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Seit 3 Jahren Halsschmerzen

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  • Seit 3 Jahren Halsschmerzen

    Guten Abend zusammen,

    ich wende mich an euch, weil ich mit meinem Latein am Ende bin und auch die unterschiedlichsten Ärzte, bei denen ich bisher war, nichts feststellen konnte. Ich hoffe schon lange darauf, die Ursache meiner Beschwerden herauszufinden. Bisher vergebens.

    Ich habe jetzt seit mehr als 3 Jahren so gut wie täglich Halsschmerzen, mal stark und lästig, mal sehr leicht, mal kaum wahrnehmbar. Zwischendurch gab es auch mal 1-2 etwas längere Phasen, in denen der Hals nicht weh tat.

    Ersteinmal zur genauen Beschreibung meiner Halsschmerzen:
    Es ist eine Art Brennen im oberen Halsbereich - also zu unterscheiden von der Art Halsschmerz, die man bei einer Mandelentzündung o.ä. hat. Ich habe keine Schluckbeschwerden, dennoch merkt man das Brennen, wenn es etwas stärker ist, auch beim Schlucken.
    Wenn sie besonders stark sind, brennt es insbesondere auch beim Sprechen. Sehr belastend ist auch, dass ich dadurch seit 3 Jahren auch kaum noch Musik mache/singe, da es auch beim Singen besonders brennt und ich das Gefühl habe, dass meine Stimme nicht mehr ihre volle Kraft erreicht.
    Unterschiedliche Ärzte haben sich bei den Untersuchungen auch schon meine Stimmbänder angeschaut, die seien aber tadellos.
    Es ist schwierig, den Schmerz genau zu lokalisieren, aber wenn ich tief durch die Nase einatme, spüre ich den Luftzug genau über die brennende Region hinwegziehen. Die Stelle fühlt sich dann auch sehr trocken an. Dazu sei gesagt, dass ich sehr viel trinke. Ich schätze mindestens etwa 3 Liter am Tag.

    Nun zum genauen Verlauf meiner Arztbesuche und zu den unterschiedlichen Diagnosen der letzten Jahre:

    Im Sommer 2011 ist mir irgendwann aufgefallen, dass meine Halsschmerzen bereits seit 6 Wochen anhalten. Ich ging zum HNO-Arzt, der mir erst ein Antibiotikum verschrieb und dann noch eins, da das erste nichts gebracht hatte.
    Die Beschwerden hielten an und irgendwann kam ein anderer Arzt derselben Praxis darauf, dass es auch eine leichte Pilzinfektion sein könnte - ausgelöst durch Antibiotika, die ich auch Monate zuvor mehrfach wegen einer Haarwurzelentzündung genommen hatte. Einen gesicherten Befund dafür gab es nicht, die Vermutung war aber irgendwie nachvollziehbar. Eine Blutuntersuchung bei meinem Hausarzt hatte nichts ergeben.
    Ich lutschte also in der folgenden Zeit bestimmte Tabletten gegen eine mögliche Pilzinfektion und machte mich darüber schlau, welche Produkte man bei einer Pilzinfektion vermeiden sollte.
    So verzichtete ich für etwa 2 Wochen dann u.a. vollständig auf Zucker und tatsächlich waren die Beschwerden irgendwann auch wieder weg.
    Ich dachte, dass sich die Sache damit hatte, doch wenige Monate später ging das Ganze wieder von vorne los und blieb bestehen. Ich hielt es den Winter über aus und dachte, es würde schon wieder weg gehen, ehe ich im Frühjahr 2012 erneut eine andere HNO-Ärztin aufsuchte, wo ich auf eine chronische Mandelentzündung untersucht wurde, was jedoch nicht feststellbar war. Ansonsten konnte mir die Ärztin nicht helfen und wusste nicht, woran es liegen konnte. Ich fragte sie, ob es eine Pilzinfektion sein könnte, doch sie war sicher, dass es das nicht war. Der typische Satz, den ich bei solchen Untersuchungen von Beginn an bis heute höre, ist: „Ah, ja eine leichte Rötung haben Sie da, aber sonst nichts weiter Auffälliges“. Seit 3 Jahren also eine „leichte Rötung“.
    So verging das Jahr 2012, in dem ich mir versuchte mit Lutschbonbons und anderen Mitteln weiterzuhelfen. Ich stieg von Sprudelwasser auf stilles Wasser um. Das Brennen blieb bestehen. Täglich. Mal leicht im Hintergrund, so dass man nicht weiter darauf achtet. Mal wieder stärker. Hin und wieder auch so stark, dass das Sprechen etwas unangenehm wird.
    Im Winter 2012/2013 versuchte ich es erneut bei einem neuen HNO-Arzt, der wieder nichts feststellen konnte und mich fragte, ob ich genug trinke. Ich erzählte ihm, dass ich sehr viel trinke und er äußerte den Verdacht, dass ich an Diabetes leiden könnte.
    Ich ging zu meinem Hausarzt, der nicht allzu viel von diesem Verdacht hielt, mir aber dennoch Blut abnahm, und mir daraufhin sagte, die Blutwerte sprächen nicht für Diabetes. (Eine Frage von mir: Kann man über die ganz normalen nüchternen Blutwerte Diabetes nachweisen oder muss man dafür nicht eigentlich einen speziellen Test machen?)
    Mein Hausarzt riet mir, es einfach hinzunehmen.

