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Verstopfung

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  • Verstopfung

    Mein Sohn Jonas 2 3/4 leidet seit einiger Zeit an Verstopfung. Ungefähr zeitgleich mit dem "Trockenwerden", das im Übrigens ganz von selbst und ihm ausgegangen ist, ging er zwar regelmäßig zur Toilette aber eine ganze Woche ohne Stuhlgang. Selbst in die Windel wollte er sein Geschäft nicht erledigen. Nachdem sich nach einer Woche Schmerzen einstellten konsultierte ich den Kinderarzt, der einen Einlauf anordnete. Dieser war zwar "erfolgreich", für Jonas aber traumatisierend. Danach folgte das gleiche Soiel. Nach einer weiteren Woche ordnete der Kinderarzt wieder einen Einlauf an mit anschließender Zäpfchentherapie. Der Einlauf war erfolglos, daher bekam er dann einen für Erwachsene. Der war zwar durchschlagend aber die Zäpchen im Anschluß brachten wieder nichts außer, daß unser Sohn total verstört war. Da ich ihm diese Prozedur nciht länger antun wollte habe ich nach Absprache mit unserer Apothekerin nur noch Milchzucker verabreicht. In dem folgenden 2-wöchigen Urlaub gegann sich das Ganze zu normalisieren, in 4-5-tägigem Abstand machte Jonas in die Windel, zwar mit langer Quälerei und nie spontan, aber es kam. Auch nach unserer Rückkunft aus dem Urlaub schien der Bann gebrochen, er machte in die Windel oder auch auf der Toilette. Nun ist seit einer Woche wieder nichts passiert und er beginnt wieder Schmerzen zu bekommen. Ich will ihm aber auf jeden Fall nicht noch einmal einen Einlauf antun oder Zäpchen oder irgend etwas anderes anales. Alle anderen Hausmittel, wie z.B. Milchzucker, Joghurt, Müsli, Bauchmassagen, viel Trinken, keine Schokolade, keine Bananen, Erbsensuppe, etc. helfen nicht mehr. Hat jemand Erfahrung mit diesem Problem und kann uns helfen ??


  • RE: Verstopfung


    Hallo Stefanie

    Was hast Du im Urlaub anders gegessen?
    Versuche mal alles wirklich alles glutenhaltige aus seiner Nahrung eine Woche lang zu streichen, er könnte an einer glutenunverträglichkeit leiden, oder ebventuell an einer sonstigen nahrungsmittelunverträglichkeit.

    Gruss
    Beat

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    • RE: Verstopfung


      Hallo Stefanie!

      Es läßt sich natürlich nicht so leicht deuten, welche Ursache die Verstopfung hat (ob sie mit dem Trockenwerden oder einem anderen „seelischen Grund“ zusammenhängt, eine Stuhlverhaltung vorliegt, ob es an der Ernährung liegt, Analfissuren bestehen, die den Stuhlgang zusätzlich recht schmerzhaft machen u.v.m.). Die Verdauung ist ein ebenso komplexes Thema wie „Bauchweh“.

      Die Zöliakie (also Glutenunverträglichkeit) macht sich meist ab dem Alter bemerkbar (leider wird sie oft zu spät erkannt), ab dem Brei zugefüttert wird, also meist schon im ersten Lebensjahr: Die Folge ist eine Unterernährung und ein Wachstumsmangel, eher breiiger und übelriechender Stuhl (anstatt Verstopfung). Deine Aussagen passen auf den ersten Blick eigentlich eher weniger dazu, aber nur ein Arzt kann entscheiden, ob eine Untersuchung sinnvoll wäre.

      Deine Intuition, Einläufe, Zäpfchen und dergleichen abzulehnen, kann ich nur bestätigen. Sie können eine deutliche Akuthilfe sein, aber meiner persönlichen Meinung nach keine passende „Immer-wieder-Versuch-Therapie“ darstellen, sie beheben das Übel nicht an der Wurzel. Im Gegenteil denke ich (persönliche Meinung!), daß durch solche Maßnahmen eher das Gegenteil einer Verdauungsregulierung der Fall ist! Das gleiche gilt übrigens für den Milchzucker: Er entzieht dem Körper Flüssigkeit, die er dann in den Darm ableitet, wodurch der Stuhl weicher wird. As mag eine Weile helfen, bekämpft aber nicht die Ursache, und sehr leicht begibt man sich damit in einen erneuten Teufelskreis.

      Um zu deinen erprobten Hausmitteln zurückzukommen – ich halte sehr wohl sehr viel von Joghurt, Buttermilch, viel Flüssigkeit, Leinsamen (zum Versuch) etc. etc. Diese Diät muß aber strikt vorgenommen und nicht nach vier Tagen abgebrochen werden. Darüberhinaus sollte mit „abführenden Lebensmitteln“ auch nicht experimentiert werden („hilft das nicht in 2 Tagen, hat es auch keinen Zweck...“) Vielen Kindern mit ähnlichen Problemen ist schon oft geholfen worden, wenn diese Regeln streng über einen längeren Zeitraum eingehalten wurden...

      Zum Schlußsatz noch meine Lieblingsdevise (zum 30sten Mal angeführt?): „Nichts wirkt verstopfender auf den Darm als die Sorge um ihn!“

      Es tut mir leid, wenn ich Dir weiter nicht helfen konnte.
      Viele Grüße Pépé

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      • RE: Verstopfung


        Hallo Stefanie und Pepe

        Stimme dem Mail von Pepe zu, möchte aber noch ene Ergänzung anbringen. Zölliakie ist eine Glutenallergie also auch eine glutenunverträglichkeit, aber es gibt auch noch andere Unverträglichkeiten welche zB mittels einês IgG Testes auf Nahrungsmittel abgeklärt werden können. Wenn es eine IgG Gluetenunverträglichkeit hat, dann ist auch Verstopfung wie bei unserer Tochter möglich.

        Gruss
        Beat

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