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Analthrombose - Fragen

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  • Analthrombose - Fragen

    Hallo,
    ich bin neu hier und habe ein paar Fragen:

    zuvor: ich bin weibl. 44 J, nicht übergewichtig, jedoch viel sitzend (Sport mag ich leider gar nicht).

    seit Februar hatte ich verstärkt Probleme mit hellrotem Blut im Stuhl bzw. am Toilettenpapier. Da ich zwar fast tgl. Stuhlgang habe, jedoch sehr dick (mit viel Pressen) hat mein Arzt Faktu verschrieben. Der Erfolg war nicht besonders. (Das Blut und die schwere Verdauung ist ein altes, dem Arzt bekanntes Problem von mir)
    Am Montag entdeckte ich dann einen Knubbel am Afterausgang. Dies sagte ich sofort meinem Arzt, der ihn sich jedoch nicht anschaute und riet einen T. beim Proktologen zu machen (bekam ich für den 24.6. !!). Am Dienstag war der Knubbel viel größer und ich war wieder beim Arzt und bestand darauf, dass er ihn sich ansah. Sofort rief er beim Proktologen an. Kurz darauf war ich in der Praxis und mir wurde eine AVT entfernt und genäht.

    Nun habe ich leider eine "Blutphobie" - d.h. ich flippe fast aus, wenn etwas blutet (wie andere Leute bei z.B. Mäusen, Spinnen), mit Ausnahme meiner Periode.
    Die Schmerzen finde ich nicht so schlimm - damit kann ich klarkommen.

    Am Mittwoch quälte ich mich stundenlang immer wieder, bis Stunden später endlich mein Stuhlgang abging. Sehr dick und leider auch sehr mit Blut beschmiert. In Panik fuhr ich zum Proktol. Die Naht war noch intakt. er meinte, ich soll mich ganz normal ernähren und nichts zus. einnehmen.
    Dennoch nehme ich seither Macrogol (2xtgl.) um den Stuhl weicher zu machen.

    Gestern (Freitag) hatte ich den zweiten Stuhlgang. Wieder hat es geblutet, auch nach dem Duschen war das Handtuch befleckt. Wieder Panik. Ich fuhr in eine nahe Klinik. Die Ärztin meinte, die Naht wäre etwas auf, aber die Blutung hatte aufgehört. Sie meinte, da macht man nichts.

    Nun kreisen sich meine Gedanken nur noch um den nächsten "WC-Gang". Ich weiß, da muss ich hin, habe aber panische Angst, dass es wieder blutet. Ich denke, ich verkrampfe mich den ganzen Tag.

    -Hätte ich mir das ersparen können, wenn mein Arzt mich schon im Febr. richtig ernst genommen hätte ?

    -Wie lange dauert es, bis so etwas verheilt ?

    -wann darf ich wieder mit Seife duschen ?(Wasche mich mühsam überall am Wadchbecken, weil Wasser allein genügt mir nicht)

    -sind solche Blutungen schlimm ?

    -wie lange soll ich die Kompressen mit Betaisodona Salbe nehmen ?

    - in 3 Wochen wolllen wir in Urlaub - kann ich da hin, darf ich baden ?

    -ich möchte natürlich nicht nach jedem Stuhlgang in Panik einen Arzt "belästigen"

    - meine Tochter (10 J.) hat auch sehr häufig dicken Stuhl und Blut am Klopapier. Die Ki-Ärztin hat Hametum verschrieben. Ist aber dennoch nicht besser.

    Meine Ernährung stelle ich im Moment um auf: Gemüse, Obst, und viel Wasser (ca. 1 3/4 ltr.). Ernährt hab ich mich eigentlich meistens sehr gesund (bis auf norm. Sünden, immer aber sehr wenig Schokolade). Getrunken hab ich leider meistens zu wenig.

    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

    Viele Grüße


  • Re: Analthrombose - Fragen


    Eine Antwort? Auf so viele Fragen ? Sorry, aber das schaffe ich nicht.

    Eins nach dem anderen....

    Nun kreisen sich meine Gedanken nur noch um den nächsten "WC-Gang". Ich weiß, da muss ich hin, habe aber panische Angst, dass es wieder blutet. Ich denke, ich verkrampfe mich den ganzen Tag.

    Antwort: Ihre Panik hin oder her, Sie werden auf Klo müssen, Sie werden auf Klo gehen und es wird noch ein paar Mal bluten, aber es heilt, alles ist im grünen Bereich.
    Wie Sie mit Ihrer Panik umgehen, weiß ich nicht. Vielleicht können Sie sich ja einreden, dass das Blut von Ihrer Periode kommt.

    -Hätte ich mir das ersparen können, wenn mein Arzt mich schon im Febr. richtig ernst genommen hätte ?

    Antwort: Nö, eher nicht.

    -Wie lange dauert es, bis so etwas verheilt ?

    Antwort: Unterschiedlich, wahrscheinlich ist es nach 2 Wochen vorbei, kann aber auch schneller gehen oder länger dauern, gerade wenn man dicken, harten Stuhlgang hat, der immer wieder alles überdehnt und aufreißt.

