst und dich untersuchen lässt ..
                            so wie deine eltern machen es viele leute .. ja nicht zum arzt gehen .. es könnte ja was sein .. ja und dann ist es oft zu spät.. leider...
                            ich habe nun zum 2. mal krebs und es ist immer früh erkannt worden . auch weil ich gleich zum arzt bin als ich merkte das was nicht ok war ...
                            es würde mich auch interessieren was mit simone ist .. das finde ich ja auch schlimm wenn man ständig irgendwo was hat

                            lg Nina

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                            • Re: Blutuntersuchung / Check Up


                              Hallo Nina!

                              Schön, daß Du geantwortet hast. Ja, Du hast ganz Recht: viele Eltern machen es so, wie meine verstorbenen Beiden. Weißt Du, ich bin geliebtes Einzelkind gewesen und als zuerst mein Vater starb war das wie ein Faustschlag ins Gesicht. Ich hab ihn jeden Tag ein bißchen mehr sterben sehn - er baute von Tag zu Tag mehr ab und ich stand davor, und konnte ihm nicht helfen. Was ich total schrecklich fand, war dieses elende "Rattenloch" , in dessen Krebsstation er liegen mußte. Dieses "Krankenhaus" (=Rattenloch) ist das allerletzte. Das Personal war gnadenlos überfordert für die vielzahl der Patienten, es gab einen einzigen Toilettenstuhl für die gesamte Krebsstation (da kommt einem doch das Essen hoch, oder? *grrrr*). Und da lag mein Vater hilflos mittendrin. Er hatte einen künstlichen Darmausgang und meine Mama und ich haben seinen körperlichen und geistigen Verfall jeden Tag aufs neue mitbekommen. Es war grausam. Als ich mich von ihm verabschieden mußte hab ich das gar nicht richtig realisiert, daß ich ihn niemals lebend wiedersehen würde. Aber die Ärzte sollten recht behalten: zwei Tage später starb er, weil sein Herz einfach nicht mehr konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich noch nie einen toten Menschen gesehen: mein Papa war der erste, und es war kein schöner Anblick. An diesem Tag hab ich mir geschworden, daß ich in meinem ganzen Leben NIE WIEDER einen Fuß in dieses Loch setzen würde. Wenn ich zu diesem Zeitpunkt geahnt hätte, was das Schicksal mit mir vorhatte..Meine Mama und ich hielten zusammen wie Pech und Schwefel, wir waren ein unschlagbares Team. Sie suchte sich dann eine kleine Wohnung und dachte, sie könne jetzt die Jahre, die noch vor ihr liegen würden, in Ruhe genießen (sie hat ihn aufopferungsvoll über 2 Jahre mit gepflegt). Ich war jeden Tag bei ihr und eines Tages fing sie an, über Schmerzen im Bein zu klagen. Sie nahm Schmerztabletten, die aber nicht halfen. Das alles verschlimmerte sich zusehendst und sie konnte keine Treppen mehr steigen, schlief 8 Wochen auf einem Stuhl - sie konnte sich nicht ins Bett legen, da sie alleine nicht mehr hochgekommen wäre. Ich war erschrocken, was mit ihr geschah. Sie veränderte sich plötzlich und ich entschloß mich, einen Hausarzt (den sie nicht hatte, da sie ja 15 Jahre nicht beim Arzt war) aufzuspüren, der sie daheim anschaut. Das wollte sie partout nicht, aber ich habe sie letztendlich doch überzeugen können. Der Typ kam, konnte nichts feststellen und nahm ihr Blut ab. Der Gesundheitszustand wurde und wurde nicht besser - im Gegenteil. Eines Tages sagte sie zu mir: Schatz, der Balken aus meinem Auge ist jetzt weg. Ich dachte, ich hör nicht richtig. Ich sehe keinen Balken in deinem Auge, sagte ich. Du kannst den auch nicht sehen, den hab nur ich gesehen, antwortete sie. Mir ist von einer Bekannten erzählt worden, daß Mama am Telefon total wirres Zeug gesprochen hätte - und das wußte ich nicht ! Es war die Hölle für mich.. noch immer kein Ergebnis vom Blutbild. Ich rief in der Praxis an und der Typ sagte mir dann, daß das Bild katastrophal sei. Untersuchungen beim Neurologen wegen dem Schmerz im Bein brachten keine Ergebnisse. Fakt war nur: sie konnte das linke Bein nicht anheben. Sie wurde dann in ein kleines Krankenhaus eingewiesen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Mein damaliger Lebensgefährte und ich waren in einer der hiesigen Apotheken, als mein Handy klingelte: meine Mutter habe Knochenkrebs im Endstadium und sei ins *****Klinikum überwiesen worden. Mir wurde eiskalt. Meine Mutter war das zweite Gebäude vom Rattenloch gebracht worden - dort, wo mein Papa starb. Ich hab den Boden unter den Füßen verloren und wir sind dann, mit Mamas Nachbarin, dort hingefahren. Sie lag unter dem Sauerstoffzelt und war überall an Schläuche angeschlossen. Die Ärzte endschlossen sich dann, ihr für viel Geld ein neues Hüftgelenk mit Titangitter einzuzementieren.
                              Ich bin ausgetitscht - sie hatte Knochenkrebs im Endstadium, und die Hüfte war komplett durchgebrochen: das haben die sog. "Ärzte" nicht erkannt ? Ich war entsetzt! Als sie nach der Hüft-OP ins Rattenloch kam, hab ich gedacht, ich ertrage das nicht. Ich mußte ihr das Gefühl geben, daß alles wieder gut wird, obwohl ich genau wußte, daß sie innerhalb von nur drei Monate Sterben würde. Ihr Sterben mitanzusehen war die größte Qual meines Lebens. Wie eine Löwin hat sie gekämpft um ja ihr Kind nicht verlassen zu müssen. Sie haben sie hinterher, als es zuende ging einfach in ein Einzelzimmer abgeschoben, weil sie nur noch geschrieen hat, und sie an einen Morphium/Valium-Tropf gehangen. Als ich zu ihr kam, bevor sie starb war ich total verzweifelt und mußte mir von einer türkischen Krankenschwester noch anhören: wenn sie das nicht sehen können, müssen sie eben wieder nach Hause fahren. Das hätte sie nicht sagen sollen: ich hab sie so zur Sau gemacht, das war mir so egal: was weiß die denn schon, wer dort liegt ? Das war meine über alles geliebte Mama, die sie einfach zum sterben weggeschoben haben. Ihr Anblick war so grausam - und ich muß mir sowas sagen lassen.. von einer Krankenschwester ? Frechheit. Mein Freund beschwerte sich direkt bei der Oberärztin, die die Türkin gleich zu sich geordert hat. Sie kam kleinlaut zurück und entschuldigte sich mehrmals, aber ich müsse Verständnis für ihre private Lage haben. Sie sei alleinerziehen mit Kind und nähme die ganzen Ereignisse der Krebsstation jeden Tag mit nach Hause. Stop ! Ich muß gar nichts! Schon gar nicht Verständnis haben für fremde Frauen, wenn meine Mutter im Sterben liegt! Sie lag im gleichen Rattenloch, auf der gleichen Station wie mein Vater. Mama hat noch einen Tag gekämpft, bis sie erlöst wurde. Als ich ins Krankenhaus gerufen wurde und sie auf dem Sterbebett sah, sah sie jung aus - kaum noch Falten und ganz entspannt. Ich mußte mich dann verabschieden und es war der schlimmste Tag meines Lebens. Der Tag der Beerdigung verschlimmerte dies nur noch.

