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Memantin - Zusammenhang mit der Tübinger Forschung

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  • Memantin - Zusammenhang mit der Tübinger Forschung

    Sehr geehrter Herr Suckfüll,

    wie der Webseite Ihrer Universität und einigen Beiträgen in diesem Forum zu entnehmen ist, führen Sie im Augenblick eine multizentrische Studie zur Wirksamkeit von Memantin bei Tinnitus durch. Als ehemaliger erfolgloser Patient der Universitätsklinik Tübingen bin ich über diese erneute Forschung ein wenig überrascht. Wie Sie sicherlich wissen, wurde in Tübingen bereits vor etlichen Jahren intensiv zur Wirkung dieses Medikaments gegen Ohrgeräusche geforscht. Das entsprechende Patent (Adamantan-Derivate gegen Tinnitus; Patenthalter: Tinnitus Forschungs- und Entwicklungs GmbH mit Sitz in den Räumlichkeiten einer Münchner Unternehmensberatung) führt bekanntlich auch Tübinger Wissenschaftler als Erfinder an. In der Klinik selbst verkündete man gegenüber Patienten bereits vor langer Zeit Erfolge.

    Ich wäre Ihnen aus diesem Grund dankbar, wenn Sie an dieser Stelle einmal etwas ausführlicher den Zusammenhang schildern könnten, in dem Ihre Forschung mit den vorangegangenen Studien aus Tübingen steht. Wieso ist die weitere Forschung an Ihrer Klinik nötig und wodurch unterscheidet sie sich von den vorherigen Arbeiten?

    Nicht entgangen ist mir im Zusammenhang mit Memantin gegen Tinnitus auch die Bemerkung im „Focus“, die Firma Merz arbeite an der Weiterentwicklung eines Alzheimer-Medikaments gegen Ohrgeräusche. Wie Sie wissen, ist Merz einer der Hersteller von Memantin, welches ja primär ein Mittel gegen Alzheimer ist. Darüber hinaus ist mir auch ein weiteres Patent der Tinnitus Forschungs- und Entwicklungs GmbH bekannt, das sich auf Medikamente gegen Ohrgeräusche bezieht, die die gleiche Wirkung auf den Acetyocholin-Rezeptor (und nicht etwa NMDA-Rezeptor) wie Memantin besitzen, jedoch keine Adamantan-Abkömmlinge sind. Es wäre sehr freundlich, wenn Sie auch diese Umständen etwas genauer erläutern könnten.

    Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen herzlich.