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Thema ADHS ...

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  • Thema ADHS ...

    Hallo,
    kann es sein, daß eine psychologische Erziehungsberatungsstelle und ein Kinderpsychologe ADHS übersehen?? (Aufgesucht seit dem 5. Lebensjahr, nun ist mein Sohn 10.)

    Der Kinderarzt meines Sohnes, den wir leider jetzt erst wegen 'Schulproblemen' aufgesucht haben, hat mir jedenfalls einen dicken Fragebogen mitgegeben, - den ersten, den ich zu sehen bekommen habe ... die Diagnose V.a. ADHS geäußert und uns Ergotherapie verschrieben - endlich!

    Welche Erfahungen habt Ihr?

    Gruß,
    Gutemine


  • RE: Thema ADHS ...


    Hallo Gutemine,

    ich glaube schon, dass so etwas möglich ist. Bei uns lief es so ab:

    Seit der Einschulung bemängelte die Klassenlehrerin meines Sohnes ( jetzt 4. Klasse) sein Verhalten. Dabei waren seine schulischen Leistungen immer gut bis sehr gut. Am Anfang haben wir diese Äußerungen nur zur Kenntnis genommen. Als dann zu Beginn der 2. Klasse keine wesentliche Veränderung eingetreten war, fühlte ich mich dann doch zum handeln berufen. Zuerst natürlich Kinderarzt ( da gab es immerhin schon mal einen Fragenbogen, der zielte aber ausschließlich auf das H von ADHS = Hyperaktivität ab. Die lag anscheinend bei meinem Sohn nicht vor. Also weiter: Schulpsychologe befragt: Alles eine Frage der Gewöhnung; kein Grund zur Sorge. Erziehungsberatung befragt: Auch ohne konkreten Erfolg. Dann wieder bei der Kinderärztin gelandet, da die Lehrerin inzwischen prophezeitet, dass mein Kind schulisch nicht den Weg gehen wird, den es vom Intellekt her gehen könnte.

    Da klingelten natürlich bei mir die Alarmglocken!

    Als ich das der Kinderärztin sagte, hat sie uns an eine Praxis verwiesen, die sich intersiv mit dem Thema AD(H)S befasst.

    Nach der ersten Untersuchung (Intelligenz- und Konzentrationstests) und ganz vielen Fragebögen stand fest, dass unser Sohn ADS hat. Weitere Test haben das bestätigt. Er wird jetzt seit ca. 1.Jahr medikamentös behandelt und es gibt keine Beschwerden mehr aus der Schule.

    Auch wenn wir zuerst ziemlich geschockt waren, sind wir inzwischen sehr froh, bei dieser Praxis gelandet zu sein. Denn dort wird man als Eltern intensiv geschult und betreut.

    Ergotherapie hatten wir auch irgendwann. Das ist aber nicht das Mittel der ersten Wahl. Ergo kann höchstens unterstützend sein.

    Gruß buxtetina

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    • RE: Thema ADHS ...


      Also,
      ich bin ja echt erschrocken, wie schnell so eine Diagnose ADS von Eltern akzeptiert wird und dann schnell ne Pille einschmeißen, dann ist das Kind schön ruhig und brav, aus der Schule kommen keine Klagen mehr,...

      Naja, man kann es sich natürlich auch einfach machen als Eltern.

      Früher gab es wenigstens noch Kinder, die mal was unternommen haben, neugierig waren, aktiv waren,...
      Heute sind wohl mehr die angepassten Kinder gefragt, die, die schön brav zu allem Ja und Amen sagen und irgendwann, zugedröhnt von Medikamenten vor dem Fernseher oder dem Bildschirm ihr Leben vertrödeln.

      Und dann, später wundern sich genau diese Eltern, dass ihre Kinder inaktiv und dick werden und bei der ersten Schwierigkeit sofort zur Droge "Medikament" greifen. (oder Alkohol, der benebelt ja auch so schön, genau wie Ritalin und ähnliches!!!)

      Sorry, aber das musste jetzt mal raus!!!