                              Liebe Nina, es ist, als wäre es gestern gewesen und ich erinnere mich noch an alles. Als ich Deine Nachricht las, war ich sehr betroffen über das Schicksal, das Du meistern mußt. Gott sei Dank bist Du immer früh genug zur Untersuchung gegangen. Ich hoffe von ganzem Herzen - auch wenn ich Dich nicht persönlich kenne - daß es Dir gut geht und Du mit viel Kraft diesen Weg meistert. Wenn der Körper uns Signale sendet, daß etwas nicht in Ordnung ist, ist es eine Pflicht, zum Arzt zu gehen. Sicher, viele denken: ach was.. kommt von alleine - geht von alleine. Aber Vorsicht: was wenn nicht ? Lieber ein mal zu viel, als ein mal zu wenig zum Arzt. Für die eigene Sicherheit ist das so wichtig, daß alles abgeklärt wird. Es sei denn, man geht leichtfertig mit seiner Gesundheit. Und das sollte niemand - wir haben nur diese eine.

                              Ganz liebe Grüße sendet
                              Sissi

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                              • Re: Blutuntersuchung / Check Up


                                Hi
                                Dein Bericht hat mich sehr bewegt . Wir bleiben leider alle vom Schicksal nicht verschont . Ich hoffe , dass du all den Kummer bald überwinden kannst .

                                Fühle mit dir
                                Lb Gruss

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                                • Re: Blutuntersuchung / Check Up


                                  Hallo Bamb1,

                                  es ist schön, solch mitfühlende Worte zu lesen. Die tun gut, obwohl mein Papa schon fast 7 Jahre, und Mama fast 5 Jahre tot sind. Naja.. sagen wir so: sie sind nicht tot, es sind lediglich ihre Körper, die der Erde zurückgegeben wurden. Ihre Seelen sind beide in mir vereint (wobei die von Mama stärker zu sein scheint). Somit werden die beiden für immer in meinem Herzen sein. Weißt Du, was heute noch schlimm für mich ist? Wenn ich glückliche Töchter mit ihren Mamas vertraut in einem Kaffee oder beim Stadtbummel sehe. Da schießen mir sofort Tränen in die Augen, da ich an meine Mama zurückdenke: wie schön es war, als wir beide dies auch getan haben. Ich hab eine Situation erlebt, das war ein Weihnachtsmarkt bei uns im Dorf. Wunderschön aufgemacht.. und meine Mama starb kurz vor Weihnachten 2003. Da waren auch Mutter und Tochter und stöberten auf diesem besagten Markt. Mein damaliger Freund und ich waren auch dort wie ich einen bestimmten Satz höre, den die Tochter zur Mutter sagte. Ich hab sofort (ohne Vorankündigung) angefangen zu weinen.. es waren die gleichen Worte, die ich zu meiner Mama sagte, als wir beide das letzte Mal gemeinsam auf dem Weihnachtsmarkt waren. Wir hatten beide den selben Geschmack und es war herrlich, mit ihr zusammen zu bummeln. Ich wünschte, ich könnte das alles in einem Buch niederschreiben: wie wunderbar sie war, wie es war, als sie anfing krank zu werden (sie hatte über 5 Jahre lang geschwollene Gelenke von der vielen Arbeit, die sie als Putzhilfe machte), bis hin zur ihrer qualvollen Veränderung, über die Zeit im Rattenloch (Du weißt ja.. Rattenloch = Krankenhaus, wo meine beiden Eltern lagen), mein persönlicher Kampf gegen alle Gefühle der Welt, nur um ihr das letzte Stück des Weges erträglich zu machen und sie in dem Glauben zu lassen, daß alles wieder gut würde. Für sie wäre es ihr Todesurteil gewesen, wenn sie erfahren hätte, daß sie Krebs hat. Sie wußte es nicht.. nicht einen Tag lang. Sie wußte zwar, daß sie auf