    Das Jahr ging weiter und die Beschwerden blieben bestehen. Im Sommer 2013 ging ich erneut zu einem anderen HNO-Arzt, der die Vermutung äußerte, es könne auch ein Reflux der Magensäure sein, der das Brennen auslöste. Ich nahm daraufhin Pantoprazol, doch es änderte nichts.
    Ich zog um und ging im Zuge dessen zu einem neuen Hausarzt, der ebenfalls auf den Reflux setzte und mir eine höhere Dosis Pantoprazol verschrieb. Ich überlegte, welche Nahrungsmittel meinen Reflux begünstigten könnten und versuchte die Halsschmerzen in Verbindung mit meinen vorherigen Mahlzeiten zu bringen, was jedoch sehr schwer war. Ich begann, morgens auf mein Nutellabrot zu verzichten und auch sonst Süßigkeiten wie Schokolade oder Haribo zu meiden. Und siehe da: Die Halsschmerzen gingen weg.
    Ich dachte, ich hätte es endlich geschafft, doch nachdem ich 3 Monate später eine Mandelentzündung bekam und im Zuge dessen Antibiotika nehmen musste, trat das Brennen wieder auf und blieb bestehen.
    Ich versuchte es erneut mit Pantoprazol und behielt auch das Weglassen von Nutella und die Minimierung von Süßigkeiten bei, doch es half nicht mehr. Mein neuer Hausarzt empfahl mir daraufhin eine Magenspiegelung, die ich schließlich im Frühjahr 2014 durchführen ließ (Es dauert lange, dafür einen Termin zu bekommen...). Das Ergebnis: Keine Anzeichen für eine Refluxerkrankung und auch sonst nichts Auffälliges. Ich war unfassbar enttäuscht, da ich nun wieder ohne Anhaltspunkt da stand.

    Ich besorgte mir einen Termin in der HNO-Abteilung der Uniklinik, wo ich einige Monate später noch einmal ausgiebig untersucht wurde. Dabei wurde auch ein Allergietest gemacht. Auf typische Sachen wie Pollen oder Milben.
    Ergebnis: Eine leichte allergische Reaktion auf Milben. Außerdem hieß es, ich könne nicht besonders gut durch die Nase atmen. Ich dachte „Hurra! Da sind die Gründe“, doch wurde vom Oberarzt, der extra dazugerufen wurde, gebremst. Dass meine Beschwerden durch diese vernachlässigbare Milbenallergie oder die leichte Beeinträchtigung der Naseatmung (die wohl jeder Vierte hat) hervorgerufen werden, sei unwahrscheinlich. Aber auch er wusste keine andere Antwort und meinte, das könnte in ein paar Jahren auch einfach wieder weggehen.
    Mit einer anderen Ärztin dort sprach ich über Lebensmittelallergien, da mir immer wieder aufgefallen war, dass ich insbesondere nach dem Verzehr von Schokolade oder anderen Süßigkeiten ein stärkeres Brennen im Hals bekam. Sie sagte, dass eine Lebensmittelunverträglichkeit sich eigentlich eher im Magen abspiele. Verdauungsprobleme hatte und habe ich allerdings tatsächlich fast nie.

