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Teratozoospermie und zu niedrige Gebärmutterschleimhaut

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  • Teratozoospermie und zu niedrige Gebärmutterschleimhaut

    Hallo,

    leider ist das Spermiogramm meines Mannes (30) nicht gut ausgefallen: Diagnose: Parvisemie und Teratozoospermie (1% normale und 99% abnormale Formen). Ein Hoden ist zu klein. Außerdem wurde bei ihm eine Krampfader in beiden Hoden per Ultraschall festgestellt. Laut Endokrinologe seien diese jedoch so klein, dass sie nicht die Ursache für den Befund darstellten. Mein Mann muss nun in 12 Wochen zum Kontrollspermiogramm.
    Auch bei mir (34) ist leider nicht alles in Ordnung. Mein Gebärmutterschleimhaut baut sich nicht ausreichend auf (um die 6-7), hormonell ist aber alles in Ordnung und ein Eisprung findet auch statt.
    Wir sind nun sehr verunsichert, was unsere Kinderplanung betrifft. Mein Gynäkologe sprach nach dem Ergebnis des Spermiogramms sofort von ICSI.
    Wie wollen nun diese 12 Wochen abwarten und mithilfe des Clearblue Fertilitätsmonitor versuchen, auf natürlichem Wege schwanger zu werden. Und wenn dies nicht klappt, werden wir uns wohl an ein KiWu Zentrum wenden....

    Meine Fragen
    1. Gibt es überhaupt eine Chance für uns natürlich schwanger zu werden?
    2. Wo könnten die Gründe für den unzureichenden Schleimhautaufbau liegen, wenn hormonell alles i.O. ist? Mein Gynäkologe hat sich hierzu leider nicht geäußert.
    3. Können Tees (Frauenmantel und Himbeerblätter) den Aufbau wirklich unterstützen?
    4. Wäre es vielleicht doch sinnvoll, die Krampfadern zu entfernen, bevor man sich einer künstlichen Befruchtung unterzieht? Man liest hierzu ja unterschiedliche Meinungen.
    5. Kann mein Mann in irgendeiner Weise etwas tun, um das Spermiogramm zu verbessern (er hat eigentlich einen gesunden Lebensstil - Nichtraucher, allerdings ist er arbeitsbedingt relativ großer Hitze ausgesetzt)?

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen! Vielen, vielen Dank im Voraus!

    bellefleur

  • Re: Teratozoospermie und zu niedrige Gebärmutterschleimhaut

    kurze Ergänzung:
    Im Rahmen der Hormonüberprüfung wurde bei mir eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt und ich nehme nun seit 3 Wochen L-Thyroxin 50. Könnte die Unterfunktion auch Ursache für die zu niedrige GSH sein?

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    • Re: Teratozoospermie und zu niedrige Gebärmutterschleimhaut

      Hallo, bellefleur, eine Schilddrüsenunterfunktion kann schon Ursache sein. Die Gebärmutterschleimhaut kann man mit zusätzlichen Östrogenen verbessern. Bei Ihrem Mann würde ich zu Nahrungsergänzungsmittel in Form von Fertigarzneien, die es in den Apotheken gibt, empfehlen. Auch sollte er die große Hitze meiden und Schutzkleidung tragen. Was macht er denn beruflich ? Wie ist Ihr AMH Wert? Nehmen Sie Folsäure ein und sind Sie durchgeimpft ? Bis dann, Ihr Dr. M. Leuth

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      • Re: Teratozoospermie und zu niedrige Gebärmutterschleimhaut

        Lieber Herr Dr. Leuth,

        vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
        Welche Nahrungsergänzungsmittel meinen Sie genau? Mein Mann ist Koch und in der recht kleinen Küche herrschen vor allem im Sommer sehr hohe Temperaturen.
        Ich nehme seit 3 Wochen Folsäure ein, geimpft bin ich ebenfalls. Meinen AMH Wert kenne ich leider nicht :-( Ich werde mir diese Woche aber meine kompletten Befunde von meinem Gynäkologen aushändigen lassen.
        Was denken Sie bzgl. des Erfolgs durch eine Entfernung der Varikozele?
        Herzlichen Dank und einen schönen Abend!
        bellefleur

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        • Re: Teratozoospermie und zu niedrige Gebärmutterschleimhaut

          Hallo, bellefleur, ich darf keine Handelsnamen nennen, aber fragen Sie einfach in der Apotheke nach. Hohe Temperaturen können leider die Spermienqualität beeiflussen, wie kann Ihr Mann seine Arbeitsbedingungen ändern? Nur der Urologe kann entscheiden, ob die Varikozele operiert werden sollte. Die Laborwerte können Sie dann ja noch mal durchgeben. Einen schönen Abend ! Ihr Dr. M. Leuth

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          • Re: Teratozoospermie und zu niedrige Gebärmutterschleimhaut

            Sehr geehrter Herr Dr. Leuth,

            Wir haben in der Zwischenzeit 2 Zyklen mithilfe des Clearblue Fertilitätsmonitors versucht schwanger zu werden - leider erfolglos.

