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Psychose, zu starker Charakter ?!

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  • Psychose, zu starker Charakter ?!

    Hallo Leute,

    um mein Anliegen zu beschreiben, bedarf es weiterer Vorkenntnisse, die ich euch nicht vorenthalten will.

    Und zwar kurze Info zu mir, bin 21 Jahre jung und mache derzeit eine berufliche Ausbildung in einem renommierten Unternehmen.

    Alles fing an, als ich meinen Realschulabschluss machte. Geplant hatte ich, eine Ausbildung zum Korrespondenten für Fremdsprachen zu machen, welche auf schulischem Weg zu absolvieren war. Zeitgleich mit der Zeugnisübergabe (RS), wurde mir diese eigentlich als sicher zugesagt Ausbildung negiert, aufgrund dessen, das nicht genügend qualifizierte Bewerber da gewesen wären, um lediglich eine Klasse zu füllen. Nicht wissend, wie die Zukunft aussehen würde, besuchte ich daraufhin ein Jahr lang die Höhere Handelsschule, womit meine Probleme auch schon anfangen. Ohne ein Sinn dessen zu sehen, was mir dieses Jahr denn bringen würde, fing ich an, mein Leben schleifen zu lassen. Neue Klasse, neue Mitmenschen, neue Hobbies - und das wären meinerseits dann die Drogen gewesen. Also, aus Spaß an der Sache und aus Überzeugung etwas zu tun, was der Gradlinigkeit dieser Gesellschaft die Wege kreuzt, fing ich an, Tag täglich zu kiffen. Jugendsünde - das legt sich wieder, dachte ich. Naja, irgendwann war dieses Jahr auch zu Ende und geplant war, mein Fachabitur an einer Fachoberschule für Gestaltung nachzuholen - mangels Praktikumsplatz wurde mir diese persönliche Entfaltung allerdings verwehrt. Vielmehr wusste ich auch da wieder nicht, was in der Zukunft sein würde. Also fing ich an zu jobben um meinen Konsum der Drogen jedenfalls partziell gerecht zu werden. Konsequenz? Ich kiffte mehr und mehr und mehr, lernte neue Leute aus diesem Milleu kennen und habe auch mit anderen Drogen, wie z.B. Speed, experimentiert. Folgliche Konsequenz - ich veränderte mich.

    Einerseits hatte ich diese standard Folgen - Gleichgültigkeit, mangelndes Auffassungsvermögen, was heißt - du hast dich mit mir unterhalten, ich dich wie ein Auto angeguckt, gesagt okay und wusste nichtmehr was du mir vor einer Minute erzählt hast - ganz gleich was das Thema gewesen ist. Weiter habe ich mich in meiner Persönlichkeit verändert. depressiv, verbittert und nur auf sich bezogen - nicht egoistisch oder egozentrisch, eher in sich gekehrt und vermummt, wie ein Buch verschlossen, was niemand lesen sollte. Was auch meine Familie zu spüren bekam. Es verging kein Tag, an dem ich mich nicht mit meiner Mutter stritt, die Fetzen flogen oder ich mein Willen klar und deutlich zeigte - ich will hier weg, ich hab kein Bock mehr auf euch. Während ich allerdings vor meiner Drogenkarriere das genaue Gegenteil dessen darstellte.

    Dieser Zustand schaukelte sich hoch, bis ich wirklich Monate nur in meinem Zimmer verbachte, sehr sehr viel weinte und viel zu oft erwog, dem ganzen ein Ende zu setzen indem ich mir das Leben nehme. Folgen dieser Gedanken sind auch nachweißlich noch an Armen und meiner Brust zu erkennen.

    Naja aufgrund Unwissenheit meiner Vorliebe zu Drogen, dachten meine Eltern natürlich, dieses Verhalten würde aus mangelnder Perspektiven resultieren. Also setzten sie alles daran, mir eine Ausbildung zu verschaffen - sehr löblich nach dem ganzen Terz, den ich schon verursacht hatte. Da die Möglichkeiten begrenzt waren und ich lediglich Absagen bekommen hatte, sollte eine Bewerbung bei dem Unternehmen, in dem auch mein Vater arbeitet, mein Verhalten wieder in Richtung Normalität lenken. Aus Angst - die ich sowieso durchweg hatte, vor so ziemlich allem - beichtete ich meinen Eltern, das ich gelegentlich kiffe, wie es der Zufall will natürlich auch genau einen Tag vor der ärztlichen Untersuchung, weil, man wollte diese Ausbildung ja nicht, da kein Interesse und auch die nötigen Grundkenntnisse in der Mathematik einfach fehlten, da Naturwissenschaften ansich eh immer eher die schwierigen Fächer waren, wo ich garkeinen Durchblick hatte. Ach ja, das war ne Ausbildung zum Elektroniker Folgerichtig, verlief mein ach so kluger Plan nicht so, wie ich ihn geplant hatte - denn Test kann man ja türken, wenn man die richtigen Vorraussetzungen hat - VitaminB ...

