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Quengeln beim Stillen

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  • Quengeln beim Stillen

    Obwohl unser Sohn hunger hat ist er sehr unruhig beim Stillen. D. h. er schreit, unterbricht ständig das Trinken und hat auch in letzter Zeit nicht mehr viel zugenommen. An der Muttermilch liegt es vermutlich nicht, da ich genügend habe. Außerdem kommt er mit der Mahlzeit im Schnitt 2 - 3 Stunden aus. Ich hoffe, dass jemand damit Erfahrung hat und uns weiter helfen bzw. einen Tip geben kann woran es liegen könnte.


  • RE: Quengeln beim Stillen


    Hallo Anette,

    um deine Frage zu beantworten bräuchte man noch einige Angaben zu deinem Kind :

    Wie alt ist es ?
    Geburtsgewicht:
    Niedrigstes Gewicht ( meist Entlassung oder wenige Tage später) :
    heutiges Gewicht:

    Nasse Windeln:
    Stuhlgang / Menge / Farbe:

    Erkrankungen : Akut/ in der letzen Zeit:

    Hast du deine Tage bekommen ?
    Das Deo oder Duschbad gewechselt ?

    Wie lange stillst du pro Seite ?

    Spürst du den Milchspendereflex ( Kribbeln und stechen/Piksen in der Brust) ?

    Stillst du pro Mahlzeit beide Seiten ?

    Ißt du in der letzten Zeit anders als vorher?

    Bist oder warst du in der letzten Zeit krank ?

    Entbindung des Kindes ? Sektio/ Vakuum/ Zange / Lage des Kindes auffällig ?

    Wenn du diese Fragen nicht so offen beantworten magst, dann gehe über die Beanwortungsfunktion deines Emailprogrammes, dann kommt die Nachricht direkt bei mir an, oder sende sie einfach im Forum, ich lasse sie mir dann weiterleiten.
    Ich werde mich morgen wieder melden.
    Gute Nacht .

    Monika Hagemann

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    • RE: Quengeln beim Stillen


      Hallo Anette!

      Die Unruhe Deines Kindes können so vielfältig sein, daß es fast unmöglich ist, sie auf die Schnelle zu lösen. Sehr viele Mütter beschreiben genau dasselbe Problem. Oft liegt es daran, daß die Milch zu schnell „schießt“, sobald die Kinder ansaugen, dann hilft oft ein vorheriges Austreichen der Brüste. Manchmal ist aber auch einfach die nötige Entspannung nicht gegeben (durch Streß, Verspannungen u.v.m.) Es ist nicht immer einfach, den Grund dafür herauszufinden. Da Du aber selber sagst, genügend Milch zu haben, was ich übrigens sehr schätze, da die meisten Mütter das Stillen aus dem Zweifel heraus, nicht genügend zu haben, was meist nicht der Fall ist, aufgeben, solltest Du die Situation entweder noch genauer detaillieren, ein „Stillforum“ aufsuchen oder notfalls eine Stillhilfe in Anspruch nehmen. Es gibt für fast jedes Problem eine Lösung!
      Viele Grüße Pépé

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      • RE: Quengeln beim Stillen


        Hallo Monika Hagemann!
        Nichts gegen den Inhalt Ihres Beitrages.
        Das Gelingen des Stillens ist in den meisten Fällen aber ein intuitiver Vorgang, den man den Müttern nicht absprechen sollte; nur selten sogar sind kleine Hilfsmittel notwendig. Die etwas einschüchternden Abfragenummern (vor allem Sektio- oder Spontangeburt?) sind der Grund, warum viele Mütter an ihrem Stillvermögen zweifeln und es vorschnell aufgeben! Ich hoffe, die Fragestellerin hat ein gesundes Selbstwertgefühl!?
        Viele Grüße Pépé

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        • RE: Quengeln beim Stillen


          Hallo Pepe,
          ich bin Stillberaterin der Afs und schließe zum Beispiel mit der Frage nach der Entbindung eine körperliche Ursache schon vorab aus oder eben nicht.

          Eine gute Stillberatung kann nur mit guter Information erfolgen, alles andere ist fahrlässig und unter Umständen sogar nicht ganz ungefährlich.

