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Fehlgeburt/numerische Chromosomenstörung

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  • Fehlgeburt/numerische Chromosomenstörung

    Sehr geehrter Herr Dr. Leuth,

    meine Freundin (36 Jahre alt) hatte leider eine verhaltene Fehlgeburt in der 10. Schwangerschaftswoche. Eine humangenetische Untersuchung des Embryos ergab, dass bei diesem eine freie Trisomie 21 vorlag, also eine spontan entstandene Chromosomenstörung. Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass es bei einer erneuten Schwangerschaft erneut zu einer numerischen Chromosomenstörung und wieder zu einer Fehlgeburt kommt? Hat dies etwas mit der Eizellenqualität zu tun? Wie viel Prozent der Eizellen einer 36-jährigen Frau sind denn noch gesund? Ich würde mich über eine Antwort bzw. eine Einschätzung von Ihnen sehr freuen. (Noch ein paar vielleicht wichtige Informationen in diesem Zusammenhang: Meine Freundin hat noch eine gute Eizellenreserve (durch Hormonbestimmung testen lassen), sie wurde in der letzten Schwangerschaft im 1. Übungszyklus schwanger, mein Spermiogramm ist sehr gut, ich bin 31 Jahre alt, wir sind beide gesund, schlank und ernähren uns gut)

    Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße


  • Re: Fehlgeburt/numerische Chromosomenstörung

    Hallo beppen86, die Wahrscheinlichkit einer Wiederholung der Trisomie 21 liegt bei 0,3 % und nimmt mit zunehmendem Alter zu. Sie ist der häufigste Grund für eine Fehlgeburt. Wenn Frauen nur häufig genug schwanger werden, wird jede Frau einmal eine Fehlgeburt erleben. Aber nicht verzagen: weenn alle Werte in Ordnung sind, wird es schon klappen ! Alles Gute, Ihr Dr. M. Leuth

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    • Re: Fehlgeburt/numerische Chromosomenstörung

      Vielen Dank für Ihre Antwort.

      Gibt es eigentlich Daten darüber, vieviel Prozent der (noch) vorhandenen Eizellen einer "älteren" Frau bereits Chromosomendefekte haben?

      Vielen Dank und freundlichen Grüße

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      • Re: Fehlgeburt/numerische Chromosomenstörung

        Hallo beppen86, nein, das kann man (leider?) nicht messen. Aber 0.3% sind ja nicht wirklich sehr hoch. Ihr Dr. M. Leuth

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        • Re: Fehlgeburt/numerische Chromosomenstörung

          Vielen Dank für Ihre Nachricht.

          Ich habe gelesen, dass bei einer 36-jährigen Frau durchschnittlich bereits 40 % der Eizellen Chromosomenschäden haben. Kann das sein? Das würde ja bedeuten, dass die Fehlgeburtsrate einer 36-jährigen Frau 40 % beträgt, was ja enorm hoch ist. Ich bin mehr als verunsichert. Oder mache ich mir diesbezüglich zu viele Gedanken?

          Mit freundlichen Grüßen

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          • Re: Fehlgeburt/numerische Chromosomenstörung

            Hallo beppen86, das widerspricht dem, was die wissentschaftliche Literatur hergibt (s.o.). Genaueres erfahren Sie in einem humangenetischen Institut. Gibt es eine gehäufte Fehlgeburtenrate bei Ihnen in der Familie? Ihr Dr. M. Leuth

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            • Re: Fehlgeburt/numerische Chromosomenstörung

              Sehr geehrter Herr Dr. Leuth,

              vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort.

              Nein, es gibt keine gehäufte Fehlgeburtsrate sowohl in meiner Familie als auch in der Familie meiner Freundin, nicht mal eine Fehlgeburt, die wir bestimmt erfahren hätten, nachdem meiner Freundin die Fehlgeburt widerfahren ist.

              Nach der Fehlgeburt aufgrund einer freien Trisomie 21 habe ich nun eben Angst, dass bei der nächsten Schwangerschaft erneut eine numerische Chromosomenstörung beim Baby und somit wieder eine Fehlgeburt auftritt, da bei einer 36-jährigen Frau die Eizellen ja wahrscheinlich auch keine Top-Qualität mehr haben. Andererseits ist meine Freundin im 1. Übungszyklus schwanger geworden. Ich hoffe einfach, dass bei der nächsten Schwangerschaft alles gut geht.

              Vielen herzlichen Dank, Herr Dr. Leuth, dass Sie sich die Zeit nehmen zur Beantwortung der Fragen. Das ist nicht selbstverständlich.

              Viele herzliche Grüße

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              • Re: Fehlgeburt/numerische Chromosomenstörung

                Hallo beppen86, dann wünsche ich viel Erfolg! Es wird schon klappen...Ihr Dr. M. Leuth

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