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Cortison

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  • Cortison

    Meine Tochter (22 Monate) ist seit sicherlich 14 Monaten immer wieder erkältet. Seit einem Jahr inhalieren wir regelmässig mit dem Pariboy Salbutamol. Der Verlauf ist immer ähnlich, sie fängt an zu Husten, wir beginnen damit Kochsalzlösung zu inhalieren, der Schleim legt sich auf die Bronchen, wir inhalieren 5 - 7 Tage Salbutamol, es wird besser, wir inhalieren noch einige Tage Kochsalzlösung, setzen ganz ab. Nach ca. 2 Wochen fängt sie wieder an zu husten...
    Wir haben einen Bluttest machen lassen um Allergien auszuschliessen, dieser Test war unauffällig abgesehen von einem Mangel an roten Blutkörperchen. Deswegen bekommt sie seit ca. vier Wochen ein Eisenpräparat.
    Die Kinderärztin riet uns nun unsere Tochter Cortison inhalieren zu lassen damit die ständig wiederkehrenden Bronchitiden aufhören. Sie verschrieb uns Flutide Junior 25.
    Ist es unbedenklich ein so kleines Kind Cortison inhalieren zu lassen?
    Gibt es Alternativen?
    Da sie bis auf den schleimigen Husten relativ beschwerdefrei ist: was ist mit abwarten? Können die häufigen Entzündungen Folgeschäden bewirken?
    Gibt es Krankheiten, die noch abgetestet werden könnten und sollten?
    Vielen Dank im Vorraus für die Mühe der Beantwortung.


  • RE: Cortison


    Liebe Karu,

    Flutide 25 ist ein Kortison-ähnliches Präparat in sehr niedriger Dosierung. Zugelassen ist es bislang für Kinder >4 Jahre, was an den noch fehlenden Therapiestudien in der jüngeren Altersgruppe liegt. Das Medikament ist richtig dosiert jedoch auch in dieser Altersgruppe vermutlich ausreichend sicher.

    Prinzipiell ist bei dem Beschwerdebild Ihrer Tochter mit häufig wiederkehrenden Episoden eine Behandlung mit einem solchen Medikament sinnvoll, vorausgesetzt es handelt sich um obstruktive Bronchitiden (dies kann Ihre Kinderärztin beurteilen). Die entzündliche Komponente wird durch Sultanol nicht (wirkt nur gegen die muskuläre Verengung der Atemwege) und durch Kochsalz nicht nennenswert beeinflußt.

    Wenn es zu Episoden mit Beeinträchtigung der Atmung kommt, sollte auf jeden Fall eine wirksame antientzündliche Therapie durchgeführt werden, nicht zuletzt um Ihrem Kind beängstigende Situationen zu ersparen.

    Mit freundlichem Gruß, Ihr
    Grüber/Prof. Wahn

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    • RE: Cortison


      Hallo,

      danke für die prompte Antwort, sie hat mich beruhigt und wir haben mit der Therapie begonnen. Wollen wir hoffen, daß es etwas bringt.
      Gut das sie sich Zeit für besorgte Eltern nehmen, danke nochmal dafür.

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      • RE: Cortison


        An Grüber/Wahn

        Ich stehe Ihrer Antwort heute etwas skeptisch gegenüber!
        Die Mutter/Vater gibt an, das 22 Mo alte Kind sei seit über einem Jahr ständig erkältet und wird mit Salbutamol behandelt. Das Kind hustet zwar ständig; der KA stellt rez. Bronchitiden fest; es ist aber trotz der Schleimbildung beschwerdefrei!
        Soweit mir bekannt ist, sind 1. rez. Bronchitiden in diesem Alter nicht unbed. ungewöhnlich, chronische Bronchitis jedoch eher selten und dann fortlaufend ohne Unterbrechung; 2. häufige Infekte von Eltern oft dargestellt, als "huste das Kind ständig" (womit ich Karu nichts unterstellen möchte).
        Mich interessiert, warum Sie Cortison (selbst in niederiger Dosierung) in diesem Alter ohne ausreichend gesicherte Erfahrungswerte gutheißen, ohne das Krankheitsbild aus der Nähe zu kennen oder einen zweiten Spezialisten anraten!?
        Viele Grüße Pépé

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        • RE: Cortison


          Liebe(r) Pepe,

          wie Sie unserer Antwort entnehmen können, gilt das "pro Kortison" für den Fall ärztlich gesicherter rezidivierender obstruktiver Bronchitiden, die unzureichend mit Sultanol kontrolliert sind.

          Mit freundlichem Gruß, Ihr
          Grüber/Prof. Wahn

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