      Spielt lieber mal ne Runde Fußball mit euren Kindern, oder geht schwimmen, turnen, klettern. Dann brauchen die Kinder auch keine Drogen!

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      • RE: Thema ADHS ...


        Hallo Gast 1000,
        ich hoffe, daß Du diesen Thread nochmal besuchst, denn ich möchte Dir gerne darauf antworten.

        Auch ich habe immer gedacht, daß ADS eine Art von 'Ausredekrankheit' ist und mir schwerste Vorwürfe gemacht, weil alle Maßnahmen, jeder Versuch, ein 'normales Leben' zu gestalten, mit Freunden (die wenigen, die er hat, sind leider nicht zuverlässig), mit Ausflügen, Fußball-/ oder Schwimmvereine (in die er nicht wollte), kreatives Gestalten zu Hause, zusammen kochen, Hausaufgaben betreuen, fehlgeschlagen sind.

        Ich bin dabei, mich gut zu informieren. Was ist ADHS? Wie kann man es diagnostizieren? Wie kann man es behandeln? Was sind das für Medikamente?
        ADHS ist tatsächlich eine Stoffwechselstörung, so wie es sie zum Beispiel auch bei der Schilddrüse geben kann. Deshalb kann man auch schon sehr früh einen sehr typischen Lebenslauf feststellen. Also auch Säuglinge zeigen schon Auffälligkeiten.
        Bei meinem Kind gingen Wutausbrüche über das normale Maß weit hinaus. 45 Minuten Schreien, als würde er abgeschlachtet, waren normal 2-3 mal am Tag, wenn er z.B. seinen Willen nicht bekommen hat. Kaum soziale Kontakte, Angst vor allem und jedem, auch als Baby schon. 'Komische' Spiele (z.B. alles Mögliche in Papiertaschentücher wickeln und mit Tesa umkleben - ständig.) Sammeln, was das Zeug hält. Spiele spielt er häufig 'unorganisiert'. Sicher machen das andere auch, aber sie haben wenigstens hin und wieder eine 'Struktur in sich' - ich weiß nicht, wie ich das sonst erklären soll. Keine Zärtlichkeiten geben und auch nicht haben wollen.
        Manche Kinder sind extrem unruhig, andere machen 'nur' ständig 'Fingerspiele' oder 'knibbeln' mit den Augen und kratzen die Nase, oder träumen vor sich ihn.
        Sehr wichtig ist, daß man das Gefühl hat, alle 'Erziehungsmethoden' die bei anderen Kindern funktionieren, funktionieren hier überhaupt nicht!
        Das Kind lernt nicht aus Konsequenzen!
        Und man macht sich selber Vorwürfe, weil man glaubt, es nicht richtig zu machen.
        Wenn ich meinen Sohn etwas fragte, kam es mir oft so vor, als wäre er 'ein Stück Seife', weil er immer 'entwischte', vielleicht weißt Du, was ich meine?
        Hinzu kommen seine massiven Schulprobleme. Er ist ein sehr kluger Junge, könnte auf's Gymnasium, wenn man den IQ Tests glaubt, und man merkt es auch ganz einfach. Er interessiert sich für wissenschaftliche Sendungen und macht 'Experimente' aber wäre beinahe auf der Hauptschule gelandet, weil er nur schlecht schreiben, sich kaum konzentrieren kann und er integriert sich schlecht in Gruppen.
        Ich habe noch einen Sohn, der ist nicht so. Bei ihm haben ganz normale Erziehungsmaßnahmen auch ganz normalen Erfolg. er ist kontaktfreudig, verschmust und ausgeglichen.