          M.Hagemann

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          • RE: Quengeln beim Stillen


            Hallo Monika Hagemann,

            nachfolgend zu Deinen Fragen folgende Antworten.
            - Alter des Kindes: 3,5 Monate
            - Geburtsgewicht: 3330 gr.
            - Entlassungsgewicht: 3300 gr.
            - heutiges Gewicht: 5900 gr. (lt Kinderarzt noch ge-
            rade so ok, Kind muß jedoch unbedingt zunehmen)
            - mind. 5 nasse Windeln pro Tag
            - Stuhlgang ist unregelmäßig zwischen 1 bis max. 3
            Tagen (zu Beginn der Stillzeit jedoch ein paar mal
            täglich) die Menge würde ich sagen ist ausreichend
            und nicht fest und die Farbe ist gelb/ockafarben
            - Meine Tage habe ich noch nicht bekommen
            - Deo oder Duschbad wurden nicht gewechselt
            - Milchspendereflex ist vorhanden
            - Esse seit der Geburt sehr unregelmäßig, achte aber
            darauf keine Lebensmittel die Blähungen verur-
            sachen können zu essen (mein Sohn wurde von
            den 3-Monats-Koliken geplagt)
            - Ich war in der letzten Zeit nicht krank
            - Geburt lt. Mutterpaß: sec Sectio in SPA wg. hohem
            Gradstand
            - Ich stille nur an einer Brust (ca. 10 - 25 Min.) da
            mein Sohn danach bereits satt ist

            Bei meinem ersten Beitrag habe ich jedoch vergessen zu erwähnen, dass unser Sohn beim Trinken sehr oft einen extremen Drang zum Drücken (ohne Anzeichen von Blähungen) hat und er deshalb oft sehr nervös ist. Desweiteren geht er zwischendurch auch öfter mit den Finger in den Mund. Könnten die Zähne evtl. schon eingeschos-
            sen sein und er deshalb Schmerzen beim Trinken haben?

            Gruß
            Anette

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            • RE: Quengeln beim Stillen


              Hallo Anette,

              die Gewichtszunahme, da stimme ich deinem Kinderarzt zu ist gerade noch ausreichend. Durchschnittlich hat dein Sohn 114 gr/ Lebenswoche zugenommen.


              Windel und Stuhlgang sind offensichtlich OK.

              Ist der Milchspendereflex sehr stark ( spritz die Milch weit aus der Brust) ?
              Sollte die der Fall sein hilft es häufig , den Reflex vorher duch ausstreichen aus zu lösen oder beim Auftreten das Kind noch einmal kurz von der Brust zu lösen.

              Hat dein Sohn eine Lieblingsseite ? oder weniger Probleme auf einer Seite ?

              Seit wann habt ihr diese etwas schwierige Stillsituation?

              Die Trinkzeit pro Brust ist in Ordnung, wichtig ist dass mind. 10 Minuten gestillt wird pro Seite damit das Kind an die Hintermilch gelangt. Diese ist Fett und Kalorienreicher als die Vordermilch, die auch an heißen Tagen zusätzlich von den Kindern zum Durstlöschen genommen wird. ( an sehr heißen Tagen trinken Kinder auch mal häufiger und kürzer).

              Zähne schießen in verschiedenen Zeitabständen immer wieder weiter in den Kiefer ein. Es ist sicher möglich, dass hier auch etwas stattfinden kann.Hier könntest du mit Dentinixlösung verscuhen den Kiefer ein wenig zu betäuben oder einen Eisbeißring vor dem Stillen anbieten ( Festhalten und Ihn darauf knabbern lassen).

              Ich denke der Kinderarzt hat ihn gründlcih untersucht und eine Infektion oder ähnliches ausgeschlossen.

              - Geburt lt. Mutterpaß: sec Sectio in SPA wg. hohem
              Gradstand

              Hier fällt mir noch etwas ein was noch nicht so bekannt ist , jedoch zunehmend Beachtung findet.
              Es gibt gerade bei Kinder, die mit Sectio zur Welt gekommen sind ein gehäuftes Auftreten von sogn. KISS Kindern. Hierbei handelt es sich um Mirkofehlstellungen der Halswirbelsäule und des Kopfes. Sollte dies vorliegen kann ein Osteopath hier mit wenigen Sitzungen ( je jünger das Kind um so besser) weiterhelfen.

              So dass war jetzt recht viel für den Anfang , was ich noch empfehlen würde ist der Besuch einer Stillgruppe in deiner Nähe, dort gibt es die Möglichkeit sich mit Frauen auszutauschen und wenn die Leitung eine Ausbildung zur Stillberaterin hat oder gerade macht auch noch direkten fachlichen Rat.