    Und das ist nun mein jetziger Stand. Ich habe einen Termin für einen erneuten Allergietest in zwei Monaten, suche aber eigentlich noch nach einem richtigen Allergologen.

    Ich verdränge das alles meist ganz gut, aber hin und wieder ist es doch sehr belastend. Vielleicht gibt es ja unter euch jemanden, der ähnliche Beschwerden hat oder hatte? Vielleicht ist jemandem in meiner Beschreibung etwas aufgefallen und hat eine Idee, was es sein könnte?
    Ich bin für jeden Tipp, Ratschlag oder Hinweis sehr dankbar!

    Zum Abschluss noch meine „Notizen“ oder Verdächtigungen:
    - Ist Diabetes doch noch eine Möglichkeit? Ich hatte seither viele Blutuntersuchungen und es gab nichts Auffälliges. Auch sonst würde ich sagen, dass es keinen Anlass gibt, von Diabetes auszugehen, zumal ich sehr dünn bin.
    - Gibt es einen Zusammenhang mit Antibiotika? Das Ganze begann vermeintlich damit und nach der Mandelentzündung, die mit Antibiotikum behandelt wurde, kamen die Beschwerden zurück.
    - Können solche Halsschmerzen durch eine (allergische) Reaktion auf Zucker oder Süßstoff o.ä. ausgelöst werden? Ich habe manchmal nach dem Essen von Schokolade (nur bei manchen Sorten, bei anderen nicht) ein unmittelbares Brennen im Hals. Auch nach dem Trinken von Cola Light ist mir das aufgefallen, wobei ich natürlich nicht ausschließen kann, dass ich durch meine Selbstbeobachtung auch mein eigenes Empfinden beeinflusse.
    - Sind Milben als Ursache tatsächlich auszuschließen? Symptome wie „Nase zu“ oder Nießen habe ich jedenfalls nicht, wenn ich mit Hausstaub in Kontakt komme.
    - Ist meine etwas schlechtere Nasenatmung tatsächlich auch als Ursache auszuschließen? Ich atme eigentlich viel durch die Nase und mir fällt eigentlich nicht auf, dass sie so schlecht sein soll.
    - Etwas weithergeholt vielleicht: Ich habe oben noch beide Weisheitszähne, die allerdings, so wie ich das einschätze, keine Beschwerden verursachen. Man hört ja, dass Weisheitszähne allerdings alles mögliche an Problemen verursachen können. Könnten solche Halsschmerzen auch dazu gehören?


    Liebe Grüße und ich bin euch wirklich sehr dankbar für eure Hilfe!
    Peter


  • Re: Seit 3 Jahren Halsschmerzen

    Wenn Sie auf Pantozol keine Nebenwirkungen hatten, sollten Sie dies weiterhin einnehmen. Zwar habe ich ihre Nase nicht beurteilt, aber zur Besserung der Nasenatmung könnten Sie mit ihrem HNO-Arzt besprechen, ob er Ihnen ein cortisonhaltiges Nasenspray verschreibt (z.B. Nasonex). Dies führt über ein Abschwellen der Nasenschleimhaut zu einer verbesserten Nasenatmung. Eine Nasenatmungsbehinderung ist einer der häufigsten Gründe überhaupt für Halsschmerzen.

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    • Re: Seit 3 Jahren Halsschmerzen

      Vielen lieben Dank für Ihre Antwort, Herr Suckfüll!
      Auf Pantozol hatte ich zwar keine Nebenwirkungen, allerdings schien eine Refluxerkrankung durch die Magenspiegelung ja ausgeschlossen. Wieso meinen Sie, sollte ich es trotzdem weiter nehmen?
      Heute hatte ich sehr starke Halsschmerzen unmittelbar nachdem ich Orangensaft und Blutorangensaft getrunken hatte. Kann das eine allergische Reaktion im Hals sein, die sich aber nicht auf meinen Magen und Darm auswirkt?
      Den Tipp mit dem cortisonhaltigen Nasenspray werde ich umsetzen, danke!