        Das Medikament ist kein 'Tranquilizer' oder eine abhängig machende Droge, sondern sie stimuliert und verbessert den Stoffwechsel des Gehirns. Wie gesagt, sie macht nicht süchtig und sie dämpft nicht! Normalerweise kann man einen aufgedrehten Menschen nicht mit Stimulanzien ruhig stellen. Das geht nur dann, wenn der Körper nicht richtig funktioniert.
        Ruhig werden die Kinder, weil sie sich nicht mehr anstrengen müssen. Setzt man das Medikament ab, so ist die Wirkung auch weg.
        Vergleichbar aufgedreht ist ein normaler Körper schon mal, wenn er z.B. übermüdet ist. Das kennst Du vielleicht von Deinen eigenen Kindern.
        Ob mein Sohn dieses Medikament bekommen sollte, werde ich mir noch reichlich überlegen, denn irgendwie hat man ja doch ein komisches Gefühl dabei, trotz der guten Aufklärung darüber.

        Ich hoffe, Du hast einen Einblick nehmen können und kannst Dir nun ein etwas kompetenteres Urteil bilden. Wenn man nämlich keine Ahnung hat, kann man über alles unqualifiziert seinen Senf dazu geben. Und das hat mich sehr verletzt.

        Gruß,
        Gutemine

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        • RE: Thema ADHS ...


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          • RE: Thema ADHS ...


            Hallöchen,ich möchte dir meine Geschichte erzählen, wie es bei uns angelaufen ist. Mein Sohn hat ADHS er ist jetzt 10J, ich habe noch eine Große von 15J(leichte Entwicklungsverzögerung) und noch einen fast kleinen von 5J. Sie sind alle grundsätzlich verschieden. Zum Thema zurück; ich habe vor ca.3J in der Praxis vom Kinderarzt eine Broschüre gelesen(es waren ein paar Fragen zu beantworten) ich konnte sie alle mit einem einwandfreien JA beantworten, und ich sprach den Kinderarzt darauf an. Er gab mir einen entlangen Fragebogen, den ich bzw. wir ausfüllen sollten. Das taten wir, er hat ihn ausgewertet und mir gesagt das wir über ein ganzes Wochenende einen Test mit im machen sollen( mit Tabletten), am ersten Tag eine halbe, am zweiten eine ganze und am dritten tag zwei ganze. wir sollten mit ihm nach einer halben Stunde der Tabletteneinnahme verschiedene Sachen machen wie z:B etwas ausschneiden lassen, schreiben, lesen, etwas basteln, Memory spielen usw. und wir sollten es jeden Tag wiederholen und beobachten.Ich habe es damals nicht gemacht weil die Klassenlehrerin zu uns sagte,ich würde dieses nicht nicht machen, ich war durcheinander und habe es leider gelassen.Nach zwei Jahren habe ich wieder mit dem Kinderarzt gesprochen, die Probleme waren sehr krass. Er schickte meinen Sohn zum Pyschologen und er gab dann das JA Wort dafür. Dann hatten wir diesen oben beschrieben Test gemacht. Wir waren sehr überrascht über das Ergebnis, nach unserer Meinung war es am besten mit einer Tablette. Wir besprachen uns mit dem Kinderarzt, wir geben ihm jetzt morgens eine halbe und dann bekommt er nach 3Std. wieder eine halbe in der Schule. Er bekommt begleitend noch eine Therapie für sich. Ich ärgere mich das ich damals auf andere gehört hatte, denn ich glaube das er die letzten 2Jahre besser geniessen hätte können. Daher sage ich, lehnt nicht sofort die Tabletten ab, sie ist keine Droge zum berauschen , sondern ein Lieferant. Hört auf euer Gefühl, und seht euer kind an, Probiert es aus. Einen schönen Gruß noch.

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            • RE: Thema ADHS ...


              Das ist ja echt ne supercoole Antwort, die mich fast zum Würgen treibt.

              Glaubt hier irgendjemand, dass man seinem Kind leichtsinnig und ohne Gewissensbisse eine Pille einwirft, damit " es" ( das Kind ) funktioniert.

              Zu Hause braucht mein Kind keine Medikamente !!!! Da kriege ich den Ausgleich locker hin. Aber was ist in der Schule ? Konzentration bei 35 Mitschülern ? Veraltete Bücher, überalterte Lehrer, ohne jegliche neue Motivation, Frontalunterricht................ Das kriegt schon ein gesunder Schüler kaum hin.

