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Dysakusis und Hörverzerrung nach Hörsturz

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  • Dysakusis und Hörverzerrung nach Hörsturz

    Guten Tag,
    nach meinem zweiten Hörsturz vor vier Wochen haben sich die Symptome leider nicht gebessert. Ich leide aktuell an Doppeltonhören und Hörverzerrung (links alles einen Halbton tiefer als rechts). Können Sie mir sagen, ob das Gehirn mit der Zeit lernt, dieses Fehlhören zu kompensieren? Werde ich irgendwann wieder normale Höreindrücke haben?Vielen Dank.

  • Re: Dysakusis und Hörverzerrung nach Hörsturz

    Wurden Sie mit Kortison behandelt? Falls dies keine Besserung erbrachte, kann auch die intratympanale Cortisongabe versucht werden. Das Kortison wird hierbei hinter das Trommelfell appliziert.

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    • Re: Dysakusis und Hörverzerrung nach Hörsturz

      Hallo. Mein Tieftonhörsturz ist jetzt auch 4 Wochen alt und ich habe extreme Hörverzerrungen links, die ich mit Ohropax etwas abdämme. Systemisch Cortison hat nichts gebracht und die erste intratympanale Behandlung vor 6 Tagen zeigt bisher auch keine Wirkung. Kann der Wirkungseintritt denn auch erst nach der zweiten oder dritten Injektion spürbar werden? Was gibt es noch für Möglichkeiten? Mit dem Hörverlust (40db) könnte ich umgehen, aber die Verzerrungen machen einen normalen Alltag fast unmöglich.

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      • Re: Dysakusis und Hörverzerrung nach Hörsturz

        Hallo Prusseliese!
        In der Zwischenzeit ist mein zweiter Hörsturz 6 Wochen alt und der letzte Hörtest vor vier Tagen hat ergeben, dass ich "nur" noch bei 25 Dezibel Tieftonschwerhörigkeit bin. Es ist also eine Besserung nach mehr als 4 Wochen eingetreten, juhu! Und das einfach so, ohne weitere Therapie. Die Hörverzerrung ist leider immer noch da, allerdings wechselt sie in der Intensität im Tagesverlauf. Heute morgen bin ich aufgewacht und konnte die Stimmen meiner Kinder zum ersten mal wieder fast normal hören. Der Zustand hielt aber leider nur sehr kurz an (halbe Stunde), aber das lässt mich hoffen. Heute Abend ist das Doppeltonhören und die Hörverzerrung wieder volle Pulle da und vor allem Musikhören geht gar nicht (alles schrecklich verzerrt und disharmonisch), was mich sehr traurig macht. Musik ist meine Leidenschaft.
        Ich hätte so gern mal eine Antwort darauf, ob diese Hörverzerrung nun mein Lebensbegleiter sein wird oder ob ich sie irgendwann los sein werde. Ich habe gehört, dass das Gehirn in der Lage sein soll, die falschen Höreindrücke zu kompensieren. Aber ob das stimmt? Und wenn ja, was kann man selbst tun - das Gehirn irgendwie trainieren? Hat jemand eigene Erfahrungen damit?
        Ich war bei zwei HNO-Ärzten und beide sagten mir, dass auch die intratympanale Injektion lediglich ein Versuch sei. Der Tenor von beiden war unabhängig voneinander eher: finden sie sich ab, es gibt keine Antwort und keine Therapie.
        Prusseliese, ich wüsste gern, wie es bei Dir weitergeht. Liebe Grüße, viel Kraft und gute Besserung!

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        • Re: Dysakusis und Hörverzerrung nach Hörsturz

          ehrlich gesagt nervt mich die Unwissenheit der Ärzte bei tinnitus, hörsturz und dergleichen ungemein. organe verpflanzen das kann man. aber bei sowas bahnhof. furchtbat

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          • Re: Dysakusis und Hörverzerrung nach Hörsturz

            Heute war die zweite Injektion. Es kann nur besser werden.... Ich habe tolle Ärzte und weiß, dass das Thema Hörsturz auch für die Besten eine Blackbox ist. Unendlich viele Studien mit unbefriedigenden Ergebnissen. Doof, aber wahr.

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            • Re: Dysakusis und Hörverzerrung nach Hörsturz

              Ich drücke Dir die Daumen! Und uns allen zusammen auch! Wie ist so eine Injektion? Unangenehm?

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              • Re: Dysakusis und Hörverzerrung nach Hörsturz

                Wenn Sie eine ausreichende lokale Anästhesie erhalten haben, so gut wie schmerzlos.

