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Tinnitus + Knacken im Ohr + Druckgefühlt...

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  • Tinnitus + Knacken im Ohr + Druckgefühlt...

    Guten Abend zusammen,
    mittlerweile bin ich wirklich verzweifelt und habe ernsthaft Angst um meine Gesundheit. Ich hoffe, jemand kann mir hier einen Tipp geben.
    Zunächst ein paar Worte zu mir. Ich bin Männlich und bald 32 Jahre alt. Allgemein habe ich mittlerweile folgende Beschwerden:

    - Tinnitus linksseitig (eher Tiefer Ton)
    - Linksseitig hörvermindert (ca. 70-80% Hörvermögen)
    - Knacken in den Ohren, allerdings vermehrt im linken Ohr. Dieses Knacken habe ich beim Schlucken oder aber auch Bewegen meines Kopfen nach links oder rechts, wie zum Beispiel beim Schulterblick bei Autofahren. Das Knacken erinnert an einen Druckausgleich, ohne dass aber mein Ohr danach wirklich frei wird.
    - Mein linkes Nasenloch ist zwar nicht dicht, allerdings ist die Atmung durch dieses Nasenloch erschwert. Wenn ich stark ausatme und rechte Nasenloch zuhalte, habe ich das Gefühl, dass da etwas raus müsste und ich bekomme kurzzeitig von innen Druck auf das linke Ohr
    - Probleme mit meinem Nacken und meiner Linken Schulter

    Es fing ungefähr November 2018 an. Auf der Arbeit viel mir auf, dass ich auf meinen Kopfhörern links deutlich weniger höre als rechts (im Hochtonbereich). Da ich früher bereits Probleme mit Dreck in den Ohren hatte, habe ich mir erst nichts dabei gedacht und wollte es bei einem HNO klären. Zeitgleich fingen meine starken Schmerzen in der linken Schulter und im Nackenbereich an (mit Pendeln und Arbeiten sitze ich ca 11 h am Tag).
    Der Gang zum HNO (Januar 2019) war allerdings etwas ernüchternd. ich schilderte, dass ich mich fühlte, als wenn mein Kopf unter eine Glocke wäre und dass ich einfach nicht genug hörte. Die Ärztin fand keine organischen Probleme an meinem Ohr und Nase. Sie machte den Hörtest 5 mal immer mit dem selben Resultat, dass ich links deutlich schlechter höre, wobei der Hochtonbereich nochmal schlechter wird. Sie empfahl mir ein MRT vom Schädel um ein Akkustikusneurinom auszuschließen und ein Hörgerät.
    Glücklicherweise ist der Befund unauffällig, allerdings fühlte ich mich zu diesem Zeitpunkt noch schlechter. Der Tinnitus setzte ein bei gleichzeitigem Drehschwindel. Die darauf folgenden 8 Wochen war ich insgesamt 3 Wochen krank geschrieben, weil ich vor Übelkeit weder Autofahren noch Arbeiten konnte.

    Anschließend habe ich Hilfe bei einer Orthopädin gesucht, da ich einen Zusammenhang mit meiner Nacken- und Schulterverspannung vermutute. Hier wurde mir zunächst ein MRT der HWS vorgeschlagen um einen Bandscheibenvorfall der HWS auszuschließen. Auch dieser Befund war unauffällig. Die Orthopädin hat mir im Anschluss den Besuch bei einem MKG/Zahnarzt empfohlen um festzustellen, ob ich mit den Zähnen knirsche. Das ist nun ca 4 Monate her. Ich habe in der Zwischenzeit 12 Physiotherapieeinheiten gehabt und 4 Ostheopathiestunden ohne nennenswerten Erfolg.
    Derzeit bin ich bei einem Chiropractor in Behandlung, der einiges an Schiefstand in meinem Rücken und Nacken lokalisiert hat und behandelt. Ich hatte bisher zwei Termine, wobei ich mich nach jedem Termin generell besser gefühlt habe, aber ohne Einfluss auf den Tinnitus oder das Hörvermögen. Beim Behandeln meines Nackens liege ich auf dem Rücken und drehe meinen Kopf auf eine Seite, dann wird auf die nach oben zeigende Seite meines Gesichts Druck ausgeübt. Hierbei habe ich festgestellt, dass beim Drücken auf meine linke Gesichtsseite es sich komisch/unangenehm in meinem linken Ohr anfühlt. Ich kann es leider nicht genauer beschreiben.

