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Hörsturz?

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  • Hörsturz?

    Hallo,

    ich habe seit einer Woche Probleme mit meinem rechten Ohr.
    Beim Einfahren eines Zuges in den Bahnhof haben die Bremsen so laut gequitscht, dass ich auf dem rechten Ohr seitdem einen unangenhemen Piepton wahrnehme. Der HNO Arzt hat dann einen mittelschweren Hörsturz diagnostiziert und mir Kortison sowie lutverdünnungs-tabletten verschrieben.
    Seltsamerweise empfinde ichseitdem laute Geräusche auf dem rechten Ohr als sehr belastend, bin innerlich unruhig, und habe manchmal das Gefühl, wie betäubt zu sein. Stress jeglicher Art bekommt mir überhaupt nicht und macht mich völlig fertig.
    Meine ganze Wahrnehmung ist etwas gehemmt und ich bin ziemlich farig.
    Nach Ruhepausen habe ich Probleme wieder in Gang zu kommen und mit ist oft etwas schwindelig.
    Nachts kommen dann noch Schlafstörungen dazu.
    Ich habe mittelerweile auch das Gefühl, dass die Tabletten Nebenwirkungen haben.
    Der Arzt hat mit geraten, die Blutverdünner-Tabletten abzusetzen.
    Deutet die Tatsache, dass ich (laute) Geräusche auf dem rechten Ohr als unangenhem empfinde vielleicht auf eine andere Schädigung hin?
    Kann Kortison oder die Blutverdünner die beschriebenen Nebenwirkungen, insbesondere die schlechte, fast depressive, Allgemeinstimmung auslösen?


  • Hörsturz


    Laute Geräusche als unangenehm zu empfinden ist geradezu typisch für einen Hörsturz, Sie müssen sich also keine Sorgen machen dass die Diagnose möglicherweise nicht stimmt.

    Ich weiss zwar nicht welche Tabletten sie zur Blutverdünnung nehmen, aber üblicherweise führen sie nicht zu depressiven Verstimmungen.
    So klar kann man den Zusammenhang zwischen einer depressiven Allgemeinstimmung und Kortison leider nicht trennen. Kortison kann bei vorbestehender unterschwelliger Depression die Gemütslage unter bestimmten Umständen verschIechtern. Andererseits ist Kortison bei Hörsturz ein wirksames Medikament auf das man ungerne verzichtet. Nur auf ein kurzes e-mail gestützt kann man Ihnen hier sicher nicht so ohneweiteres einen zuverlässigen Rat geben. Daher möchte Ich Ihnen anraten diese Situation nocheinmal mit Ihrem behandelnden HNO-Arzt zu besprechen.

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    • RE: Hörsturz


      Danke für die schnelle Antwort.
      Nachdem jetzt ein paar Tage vergangen sind und ich nach Rücksprache mit meinem Arzt die Blutverdünnungstabletten wieder einnehme, haben sich die Piepton-Geräusche des rechten Ohrs etwas reduziert.
      Das Geräusch scheint jetzt aber mehr aus dem Kopfmittelpunkt zu entspringen bzw. das linke Ohr gleichermaßen die "Schallquelle" zu sein.

      Zu den Nebenwirkungen wollte ich noch folgendes anmerken:
      Meine Stimmungen waren teilweise so schlecht, dass ich dass Gefühl hatte gleich durchzudrehen. Ich habe alles mögliche in Frage gestellt und an meinem Können in jeglicher Hinsicht gezweifelt. Ob Arbeit, Beziehung, Kindererziehung, alles schien mir nicht mehr schaffbar oder unlösbar zu sein. Das war eine völlig neue+unangenehme Erfahrung für mich, die mir tausendmal mehr Angst gemacht hat, als dass Piepen im Ohr.
      Nachdem ich auf das Anraten meines Arztes die Kortisondosis (Prednisolon-ratiopharm 50, angänglich 1,5 Tabl.) etwas reduziert habe bzw. das Medikament nun langsam heruntergestzt wird, sind diese depressiven Stimmungen Gott sei Dank komplett weggegangen. Lediglich das Zittern in den Händen und ein leichtes Herzrasen ist (wohl durch die Blutverdünner Pentoxifyllin ratiopharm 400, 3* tagl. 1 Tabl.) noch geblieben.
      Rückblickend kann ich nur die Empfehlung geben, sich bei solchen Nebenwirkungen sehr wohl die Beipackzettel durchzulesen.