der Station für Innere lag und daß sie eine bösartige Erkrankung hatte, aber - so hat sie mal zu mir gesagt: Schatz, solange ich die Krankheit mit dem "K" nicht habe, ist es in Ordnung. Ansonsten könnte ich für nichts garantieren. Ich habe mich mit dem Oberarzt und den Schwestern so weit abgesprochen, daß sie das Wort "Krebs" niemals (egal was ist) erwähnen sollten. Sie könnten es umschreiben, aber bitte nicht dieses Wort. Und das hat funktionniert. Ich erinnere mich noch, als ich bei ihr war und die Visite stand bevor. "Nein, Schatz.. bleib du ruhig hier, du kannst ruhig mitbekommen, was der Herr Professor zu sagen hat". Ich hab mich so zusammengerissen, als die kamen. Was sie nicht wußte: ich hatte die Abmachung mit den Ärzten. Und sie lag in ihrem Bett, hielt meine Hand und der Professor knallte mir in Fachchinesisch (was ich aber verstand) die niederschmetternden Nachrichten alle um die Ohren. Als die dann rausgingen schossen mir Tränen in die Augen und ich sagte zu ihr, ich müsse draußen kurz mal einen Schluck Wasser trinken. Was hab ich geheult, aber ich mußte ja wieder in ihr Zimmer. Sie hat sich so sehr verändert, was ich oft zu spüren bekam. Leider war sie recht böse hinterher, da die Metastasen ins Gehirn gewandert sind. Da sah ich sie liegen: den wunderbarsten Mensch auf diesem Planeten, und alle todbringenden Wahrheiten hatte ich in meinem Kopf. Das schlimmste Erlebnis für mich war der Tag, als ich den Tod berührt habe. Die Schwestern waren nicht sehr fürsorglich und sie sah eines Tages sehr zertaust aus - man hatte ihr die Haare nicht gekämmt. "Schatz, kannst du mir mal die Haare kämmen"? fragte ich. Ich nahm also ihren Kamm und kämmte sie, als ich einen großen Hubbel auf ihrer Schulter spürte.. und nicht nur dort: auf der Schädelkalotte war auch ein ganz großer Hubbel. Ich weiß nicht, wie ich geschafft habe, den Kamm mit Ruhe zur Seite zu legen und das Zimmer zu verlassen. Ich sagte ihr, ich käme gleich wieder (müßte kurz telefonieren). Draußen auf dem Gang hab ich Rotz und Wasser geheult. Ich hab bei meiner geliebten Mama den Tod berührt.. so hab ich es empfunden. Die darauffolgenden Tage wurde es immer schlimmer und als sie mich am Sonntagmorgen vor dem Dienstag, an dem sie starb, anriefen und sagten, sie hätte eine Blutvergiftung, ich solle sofort kommen, hab ich nur noch mechanisch reagiert. Als ich sie sah: die Augen nicht zu nicht auf, sie hat nur gewimmert, die Faust geballt. Sie wollte nicht sterben, sie wollte bei mir bleiben. Alles das ist jetzt einige Jahre her, aber ich weiß noch jedes Detail. Gerade weil ich soviel gesehen, gerochen (die Krebsstation stank nach Urin, Kot und Tod) und ertragen habe, ist meine Angst grenzenlos gewesen, als es um mein Leben ging. Mein Blutergebnis. Weißt Du, ich glaube, ich habe alles noch nicht richtig verarbeitet und vielleicht würde es ja sinnvoll sein, alles mal niederzuschreiben. Aber Du hast es ganz richtig gesagt: jeder wird vom Schicksal nicht verschont. Früher oder später kommt jeder Mensch an den Punkt, wo es nicht mehr weitergeht. Das wichtigste ist, daß man sich niemals etwas vormacht, sondern der Realität ins Auge blicken muß. Die Welt ist keine Welt aus Zuckerwatte oder eine Scheinwelt, in der alles nur funktionniert, wenn wir uns alle liebhaben und bloß nicht streiten, und Dinge einfach totschweigen, die unangenehm und negativ sind (so hätten es meine bekloppten Schwiegereltern am liebsten). Die Welt da draußen ist Realität, sie ist hart, die Wahrheit unbequem - und trotzdem müssen wir mit geradem Rücken dadurchgehen.

