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Essstörung seit klein auf - HILFE!!!

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  • Essstörung seit klein auf - HILFE!!!

    Hallo,

    ich habe lange überlegt, ob ich hier ein für uns zunehmendes Problem schildere.
    Es geht um meine inzwischen siebenjährige Tochter und ihrem regelrechten Ekel vor vielen Nahrungsmitteln. Dazu müsste ich etwas weiter ausholen und entschuldige mich im Vorfeld bereits für den langen Text.
    Vorweg: Wir haben das Problem regelmäßig bei den Kinderärzten und auch unserem Hausarzt angesprochen, jedoch nahm man es nie als „Problem“ wahr. Unsere Tochter sei eben etwas eigen, was ich aber spätestens mit dem Einschulungsalter ändern sollte.
    Tat es jedoch nicht. Im Gegenteil, es scheint „schlimmer“ geworden zu sein.

    Wie auch unsere anderen Kinder, ernährten wir die Kleine als Baby, ab dem Alter für Beikost, nach und nach möglichst abwechslungsreich. Nach und nach bekam sie also Karotten, Kartoffeln, Banane, Apfel,.... später dann immer mehr Gemüse-, Obst- und Fleischsorten.
    Sie ließ sich von Anfang an immer sehr viel Zeit bei der Nahrungsaufnahme. Also auch schon zu Zeiten, als sie ausschließlich Milch bekam.
    Bei der Beikost verstärkte sich das weiter, aber zumindest aß sie Portionsgrößen, die zur Sättigung reichten.
    Mit 1,5 - 2 Jahren, genau kann ich es nicht mehr sagen, zeichnete sich ab, dass sie fast ausschließlich nach Fleisch- und Wurstwaren verlangte. Gemüse aß sie selbst mit Zureden nicht und würgte sogar. Sie weinte, schlug den Löffel weg und ließ sich nicht an Gemüse heranbringen.
    Bis auf wenige Ausnahmen.
    Eine Zeit aß sie zumindest ganz gern Kartoffeln und es schien, als probierte sie wenigstens freiwillig, wenn Gemüse farblich der Kartoffel ähnelte. Merkte sie jedoch, dass es etwas Anderes war, ließ sie es liegen.
    Zu dem Zeitpunkt dachten wir, wir hätten vielleicht irgendwo Fehler gemacht, sie nicht gut genug an die Beikost gewöhnt zu haben, was an sich jedoch ausgeschlossen werden kann, da wir ja alle älteren Kinder auf die gleiche Art auf feste Nahrung und Abwechslung umstellten, dabei auch immer die Ernährungsempfehlungen beachteten.
    Auch Süßem gegenüber war sie sehr zurückhaltend und aß bestenfalls Kleinstmengen in Probiergrößen.
    Im Laufe der Jahre behielten wir bei, dass sie immer von allem ein wenig auf dem Teller hatte und zumindest probieren sollte.
    Ärzte und andere Eltern belächelten das Verhalten und versprachen, es würde sich bald bessern, aber es wurde schlimmer.
    Rohkost ist für meine Tochter etwas, bei dem sie gar nicht erst dazu zu bewegen ist, zu probieren. Wenn doch, kaut sie angeekelt und unter Würgen.
    Äpfel, Erdbeeren und Bananen isst sie in kleinen Mengen und bei gutem Zureden, anderes Obst dagegen nicht.
    Bei (gegartem) Gemüse gelegentlich ein paar wenige Bohnen oder auch mal Erbsen.
    Wurst oder Fleisch besitzt bei ihr nicht mehr den Stellenwert wie früher. Sie verzichtet also immer mehr, ekelt sich teilweise nun auch davor.
    Dafür scheint sie Süßes vor allem zu stellen, was ja eigentlich nicht ungewöhnlich bei Kindern ist. Nur, wir müssen dabei schon sehr aufpassen, da sie es sonst mit dem Süßigkeitenkonsum übertreibt.
    In der Regel versuchen wir ausgewogen und frisch zu kochen. Sehr selten, wenn es schnell gehen muss, gibt es Instantprodukte. Diese scheint meine Tochter jedoch – wenn auch nur in mäßigen Portionen - über alles zu lieben. Vor allem dann, wenn sie so penetrant künstlich und überwürzt schmecken, dass man sie selbst eigentlich nicht essen mag. Bei diesen „Nahrungsmitteln“ kann meine Tochter sogar manchmal recht flott Essen. Innerhalb der Zeit, wo die Familie eben die Mahlzeit einnimmt.
    Bei allen anderen Mahlzeiten hat sie kaum einen Bruchteil gegessen, wenn alle anderen bereits fertig sind. Sie kaut stundenlang auf einem Bissen und muss gegen Brechreiz kämpfen, um ihn runter schlucken zu können. Es kam sogar vor, dass sie Stunden nach einer Mahlzeit noch zerkautes Essen in der Wangentasche hatte, was wir nur durch Zufall bemerkten.
    Inzwischen ist die Auswahl dessen, was sie gern isst, so eingeschränkt... Wenn es nach ihr ginge, dürfte es ausschließlich Weißbrot/Toast (ohne alles!) geben. Gelegentlich etwas Kräuterquark, seltener Mortadella.
    Auch bei Getränken ist sie extrem wählerisch. Tee trinkt sie, wenn sie die Gelegenheit hat, auch Limonade. Sie liebt Milch (wie einige Molkereiprodukte allgemein) und Kakao. Aber man kriegt sie nicht an Wasser oder Saft heran.

