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zecken

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  • zecken

    Mein kleiner Sohn (knapp 22 Monate) hat sich am Wochenende 7 Zecken eingefangen, von denen wir manche erst sehr spät (24h nach biss) entdeckt und entfernt haben. Er ist nicht gegen FSME geimpft, die Zeckenbisse fanden m.E. aber auch nicht in einem hochrisikogebiet statt (neufchateau, frankreich)
    Nun meine Fragen: Würde es nutzen, ihn jetzt noch impfen zu lassen? Kann man so kleine Kinder überhaupt impfen? Auf welche Symptome muss ich achten?

    Besten Dank voraus für schnelle Antworten




  • RE: zecken


    mein sohn wurde vor ca. 2 wochen auch gebissen ,war zwar nicht so lang drin ,aber einen arzt haben wir doch gefragt wegen impfen und so...
    der arzt sagte uns das wir in den nächsten 4-6 wochen auf borreliosezeichen achten sollten(hautrötung ,fieber usw.) ,aber gegen fsme bräuchten wir nicht zu impfen da unser sohn noch ein kleinkind ist und das fsme erst bei größeren kindern und erwachsenen auftreten kann...
    weiterhin sei eine fsme impfung sehr risikoreich und werde im normalfall nur waldarbeitern oder andere leuten die sich viel (berufstätig oder so) im wald aufhalten empfohlen..
    der arzt war alles andere als ein impfgegner ,aber sagte klar aus das es eben sehr risikoreich sei...
    und der arzt war jedenfalls nicht behrmann "g"
    achja und wenn borreliosezeichen auftreten sollten(genaue symptome bitte nochmal beim arzt nachfragen) könne man diese antibiotisch behandeln ,allerdings erst die obengenannten 4-6 wochen nach dem biß
    gruß kaplar

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    • Zecken - um mal eines klarzustellen


      Die Impfung, die derzeit so in aller Munde ist, schützt AUSSCHLIESSLICH gegen die von Zecken übertragbare FSME (= FrühSommer-Meningo-Enzephalitis). Sie schützt NICHT vor Zeckenbissen,sie schützt nicht vor Borreliose oder anderen Krankheiten, die evtl. durch Zecken übertragen werden können!

      Einen wirksamen Schutz vor Zeckenbissen gibt es wohl nicht - es sei denn, man bleibt den Sommer über im Haus :-) Und bei weitem nicht überall sind Zecken potentielle FSME-Überträger! Eine aktuelle Karte der FSME-Risikogebiete gibt es hier:

      http://www.rki.de/INFEKT/EPIBULL/2003/20_03.PDF

      VIEL WICHTIGER ist es, unsere Kinder (und ggf. auch uns selbst) vor Erregern zu schützen, die wir nicht sehen, fühlen und anfassen können:

      Masern, Mumps, Röteln, Tetanus, Diphterie, Hepatitis, Kinderlähmung, etc., etc.

      Wenn man alle Krankheitserreger so plastisch sehen könnte, wie diesen hier: http://www.ratio2000.de/images/gesun...asernvirus.jpg ...





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      • RE: Zecken - um mal eines klarzustellen


        habe ich etwa behauptet es gebe impfschutz gegen borreliose oder gar zeckenbisse
        ...hoffentlich gibt es bald impfschutz gegen mückenbisse"g" ,nicht persönlich gemeint sabine
        gruß kaplar

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        • RE: zecken


          Hallo Spooky!
          Ob es nun nur ein einziger oder gleich 7 Zeckenbisse sind bei einem knapp 2 oder 10 Jahre alten Kind, spielt erst einmal nicht die erste Rolle.
          Die Zecken können zweierlei Erkrankungen herbeiführen

          1. Lyme-Borreliose, die durch Bakterien „eingeschleust“ werden kann; hier gibt es keine Impfung. Die anfänglichen Anzeichen dieser Erkrankung sind meist eine sich über Wochen hinweg ausbreitende Rötung rings um den Biss, dazu kommen oft grippeähnliche Symptome. Die Borreliose kann, wenn man sie frühzeitig erkennt, gut mit Antibiotika behandelt werden, später ist das nicht mehr so erfolgversprechend.
          2. FSME, die durch Viren herbeigeführt werden. Erste Anzeichen können hier wie bei einer Hirnhautentzündung sein: Nackensteife, Fieber, Erbrechen, Benommenheit). Es gibt zwar die Möglichkeit, bis ca. 4 Tage nach dem Biss ein Heilserum zu injizieren, was jedoch selten vorgenommen wird, wenn man sich in Gebieten aufhält, in denen FSME eher selten auftritt. Abgesehen davon verläuft die Erkrankung bei 75-85 % aller an FSME Erkrankten gut; vor allem Kinder kommen damit häufig besser „klar“ als Erwachsene (wenn für Euch auch ein dünner Trost...)

          Meine beiden Kinder (auch nicht Risikogebiet) haben im letzten Jahr und auch in diesem einige Zecken mitbekommen. Also, zunächst erst einmal keine Panik. Ich würde die Bisse auch in nächster Zeit gut beobachten – bei Unsicherheit den Arzt generell besuchen (vor allem, wenn die Zecken nicht vollständig entfernt werden konnten!)
          Viele Grüße Pépé

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          • RE: zecken


            noch ein Nachtrag: durch eine einfache Blutuntersuchung beim Kinderarzt lässt sich klären, ob das Kind eine Borrelien-Infektion hat oder nicht!

            bei meiner Tochter merkte ich nicht einmal, dass sie von einer Zecke gebissen wurde, die typischen Anzeichen fehlten auch. Sie hatte ein halbes Jahr unklare Hautreizungen an den verschiedensten Stellen, und kein Arzt wusste Rat. Eine einfache Blutuntersuchung brachte es dann endlich an den Tag, dass sie diese Borrelien-Infektion hat. Sie wurde dann erfolgreich ein halbes Jahr mit Antibiotika behandelt und ist heut Gott sei Dank gesund!LG, Anna

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            • RE: zecken


              vielen dank für eure antworten. wir warten jetzt ab und beobachten die ganze geschichte, falls symptome auftauchen, sind wir vorgewarnt.

              spooky

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              • RE: zecken


                Das ist richtig
                Leider läßt sich die Borreliose im Blut erst nach einer längeren Zeit nachweisen. Wie lange weiss ich nicht genau aber wenn nach einem Biss einige Tage später die ersten Symptome auftreten, ist es gut sich an die Zecken zu erinnern. Dann kann man nämlich aus den Symptomen heraus Antibiotikum geben und kommt mit 2 bis 3 Wochen aus. Langzeitkranke benötigen oft monatelang etwas, wenn sich die Borreliose erst einmal festgesetzt hat.

                Meine Frau hat vorletztes Jahr genau 1 Zecke - und prompt eine Borreliose, glücklicherweise gleich erkannt.

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