              Auf solche Beiträge kann ich locker verzichten, denn sie zeigen nur eins: bornierte Arroganz, gepaart mit Unwissenheit , Desinteresse und Ignoranz.

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              • RE: Thema ADHS ...


                Hallo,
                da habt Ihr ja richtig Glück gehabt!
                ...
                Und Du meinst Ergo alleine reicht nicht ... .
                Ist schon ein Schritt, so eine Entscheidung.

                Danke Dir für Deinen Beitrag!

                Gruß,
                Gutemine

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                • RE: Thema ADHS ...


                  Hallo Inge,
                  ....hmmmm ....
                  Mein Sohn hat auch richtig viel Zeit verloren ... .
                  Ich hoffe, ich komme schnell zu einer Entscheidung. Noch möchte ich eigentlich mit Medikamenten warten.
                  Ist schon komisch: Bei einer Schilddrüsenfehlfunktion wartet man keinen weiteren Tag mit den Medikamenten... .
                  Ist es die falsche Propaganda, oder sind Zweifel berechtigt?

                  Gruß
                  Gutemine


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                  • RE: Thema ADHS ...


                    Also mein Sohn (10 Jahre) hat auch ADHS, sagt zumindest ein Psychologe. Na ich bin immer gegen die Medikamente gewesen habs ihm aber gegeben, gebracht hats nicht viel, im Gegenteil ohne die Tabletten schreibt er bessere Noten in der Schule. Also ich hole mir jetzt ein 2. Gutachten ein da ich nicht unbedingt dem 1. Glauben schenke, vor allem da mein Sohn immer klagt er wäre so müde nach Einnahme der Tabletten. Und außerdem denke ich da gibts auch homöopatische Mittel dafür.

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                    • RE: Thema ADHS ...


                      Hallo Gutemine,

                      in gewisser Weise muss ich Gast 1000 Recht geben, auch wenn der Ton nicht ganz passt. Was doktern wir schon alles an unseren Kindern herum. Den Begriff ADHS gibt es ja noch garnicht so lange. Oft handelt es sich, wie du schon sagst, um eine Stoffwechselstörung. Diese ist aber auch nur das Symptom einer dahinterliegenden Erkrankung. Wenn du den Stoffwechsel im Organismus wieder in Ordnung bringst, wird sich auch das Verhalten deines Kindes verändern.
                      Auf alle Fälle würde ich auf alle Fabrikzuckerhaltigen Produkte verzichten!!! Diese sind Auslöser für viele Erkrankungen.

                      Hinzu kommen noch die lebensbedingten Aspekte.
                      In den meisten Fällen, die ich kennengelernt habe, haben die Familien eine Familientherapie gemacht. Danach haben sich viele Fälle gebessert. Denk mal darüber nach, ob es nicht eventuell an der Gesamtsituation in der Familie (oder Schule) liegt.

                      Mein Sohn sollte z. B. garnicht eingeschult werden lt. Fachärztin!!! Wg. Auffassungsdefiziten. So ein Quatsch! Nachher war er immer der Beste in seiner Klasse und hat ein Schuljahr übersprungen. Heute mit 18 ist er einer der Besten in seinem Jahrgang auf dem Gymnasium.
                      Soviel zu der Meinung von Fachleuten.


                      Zum Schluss möchte ich dir noch 2 sehr gute Bücher empfehlen. Eventuell hast du ja Lust und zeit diese mal anzuschauen.

                      "Unruhige Kinder" von Christel Schweizer, Jirina Prekop
                      „Hyperaktivität“ lautet eine gängige Diagnose, wenn Kinder durch Konzentrationsprobleme, Aggressionen, motorische Unruhe oder andere psychosomatische Symptome auffallen. Es wird in diesem Ratgeber eindringlich und verständlich gezeigt, welche psychologischen und psychosozialen Ursachen diesen Symptomen zugrunde liegen und wie Erwachsene Ruhe in das Leben der Kinder zurückbringen können.

