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Autoimmune Innenohrerkrankung

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  • Autoimmune Innenohrerkrankung

    Bei mir hat man aufgrund einer plötzlich eingetretenen beidseitigen 2 KHZ Senke die Diagnose "Autoimmune Innenohrerkrankung beidseits" gestellt. Dies geschah durch die Rheumatologische Abteilung eines Krankenhauses, in die mich der HNO wegen einiger Beleitsymptome wie Muskel- und Skelettschmerzen überwiesen hat.
    Aufgrund welcher Laborwerte läßt sich solch eine Diagnose stellen? Es wurde bei mir lediglich ein leicht erhöhter Rheumafaktor, sowie eine grenzwertige Erniedrigung des C3-Komplements gefunden. CRP, Blutsenkung, ANAS, ANCAS, ACLA, Antikörper gegen dDNA , Lupus Antikoagulans etc. alles negativ, bzw. im Normbereich..
    Auf dieser Basis wurde eine Therapie mit Prednisolon begonnen, das von 100 mg täglich alle 7 Tage um 10mg unter engmaschiger audiometrischer Kontrolle von meinem HNo heruntergesetzt werden sollte, bis zu einer möglichst niedrigen Erhaltungsdosis. Leider hat mein HNO keine Erfahrungen mit der AIED und bezweifelt die Diagnose auch stark, so daß er nicht bereit ist, die Erhaltungsdosis und deren Dauer zu bestimmen. In der Rheumatologie hat man ebenso keine Erfahrungswerte - ich sei eine "Rarität" und so fühle ich mich ziemlich alleine gelassen. Das Cortison soll jetzt nach zwei Monaten abgesetzt werden, da die Gefahr der Osteoporose droht und ich soll auf ein Rheuma-Basismedikament für sechs Monate umgestellt werden. Ob das allerdings im Innenohr zur Wirkung kommt, weiß man dort auch nicht. Wegen doch beträchtlicher Nebenwirkungen, unsicherer Wirkungsweise möchte ich das Medikament nicht nehmen, zumal ich nun auch spektisch ggenüber der Diagnose bin und zum anderen bei Internetrecherchen einen angesetzten behandlungszeitraum von drei Monaten für eine Cortisontherapie bei dieser Erkrankung gefunden habe, so daß es vielleicht ausreichen würde.
    Haben Sie erfahrungen mit der AIED? Wie verfährt man da zum Einen therapeutisch und sehen Sie die Diagnose in meinem Fall gerechtfertigt?
    Mit bestem Dank

  • Hörsturz


    Ich teile Ihre Skepsis. Meiner Ansicht nach spricht eine beidseitige Innenohrschwerhörigkeit im Mitteltonbereich bei 2 kHz eher für eine genetisch begründete Ursache. Allenfalls wenn ein Schub auftritt würde ich Kortison einsetzen. Die Diagnose einer autoimmun vermittelten Innenohrerkrankung würde ich nur in Betracht ziehen, wenn Sie zusätzlich andere Symptome haben die für eine bekannte Autoimmunerkrankung sprechen wie z.B. Augenentzündungen plus Hör- und Gleichgewichtsprobleme bei Cogan Syndrom. Wenn sich Ihr Gehör bisher nicht gebessert hat sollten Sie die Notwendigkeit einer weiteren Behandlung unbedingt mit der rheumatologischen Abteilung besprechen.

    Da ich mich aber recht eindeutig zweifelnd zu Ihrer bisherigen Behandlung äussere muss ich Sie aber auch darauf hinweisen, dass die Angaben die ich von Ihnen im Internet erhalte ja nicht vollständig sein können, ich Sie nicht untersucht habe und damit eigentlich keine Diagnose stellen kann bzw. eine Therapie einleiten.

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