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ADS und Depression bei meinem Sohn, DRINGEND

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  • ADS und Depression bei meinem Sohn, DRINGEND

    Hallo,
    hoffe das mir irgendjemand irgendie was dazu sagen kann.
    Meine beiden Großen sind über Ostern bei Oma. Mein Sohn hatte gestern seinen 12. geburtstag. Er wollte unbedingt mit Oma ans Grab seines Vaters. Danach war er mir am Telefon schon sehr seltsam verschwiegen, heut dann wollten beide sich unbedingt Fotos anschauen, danach hatte mein Sohn einen totalen Zusammenbruch, nur am weinen, war nicht mehr zu beruhigen. habe ewig mit ihm am Telefon geredet. Irgendwann hatte er sich dann etwas gefangen.

    Mein Sohn: Mein Sohn hat von Haus aus eine depressive Veranlagung, Stimmungsschwankungen, seine Wut und Gewaltausbrüche kaum unter Kontrolle. Bei ihm wurde ADS festgestellt, ist ja allgemein bekannt, kann auch Depressionen auslösen. Die Medikamente schlagen an, helfen gut. Leider verträgt er sie nicht, Schwindel, Übelkeit, Herzrasen. Ohne gehts aber auch nicht. Habe entschieden, er bekommt nur einmal täglich statt 2, und nur an Schultagen, muss ihn schon oft genug wegen der Nebenwirkungen aus der Schule holen, und abhängig machen die auch. Mit den Tabletten sind allerdings die Depressionen weitestgehend verschwunden.

    Bin total hin und her gerissen, geht nicht mit und nicht ohne.

    Vor ca 6 jahren habe ich mich von seinem Vater getrennt, Gewalt, Alkohol, Drogen waren bei ihm an der Tagesordnung, Gewalt sowohl an mich als auch an den Kindern.
    Habe damals die Stadt verlassen, hatte einfach nur noch Angst um uns.
    Er hat sich bis auf etliche gemeine SMS und leeren Drohungen nie wieder wirklich für uns interessiert.
    Blöd daran, für meinen Sohn war er trotz allem der "König", kann sich heut an nichts schlechtes mehr erinnern.
    Habe dann auch einen neuen Freund gehabt, haben zusammen noch 2 Kinder bekommen, was passiert, Babys da, die großen waren für ihn nur noch lästig, hat ihnen durch sein Handeln jeden tag aufs neue gezeigt, bin nicht euer vater und ich liebe euch nicht, jedes bisschen Anerkennung mussten sie sich hart erkämpfen. Waren einfach nichts wert in seinen Augen. Eiskalt ihnen gegenüber.

    2008 erhielt ich einen Anruf, der vater meiner beiden großen hatte sich das Leben genommen.
    Mein Lebensgefährte zeigte folgende Reaktion als ich ihm das erzählte:
    Und? Das ist mir doch egal. Ich habe mit dem Mann nichts zu tun gehabt (Nein du A..., du ziehst bloß seine Kinder groß - mein Gedanke). Einfühlsam wie ein Vorschlaghammer!

    Habe dann auch auf seine Ratschläge und meinungen verzichtet. Entgegen seinem Willen habe ich mich 2 Tage später dazu durch gerungen es den Kindern zu sagen, sollten doch wenigstens die Möglichkeit erhalten sich zu verabschieden, wissen sollten sie es, statt später davon zu erfahren, wenn sie für die Lehre Papiere von ihm brauchen und ich ihnen nichts als einen Totenschein geben kann.
    Dann lieber gleich, das sie die Möglichkeit erhalten ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten, als das sie mir das später nie verzeihen das sie die Chance zum Abschied genommen habe.

    Ach ja, die beiden saßen in der Küche, heulend, habe meinen Partner an der Tür abgefangen, ihm gesagt, sie haben es grad erfahren, er hat nichts besseres zu tun als die beiden zu fragen ob die Hausaufgaben fertig sind?! Das war bei mir das Zeichen zum sicheren Abschuss dieses Mannes.
    Habe die Beziehung dann auch beendet, man sollte meinen meine beiden Großen wären froh drum.
    Da irrt man sich gewaltig, habe die Trennung ohne meinen Partner bekannt gegeben, mit folgender Antwort meines Sohnes:
    Jetzt verlieren wir schon wieder einen Papa. (er war nur noch am weinen).
    Irgendwann dann meinte er, es wäre vielleicht besser so, als nur ständiges gestreite, davon hat ja keiner was wenn alle unglücklich sind. (War fassungslos, sowas von einem Kind).

    Hatte ja versucht zu gunsten der Kinder alles zum Guten zu wenden, solang wie möglich an der Familie festzuhalten...

