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Blut im Stuhlgang

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  • Blut im Stuhlgang

    Hallo,
    unser knapp 6 Monate alter Sohn Falco hat seit Mitte September Blut im Stuhl (nicht flüssiges Blut, sondern blutige Schleimhaut/"Fäden"). Konsistenz und Geruch des Stuhlgangs sind wechselnd, aber nie "normal". Oftmals sehr dünn und "gärend" riechend.

    Die erste Kinderärztin tippte auf eine Milchallergie, der zweite Kinderarzt tippte auf Viren oder Bakterien (konnte aber nix gefunden werden). Der dritte Kinderarzt tippte zunächst auch auf Rotaviren, Bakteriose o.ä. Mittlerweile schließt er aber auch eine Allergie nicht aus.

    Ich habe mehrmals alle Kuhmilchprodukte weggelassen und nach einiger Zeit wieder angefangen. Jedesmal, wenn ich Kuhmilchprodukte zu mir nahm traten folgende Symptome auf: Verschleimung (vor allem nachts), Spucken, erschwertes Aufstoßen (z.T. Stunden später in der Nacht), Hautekzeme. In der milchfreien Zeit verschwanden die Symptome. Nur der Stuhlgang hat sich kaum gebessert. Einzig die Schleimfäden im Stuhl gingen fast weg. Das Blut und die wechselnde Konsistenz/Geruch blieb leider.

    Er wird voll gestillt, bekommt seit ein paar Tagen aber abends eine Flasche mit Muttermilch und Reisflocken.

    Seit ca. einem Monat bekommt er täglich Perenterol, was insgesamt eine leichte Besserung brachte, der Stuhl ist seltener ganz flüssig.

    Sein Blutbild ist absolut in Ordnung, seine Eisenwerte sind sogar hervorragend. Er wächst und gedeiht, hat keine Koliken und es geht ihm eigentlich recht gut. Nur Nachts schläft er nicht ganz ruhig.

    Auch wenn es ihm subjektiv nicht schlecht geht, so mache ich mir doch wegen des Blutes im Stuhl sorgen und hoffe, daß jemand weiß oder vermutet, woher es kommt!

    Vielen lieben Dank vorab für jede Antwort.

    Susanna


  • RE: Blut im Stuhlgang


    Hallo Susanna,
    bei meinem Sohn war der Verlauf genauso. 6-7 mal Stuhl am Tag mit Blutbeimengungen. Jede Nacht zw. 3 und 5 Uhr war er wach starke Blähungen und dieses von Dir beschriebene schwere Aufstoßen.
    Von vorn herein möchte ich Dir sagen, daß Du eine absolute stenge Diät halten mußt. (Nicht nur ein paar Tage). Unser Sohn reagierte auf Lactose, Fructose und Hühnerei. Alle drei Dinge deuten auf den Zustand Deines Sohnes hin.
    Ich war in Behandlung bei einer Naturheilärztin,welche die Bioresonanzmethode anwendet. Er wurde getestet . Diese Tests werden bereits bei Säuglingen durchgeführt. Keine Angst es tut nicht weh.
    Nach ca. 4 Wochen absoluter Meidung aller Stoffe war der Stuhl normal und noch 2 mal am Tag.
    nach ca. 1 Jahr war er geheilt und heute kann er wieder alles essen.
    Wenn Du noch stillst meide auch Du die Produckte. Es fällt wahnsinnig schwer. Aber tu es für dein Kind.
    Steige um auf Soja .(Bekommst Du im Reformhaus).
    Wenn Du auf Säuglingsmilch umstellst verwende am besten MILUPA SOM.

    P.S. Sollte eine Lactoseintolleranz da sein, setze das Perenterol ab. Als Hilfsstoff enhält es Lactose.


    Ich wünsche viel Erfolg und gute Besserung!

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    • RE: Blut im Stuhlgang


      Liebe Sylvia,
      zunächst einmal ganz herzlichen Dank für Deine Hilfe! Du bist die erste (und wahrscheinlich auch einzige), die mir bisher geantwortet hat. Und noch dazu war Dein eMail recht aufschlußreich. Vor allem die Info über Perenterol!
      Ich hoffe, ich bin nicht zu aufdringlich, wenn ich Dir noch ein paar Fragen stelle:
      1.) Was meinst Du mit Fructose? Der isolierte Fruchtzucker oder der in Früchten enthaltene Fruchtzucker? Sollte ich kein Obst mehr essen?
      2.) Wovon hast Du Dich in der Diät-Zeit hauptsächlich ernährt?
      3.) Was hast Du außer der Diät gemacht? Irgendwelche Medikamente oder Therapien?
      Nochmals vielen lieben Dank für Deine Hilfe. Du ahnst nicht, wie sehr wir uns gefreut haben, doch noch Antwort zu bekommen und damit vielleicht einen Schritt weiter zu kommen.
      Liebe Grüße
      Susanna

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      • RE: Blut im Stuhlgang


        Liebe Susanna,
        zunächst muß ich sagen, daß mein Sohn 1 Jahr alt war, als es begann. Er hat also schon am Tisch mitgegessen. Er aß sehr gerne Birnen und das jeden Tag ich konnte praktisch aufpassen, wie die Koliken anfingen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber keine Ahnung was los war.

