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Ewiger Husten, o. Bronchitis und 2. Lungenentzündung

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  • Ewiger Husten, o. Bronchitis und 2. Lungenentzündung

    Hallo zusammen,

    Muss mir unsere Sorgen um unsere Tochter mal vom Leib schreiben und vielleicht hat jemand so etwas ähnliches schon durch gemacht und ein paar gute Ratschläge.
    Unsere Tochter ist jetzt 2 Jahre und 9 Monate alt. Krank war sie eigentlich bis jetzt nie.
    Erkältungen – die sie sehr selten hatte - haben sich immer nur durch eine Rotznase, etwas Fieber und ein bisschen Husten gezeigt. Bereits nach 3-4 Tagen war es meistens schon wieder überstanden. Auch Magen-Darm-Erkrankungen oder ähnliches hatte sie bis jetzt noch nicht.
    Im September 2015 kam sie dann in den Kindergarten und im Oktober ging es dann los.
    Wir haben uns eigentlich darauf eingestellt, dass nun ein paar Erkältungen durch den KiGa auf uns zukommen, aber seit Oktober hustet sie eigentlich nur noch.

    Hier mal für die Veranschaulichung der „Krankheitsverlauf“ aufgelistet.

    Oktober 2015:
    Beginn von Reizhusten, eher trocken, überwiegend nachts. Meistens dauerte er eine halbe Stunde, dann war wieder Ruhe. Der Kinderarzt kann durch abhören nichts feststellen und geht von Infekten durch den KiGa aus. Unsere Tochter musste auch mal brechen durch den Hustenreiz. Seit dem haben wir angefangen zu Inhalieren. Tagsüber mit 3,0 % Kochsalzlösung, abends und bei Bedarf nachts mit 0,9 % Kochsalzlösung.

    20. November 2015:
    Wieder beim Kinderarzt wegen Husten. Vertretung von unserem Kinderarzt kann durch abhören nichts feststellen. Meint auch noch: „Kein Grund zur Beunruhigung, ist ein normaler Infekt“. Wir könnten ruhig mal IBU-Saft geben, dass lindert die Entzündung und den Hustenreiz.

    21. November 2015:
    Nachts sind wir dann ins Krankenhaus weil unsere Tochter nicht mehr aufgehört hat zu Husten. Alle halbe Stunde hatte sie eine Hustenattacke. Im Krankenhaus wurde ein Röntgenbild gemacht. Ergebnis: Eine leichte Lungenentzündung auf der linken Seite. Mit einem Antibiotikum, welches wir nehmen sollten bis die Flasche leer ist, wurden wir wieder heim geschickt. Außerdem sollten wir weiterhin inhalieren.

    Das Antibiotikum schlug sehr schnell an, unsere Tochter hatte eigentlich kein Husten mehr. Auch die nächtlichen Unterbrechungen waren komplett weg.

    28./29. November 2015:
    Ca. 1 Tag nach dem wir das Antibiotikum aufgebraucht hatten, ging der Husten wieder los.
    Wir fuhren in die Kinderklinik. Dort wurde sie wieder abgehört, es konnte aber nichts festgestellt werden.

    Immer wieder hustete Sie, insbesondere nachts und aus meiner Erinnerung heraus würde ich es eher als einen trockenen, unproduktiven Husten beschreiben.

    7. – 11. Dezember 2015:
    Zum Husten kam jetzt eine leichte Erkältung hinzu. Unsere Tochter war schlapp und hatte leichtes Fieber.

    17. Dezember 2015:
    Wir haben Ella aus dem KiGa abgeholt. Dort war sie noch sehr fit, aber auf dem Heimweg wurde sie sehr knatschig. Daheim Fieber gemessen -> 39,5°. Haben ihr IBU-Saft gegeben.
    Gegen Abend ging es ihr schon besser und am nächsten Tag war es eigentlich schon wieder weg.

    Wieder mal zum Kinderarzt. Beim Abhören hat sich alles gut angehöhrt. Eine Allergie oder Asthma würde er ausschließen, da sie dann eher und mehr Atemprobleme hätte und man das beim Atmen deutlich hören würde. Wir haben einen Hustenstiller verschrieben bekommen, den wir für 5 Tage Abends geben sollten.
    Wahrscheinlich damit wir nachts mal wieder durchschlafen konnten und uns alle etwas erholen. Der hat auch geholfen, und sie musste nachts nicht mehr husten.
    Wir haben weiterhin inhaliert. Jetzt auch mit Inhalationstropfen von „Wala“ die wir empfohlen bekommen haben.

    26. auf 27. Dezember 2015:
    Wieder hatte sie einen kaum aufhörenden Reizhusten. Nachts sind wir dann wieder in die Klinik gefahren. Dort wurden wir dann auch stationär aufgenommen, da die Sauerstoffsättigung nicht gut war. Wieder wurde ein Röntgenbild gemacht und Blut genommen.
    Ergebnis: Obstruktive Bronchitis und wieder eine Lungenentzündung, Blutwerte waren in Ordnung.
    Sie wurde auch an Sauerstoff angeschlossen und bekam am nächsten Tag Kortison gespritzt. Danach musste 4 mal am Tag mit Pulmicort und Salbutamol inhaliert werden.

    Am 3. Tag (29. Dezember 2015) wurden wir wieder entlassen. Sauerstoffsättigung war gut und es kam kein Fieber hinzu. Wenn sie Fieber bekommen sollte, sollten wir uns aber wieder melden.