    Von Ärzten wurde uns immer wieder gesagt, wir sollten uns keine Sorgen machen. Aber die machen wir uns, denn wenn meine Tochter könnte, würde sie sich nur noch einseitig und absolut ungesund ernähren.
    Andere Ärzte warfen uns an den Kopf, wir hätten das Problem selbst erschaffen, durch zu wenig Abwechslung, zu oft ungesundes Essen und Zwang.
    Aber das schließen wir aus, denn auch wenn wir immer wieder gut zureden, dass sie wenigstens probiert, zwingen wir sie nicht. Zudem essen wir immer gleich. Es gibt viel gesunde Nahrung und unsere anderen Kinder, wie auch wir, lieben Obst und Gemüse. Ob nun roh oder gegart.
    Gesundheitlich scheint meine Tochter bisher keine Probleme zu haben. Sie ist normalgewichtig, eher von robuster Gesundheit, lediglich (erblich bedingt) sehr blass und hat empfindliche Haut.
    Mittlerweile sind wir tatsächlich verzweifelt, denn es scheint sich abzuzeichnen, dass die Auswahl dessen, was sie ohne Ekel isst, immer geringer wird.
    Als wir ansprachen, ob es sein könnte, dass sie vielleicht ein medizinisches Problem mit dem Geschmacksempfinden haben könnte, wurden wir ausgelacht.
    Man fühlt sich irgendwann nicht mehr ernst genommen, während die Sorge wächst.
    Was können wir noch tun?
    Wir möchten ihr doch nur helfen, sich gern gesünder zu ernähren.
    Inzwischen ist es sogar soweit gekommen, dass ihre Lehrerin das Gespräch suchte und uns fragte, ob wir uns nicht einmal über eine Ernährungsumstellung Gedanken machen wollten, da meine Tochter auch in der Schule alles ablehnt, das annähernd gesündere Ernährung bedeutet. Wäre unsere ältere Tochter nicht dort auf der Schule und bekannt dafür, alles Gesunde zu lieben, hätte man uns kaum geglaubt, dass meine jüngere Tochter mehr als Weißbrot und Dosenravioli kennt.
    Natürlich hoffen wir, dass sie gesund ist! Aber immer häufiger fragen wir uns, ob dieses Essverhalten auch medizinische/krankheitsbedingte Ursachen haben könnte.
    Daher nun hier meine lange Erklärung und Frage, ob es auch andere Gründe haben könnte, als einfach nur ein „Spleen“, wie man uns seit klein auf sagt und wenn ja, wie man dahingehend Diagnosen stellen kann und ob es dann Behandlungsmöglichkeiten gäbe.
    Geht das nämlich so weiter, wird sie sich später, wenn sie erwachsen ist, sicher noch schlechter ernähren und dann haben wir keine Möglichkeit mehr, sie zu unterstützen.
    Wir haben Angst um unser Kind! Das ist nicht einfach nur, weil wir gern vorbildliche Eltern sein wollen.

  • Re: Essstörung seit klein auf - HILFE!!!

    solange die kleine gesund ist würde ich bei wenig auswahl belassen, unser kind ißt auch nicht alles und süßkram gibts nur, wenn er gut gegessen hat, als er klein war, war er ein sehr schlechter esser und auch am liebsten fleisch und michprodukte, zuerst hatte ich einen hehl draus gemacht und irgendwann hatte ich seine eßgewohnheiten keinerlei beachtung gegeben , aber hier trotzdem ein paar tipps, KEIN FASTFOOD!!!!!, denn da sind gesundheitsschädliche farb und zusatzstoffe drinne, lieber vorkochen und einfrieren, auf bio-produkte umsteigen gerade obst und gemüse ist geschmacksintensiver
    ich denke aber auch, daß ihr das schon richtig macht, aber auch zu viele sorgen und das ist auch normal (war bei mir auch so, mein kind jetzt 5,5 ißt jetzt normal ) am besten immer kleine portionen und wenn es wenig ißt, auch gut, solange sie nicht schlapp oder untergewichtig oder kränklich ist, ist alles ok,
    übrigens mein sohn hatte 10 tage lang nix gegessen, könnt ihr euch vorstellen wie es mir ging? und er war kerngesund nur manchmal ist das so, daß kinder keine nahrung brauchen und wenn wir sie dazu zwingen, dann bekommen sie erst am recht eßstörungen

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