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Gürtelrose - mach mir Gedanken

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  • Gürtelrose - mach mir Gedanken

    Hallo,

    meine 8-jährige Tochter hat seit Freitag kleine Punkte am Bauch rechts. Gestern waren wir zum Notdienst im Kinderkrankenhaus. Dort diagnostizierte man eine Gürtelrose. Man fragte mich begleitend nach Fieber. Hat sie nicht. Ihre Lymphknoten wurden abgetastet (Achseln und Leisten), welche aber unauffällig waren.

    Nun hört man immer, das ist nicht normal bei Kindern, kann ein Indiz für Leukämie sein. Das sind so Dinge, die mich stark verunsichern. Weder gestern im Krankenhaus noch heute die Kinderärztin hat eine Blutuntersuchung veranlasst. Sollte mir das zu denken geben, dass man etwas übersehen könnte oder ist eine Gürtelrose bei Kindern in diesem Alter auch anderen Ursachen geschuldet?

    Sie ist sonst unauffällig. Also fit, nicht müde. Essen tut sie schon immer sehr schlecht. Sie hat keine blauen Flecke, kein Nachtschweiß.. kein Fieber. Ich weiß, dass Stress auch ein Auslöser sein kann. Auch bei Kindern? Die Schule fordert sie gerade sehr stark. Aufgrund ihrer ADS hat sie noch mehr zu tun, um den Anschluss nicht zu verlieren. Sie knirscht auch nachts mit den Zähnen.

    Bin total verunsichert und hab Angst, dass etwas schwerwiegendes übersehen werden könnte.

    Kann mir jemand dazu etwas sagen?

    Vielen Dank.
    LG Bäumchen


  • Re: Gürtelrose - mach mir Gedanken

    Was wichtig wäre. Sie wurde gegen Windpocken geimpft und irgendwann viel später - kein Zusammenhang zum Impfzeitpunkt - hat sie Windpocken in abgeschwächter Form erhalten.

    Kommentar


    • Re: Gürtelrose - mach mir Gedanken

      Bei einer Gürtelrose handelt es sich um eine Reaktivierung der in den Nervenknoten verbliebenen Windpocken-Erregern. Die Reaktivierung tritt im Regelfall im Rahmen von Stresssituationen auf. Unter Stress wird hierbei jeder Umstand verstanden, der den Organismus fordert - also neben dem "üblichen" Stress durch Schule, Beruf oder Privatleben auch der Stress, der im Rahmen von Infektionen, anderen Erkankungen, Operationen etc. auftreten kann. In diesem Sinne ist eine Krebserkrankung wie die Leukämie natürlich auch ein Stressfaktor, der zudem noch über Veränderungen des Blutes zu einer Abwehrschwäche führt. Eine Gürtelrose im Rahmen einer Leukämie zu entwickeln, wäre also nicht ungewöhnlich. Umgekehrt heisst es aber überhaupt nicht, dass eine bösartige Erkrankung vorliegen muss, nur weil eine Gürtelrose auftritt, zumal wenn der Patient ansonsten gesund ist.
      Im Übrigen sehen wir immer mehr Folgeerkrankungen von schulischem Stress. Dieser ist heutzutage sehr ernst zu nehmen und kann durchaus Auslöser der Gürtelrose sein.

      Dr. Overmann

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      • Re: Gürtelrose - mach mir Gedanken

        Vielen Dank, Dr. Overmann.
        Ich war heute bei der Ärztin, die meine Tochter auch wegen ADS behandelt und sie stutzte, da man keine Blutprobe entnommen hat. Sollte mich dies nun in Sicherheit wiegen? Oder wäre es sinnvoll trotzdem auf die behandelnde, niedergelassene Kinderärztin zuzugehen und um eine Blutentnahme zu bitten?
        Könnten Sie mir nur erklären, wieso man sie nicht mit Aciclovir behandelt? Liegt es an ihrer Statur? 1,36 / 24,6 kg... oder weshalb sieht man davon ab?
        Vielen Dank...
        LG Bäumchen

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        • Re: Gürtelrose - mach mir Gedanken

          Eine Therapie mit Aciclovir ist nur dann angezeigt, wenn der Krankheitsverlauf sehr schwerwiegend ist (starke Schmerzen, Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens, immunschwacher Patient etc.). Bei mildem Krankheitsverlauf ist ein Abwarten der Spontanheilung gerechtfertigt.

          Ich sehe momentan keinen Grund eine Blutuntersuchung zu veranlassen, wenn die klinische Diagnose eindeutig ist.

          Dr. Overmann

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