                      "Warum Huckleberry Finn nicht süchtig wurde" von Eckhard Schiffer
                      Über die Anstiftung gegen Sucht und Selbstzerstörung bei Kindern und Jugendlichen. Der Autor zeigt, wie Sucht entsteht und welche Möglichkeiten es gibt, ihr vorzubeugen.

                      Liebe Grüße, Luckie

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                      • RE: Thema ADHS ...


                        Hallo gutemine,Du schreibst du willst noch warten mit Tabletten, aber denk doch einmal nach wenn du so einen Test machst (wie wir gemacht hatten)( natürlich mit dem Arzt abgesprochen)und es stellt sich heraus, das er mit einer halben Tablette super Erfolg hätte in der Schule.Würdest du das dann nicht auch befürworten. Jedes Kind ist anders, reagiert auch anders auf Tabletten. Mit einem Test weißt du wenigstens wo du dran bist und brauchs später kein schlechtes Gewissen haben, das du es nicht ausprobiert hast, so wie ich - weil ich nicht auf mein gefühl bzw. weil ich auf andere gehört hatte. Ich nenne dir mal ein Beispiel , mein Sohn hat ein schriftbild gehabt, man konnte es beim besten willen nicht lesen, in der Schule stand nur noch darunter von der lehrerin geschrieben- Kann dies nicht lesen, so ein geschmiere,kann nicht bewertet werden. Auch durch viel Übung- abschreiben-vorschulbücher wurde es nicht besser, aber dann, beim Test, sooo eine schöne Schrift! es gibt noch mehr von den guten Erfolgsmeldungen. er nimmt eine halbe Tablette morgens früh um ca 7.30 und dann ca um 10Uhr, damit ist wenigsten die Schulische Seite abgeklärt. Ein Tip von mir, hör auf dein gefühl ,sprech mit den Ärzten über den Test. wie du schon sagtest,es ist wie eine schilddrüsenfehlfunktion, man nimmt Tabletten, weil der Körper es nicht schafft--die Regelierung zu steuern. ich wünsch euch beiden viel Glück. ingemaus

                        Kommentar


                        • RE: Thema ADHS ...


                          Hallo Inge,
                          vielen Dank für Deine Hilfe!
                          Ich werde in den kommenden Tagen mal richtig Zeit nehmen, um darüber nachzudenken und auch mit meinem mann darüber sprechen.
                          Gruß,
                          Gutemine

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                          • RE: Thema ADHS ...


                            Tja,
                            nur schade, dass dein Kind nun wg. diesen Missständen: ... bei 35 Mitschülern ? Veraltete Bücher, überalterte Lehrer, ohne jegliche neue Motivation, Frontalunterricht....

                            Medikamente nehmen muss, Behandlungen über sich ergehen lassen muss und als nicht "normal" gilt.

                            Vielleicht solltest du mal darüber nachdenken. Immer nur an den Symptomen herumdoktern bringt auf die Dauer leider nichts!

                            Kommentar


                            • RE: Thema ADHS ...


                              Hallo Gutemine,

                              Du schreibst:
                              ...die wenigen Freunde, die er hat, sind leider nicht zuverlässig.
                              --> Toll, da liegts jetzt wohl auch noch an den anderen Kindern?

                              ...Er ist ein sehr kluger Junge, könnte auf's Gymnasium, wenn man den IQ Tests glaubt, und man merkt es auch ganz einfach. Er interessiert sich für wissenschaftliche Sendungen und macht 'Experimente' aber wäre beinahe auf der Hauptschule gelandet, weil er nur schlecht schreiben, sich kaum konzentrieren kann und er integriert sich schlecht in Gruppen.
                              --> Hast du schon einmal überlegt, dass dein Sohn hochbegabt ist? Dass er etwas ganz Besonderes ist? Damit können die allerwenigsten Lehrer umgehen und für diese Kinder gibt es kaum Förderung. Sie werden oft als seltsam, eigenbrödlerisch und unkonzentriert eingeschätzt, obwohl das nicht stimmt. Im Gegenteil, oft sind gerade diese Kinder kreativ, geistig rege und hochintelligent!!!