    Jedenfalls, nach Trennung und Verlassen Der stadt, dieser neue Papa der ihn nie wollte, Tod des Vaters, 2 neue Geschwister, Trennung vom neuen Mann, Umzug und Schulwechsel, die Störung durch ADS,... Leider muss ich sagen, konnte ich auch nicht immer so da sein für ihn so wie er das brauchte, auch mir wurde alles zu viel.
    Habe dann bei der Krankenkasse ein Therapie für ihn bekommen, zur Verarbeitung seiner Geschichte.

    In dieser Stadt gibt es eine Psychologin für Kinder, die mir jedoch erklärte, das wäre eine Schublade, die mache sie nicht auf. Und wenn er selbst von anfängt zu reden, dann könne man das ja mal kurz abhandeln.
    Kinder verpacken das in Schubladen und diese bleiben dann in den meisten Fällen geschlossen, so ihre Meinung, würden es so weg stecken (weiß aus eigener Erfahrung, das ist nicht so, hatte als Kind immer Bilder im Kopf, wie im Krimi tauchten sie plötzlich, unerwartet und ruckartig auf, je älter ich wurde, desto mehr und klarer waren sie, bis ich irgendwann begriff, habe das wirklich erlebt. Alle waren aus dem Häuschen und spachlos, konnten sie nicht begreifen, weil ich ja schon ca 11 war, und die Geschehnisse passiert sind als ich ca 2-3 war, wie ich mich dann noch erinnern kann, wurde mir dann aber bestätigt das es alles stimmt) Daher weiß ich, das ist absoluter Quatsch.
    Denke auch bei meinem Sohn ist es ähnlich, denn wenn wirklich nur Gutes in seinem Gedächtnis hängen geblieben wäre, dann hätte er diese Probleme heute nicht so extrem, es steckt irgendwo tief vergraben, und irgendwann wird die Bombe vielleicht hoch gehen.
    Wurde ja eineutig von der Kasse so genehmigt, um die genannten Schwerpunkte anzugehen. Sie jedoch wollt ja mal in meiner Erzeihung, in meiner eh hoffnungslosen Partnerschaft, und im durch ADS bedingten Chaossystem meines Sohnes aufräumen. Das war ja nicht mein Anliegen, denn er hat Redebedarf (ganz extrem), aber auf Grund der Erlebnisse glaube ich, bin ich nicht die richtige. Steckt selbst noch alles tief in mir drin.
    Und das er mit einer fremden Frau nicht sofort über all und jedes spricht, ist doch klar,. um sich zu öffnen bracht man vertrauen. in 5 Sitzungen wohl nicht machbar.

    Depression liegt hier in der Familie und der Hang dazu ist vererblich (Aussage eine Kinderpsychiaterin), durch ADS noch verstärkt. Sein Vater hat sich das Leben genommen, dessen Vater, also Opa meines Sohnes ebenfalls, habe riesen Angst er wäre der nächste.
    Und wie soll ich das verhindern, wenn der eine Arzt die Hilfe verweigert, die anderen Wartezeiten über ein Jahr haben noch dazu weit weg sind, und leider bin ich finanziell auch nicht so gut dran, einmal die Woche 140 km zusammen für zur Klinik hin und zurück zu fahren, kann das einfach nicht vom Sprit her, würde auch zeitlich nicht gehen, wegen den anderen 3 Kindern. Und ich habe hier auch keine Familie die sich derweilen um die anderen kümmern kann.
    Ich merke nur, er wird immer nachdenklicher, stiller, zieht sich immer mehr zurück, alles völlig entgegen seiner Natur. Wäre seine Psyche nicht schon so angeknackt, würde ich das ja mit beginnender Pubertät verbinden, aber hier ist es mehr.
    Und, wie viele Jugendliche haben Gedanken, in denen sie meinen die Welt wöre ohne sie besser dran, sagen Sätze wie, ich wünschte ich wäre tot.
    In seiner labilen Lage denke ich mal ist die Wahrscheinlichkeit sehr viel größer dieses auch in die tat umzusetzten. Bei Kindern mit ADS, psychisch - emotionalen Störungen leider keine seltenheit, solche Geanken zu haben wurde mir gesagt, und doch wenigstens mal konkrete Pläne zur Umsetzung zu basteln, ernsthafte Gedanken an Suizid zu haben.
    Ich weiß einfach nicht mehr so wirklich was jetzt noch helfen kann, in eine Einrichtung oder ein Heim will ich ihn nicht geben, die Trennung auch noch von mir, wieder ein schmerzhafter Abschied, das wäre das verkehrteste überhaupt. Lasse ihn ncht im Stich. Aber mir geht so langsam die Kraft aus.
    Vielleich kennt ja einer eine Rat, hat Erfahrung, oder ähnliches schon gehört oder erlebt.