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      • Re: Seit 3 Jahren Halsschmerzen

        Ihr gesamter Bericht legt den Verdacht nahe, dass zumindest ein Pharyngo-laryngealer Reflux besteht. Die Anzeichen eines solchen sind durch eine Gasto-Ösophaguskopie (Magenspiegelung) nicht unbedingt erkennbar. Die Beschwerden bestehen trotzdem. Daher meine Empfehlung es weiter zu nehmen.

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        • Re: Seit 3 Jahren Halsschmerzen

          Meine Vermutung geht dahin das du auf Zuckerersatzstoffe (Süssstoffe) reagierst. Das ist bei meiner Familie der häufigste Auslöser für Beschwerden im Mund und Hals Bereich.

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          • Re: Seit 3 Jahren Halsschmerzen

            Sie könnten allergisch reagieren, oder ihre Stimme falsch belasten. Für letzteres empfehle ich die Vorstellung bei einem phoniatrischen Facharzt, dieser kann weiterhelfen. Die Schleimhäute können Sie mit beruhigenden Inhalationen (Salbei befeuchtet, keine Kamille) und Mundspüllösungen (Bepanthen) unterstützen.

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            • Re: Seit 3 Jahren Halsschmerzen

              Hallo Peter,
              wie geht es Dir im Moment? Hast Du Pantozol weiter eingenommen? Den angesprochenen stillen Reflux kann man mittels pH-Metrie diagnostizieren. Das ist zwar eine recht teure IGEL-Leistung, habe ich aber auch schon gemacht.
              Ich leide auch schon fast ein Jahr an den von Dir genannten Symptomen. Ich habe einen furchtbar trockenen und schmerzenden Rachen. Ich bin den gleichen Diagnoseweg gegangen wie du und es wurde nichts gefunden. Mir wurde auch geraten, die Nase operieren zu lassen. Wie ist es, wenn Du ein paar Stunden gar nichts isst? Hast Du während des Essens oder beim Schlucken Schmerzen?
              Ich überlege im Moment, mir die Mandeln rausnehmen zu lassen. Vielleicht ist es eine chronische Mandelentzündung.

              Viele Grüße
              Florian


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              • Re: Seit 3 Jahren Halsschmerzen

                Hallo zusammen,

                nachdem ich eine persönliche Nachricht eines Forenmitglieds bekommen habe, dem es ähnlich geht, wie es mir damals erging, hier ein Update 4 Jahre nach meinem Beitrag:

                Es geht mir besser und die Halsschmerzen sind seit Frühjahr 2015 weg

                Ich habe eine ganze Reihe an Veränderungen vorgenommen, von denen ich nicht genau sagen kann, welche geholfen hat. Vielleicht alle ein wenig.

                Hier meine Liste der Veränderungen, die hoffentlich auch anderen helfen kann:

                - Ich habe im Winter 2014/2015 herausgefunden, dass ich so genannte "Teppichkäfer" in meiner Wohnung hatte. Die hatte ich von meiner Mutter mitgebracht, wo ich vorher wohnte. Die sind ziemlich klein, ernähren sich von Staub und sind allgemein nicht sonderlich gefährlich oder schädlich. Allerdings haben die Larven ganz feine Härchen, die durch die Luft fliegen- und eventuell Beschwerden auslösen können.

                Ich bin sie durch viel Staubsaugen losgeworden. Wenn man viel saugt, vor allem da wo es dunkel und staubig ist - unterm Bett, unter der Küchenzeile, hinterm Schrank - geht das recht einfach. Seither habe ich auch immer sehr darauf geachtet, dass ich wenig Staub in der Wohnung habe und mir auch einen Luftreiniger geholt, den ich während und nach dem Saugen einschaltet, wenn viel Staub durch die Luft gewirbelt wird.

                - Ich habe aufgehört jeden Morgen Milch zu trinken. Da Milchsäure nicht gut bei Entzündungen ist.

                - Ich habe aufgehört jeden Morgen Nutella zu essen, da ich gemerkt habe, dass der Halsschmerz häufig bei besonders süßen, schokoladigen Sachen entstand.

                - Ich habe regelmäßig Nasenduschen mit Salzwasser benutzt, um alles im Nasen- und Rachenbereich gut freizuspülen

                - Ich habe darauf verzichtet, nachts die Heizung laufen zu lassen, um die Luft nicht so trocken zu machen. Ich denke, insgesamt ist es sehr wichtig, dafür zu sorgen, dass die Raumluft immer feucht genug ist.