                              Du sagt:
                              ...Das Medikament ist kein 'Tranquilizer' oder eine abhängig machende Droge, sondern sie stimuliert und verbessert den Stoffwechsel des Gehirns. Wie gesagt, sie macht nicht süchtig und sie dämpft nicht!...
                              -->Das würde ich auch sagen, wenn ich das Medikament verkaufen wollte!

                              Ich hätte dir nicht geschrieben, wenn ich mich nicht schon sehr lange mit diesem Thema beschäftigt hätte. Also war das auch kein "Senf", sondern mein Frust über den Umgang sogenannter Spezialisten mit dem Thema.
                              Gruß

                              Kommentar


                              • RE: Thema ADHS ...


                                Hallo Gast,
                                nein, wieso sollte ich es anderen 'zuschieben', wie jemand ist? Sie sind aber unzuverlässig, das ist nur eine Feststellung.

                                Ich habe schonmal darüber nachgedacht, daß er hochbegabt sein könnte. Er hat auch ausgeprägte Ergebnisse in Teilleistungen, aber anscheinend nicht 'ausgeprägt genug' für unsere Spezialisten. (Ich finde es eigentlich schrecklich, sein Kind durchtesten zu lassen und von Pontius nach Pilatus zu rennen, aber was will man machen, wenn man alleine nicht zurecht kommt und der Sohn sich offensichtlich so außerhalb seiner Möglichkeiten bewegt?)
                                Wie kann ich feststellen, ob mein Sohn hochbegabt ist?
                                Und um mal Deine Sichtweise zu verändern:
                                Möglicherweise ist ja die Hochbegabung ein Resultat von ADHS?! Oder geht oft einher mit AHDS.
                                Wer kennt sich damit wiklich aus?
                                Ich will mehr darüber wissen.

                                Mein Kinderarzt hat selber 2 ADHS Kinder. Er möchte zunächst auf Medikamente verzichten und ich bis jetzt auch, (...vielleicht auch 'nur', weil ich eine falsche? Vorstellung von 'Kindern und Dauermedikamenten' verinnerlicht habe?) aber ich will der Diskussion weiterhin offen bleiben, denn ich zum Beispiel, nehme Thyroxin für die Schilddrüse und ich habe nicht einen Augeblick Zweifel daran, daß es richtig ist, sonst laufe ich herum, wie ein Zombie. Was der Körper nicht alleine herstellen kann, sollte er von Außen bekommen.
                                Ich lese übrigens auch nicht nur Beipackzettel sondern rede mit Eltern und Erwachsenen ADHS-Betroffenen. Und ich habe es möglicherweise auch. Ich und mein Kind sind recht typische Varianten des Themas. Es würde mir jedenfalls Vieles, wenn nicht sogar alles erklären!

                                Woher nimmst Du Deine Kompetenz? Bist Du geschult oder auch 'nur' Betroffen?
                                Mir scheint es oft so, daß gerade Betroffene gerne Diagnosen anzweifeln, weil sie ihren Weg auf den Anderer projizieren. Das kann man natürlich nicht pauschalisieren und es ist sicherlich auch machmal etwas dran, daß der falsche Weg eingeschlagen wird. Es sollte niemanden davon abhalten, darauf aufmerksam zu machen.

                                Wenn Du Deinen Frust loswerden willst, dann lasse den bitte nicht an denen aus, die ihr Bestes für die Kinder geben. Versuch's mal konstruktiv.

                                Gruß,
                                Gutemine





                                Kommentar


                                • RE: Thema ADHS ...


                                  Hallo lieber Gast,

                                  danke für den freundlichen Rat.
                                  Meine beiden Kinder sind übrigens hochbegabt UND haben ADS, ohne Hyperaktivität. Beide Kinder sind hinsichtlich beider Erscheinungen ( ADS +HB ) mehrfach durch verschiedene Fachleute getestet und beurteilt worden. Die Diagnosestellung ist dabei doch wohl das geringste Problem.