    Also begann ich meine Ausbildung zum Elektroniker und kiffte weiter jeden Tag, das ganze erste Ausbildungsjahr durch. Einen Tag clean sein war undenkbar, ausgeschlossen und kam auch nie vor! Naja, aufgrund meiner, für mich, nicht sinnvollen und vorallem gefühlsmäßig eher minder erhabenen Situation, kiffte ich eigentlich noch mehr - also dauer dicht. Während die Probleme durch die Drogen nocheinmal vertieft wurden. D.h. ich habe gehasst was ich tat, ich habe gehasst, das es meinen Eltern scheiß egal war, wie es mir geht - hauptsache ich mache diese Ausbildung - ich habe es gehasst, jeden Tag von den gleichen Fachidioten zugebrezelt zu werden, mit dem gleichen dummen fachgesimpel von dem ich eh kein Wort verstehe - da wären wir dann wieder bei dem Auto und dem Thema, was hast du grad gesagt. Naja, das war dann auch so das einzige Gefühl was ich mit mir rumtrug. Egal was war, ich war nicht glücklich, ich war verbittert, ich habe mich nicht gefreut, ich habe nur gehasst, ich habe nicht gesprochen, nein - ich habe geschwiegen, geweint und wurde von Tag zu Tag depressiver, gepusht durch Drogen war ich dann wieder an dem Punkt aus dem Leben treten zu wollen.

    Anfang des 2. Lehrjahres wurde diese Situation nicht besser und ich begriff, das es Zeit wäre, sich den Problemen zu stellen und die Drogen an den Nagel zu hängen ... Wochen vergingen noch, bis ich mit meinen Eltern reinen Tisch machte, meine etwaigen Kifferutensilien zusammenpackte und mit einem Hammer kurz und klein schlug, mich daraufhin wöchentlich zur ärztlichen Kontrolle abrufen ließ und begleitend einer Gesprächstherapie für ein Jahr unterzog. Alles konnte also besser werden, das vermeintliche Problem meines Verhaltens galt ja als ausgemerzt und die Therapie hat auch keine anderen Ursachen meines Verhaltens feststellen können. Aber Pustekuchen ... Ich war nun mehr als ein Jahr clean, habe mich von meiner Persönlichkeit her verändert. Allerdings bin ich zeitweise genauso Depressiv wie früher, bin noch genau so emotionslos, bin noch genauso verbittert, schaffe immernoch nicht mich auf Gespräche zu konzentrieren und habe weiterhin kein Interesse an meinem Beruf und ehrlich gesagt, habe ich auch noch rein garnichts gelernt, ist noch nichts hängen geblieben - egal wie sehr ich mich jetzt auch bemüht habe. Ich hasse jeden weiteren Tag der kommt, weil er mich wieder vor die gleichen Probleme und Gefühle stellt, weil er einfach genau so ist wie jeder beschissene, andere Tag auch ... Auch diesem alltäglichen dem Reiz von etwas neuem zu unterwerfen klappt nicht. Eine Zeitlang war ich recht gut drauf - war frisch mit meiner Freundin zusamm... Allerdings läuft auch das zzt nicht gut, wir streiten jeden Tag. Meine Launen sind seid ca. 6 Monaten auf einem absoluten Tiefpunkt, wechselwirkend auch mal normal, was allerdings die Seltenheit ist... Großes Manko und folgliche Konsequenz trotz meiner ca 1 1/2 jährigen Abstinenz - seid einem Monat Kiffe ich wieder regelmäßig und ich empfinde es nicht einmal als falsch, weil ich denke, das dieser Teil meines Lebens schon genau so sinnlos ist, wie der andere.

    Was kann ich tun, gegen die Folgen meiner Karriere, was kann ich tun um endlich mal wieder glücklich zu sein, was kann ich tun um meinem Leben wieder das wohlbefinden wiederzugeben, was mir das Leben früher doch so lebenswert gemacht hat? Was kann ich also gegen mich tun?

    Das so, ist für mich kein Zustand mehr ...


    LG,
    peeet

  • Re: Psychose, zu starker Charakter ?!


    Hallo,

    da du scheinbar was ändern willst ist schon mal ein Anfang.

    Sinnvoll wäre es die Drogen wieder an den NAgel zu hängen und wieder eine Therapie zu machen.

    Dann solltest du eine Ausbildung machen, bei der auch interesse deiner seits dabei ist. (hierzu könntest du z.b. Auch an eiem Program der berufsfindung für 14 tage oder länger teilnehmen.

    weiter wichtig ist auch, der umgang mit freunden... einfacherer ist es wenn die freunde ebenfalls nicht kiffen oder drogen nehmen.
    Treibe sport, da kann man eine menge ziele erreichen die glücklich machen... und sinnlose zeit kann überbrückt werden...

    mehr ratschläge habe ich leider nicht
    ... keiner kann dein Leben ändern... ausser dir selbst... "um so länger du drogen konsumierst um so mehr machst du in deinem Körper kaputt um so schwerer wird es scih zu konzentrieren etc. ... achja ein konzentrationstraining wäre sicher auch gut für dich

    mfg jean

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