    -wann darf ich wieder mit Seife duschen ?(Wasche mich mühsam überall am Wadchbecken, weil Wasser allein genügt mir nicht)

    Antwort: Duschen von mir aus heute, Seife wäre auch nicht so schlimm, wenn es wirklich (Kern-) seife wäre, aber wahrscheinlich verwenden Sie ja Duschgels mit Duftstoffen und Fettlösern etc. Die brennen dann schon mal. Wenn Sie anschließend wieder mit genügend Wasser spülen und nach dem Abtrocknen eine Beta-Kompresse auflegen, dürfte alles gut gehen. ABER diese Frage sollte Ihr behandelnder Arzt beantworten. Möglicherwesise ist er mit meinem Vorgehen nicht einverstanden.

    -sind solche Blutungen schlimm ?
    Antwort: Nö, gar nicht.

    -wie lange soll ich die Kompressen mit Betaisodona Salbe nehmen ?
    Antwort: Bis es verheilt ist. Schadet Null, bekämpft die Keime, macht die Haut geschmeidig. Kann man nicht zu lange nehmen.


    - in 3 Wochen wolllen wir in Urlaub - kann ich da hin, darf ich baden ?
    Antwort: Aller Wahrscheinlichkeit nach "JA".


    -ich möchte natürlich nicht nach jedem Stuhlgang in Panik einen Arzt "belästigen"
    Antwort: Mich dürfen Sie nerven, so oft Sie wollen. Wenn ich mal keine Lust zu antworten habe, warte ich ein paar Stunden und rede Ihnen dann gut zu. Das ist mein Job, den hab ich mir ausgesucht, ich mache ihn gerne.


    - meine Tochter (10 J.) hat auch sehr häufig dicken Stuhl und Blut am Klopapier. Die Ki-Ärztin hat Hametum verschrieben. Ist aber dennoch nicht besser.
    Antwort: Hier sollten Sie wirklich dringend was tun. ERNÄHRUNG ist das Stichwort und das wissen Sie auch. Ihre Tochter hat Hämorrhoiden oder sie bekommt welche, so sicher wie das Amen in der Kirche. Es sei denn, Sie bringen ihr jetzt bei, worauf sie achten muss. Neben der Ernährung wären da noch ausreichend Bewegung und genügend Flüssigkeit zu beachten. Lesen Sie unsere Tipps und lassen Sie sich etwas einfallen. Leben Sie Ihrer Tochter vor, wie man zu normalem Stuhlgang kommt. Schon mal an Seilspringen oder Trampolin gedacht? 15 Minuten täglich wirken Wunder.

    Dr. Schaaf

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    • Re: Analthrombose - Fragen


      Hallo Frau Dr. Schaaf,

      erstmal vielen Dank für die letzte Antwort. Hat mir wirklich sehr geholfen :-)

      Zwischenzeitlich geht es mir viel besser, nehme tgl. 1 Beutel Macrogol zur Stuhlregulierung. Wird aber wieder fester, trotz top-Ernährung (Vollkorn,Gempse,Obst) und bis 3 ltr. Wasser am Tag.
      Gestern hat es wieder ein wenig geblutet. Ich hoffe, das ist noch normal.

      Meine Fragen sind aber folgende:
      Letzen Montag (4.5.) hatte ich eine Blutabnahme. U.a. auch den CRP-sensitiv-Wert.
      Dieser ist 1.02 (normal bis 0,6 mg/l). Also leicht erhöht. Mein Arzt hat mir nichts dazu erklärt.

      -kann das von der OP vom 28.4. kommen ?
      -am 4.5. bekam ich auch meine Tage - hat das etwas damit zu tun ?

      -Warum gibt es versch. Arten des CRP-Wertes (quantitativ, sensitiv...). Das verwirrt den Patienten, selbst die Arzthelferin wusste auf Nachfrage keine Antwort.

      -Ist die Erhöhung harmlos ? Da meine Blutwerte ansonsten immer super sind (die anderen sind es auch v. 4.5.) bin ich leider mal wieder etwas besorgt.


      Danke im Voraus für Ihre Antwort und viele Grüße

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      • Re: Analthrombose - Fragen


        Ich frage mich, warum das CRP überhaupt bestimmt wurde.
        Es ist sehr unspezifisch, was so viel heißt wie "verändert sich bei allen möglichen Sachen".
        So richtig gut zu gebrauchen ist es als Verlaufsparameter, slo als ein Wert, der im Verlaufe einer Erkrankung mehrfach kontrolliert wird und zwar um zu sehen, wie gut der Körper mit einer entzündlichen Veränderung zurecht kommt.

        Ganz ehrlich: An Ihrer Stelle würde ich den Wert erst mal ignorieren, denn er darf nach dem Eingriff noch erhöht sein.

        Was Ihren Stuhlgang angeht: Wie steht es mit Bewegung? Gut sind z.B. Sachen, bei denen der Körper ein wenig durchgeschüttelt wird, mindestens Treppensteigen oder Stepper, besser Seil springen, Trampolin springen, Turnen, so was in der Richtung. Wer wenig beweglich ist, kann z.B. Übungen im Liegen machen, die man früher als Rollkur bezeichnet hat. Und wer sich gar nicht bewegen kann, der soll wenigstens seinen Bauch massieren, abends vor dem Fernseher z.B. immer im Uhrzeigersinn, am besten unten rechts anfangen und dann im Kreis nach oben rechts, nach oben links und unten links. Das hilft ungemein.

        Dr. Schaaf

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