                                  Nun zum Fakt : In der Schullandschaft von heute ist es kaum möglich, Kinder mit einer solchen Konstellation im Begabungsprofil adäquat zu fördern und zu fordern. Es sei denn, man hätte ein überdimensionales Portemonnaie, lächel.
                                  Für Tipps im Umgang mit Lehrern bin ich nach wie vor dankbar.

                                  Außerschulische Förderung stellt bei uns kein Problem dar. ( Instrumente, Musik machen, Segelfliegen, viel Sport und Bewegung.

                                  Aber Schule klappt auf Dauer leider ( noch) nicht ohne Medikamente bei meinem inzwischen 16-jährigem Sohn. Zur Zeit versuchen wir Guarana-Pulver, um wenigstens von den Stimulanzien fort zu kommen.
                                  Also gerne gebe ich diese Medikamente nicht, aber ich weiß keinen anderen Weg, um das Leiden meiner Kinder wenigstens zu veringern
                                  Aber nach wie vor stehe ich dazu........ die wenigsten Eltern machen es sich leicht, und schmeissen den Kiddies einfach mal ne Pille ein.

                                  Aus Ihren Beiträgen entnehme ich, dass Sie ein großer Gegner dieser
                                  Medikamente sind. Darf ich fragen wieso ? Und die nächste Frage, welche " Behandlungsform" schlagen Sie denn vor........ z.B. wenn Ihr Kind aus der Grundschule " ausgeschult " werden soll, weil es zwar einen IQ von über 140 hat, aber leider nicht mitarbeiten kann....???
                                  Das Kind weint, und lieber sterben will ( er war 5 Jahre alt, als er dies sagte )als zu dieser blöden Schule zu gehen. ......und gleichzeitig die Lehrerin meint, dieses Kind gehört auf eine sonderschule für Lernbehinderungen.
                                  Mit Medikamenten ging es dann....... Nicht immer gut, aber es ging.

                                  Danke für weitere Tipps

                                  Kommentar


                                  • RE: Thema ADHS ...


                                    Auch ich bin Mutter von einem sogenannten 'ADHS' Kind. Zum Glück fand ich folgende Seite:
                                    www.adhs-schweiz.ch. Dort fand ich zahlreiche Antworten auf all meine Fragen.

                                    Kurzer Inhalt:
                                    Eine zweifelhafte Diagnose mit einer fast epidemieartigen Zunahme ist heute in aller Munde: die Diagnose 'ADHS' (Aufmerksamkeitsdefizit - Hyperaktivitätsstörung).

                                    Behauptungen – die Ursache der ADHS sei eine genetisch bedingte, chronische Krankheit, eine nicht heilbare Hirnstoffwechselstörung – werden verbreitet und fest in das öffentliche Bewusstsein verankert; Medikamente werden mehrheitlich als das Mittel der Wahl zur Behandlung dieser Symptomatik empfohlen. Folge: Eine exorbitante Erhöhung (in der Schweiz 690% innerhalb von 4 Jahren) der Verabreichung von Psychopharmaka bei KINDERN!

                                    Aber bei Durchsicht der wissenschaftlichen Faktenlage lässt sich festhalten: Es gibt KEINE gesicherten Belege, das die Ursache der 'ADHS' Symptomatik in einer hirnorganischen Erkrankung liegt. Somit sind Eltern, Lehrer, Ärzte, Pädagogen und Psychologen aufgefordert, sich mit den eigentlichen psychosozialen Ursachen dieser Symptomatik vertraut zu machen.


                                    Ich bin überzeugt, Sie finden dort zahlreiche Antworten auf all Ihre Fragen.

                                    Freundliche Grüsse
                                    Cordula

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                                    • RE: Thema ADHS ...


                                      Hallo Cordula,

                                      endlich mal!!! Danke für den informativen Beitrag.

                                      Liebe Grüße,
                                      Luckie :-)

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