      Eine Frage noch:

      Nachdem ich die Tablettenbehandlung bald beendet habe, würde mich interessieren, ob noch Chancen bestehen, das der Piepton von alleine wieder weggeht oder ist eine weitere Behandlung (mit Erfolg?) notwendig/möglich?


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      • RE: Hörsturz


        Laute Geräusche als unangenehm zu empfinden ist geradezu typisch für einen Hörsturz, Sie müssen sich also keine Sorgen machen dass die Diagnose möglicherweise nicht stimmt!

        Ja ne is klar,dann ha ich wohl auch eienen weil ich das z.B das laute Kratzen an der Tafle unangenehm finde,oder das Pfeifen von Fußballfans im Stadion. Also da sollte man schon definieren könne, oder ?

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        • RE: Hörsturz


          Zu Deinem Eintrag: Eine Frage noch:

          Nachdem ich die Tablettenbehandlung bald beendet habe, würde mich interessieren, ob noch Chancen bestehen, das der Piepton von alleine wieder weggeht oder ist eine weitere Behandlung (mit Erfolg?) notwendig/möglich?

          Hallo Meisterlein,

          im Nov. 2002 bin ich nachts wachgeworden von einem unangenehmen rauschen, verbunden mit einem Hörverlust auf meinem linken Ohr. Als ich am nächsten Tag sofort zum HNO-Arzt gegangen bin, wurde ein mittelschwerer Hörsturz verbunden mit einem Tinnitus diagnostiziert. Als Therapie habe ich damals 10 Tage für eine Std. Infusionen bekommen. Aber richtig geholfen haben sie nicht. Was ich für mich damals gemacht habe, war, mich einfach mal eine weitere Woche krankschreiben zu lassen. Habe mir die Ruhe gegönnt und habe 6 Wochen jeden Tag autogenes Training gemacht. Tolle CD`s gibt es bei der Tinnitus-Liga. Daraufhin wurde zum einen das Hörvermögen wieder hergestellt, zum anderen ließ das Piepsen nach. Gleichzeitig habe ich mich in orthopädische sowie zahnärztliche Behandlung begeben. Da stellt man dann fest, daß der Hörsturz vermutlich von meiner Halswirbelsäule kommt. Dagegen habe ich dann
          Massagen und Krankengymnastik bekommen. Danach war das Piepsen weg. Jedoch merke und unter Streßsituationen hin und wieder ein Ohrgeräusch. Wenn es soweit ist, hole ich eben die CD aus dem Schrank und versuche so gut es geht zu entspannen. Ich denke, wenn man einmal davon betroffen ist, kehrt diese lästige Piepsen immer wieder. Und das man geräuschempfindlich ist, ist völlig normal. Das Problem habe ich bis heute. Auf jeden Fall ist oberstes Gebot - so finde ich - das man sich von dem Rauschen, Piepsen etc. nicht abhängig macht. Da man sonst wirklich durchdreht !!!!! Hoffe, ich konnte Dir ein bißchen weiterhelfen. Liebe Grüße und gute Besserung !

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          • Hörsturz?


            Ich habe auf meinem linken Ohr ein monotones pfeifen und es fühlt sich so an, als ob ich unterwasser wäre...
            Alles Anzeichen für einen Hörsturz???
            wäre nett wenn mir jemand schnell antworten könnte!
            Martin

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            • RE: Hörsturz?


              Danke für die netten Antworten.
              Ich habe wieder ein bisschen Hoffnung geschöpft, dass das Pfeiffen vielleicht doch noch weg geht. Ich werde nächste Woche einige weitere Fachärzte aufsuchen.
              Danke auch für den Tipp mit dem HWS. Mit der habe ich seiten Jahren verspannungstechnisch Probleme.

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              • RE: Hörsturz?


                Achso: Eine Tipp habe ich vielleicht noch.

                Mein Arzt hat mir zur Blutverdünnung ein pflanzliches Präparat verschrieben, weil ich die anderen Bomber nicht vertragen habe. Es heißt Tibonin und ist rezeptfrei in der Apotheke zu bekommen. Damit schaffe ich es immerhin die Geräusche etwas zu dämpfen.....
                und es ist frei von Nebenwirkungen.

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