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Ist mein Hörsturz wirklich auskuriert?

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  • Ist mein Hörsturz wirklich auskuriert?

    Am Pfingstwochenende hatte ich eine starke Erkältung mit Husten und Heiserkeit, jedoch ohne Schnupfen. Am Abend des Pfingstmontag hatte ich ein Knacken im rechten Ohr mit anschließendem Druckgefühl (so wie bei der Landung im Flugzeug). Gegen die zunehmenden Ohrenschmerzen nahm ich dann zur Nacht Schmerzmittel mit dem Entschluß, am nächsten Morgen zum HNO-Arzt zu gehen. Die Schmerzen waren morgens vorüber, den Besuch beim Arzt erachtete ich nicht mehr als notwendig, da ich von einer Mittelohrentzündung ausging. Der Druck im Ohr jedoch blieb und verstärkte sich in den Tagen zunehmend. Außerdem stellte sich ein stärkeres Taubheitsgefühl im Ohr ein, es kam zu leichten Schwindelanfällen. Beunruhigend war für mich aber nur das Pfeifen im Ohr, das bei absoluter Stille immer lauter zu werden schien. Am Freitag morgen (also ca. 90 Stunden später) ging ich zum HNO-Arzt, der mir nach einigen Tests einen Hörsturz bescheinigte. Inzwischen war das Schwindelgefühl wesentlich stärker geworden. Ich bekam 5X Infusionen über eine Woche verteilt (mit Krankschreibung). Danach ergab der Hörtest eine Besserung der Hörfähigkeit. Da ich nach dieser Woche in die Ferien fuhr, bekam ich 100 Nafti-ratiopharm Kapseln verschrieben, die ich dreimal täglich einnehme. Nach fast zwei Wochen wurde der nächste Hörtest gemacht, die Werte waren wiederum besser als vorher. Der HNO-Arzt empfahl mir, die Kapseln bis zum Ende einzunehmen, bei Beschwerden solle ich mich wieder melden. Die Therapie wurde vor etwa 5 Wochen begonnen. Inzwischen ist das Pfeifen aus dem Ohr völlig verschwunden (und das einige Tage nach Therapiebeginn). Das Gehör hat sich wesentlich gebessert und an manchen Tagen kommt es mir so vor, als wäre nie etwas gewesen. Die Kapseln nehme ich immer noch dreimal täglich ein. Es gibt jedoch Momente, an denen sich das Druckgefühl im Ohr wieder einstellt. Dazu kommen immer leichte Schmerzen, die ich nicht so recht loswerde. Ich habe aber im Internet recherchiert, daß Schmerzen nicht typisch für einen Hörsturz zu sein scheinen. Woran mag es liegen, daß sich diese Schmerzen einstellen? Sollte ich nach Einnahmeende der Kapseln meinen HNO-Arzt wieder konsultieren? (Auch wenn sich das Druckgefühl im Ohr nur zeitweilig und in immer längeren Abständen einstellt.) Ist eine weitere Therapie sinnvoller? Und werde ich diese Beschwerden jemals wieder los?

    Vielen Dank im voraus.

    Übrigens, die Untersuchungen des Ohrs in der "Röhre" und die Tests bei der Neurologin haben nichts auffälliges ergeben.


  • RE: Ist mein Hörsturz wirklich auskuriert?


    So wie Sie es beschreiben halte ich es für wahrscheinlich, dass Sie ein sogenanntes toxisches Innenohr hatten und keinen Hörsturz. Beim toxischen Innenohr wird das Innenohr durch den Eiter im Mittelohr geschädigt. Ein Schnitt ins Trommelfell (falls noch erforderlich) und Infusionen mit Kortison sind die übliche Therapie.
    Warum Sie nun erneut Ohrenschmerzen haben kann ich natürlich vie Internet nicht beantworten. Ich halte es aber für sehr unwahrscheinlich, dass es sich um einen Hörsturz handelt. Wahrscheinlicher ist eher ein Problem der Belüftung des Mittelohres über die Tube - der Unterdruck im Mittelohr ist schmerzhaft und führt zu einer Hörminderung. Für eine solche Tubenventilationsstörung gibt es viele Ursachen, ihr HNO-Arzt sollte Sie diesbezüglich nocheinmal untersuchen.

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