                                  Es wäre schön, bald wieder von Dir zu lesen.
                                  Liebe Grüße sendet die
                                  Sissi

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                                  • Re: Blutuntersuchung / Check Up


                                    hallo sissy
                                    ach man das ist ja schlimm was du da schreibst .. so seine eltern zu verlieren ist ja auch sehr schlimm.. und man denkt bestimmt immer *warum sind sie nicht früher zum arzt gegangen .. vieleicht hätte es nochwas gebracht*... aber auch ich kenne viele menschen die noch nie beim arzt waren frauen die noch nie eine gyn.untersuchung hatten .. vor lauter angst es könnte ja was gefunden werden .. ich verstehe es nicht denn man hat ja auch eine gewisse verantwortung seiner familie gegenüber .. ich wusste auch nicht ob ich noch die einschulung meiner jüngsten erleben konnte und hab hart gekämpft und gewonnen .. hatte 13 jahre ruhe und nun der brustkrebs ... wieder kämpfen denn ich will erleben wenn sie heiraten.. du glaubst gar nicht was ich in der klinik (eine gute) erlebt habe.. da berichten frauen das sie schon ein halbes jahr einen knoten getastet haben aber es nicht wahr haben wollten . ja und nun musste sie amputiert werden .... ich hab freitags den knoten getastet ,bin montag zum arzt und freitags drauf in die klinik .. ich hätte nie im leben erst nochmal gewartet .. und zum glück wurde auch brusterhaltend operiert .. bekam dann chemo und bestrahlung .. tja ich bin nun schon 14 jahre rentnerin weil ich folgeschäden hab, aber das ist egal .. hauptsache ich bin noch hier (ok das nervt schon wenn man vieles nicht mehr kann und durch die tabletten soooooo zunimmt ).. ich versuche das leben zu genießen so gut es geht