        Zu Deiner ersten Frage :
        meine ich den Fruchtzucker in der Frucht. Weintrauben zum Beispiel sind besonders schlimm. Ich habe kein Gramm Obst mehr gefüttert. Der Arzt sagte mir ich soll ein Multivitaminpräperat (Summavit gibts in der Apotheke) geben. Damit ist der Vitaminhaushalt gedeckt. Das kannst Du ja nehmen, solange Du noch stillst. Dann gebe es dem Kind.

        zur zeiten Frage:
        die Zeit der Diät war ja 1 Jahr insgesamt, aber nach ca. 4 Wochen war der Stuhl wieder normal.
        ABER: die Diät alleine reicht nicht aus.
        Mache unbedingt eine Bioresonanz. Schon nach der ersten Sitzung weißt Du, auf was Dein Kind reagiert. Den weitern Vorgang der Therapie bespricht der Therapeut mit Dir ( ist individuell ).
        Du kannst aber davon ausgehen, wenn schon Blut im Stuhl ist, der Darm bzw. die Zotten schon geschädigt sind.

        Also suche umgehend einen Therapeuten auf der diese Methode macht!!!!!!!
        Denn je jünger das KInd ist desto schneller geht die Heilung. Der Darm wird in seinem natürlichen Zustand gebracht.
        In der Zeit der Therapie hat mein Sohn sich außschließlich von Sojaprodukten und milch - eifreie Lebensmittel (schaue immer auf die Zutatenliste ) man glaubt gar nichrt wo überall Milchbestandteile drinn sind ( z.B. Kinderketchup vo Livio ).
        Im Reformhaus bekommst Du alles was Du brauchst. Lasse Dich beraten.

        zur dritten Frage:
        während der Zeit der Therapie brauchst Du keine Medikamente einzunehmen.
        Außerdem macht ja Dein Kind die Therapie.

        Ich wünsche Dir alles gute und dem Kind, daß es zur Ruhe kommt.

        Wenn Du willst schreibe mir Deine eMail Adresse auf diese Seite und wir können in Kontakt bleiben. Würde mich freuen von Dir auf dem Laufenden gehalten zu werden.
        Denn nur wer weiß, was das für eine schlimme Zeit ist, der kann mitfühlen !
        Ich hätte mir damals eine helfende Hand gewünscht.

        Also,schreibe ruhig wenn es noch Fragen gibt.

        Es grüßst
        Sylvia

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        • RE: Blut im Stuhlgang


          Guten Tag,
          ich möchte Sie bitten, bevor Sie sich oder Ihr Kind einer Diät unterziehen, was manchmal zu schwerwiegenden Mangelernährungen mit entsprechenden Folgeerkrankungen führen kann, das Kind nochmals einem Kinderarzt vorzustellen. Ggf. könnte eine Überweisung in eine Spezialsprechstunde für Gastroenterologie fürs Kindesalter erfolgen. Vor die Therapie (z.B. Diät) gehört immer eine Diagnose.
          Mit freundlichen Grüßen
          Dr. Liebke, Kinderärztin

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          • RE: Blut im Stuhlgang


            Habe heute dieselbe Horror-Erfahrung hinter mir. Mein 6 Monate alter Sohn hatte plötzilch Durchfall, jede Windel war voll, und Blut-Schleim im Stuhl.Ich war direkt bei der notdienst Kinderärztin, die mich beruhigte und das auf den Durchfall schob. Ich (er)bekam Globulis und durfte wieder gehen.
            Gut fühle ich mich immer noch nicht , warte jetzt schon mit Angst auf das nächste Windel wechseln.
            Hoffe, daß es nichts schlimmes ist.
            Ute

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            • RE: Blut im Stuhlgang


              Hallo,
              vielen Dank an alle für die Antworten!!
              Zunächst die gute Neuigkeit: Seit ich konsequent absolut milchfrei lebe, ist der Stuhlgang unseres Sohnes wieder normal!! Diese Diät ist gar nicht so einfach, da in derart vielen Produkten Milch steckt, daß man ständig und überall Milch "wittern" muß.
              Es reichen brereits homöopatische Mengen an Butter o.ä. z.B. in Brezen oder Kornspitz, schon hat Falco wieder Blut im Stuhl.
              Nun sind seine nächtlichen Verschleimungen weg, das Blut im Stuhl ist weg, er hat nur noch zweimal täglich Stuhlgang, die Hautekzeme sind weg und er schläft durch.

              Zu Sylvia: meine eMail-Adresse: mail@susannaschmidt.com
              Vielen lieben Dank für Deine Beiträge. Ich habe übrigens den Artzt auf das Perenterol angesprochen, er sagte der lacto-Bestandteil sei pflanzlich, meine Apothekerin hat das bestätigt.

              Zu Frau Dr. Liebke: Vielen Dank für Ihren Hinweis, aber nachdem unsere Tochter als Säugling ebenfalls Kuhmilchprodukte nicht vertgragen hatte (allerdings mit anderen Symptomen als unser Sohn), habe ich mich intensiv mit dem Thema Milch, Alternativen und Ernährung beschäftig. Ein Mangel liegt bei unserer inzwischen 2 1/2-jährigen Tochter nicht vor, im Gegenteil Ihre kürzlich untersuchten Werte waren hervorragend, obwohl oder gerade weil sie fast nur vegan lebt (hin und wieder eine Breze oder eine Wurst). Die Geschichte über die "gute Milch" ist ein großer Betrug an den Menschen, getrieben durch kommerzielle Interessen und von vielen Ärzten nicht wirklich hinterfragt. Die NAchteile der Kuhmilch, die für Kälber und nicht für Menschen gemacht ist überwiegen bei weitem die kaum vorhandenen Vorteile.
              Ich weiß, Sie haben es gut gemeint und deshalb bitte ich Sie, meine Anmerkungen nicht als persönlichen Angriff zu werten.

              Zu Ute: Bitte halte mich auf dem Laufenden, wie es Deinem Sohn ergeht. Ich hoffe, es geht ihm bereits wieder gut. Ich weiß, wie schlimm das ist, wenn man nicht weiß, was dem Kind fehlt und man voller Furcht die Windel öffnet.

              Liebe Grüße
              Susanna

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