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Tiefton-Hörsturz

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  • Tiefton-Hörsturz

    Ich hatte vor drei Wochen einen Tiefton-Hörsturz, der zunächst fünf Tage lang mit HAES- und Solu-Decortin-Infusionen behandelt wurde. Bereits nach zwei Tagen ware eine deutliche Besserung zu spüren und nach drei Tagen waren die Beschwerden komplett verschwunden.

    Die Remission hielt leider nicht lange an. Nach knapp einer Woche traten dieselben Beschwerden wieder auf (extremes Druckgefühl im linken Ohr, schlechtes Hören im Tieftonbereich, tieffrequentes Brummen in der linken Kopfhälfte und gelegentliches Pfeifen.

    Nach einer erneuten einmaligen Infusion (wie oben) überwies mich mein HNO-Arzt zur Dehydratationstherapie in die Klinik, da Tiefton-Hörstürze wohl in aller Regel um einen Endolymph-Hydrops verursacht werden und diese Therapie häufig gut angschlägt.

    Als ich am nächsten Tag (freitags) in der Klinik ankam, hatten sich die Beschwerden stark gebessert (vielleicht aufgrund der einmaligen Kortisongabe vom Vortag?!?) und sämtliche Untersuchungen waren ohne Befund, so dass ich wieder nach Hause geschickt wurde. Am Tag darauf verschlimmerten sich die Beschwerden erneut start, so dass ich montags wieder zu meinem HNO-Arzt fuhr, wieder an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Infusionen bekam und dann mittwochs doch wieder in die Klinik fuhr, da sich kaum eine Besserung gezeigt hatte. diese trat dann erst am Mittwoch ein (Hörtest in der Klinik war erneut normal, ich hatte lediglich noch ein rel. leichtes Druckgefühl im OHr).

    Während der dreitägigen Dehydratationstherapie waren die Beschwerden mal stärker und mal schwächer und der HÖrtest bei Endtlassung war erneut unauffällig, obwohl der Druck noch immer nicht verschwunden war.

    Seit gestern bin ich wieder zu Hause und bereits abends wurde der Druck wieder sehr viel stärker. Heute ist es wieder so schlimm, dass ich das Gefühl habe, einen Schiffmotor im Kopf zu haben. Man wird schier verrückt, weil man diesem Gebrumme und Gedröhne nicht entkommen kann.

    Nun meine Frage: Ist die HELP-Apherese auch bei einem tiefton-Hörsturz angezeigt, bzw. erfolgversprechend? Oder welche anderen Ursachen als ein Endolympf-Hydrops könnten hinter meinem Problem stecken? Ich wäre für eine ausführliche Antwort wirklich sehr dankbar, da ich zur Zeit wirklich sehr verzweifelt bin. Es zeigt sich so gar keine Besserung und ich kann mir kaum vorstellen, mit diesen Beschwerden in der jetzigen Form auf Dauer leben zu können.

    Vielen Dank im Voraus und beste Grüße
    Silke


  • RE: Tiefton-Hörsturz


    Die HELP-Apherese macht da keinen Sinn, da es nichts mit dem Cholesterin zu tun hat. Es handelt sich um einen eher gutartige Hörsturzform, die mit einer event. wochenlangen Cortisontherapie (ca. 20mg Decortin, später ausschleichen) in Kombination mit einem Wasserentziehenden Medikament (z.B. Lasix 20mg, jeden 2. oder 3. Tag) wirksam behandelt werden kann. bei einem Rückfall kann die Behandlung wiederholt werden. Behilflich ist Ihnen der HNO-Arzt.

    SilkeT schrieb:
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    Ich hatte vor drei Wochen einen Tiefton-Hörsturz, der zunächst fünf Tage lang mit HAES- und Solu-Decortin-Infusionen behandelt wurde. Bereits nach zwei Tagen ware eine deutliche Besserung zu spüren und nach drei Tagen waren die Beschwerden komplett verschwunden.

    Die Remission hielt leider nicht lange an. Nach knapp einer Woche traten dieselben Beschwerden wieder auf (extremes Druckgefühl im linken Ohr, schlechtes Hören im Tieftonbereich, tieffrequentes Brummen in der linken Kopfhälfte und gelegentliches Pfeifen.

    Nach einer erneuten einmaligen Infusion (wie oben) überwies mich mein HNO-Arzt zur Dehydratationstherapie in die Klinik, da Tiefton-Hörstürze wohl in aller Regel um einen Endolymph-Hydrops verursacht werden und diese Therapie häufig gut angschlägt.

    Als ich am nächsten Tag (freitags) in der Klinik ankam, hatten sich die Beschwerden stark gebessert (vielleicht aufgrund der einmaligen Kortisongabe vom Vortag?!?) und sämtliche Untersuchungen waren ohne Befund, so dass ich ....

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    • Tieftonhörsturz


      Wir sehen eigentlich bei Hörstürzen die den ganzen Frequenzbereich des Ohres betreffen oder sogar bei vollständigen Ertaubungen die besten Ergebnisse mit HELP. Dennoch kann HELP auch in solchen Fällen eingesetzt werden, Sie müssten es aber selbst bezahlen da die Kassen die Behandlung meist nicht erstatten.
      Der Verlauf Ihres Hörsturzes ist ungewöhnlich und ich würde empfehlen vor einer HELP Therapie sicherheitshalber noch eine Kernspintomographie von Innenohr und Hörbahn durchführen zu lassen.

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