                                    lg Nina

                                    danke für deine lieben worte und wünsche :-)

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                                    • Re: Blutuntersuchung / Check Up


                                      Hi
                                      Ich möchte nicht jammern ,aber meine Geschichte ist auch nicht so toll . Deshalb kann ich dich gut verstehen.
                                      Was manche Menschen durchmachen müssen ist sehr schlimm . Und es sieht so aus als ob es auch " Glückskinder " gibt , die alles haben und vor jedem Unglück geschützt scheinen .
                                      Und da gibt es auch noch welche , die wegen einer Falte im Hemd meinen ,die Welt ginge unter .
                                      Lass den Kopf nicht hängen . Denke an die guten Zeiten mit deinen Eltern . Und ja , aufschreiben hilft sicher , auch um alles verarbeiten zu können .

                                      Drücke dich
                                      Bis bald

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                                      • Re: Blutuntersuchung / Check Up


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                                        hab gerade den bericht gelesen .. deine mutter hat nicht gewusst das sie krebs hat ??? es wäre für mich das schlimmste wenn ich nicht genau wüsste was ich hab ... gegen was ich kämpfen müsste.. oder zum ende hin noch sachen klären könnte .. aber vieleicht ist da jeder anders
                                        ich glaube natürlich auch das man mir nix verschweigen könnte .. ich weiss mittlerweile viel über krankheiten und kenne mich da aus
                                        sag mal ,hast du denn mal psychologische gespräche geführt ? denn du hast das ja wirklich noch nicht verarbeitet ... vergessn wird man sowas nie ,aber man kann mit der zeit besser damit umgehen

                                        lg Nina

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                                        • Re: Blutuntersuchung / Check Up


                                          Hallo Ihr lieben,
                                          oh man das ist ja alles so verdammt heftig was ich hier von euch lese!! Es tut mir alles so unendlich leid!!
                                          Ich war auch aufgrund Diagnostik im Krankenhaus. Ich habe ja Fibromyalgie und Lipomatosis dolorosa. Man hat bei mir jetzt auch noch eine Pannikulitis (Entzündung im Fettgewebe) festgestellt. Muß jetzt seit 1 Woche Cortison nehmen. Mir geht es ehrlich gesagt immer noch nicht viel besser. Keine Ahnung was mit meinem Körper los ist!! Ich habe auch überall im Körper diese Lipome. Eigentlich ja nichts schlimmes, trotzdem muß es ja nicht immer ein harmloser Tumor sein, sondern es könnte auch mal was anderes hinter stecken. Aber bei mir ist es alles so schwer festzustellen!! Habe auch keine Ahnung warum das bei mir so ist. Ist halt genauso kompliziert wie bei meiner Mama!! Das macht mir doch ziemliche Angst. Aber was ihr da mitmacht ist sehr schlimm, das macht mich traurig!! Wie geht es euch denn??
                                          LG Simone

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                                          • Re: Blutuntersuchung / Check Up


                                            hallo simone
                                            mein mann hat auch fibromyalgie und ich weiss wie unangenehm das sein kann.. und bei Lipomatosis dolorosa hab ich erstmal googeln müssen weil ich das noch nicht kannte .. ich denke das dich das auch sehr belastet
                                            mir geht es im mom besser weil ich neue medikamente habe die meine nervenschmerzen in den beinen (folge der chemo)etwas lindern und ich nachts mal wieder besser schlafen kann (anstatt stündliches wachwerden jetzt nur noch etwa 4 mal... gehe aber auch erst gegen 1 ins bett weil ich vorher nicht schlafe)
                                            was mich nur tierisch nervt ist das ich durch die medikamente schon 9 kilo zugenommen habe .. ich weiss ist ja nicht schlimm wenns nur hilft .. aber mir passt nix mehr .. ich werde immer schwerfälliger und das regt mich auf ,und ich habe angst das es noch mehr wird
                                            ist halt immer so *was für das eine gut ist ,ist für das andere schlecht...aber ich war heute zur nachsorge und es war alles ok.. darüber bin ich natürlich sehr froh :-)