    Generell fühle ich mich morgens viel besser als abends. Wenn ich abends nach Hause komme, dröhnt mir zunächst der Kopf vom Tinnitus. Nach einer heißen! Dusche lässt es nach und ich meine es knackt auch weniger in meinem Ohr. Wenn ich am Wochenende Beschwerden habe, lege ich mich eigentlich etwas hin (nicht schlafen), was die "Schmerzen" und die "Glocke" mindert.
    Heute habe ich mal eine Nasendusche versucht um das Gefühl von diesem Fremdkörper in der Nase zu beseitigen, leider ohne Erfolg.

    Ich weiß, da steht recht viel, allerdings kann ich zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nach sagen, was davon von Relevanz ist und was nicht. Ich hoffe, jemand erkennt hier einen roten Faden und kann mir einen Tipp geben, wie es weiter gehen könnte.
    Ich danke bereits jetzt.

    Gruß
    tahpek


  • Re: Tinnitus + Knacken im Ohr + Druckgefühlt...

    Wie Sie vermutlich schon erfahren haben, können Ohrgeräusche viele Ursachen haben und sind häufig schwer zu therapieren. Hierbei ist es wichtig organische Ursachen auszuschließen, was ja schon viel passiert ist. Die Hörteste und die Bildgebung des Kopfes und der Halswirbelsäule waren sicherlich wichtig. Auch die Physiotherapie bei Verspannungen ist sinnvoll. In der Therapie kann es durchaus helfen, einmal ein Hörgerät zu probieren, das die Ohrgeräusche übertönt. Das Knacken im Ohr beim Schlucken ist ein normales Phänomen, auf das die meisten Menschen schlichtweg nicht achten. Bezüglich der Nasenatmungsbehinderung sollten Sie noch einmal Ihren HNO-Arzt aufsuchen, damit dieser die Nase untersuchen kann. Zudem kann z.B. kortisonhaltiges Nasenspray die Belüftungssituation im Ohr verbessern. Ihr HNO-Arzt kann Sie auch beraten, ob eine operative Begradigung der Nasenscheidewand sinnvoll ist. Das ist ohne eine Untersuchung schwer einzuschätzen.

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    • Re: Tinnitus + Knacken im Ohr + Druckgefühlt...

      Hallo, hilft alles nix.

      seit einer Erkältung vor ein paar Jahren hab ich auch das knacken oder ploppen im Ohr beim schlucken. Damals war ich bei mehreren HNO, keiner hat es wirklich ernst genommen oder gar geglaubt. Eine Krankenschwester die ich mal darauf angesprochen habe meinte die wissen das schon aber meist denken die einfach das wird von selbst wieder. Hab auch Tinnitus, Nasenscheidewandkrümmung, immer wieder mal Druckgefühl, dumpfes hören das volle Programm. Wie jetzt gerade, bin gestern bei der Kälte bei offenen Fenster eingeschlafen. Nase dicht heißt Ohren auch dicht wegen geschwollener Tube. Dir wird auffallen ich rassel das so runter als wäre es schon Routine, ist es eigentlich fast schon aber trotzdem immer wieder unangenehm. Mein rechtes Ohr hat gerade so nen Druck und bei ausnahmlos jedem schlucken knackt es wie sonst was. Ich gehe es für normal erstmal mit gewöhnlichen Abschwelltropfen an, wenn's nicht besser wird muss das Kortisonspray raus. Also ich hab mich damit abgefunden, eine Nasen OP wurde mir nahegelegt aber ich weiß nicht ob es Besserung bringt. Bei Ohrengeräuschen kann man wie der Doc auch sagt eigentlich falls jetzt nicht eine handfeste Entzündung vorliegt so gut wie nichts machen. Bewegung, sprechen, kauen hilft auch ein wenig bei Druckproblemen.

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