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Immunsystem

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  • Immunsystem

    HAllo,
    ich habe eine fast 4-jährige Tochter, die schon im Babyalter sehr häufig krank war. Meisten war es Bronchitis, was ihr zu schaffen machte. Sie nimmt, seid Sie im Kindergarten ist, alle Infektionen mit, die im Umlauf sind. Beispielsweise erkrankte Sie Anfang März an einer Lungenentzündung. Ende April war es eine Virusinfektion ( Brechen , Fieber., auch wieder Husten.), Ende Mai bekam Sie eine Gürtelrose und jetzt liegt sie wieder mit 40,5 Grad fieber im Bett. ES ist doch nicht normal, dass ein Kind fast jede 2. -3. Woche einen neuen Infekt bekommt, oder?? Ich bin völlig ratlos. Kann man ihr Immunsystem nicht stärken?


  • RE: Immunsystem


    Hallo - das Kinder häufig Infekte haben kommt schon oft vor, aber die Gürtelrose macht mich dann doch stutzig. Ich würde das systematisch vom Arzt untersuchen lassen, ob da ein echter Immundefekt vorliegt und wie man da weiter vorgehen kann. Flar postet bestimmt noch, welche Parameter bei dieser Untersuchung erhiben werden sollten.

    LG

    Catherina

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    • RE: Immunsystem


      1. Was Du beschreibst, ist typisch für Kinder, nach dem sie den KiGa besuchen. Sie kommen durch den tagtäglichen Kontakt von vielzähligen Kindern oft zum ersten Mal nonstop mit den verschiedensten Erregern in Berührung. Natürlich ist das oft die erste Station zur Stärkung des Immunsystems. Viele Eltern beschreiben das – auch hier im Forum – als „wochenlang krank und nie gesund“. Ab hier gilt es m.M. nach zu lernen, die Entscheidung zwischen „ständig Infekt“ und zwischendurch ernsthafteren Erkrankungen zu fällen und einen Arzt zu haben, der das ernsthaft, aber souverän begleitet. Ein Schnupfen oder Husten kann durchaus über 4 Wochen oder länger anhalten. Auch spricht man von 10-15 Infekten pro Jahr, die durchaus im Normbereich liegen.
      2. Eine Gürtelrose kann durchaus auch Kleinkinder erwischen, die gegen WP geimpft bzw. die WP durchgemacht haben. Durch eine allg. Abwehrschwäche (die aus o.g. Gründen ja auch bei „KiGa-Kindern“ besteht), kann sich der WP-Erreger im Körper reaktivieren und als Gürtelrose auftreten. Erfahrungsgemäß geschieht das aber nur ein Mal.

      VG Pépé

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      • RE: Immunsystem


        Hallo,

        rezidivierende infekte die zudem kindergarten assoziiert sind, werden wirklich oft beschrieben. als elter(n) es ist sehr schwer, diesen oft massiven attacken entgegenzutreten. die aerztliche beratung hierzu wird leider oft als pauschal empfunden und ist es auch in manchen faellen. wichtig ist es aber, die jeweilige infektion zwar im zusammenhang mit den anderen zu sehen aber letztendlich immer einzeln zu betrachten und nicht "abzutun".
        was ich dir aus vielfacher persoenlicher erfahrung dazu schreiben kann, ist, dass du damit keineswegs allein bist. sehr viele kinder machen aehnliche geschichten durch.
        was mich konkret wirklich stutzig macht, ist die guertelrose. es gibt faelle - und sicher gehoert dein kind dazu - wo durch eine schwaechung der abwehr durch infekte etc. die GR ausbricht.
        wann hatte dein kind die windpocken und wie sind sie verlaufen?
        ich wuerde dir raten, den immunstatus deiner tochter pruefen zu lassen (nur um sicher zu sein und dann, wenn sie wieder GENSEN IST!), um andere moegliche ursachen auszuschliessen.
        dazu vielleicht:

        meist kein immundefekt liegt vor bei:

        gehaeufte infekte (5 – 24 pro jahr)
        verlaengerte hustenepisoden
        normales geihen spricht gegen immundefekt
        nicht generalisierende bakt. infekte sind auch bei hoher frequenz kein hinweis auf eine immun. stoerung

        verdaechtig sind:

        unklare dermatiden mit infektionszeichen
        candidaerkrankungen der haut
        auffallende hypoplastische tonsillen und lympknoten trotz infektionen
        rezidiv. bakterielle infektionen mit immer denselben erregrn (differentialdiagnose zu multiresistenz notwendig!)
        ungewoehnliche therapieresistente infektionen (bei “normalen erregern”)
        unklare arthriden
        ungewoehnliche erreger wiepneumocystis carinii, candida, staph epidermidis, aspergillus und andere
        atypische verlaufende viruserkrankungen (und deshalb wuerde ich nachhaken!)

        diffentialdiagnostisch auszuschliessen sind:

        entzuendete neurodermitis, krafteinweirkung
        cf (cystische fibrose / mukoviszidose) und bronchiale fehlbildungen, sowie fremdkoerper und zilienfunktionsstoerung bei rez. atemwegserkrankungen
        allergien bei rez. otitis oder sinusitis

        diagnostik (z.b.):

        differentialblutbild und thrombozytenbestimmung
        immer: iga, igm, igg, ige; evtl: igg-subklassen; impftiter (tetanus, diphtherie) als zeichen für normale immunantwort
        multitest gibt hinweis auf zellulaeren defekt
        wenn negativ, dann t-zell gesamtzahl und differenzierung
        test auf granulozytendefekt (absolutzahl und viele einzeltests)
        test auf komplementdefekt

        rechtschreibfehler mag man(n) mir nachsehen.
        alles gute!

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