    Am 29. Dezember 2015 abends, hatte sie dann 35,5 Fieber. Es war aber ein anstrengender Tag und unsere Tochter schlief. Wir wollten sie daher nicht gleich wieder wecken und sind am nächsten Tag zum Kinderarzt. Beim Abhören war alles soweit in Ordnung und er ging davon aus, dass wir uns im Krankenhaus ein Infekt eingefangen haben.

    Nachts bekam sie dann Schüttelfrost und wir gingen wieder in die Kinderklinik. Auch da hörte sich beim Abhören alles gut an und die Ärztin meinte, so lang sich das Fieber schnell und einfach durch IBU-Saft senken lässt, besteht kein Grund zur Beunruhigung. Blut abnehmen wollte sie jetzt auch nicht weil der Abstand zur letzten Blutabnahme, bei unserem stationären Aufenthalt in der Klinik zu kurz war.

    Wir also wieder heim. Die Tage hatte sie dann immer wieder Fieber, welches sich aber durch IBU-Saft schnell senken ließ. Wir mussten auch nur einmal am Tag IBU-Saft geben worauf sie dann mehr als 12 Fieber frei war.
    01.Januar 2016:
    Vormittags haben wir dann 39,4° Fieber gemessen. Also wieder zur Kinderklinik. Dort wurde dann sogar 39,6° Fieber gemessen. Der Arzt hatte dann Blut abgenommen und wir wurden für eine Stunde, bis die Ergebnisse da waren, weg geschickt.
    Nach einer Stunde ist das Fieber auf 37,6° gesunken, ohne das wir ihr noch was gegeben haben.
    Die Entzündungswerte im Blut sind aber leicht gestiegen, weshalb wir wieder ein Antibiotikum verschrieben bekommen haben.
    05. Januar 2016:
    Zur Kontrolle beim Kinderarzt.
    Dieser hört noch ein leichtes Rasseln in der Lunge. Meint aber wir sind auf einem guten Weg. Nun inhalieren wir seit fast 2 Wochen, 2 mal täglich mit Pulmicort und seit 6 Tagen nimmt sie Antibiotika. Der Husten geht aber einfach nicht weg.
    Zwar muss sie nachts nicht mehr husten, dafür aber immer recht kräftig am Morgen nach dem aufstehen und im Tagesverlauf auch ab und zu.

    07. Januar 2016
    Wir haben das Gefühl das der Husten tagsüber wieder häufiger wird und auch „produktiver“ ist.

    Wir wissen jetzt langsam echt nicht mehr weiter und machen uns Sorgen.

    Ist das normal?
    Bleibt uns nichts anderes übrig als das auszusitzen?
    Wir überlegen jetzt auch ob wir sie auf Muckoviszidose testen lassen sollen, hat da jemand ähnliche Erfahrungen?


  • Re: Ewiger Husten, o. Bronchitis und 2. Lungenentzündung

    Hallo Manu1985!
    Von Bronchitis und co kann ich dir auch ein Lied singen... Meine mittlere Tochter (heute 5 Jahre) hatte solche Probleme ab dem 4 Monat bis sie fast 2 Jahre alt war und bei meiner Jüngsten (16 Monate) hängen wir gerade mittendrin - waren heute beim Kinderarzt.

    Also ich kann dir sagen, das unser Kinderarzt bei Bronchitis auch immer für Inhalation ist, aber er setzt da nicht nur auf Kochsalzlösung sondern auch auf Salbutamol (das hilft den Bronchien sich wieder zu weiten, man bekommt wieder besser Luft) und in schwereren Fällen müssen wir noch Atrovent dazu nehmen. Nach mehreren Infekten hat meine mittlere Tochter dann auch Kortison zum Inhalieren bekommen und danach war gut. Für die Kleine habe ich es heute auch verschrieben bekommen.

    Ansonsten kann ich dir nur zu viel Geduld raten! Das Ganze ist anstrengend, aber auch das geht normalerweise irgendwann vorbei!

    Hängt in der Nähe ihres Schlafplatzes ein paar feuchte Tücher auf, oder bau aus dem Bett quasi eine Höhle mit feuchten Tüchern und dann das Inhaliergerät mit Kochsalzlösung dazu stellen und in die Höhle leiten... die feuchte Lucht tut den Bronchien gut. (War ein Tipp unseres KiA)
    Viel spazieren gehen. Nase immer mal wieder mit Kochsalzlösung spülen, Nasentropfen nur wenn es nicht anderes geht.

    Wünsche euch gute Besserung!

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    • Re: Ewiger Husten, o. Bronchitis und 2. Lungenentzündung

      Die Krankengeschichte Ihrer Tochter ist für Sie und Ihr Kind sicherlich langwierig und zermürbend, letztendlich aber nicht unbedingt ungewöhnlich. Gerade Husten ist ein häufiges und langandauerndes Symptom, so dass es in einzelnen Fällen gefühlt zu kaum beschwerdefreien Tagen zwischen den Infekten kommt.
      In diesem Winter grassieren viele hartnäckige Erkältungserreger, zudem besucht Ihr Kind nun den KiGa, was, wie Sie bereits vermutet haben, eine ungeahnte Konfrontation mit Krankheitserregern mit sich bringt.
      Vermutlich wird Sie der Krankheitsverlauf auch noch bis zum Frühjahr begleiten, dann sollte aber eine durchgreifende Besserung eintreten. Wenn nicht, ist dann eine umfassende Diagnostik anzuraten.

      Dr. Overmann

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