                                            lg Nina

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                                            • Re: Blutuntersuchung / Check Up


                                              > ...war total fertig in der Arztpraxis, da ich auf
                                              > den Arzt warten mußte. Als er reinkam sah er mein
                                              > Gesicht und sagte: Ich hab gute Neuigkeiten - ihr
                                              > Blutbild ist gut! Ich zitterte total und fing an
                                              > zu weinen. Er ist ein wunderbarer Mensch und
                                              > beruhigte mich sehr. Wir sprachen die Werte durch
                                              > und es gab nichts zu beanstanden.

                                              Na, dann war meine "Vorhersage" ja nicht ganz verkehrt ;-)

                                              Mein Blutbild wäre momentan sicher nicht ganz "in der Norm", denn ich habe einen recht scheußlichen grippalen Infekt. Halsweh, Fieber, gigantischer Verbrauch an Papiertaschentüchern... Hoffe, daß es bald vorbei ist.

                                              Viele Grüße
                                              thomas

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                                              • Re: Blutuntersuchung / Check Up


                                                gute besserung:-)

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                                                • Re: Blutuntersuchung / Check Up


                                                  Liebe Nina!

                                                  Als ich Deine Zeilen las, mußte ich an mich selbst denken:
                                                  "trotzdem muß es ja nicht immer ein harmloser Tumor sein, sondern es könnte auch mal was anderes hinter stecken". Solche schlimmen Gedanken waren es, die meine Seele total in Mitleidenschaft gezogen haben. Die Gedanken kreisen immer nur um das eine: hoffendlich ist es nichts anderes. Und genau hier solltest Du ansetzen und sagen: Stop ! Ich mache mich nicht weiter fertig. Glaube einfach an Dich selbst - auch wenn dies im Augenblick schwer zu sein scheint. Positives Denken ist schwierig, ich weiß, aber versuche es einmal. Komisch, irgendwie kann ich mir gar nicht erklären, warum niemand wirklich feststellen kann, was mit Deinem Körper los ist. Leider kenne ich Dich ja nicht, aber sag mal: wie ernährst Du Dich denn ? Bist Du ein wenig übergewichtig ? Treibst Du Sport ? Das waren bei mir z. B. alles Faktoren die ich klar mit NEIN beantworten konnte (vor vielen Jahren). Ich wog einst 120 kg, futterte Fastfood und alles ungesunde Zeugs in mich rein (auch weil ich unglücklich war, da mich niemand liebte.. so dachte ich zumindest) und an Sport war gar nicht zu denken. Ich mit meinem unförmigen Körper unter all den Fitness-Mäusen in ihren knappen Dressen? Bis ich meine erste Gallenkollik bekam und ich mein Leben von heute auf morgen radikal geändert habe. Heute bin ich 39 Jahre alt, habe nur noch geringes Übergewicht, was ich aber durch regelmäßigen Sport (ganz wichtig: 3 x die Woche ca. 30 - 45 Min. Ausdauersport) abbaue. Was die Ernährung angeht: ich bin seit vielen Jahren Ovo-Lacto-Vegetarierin. Das heißt, daß ich Eier (in dem Fall nur das Eiweiß) esse und Milchprodukte. Ein wenig Fisch für den Jodhaushalt ist auch mit dabei, aber alles andere ist vom Speiseplan verschwunden. Ich trinke pro Tag ca. 3 Flaschen Wasser, Tee, Fruchtsäfte usw., damit der Körper die Schlackenstoffe rausspülen kann und mir geht es gut. Wie sieht denn Deine Lebensweise aus?

                                                  Es wäre schön, bald wieder von Dir zu hören.
                                                  Liebe Grüße
                                                  Sissi

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