            Endlich habe ich nun meine Befunde der endokrinologischen Diagnostik. Ich schreibe sie unten auf. So wie es aussieht, scheint ja hormonelle alls ok zu sein. Welche Möglicgkeiten hat man,den Aufbau der GMS zu fördern?

            Hier nun die Befunde:

            1. Befund: Zyklustag 12

            Klinische Angaben:
            BMI 18,8
            polyfollikulläre Ovarien,
            Endometrium 2,7mm

            Schilddrüsendiagnostik:
            TSH, basal 9,94

            Endokrinologische Diagnostik
            FSH, basal 7,7
            LH, basal 9,9
            17-ß- Östradiol (E2) 113
            Prolaktion 475
            Testosteron gesamt 0,47
            SHBG 121
            Testosteron bioverfügbar 0,08
            DHEA-S 1885

            Es wurde in dem Befund eine Nachbestimmung der FT3 und FT4 Werte sowie von MAK (TPO-AK) empfohlen. Dies hat mir mein Gynäkologe nicht weitergegeben und dementsprechend wurde dies auch nicht gemacht.
            Ich nehme nun seit Ende Juli L-Thyroxin 50 ein. Auch diesbezüglich sagte mir meine Gynäkologe nicht, dass ich nach ein paar Wochen zur Nachkontrolle muss, um zu schauen, ob die Werte nun stimmen. Dies habe ich selbst im Internet nachgelesen und nun leider erst heute Blut abnehmen lassen, um zu schauen, ob ich richtig eingestellt bin.

            2. Befund: Zyklustag 18

            Klinische Angaben:
            2 reife Follikel rechts, 19-18, Endometrium 4,8

            FSH 7,0
            LH 37,3
            17-ß-Östradiol (E2) 675

            Beurteilung: periovulatorische Situation mit deutlichem Anstieg und Östradiolskonzentration
            Befund bestätigt 2 reife Follikel, deshalb Empfehlung einer Ovaluationsinduktion oder einfach Abwarten
            Empfehlung einer FSH Stimulation (wegen niedriger Höhe Endometrium) sofern mit Clomifen stimuliret worden ist (das ist aber nicht geschehen)


            3. Befund: Zyklustag 25

            17-ß Östradiol (E2) 221
            Progesteron 16,9

            Beurteilung: Progesteron und Östradiol im Referenzbereich der Lutealphase, es besteht ein ovulatorischer Zyklus mit intakter Lutealphase


            Vielen herzlichen Dank im Voraus für Ihre Hilfe!

            Grüße bellefleur

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            • Re: Teratozoospermie und zu niedrige Gebärmutterschleimhaut

              Hallo,bellefleur, der TSH Wert sollte kleiner 2 sein, mal abwarten, wie er denn jetzt ist. Ansonsten lag ein Eisprung vor. Vielleicht hat es ja geklappt! Wenn nein, qürde ich mit FSH stimulieren, nicht mit Clomifen, um die GMS zu verbessern. Viel Erfolg, Ihr Dr. M. Leuth

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              • Re: Teratozoospermie und zu niedrige Gebärmutterschleimhaut

                Vielen lieben Dank für Ihre schnelle Antwort!
                Leider hat es bisher nicht geklappt. Wir warten jetzt nochmal das Kontrollspermiogramm meines Mannes ab (leider erst Ende Oktober) und vielleicht haben wir ja Glück und es klappt in diesem Zyklus. Wenn nicht, werden wir wohl in ein KiWu Zentrum gehen....Nur nochmal zur Sicherheit: Um den Eisprung herum alles 2 Tage GV oder lieber an beiden Tagen direkt hintereinander?
                Ihnen ein schönes WE und tausend Dank für Ihre Ratschläge!

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                • Re: Teratozoospermie und zu niedrige Gebärmutterschleimhaut

                  Hallo,bellefleur, zum Eisprung gibt es einen Jungen, drum her rum gibt es ein Mädchen! Viel Erfolg, Ihr Dr. M. Leuth

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                  • Re: Teratozoospermie und zu niedrige Gebärmutterschleimhaut

                    Hallo Herr Dr. Leuth,
                    das ist ja auch interessant zu wissen, aber meine Frage zielte eher dahin, ob täglicher GV um/am Eisprung eher schädlich für die Spermienqualität ist und man deshalb besser alle 2 Tage GV haben sollte oder ob das egal ist. Man liest diesbezüglich ja unterschiedliches...Herzliche Grüße bellefleur

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                    • Re: Teratozoospermie und zu niedrige Gebärmutterschleimhaut

                      Hallo, bellefleur, da gibt es unterschiedliche Meinungen und in Ihrem Fall ist es wohl egal. Alles Gute, Ihr Dr. M. Leuth

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