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Diskret pathologisches Wach-EEG - 7jährige

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  • Diskret pathologisches Wach-EEG - 7jährige

    Hallo,
    Nach einem Sturz klagte meine Tochter ein paar Tage später über (vermutl. lagerungsabhängigen) Schwindel, dieser verschwand nach ein paar Tagen wieder. Vermutlich litt sie gleichzeitig möglicherweise an einem leichen viralen Infekt (ohne Fieber o.ä. mgl.weise Ringelröteln).
    In diesem Zusammenhang wurde im Klinikum ein EEG gemacht, dessen Befund mich etwas verunsichert.

    Beurteilung: Diskret pathologisches Wach-EEG. Bei altersgerechtem Grundrhythmus 10.5 Hertz zeigt sich eine diskrete intermittierende Verlangsamung rechts temporal bis posterior ohne Nachweis von epilepsietypischen Potentialen.

    (... immer wieder fallen über rechtshemisphärisch mit Schwerpunkt F8/T4/T6 bis nach P4 ziehend unterbrechende Theta-Wellen auf mit einer Frequenz von 5 Hertz. Unter HV deutlich verstärkter Effekt. Epilepsietypische Potential zeigen sich nicht. Nach HV Ende Zeichen von Vigilanz, dabei dann auch Verlangsamung links temporal. ...)

    Muß man sich darüber sorgen? Was könnten mögliche Ursachen sein? Ist eine Kontrolle erforderlich oder empfohlen?

    Recht vielen Dank im Voraus!


  • Re: Diskret pathologisches Wach-EEG - 7jährige


    Hallo,
    die konkrete Interpretation und Empfehlung solcher Befunde sollte immer mit den behandelnden Ärzten besprochen werden. Da ich weder ihre Tochter untersucht habe noch den EEG Befund gesehen habe kann ich keine fundierte Einschätzung abgeben!

    Der EEG-Befund beschreibt Auffälligkeiten der Hirnströme in einem relativ umschriebenen Bereich der Hirnoberfläche (rechts temporal). Diese beschriebenen Auffälligkeiten sind unspezifisch und müssen nicht unbedingt auf den Sturz oder eine andere organische Ursache zurückzuführen sein. Beispielsweise können auch Infekte die Hirnströme verändern. Die Auffälligkeiten können andererseits aber auch ein Hinweis auf eine Gehirnerschütterung oder eventuell sogar auf eine Verletzung/Blutung sein. Daher sollte bei Auftreten neurologischer Auffälligkeiten rasch eine bildgebende Diagnostik erfolgen (Kernspintomographie/ Computertomographie). Bei unauffälligem Verlauf ist aus meiner Sicht die Ableitung einer EEG-Kontrolle mit etwas zeitlichen Abstand zu überlegen- diesbezüglich muss ich aber wie oben erwähnt unbedingt auf die Empfehlungen ihrer behandelnden Ärzte verweisen. Ich möchte ihnen daher raten, dass sie kurzfristig mit ihren behandelnden Kinderarzt Kontakt aufnehmen und die Befunde und das weitere Vorgehen mit ihm abstimmen.
    Viele Grüße
    P. Scheuermann

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