              Melde dich wieder


              Monika Hagemann


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              • RE: Quengeln beim Stillen


                Hallo Anette

                Mein Sohn hatte viele Ähnlichkeiten. hAT dEIN kIND AUCH NOCH mILCHSCHORF GEHABT?
                Als er grösser wurde, ahebn wir dann eine Kasein und Glutenunverträglichkeit festgestellt. Sei also vieleicht sicherheitshalber vorsichtig und gib ihm keine Milch (ausser Deiner) aus Kuchmilch und so. Ausserdem möglichst lange keine Glutennahrung futtern, so als vorsichtsmassnahme.

                Gruss
                Beat

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                • RE: Quengeln beim Stillen


                  Hi Monika,
                  unser Sohn hat keine Lieblingsseite. Von Anfang an hat er diese Probleme. In letzter Zeit (ca. 3 - 4 Wochen) scheint es schlimmer zu werden. Ich mache mir Sorgen um die allgemein geringe Gewichtszunahme. Da bei unserem Kind ein Allergie-Risiko besteht möchte ich nach Möglichkeit 6 Monate ausschließlich stillen.
                  Übrigens noch vielen dank für die Tipps.

                  Gruß Anette

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                  • RE: Quengeln beim Stillen


                    Hallo Annette ,
                    ich versuche einmal eine Email Adresse einer Stillberaterin zu bekommen, die sich besonder s gut mit dem KISS Syndrom auskennt. Evt. kann sie dir weiter Informationen geben, ob es sich bei der Problematik darum handeln kann und welcher Therapeut spez. Kinder behandelt. Ein Versuch ist es sicher wert, da ich dir nur zustimmen kann , dass das Stillen bei einer Allergiegefährdung eine gute Prophylaxe ist.

                    Bis bald,
                    Monika

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                    • RE: Quengeln beim Stillen


                      Hallo Monika,
                      vielen Dank für Deine Bemühungen. Ich hoffe das uns weitergeholfen werden kann. Dieses KISS-Syndrom war uns bisher vollkommen unbekannt.
                      Bis bald Anette.

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                      • RE: Quengeln beim Stillen


                        Hallo Anette,

                        hat etwas länger gedauert, da bei mir zur Zeit viel los ist.

                        Eine für dich sicher interesannte Website, ist die von Barbara Bredner.
                        Sie ist Stillberaterin und hat sich ausführlich mit KISS beschäftigt.

                        Besuche doch einmal die Seite www.bredner.de

                        Viele Grüße
                        Monika

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                        • RE: Quengeln beim Stillen


                          Hallo Monika,

                          erst einmal vielen Dank für Webseite, die du mir empfohlen hast. Nachdem wir uns dort informiert hatten, konnten wir einige Übereistimmungen bei unserem Sohn finden (C-Übersteckung, Trink- und Schlafprobleme, Spucken ...) Ich habe mit meinem Kinderarzt über diese Probleme gesprochen. Er hat mich jedoch nicht ernst genommen. Um mich zu beruhigen hat er ein EEG und eine Ultraschallungersuchung des Gehirnes veranlasst. Da man dabei nichts feststellen konnte, hat er ihm Krankengymnastik gegen die Überstreckung verschrieben. Zum Glück habe ich daraufhin eine Krankengymnastin gefunden, die mit dem KISS-Sydrom etwas anfangen konnte. Nachdem ich ihr von der Geburt und den Problemen unseres Sohnes erzählt hatte, vermutete sie direkt, dass er Mikrofehlstellungen im Halswirbelbereich habe. Bereits nach der zweiten Behandlung konnte unser Sohn im Arm trinken, auf dem Bauch liegen ohne zu schreien und das Spucken war weg. Die Therapeutin meint, das es noch etwas dauern wird, bis unser Sohn vollkommen beschwerdefrei sein wird, da er ja schon 4 Monate alt ist. Hätte man ihn direkt nach der Geburt behandelt, wäre uns das alles erspart geblieben.

                          Abschliessend möchte ich mich noch einmal ganz herzlich für die Ratschläge bei dir bedanken. Mach weiter so.

                          Gruss
                          Anette

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                          • RE: Quengeln beim Stillen


                            Hallo Anette,

                            ich freue mich für euch über diesenglücklichen Ausgang.

                            Es zeigt mir einmal wieder, wie wichtig es ist alle Fakten gründlich zu erfragen und jede Möglichkeit in Betracht zu ziehen.

                            Viel Erfolg bei der Behandlung und eine schöne Stillzeit

                            Monika Hagemann

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