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                • Re: Dysakusis und Hörverzerrung nach Hörsturz

                  Die Injektion ist fast schmerzfrei aber ziemlich unangenehm. Dass die Verzerrungen bei Dir langsam abnehmen ist super!!! Bei mir passiert leider immer noch nicht viel, vielleicht ein klitzekleines bisschen.... Noch 2 geplante ITC und dann mal schauen wie der Hörtest ist. Ohropax habe ich immer noch im Ohr, dann sind die Verzerrungen nicht ganz so schlimm. Ab morgen beginnt bei mir wieder der Alltag...

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                  • Re: Dysakusis und Hörverzerrung nach Hörsturz

                    Bis zu drei intratympanale Cortisongaben sind möglich und sinnvoll. Ihr behandelnder HNO-Arzt bespricht dies sicher gern mit Ihnen.

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                    • Re: Dysakusis und Hörverzerrung nach Hörsturz

                      Hallo zusammen,

                      mich würde es interessieren, wie es allen hier ergangen ist, die Hörstürze sind ja nun schon einige Zeit rum.
                      Hat sich das Hören verbessert, komplett regeneriert oder hat irgendeine andere Therapie geholfen?

                      Hier kurz erklärt mein Thema, mein Mann und ich waren vor 4 Wochen im Urlaub, vor ca. 3 Wochen hatten wir einen Inlandsflug, alles wie immer.
                      Da mein Mann einem Ohr bereits einen Tinnitus hat und Schwerhörig ist, ist er es generell gewohnt Druckausgleich zu machen. Druck hatte er also keinen im Ohr, erkältet war er auch nicht.
                      Er hat lediglich beim fliegen Musik gehört über Kopfhörer. Nach dem Flug hat er auf einmal alles angefangen verzerrt zu hören. Lange Rede kurzer Sinn es ist im Urlaub nicht besser geworden, ausländische Ärzte kann man leider (Thailand) auch in der Pfeife rauchen, hat leider keiner helfen können. Nach ca. 1,5 Wochen Sind wir dann wieder heimgekommen (unbehandelt) und direkt hier zu Arzt. Er sagt es ist kein Hörsturz, seit einer Woche nun Cortison (Tabletten) und Blutverdünnende Tabletten, bisher keine Besserung.

                      Er dreht bald durch, nicht nur das er den Tinnitus auf der anderen Seite hat und Schwerhörig ist, jetzt kann er mit dem anderen auch kaum hören, weil er von dem verzerrten, doppelten Ton schier wahnsinnig wird. (Er verwendet schon seit dem Urlaub ständig Ohrstöpsel auch als Schutz)

                      Ich brauche mal eine richtige Einschätzung, wie sind die Chance, was können wir noch versuchen und gibt es hier Leute bei denen das wieder komplett verschwunden ist.

                      Bei wie vielen von euch war denn auch Stress ein möglicher Auslöser?

                      Schonmal vielen Dank & grüße
                      T.

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                      • Re: Dysakusis und Hörverzerrung nach Hörsturz

                        Sie sollten unverzüglich einen HNO-Arzt aufsuchen und einen Hörtest anfertigen lassen. Je nach Ausprägung sollte das Ohr, welches schon länger schwerhörig ist zügig mit einem Hörsystem versorgt werden. Nur wenn sich das Gehör bessert, kann der Tinnitus nachlassen. Für das andere "akute" Ohr: die Leitlinie empfiehlt an drei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils 1x täglich 250mg Kortison in die Vene. Nützt dies nichts, ist die intratympanale (hinter das Trommelfell) Gabe von Kortison zu empfehlen.

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                        • Re: Dysakusis und Hörverzerrung nach Hörsturz

                          Hallo, Mein letzter großer Hörsturz ist jetzt ein Viertel Jahr her. Zwischendurch habe ich immer mal wieder kleinere Hörstürze und das Gehör ist mal besser, mal schlechter. Das doppelt hören und die hörverzerrungen habe ich seit Auftauchen meines Tinnitusses vor 2 Jahren immer mal wieder für kurze Zeit gehabt. Die längste Episode dauerte jetzt ein Viertel Jahr (seit dem letzten großen Hörsturz). Seit 1 Woche bin ich die Symptome urplötzlich wieder los, was aber nicht heißt, dass sie nicht wieder kommen. Leider. Trotzdem bin ich sehr erleichtert. Bei mir spielt Stress oder auch nur geringe innere Anspannung eine große Rolle. Meine HNO-Ärztin sagt, alle Therapien seien lediglich "Versuche", die Wissenschaft tappe beim Thema Hörsturz und Ohrgeräusch noch sehr im Dunkeln... Alles Gute für deinen Mann. Man braucht Viel Geduld.

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                          • Re: Dysakusis und Hörverzerrung nach Hörsturz

                            Im akuten Stadium (bis zu sechs Wochen nach dem Ereignis) ist Kortison wirksam. Dies konnte mittlerweile in zahlreichen Studien bewiesen werden. Hier tappen wir keineswegs mehr "im Dunkeln"!

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