    Verstehe auch nicht warum meine Tochter zwar ja alles genauso durch gemacht hat, aber es scheinbar fast spurlos an ihr vorbei ging, bei ihr hat es Kratzer gezogen, bei ihm ganze Krater. Dabei ist sie nur 1 Jahr jünger als er.

    Im Sommer kommt er in die 7. Klasse, also nochmal ein Schulwechsel.
    Ihm wurde die Fachoberschulreife bescheinigt, also Real, in solch eine Klasse kommt er dann auch. Hoffe er hält dem Leistungsdruck aus, und schon wieder ein Abschied, Trennung. Will ihm ja auch nicht die Zukunft verbauen weil ich dafür sorge das er in eine Klasse für den normalen Abschluss kommt.
    Er ist vom Leistungsstand ja durchaus fähig das zu schaffen. Dazu kommt noch, das er durchaus ehrgeizig ist, also auch bei den Noten den anderen in nichts nachstehen will, und für ihn zudem auch positiv, wenn integrationskinder wie mein Sohn in der Klasse sind, dürfen sie nur 22 Kinder rein stecken, Vorteil für alle, sonst wären es 29. Sehr zur Freude des Direktors. Der fand das gut.
    Leider gibt es immer wieder Lehrer die das alles andere als toll finden, ein Problemkind mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Gab schon etliche Lehrer die ihm diese Maßnahmen die ein Nachteilausgleich für diese Kinder vorsieht einfach verwehrt haben, er Klassenarbeiten nicht einzeln schreiben durfte, nicht mehr Zeit gewährt wurde, weil den Lehrern ihre Pause einfach wichtiger war.
    Sicher, es ist anstrengend ein Kind in der Klasse zu haben was Unruhe rein bringt, Geräusche macht, ihm in seinem Chaos auf dem Tisch alles runter fällt, oder einfach aufsteht (kann ja nicht still sitzen), sich die Schuhe im Unterricht auszieht.
    Ist zum irre werden, egal wie man es dreht, man will sein bestes, aber das Beste hat jedesmal einen bitteren Beigeschmack. Hoffe wenn die Lehrer der neuen Schule seine Akte lesen, läuft es anders als in der jetztigen, nicht das sie wieder an seinem ersten Schultag ein gesicht ziehen, ihre wenige Begeisterung ihn spüren lassen, das er nicht schon wieder einen Stempel weg hat, bevor sie ihn kennen.

    Weiß sonst auch bald nichts mehr, irgendwann kapituliert man wenn man immer vor Mauern steht, über denen man weder drüber kann, noch es einen weg herum gibt.


  • Re: ADS und Depression bei meinem Sohn, DRINGEND


    Hallo, weiß nicht mehr ob das Thema noch aktuell ist.
    Jedoch hört sich die Story deines Sohnes an wie meine .

    Erst einmal ich bin 23 Jahre und Arbeite . Habe meine Abitur gemacht und Studiert. Ich habe schwere ADS/ADHS und ich bin schon Erwachsen. Ich selber bin auch sehr Depressiv veranlagt. Ich kann dir nur eine Sache raten und wenn du die befolgst wird es deinem Sohn wahrscheinlich besser gehen wird.
    Suche zusammen mit ihm eine Leistungssport bzw. Leistungsmusizieren, nur das wird helfen. Medikamente würde ich in dem Alter sowiso keine geben. Innerhalb von einem halben Jahr wird er auch ohen Medikamente gut in der Schule werden und kaum noch Wutausbrüche haben, da er durch den Leistungssport/musik stark gefodert wird. Weil du musst auch bedenken die meisten ADS/ADHS´er sind sehr begabt/interlligent und wie brauchen etwas was uns foldert. Hinzu kommen natürlich auch noch struktur und strenge Regeln. Aber das hilft glaube mir, In meinem Freundenkreis sind viele ADS/ADHS ler und aus allen ist was geworden. Aber alle haben auch immer Leistungssport/musizieren gemacht.
    Ich hoffe du liest das und denkst nach und es hilft deinem Sohn

    Liebe Grüße und wenn Fragen sind, immer her damit
    LAyra

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    • Re: ADS und Depression bei meinem Sohn, DRINGEND


      Hallo
      ihr habt wirklch viele schwere Dinge miteinander durchgestanden!Ich denke das wird auf eurer kleinen Familie lastem.der eine zeigt es mehr ,der andere weniger!
      Warum lasst ihr euhc nciht eine Kur verschreiben um Zeit füreinander zu finden!Ohne schwierige Altagssituationen , oder Männer!Nur du und deine Kinder , vielleicht gibt es euch Kraft!

      wünsche euch alles gute!Und vorallem viel Kraft

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