                - Ich habe eine Mundspülung geholt, mit der ich immer nach dem Zähneputzen im Rachen gurgele

                Ich hoffe sehr, dass diese Tipps auch anderen Menschen helfen können!

                Liebe Grüße,
                Peter

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                • Re: Seit 3 Jahren Halsschmerzen

                  Das ist doch mal eine information. Schön, das es dir besser geht. Ich hatte mich auch schon mal gefragt, ob bei einem allergietest, alle staubarten durch den hausstaubmilbentest damit abgedeckt sind, z. B. Auch die von dir erwähnten teppichkäferlarvenhaare oder normaler staub der jetzt bei der hitze durch die luft fliegt.

                  Kommentar


                  • Re: Seit 3 Jahren Halsschmerzen

                    Ich hab das selbe Problem, ca. seit ich 13 bin (jetzt 17) Ich dachte erst es wären allgemeine Trockenheit oder irgendwelche Milben, weil ich auch trockene Augen hatte und wir sind auch in ein Haus mit etwas Schimmel und Teppichboden umgezogen.
                    Der erste Arzt meinte auch es könnte an der etwas zu engen Nase liegen und ich hab nen Allergietest gemacht. Festgestellt wurde nur eine leichte Allergie gegen Gräser.
                    Der Lungenarzt hat meine Lunge geprüft und zu den Halsschmerzen hat er nur gesagt, ich soll keine sauren Sachen oder Fett essen und dass es wichtig wäre, genug zu schlafen, ohne Reflux zu erwähnen.
                    Vom Reflux habe ich dann im Internet selber gelesen und hab bei einem anderen Arzt dann Panteprazol bekommen und sollte einen Termin für eine Magenspiegelung machen. Hab ich zum Glück nicht gemacht, denn 1 Monat Panteprazol hats nicht gebessert.
                    ​​​Wenn ich was fertiges oder Schokolade esse, hab ich auch so ein Kratzen im Hals. Von meinen Lieblingschips (Kessel Chips) bekomme ich am nächsten Tag auch stärkere Halsschmerzen (bei anderen Chips hab ich das nicht festgestellt).
                    Die Halsschmerzen sind mal für ein paar Tage mehr, mal weniger, als ich Panteprazol genommen hatte waren sie sogar stärker und danach besser.
                    Ich trinke auch 3 Liter am Tag, weil es sich nach einiger Zeit nichts trinken sehr trocken anfühlt. Ich hab auch manchmal Mundgeruch, wenn ich nichts getrunken hab, glaube ich.
                    Weisheitszähne hab ich wie du auch, alle 4, aber die sind noch dabei rauszukommen.

                    Ich habe außerdem noch Augenzucken, häufig trockene Augen und manchmal (selten) einen Krampf beim Gähnen.
                    ​​​​​​

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                    • Re: Seit 3 Jahren Halsschmerzen

                      *was fettiges, nicht was fertiges

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                      • Re: Seit 3 Jahren Halsschmerzen

                        Lieber Peter,

                        ich habe die gleichen Symptome, wie du sie beschreibst - jetzt seit bereits einem Jahr - mal mehr, mal weniger, manchmal blendet man die Halsschmerzen fast aus, manchmal möchte man erst gar nicht mehr reden und sich im Bett verkriechen. Die Seitenstränge des Halses sind leicht gerötet - mal mehr und mal weniger, was auch mit den unterschiedlich starken Halsschmerzen einhergeht (Ärzte wollen mir weismachen, dass es vermutlich schon immer so ist, dass mein Rachenraum rötlich ist).

                        Ich habe nun auch etliche Ärzte durch und wurde mit Antibiotika (dadurch wurde es schlimmer), mit Pantozol, wegen eines Refluxverdachts - erst 40, dann 80 über 4 Wochen (das hat rein gar nichts gebracht, aber ich sollte es lustig weiternehmen und es wird mir auch immer wieder erneut verschrieben).
                        Zwischenzeitlich habe ich mich auf alles Erdenkliche testen lassen - Blutwerte und Abstriche ergaben nichts, die Pilztabletten habe ich auch gelutscht und auch die Bepanthenspülung, sowie unzählige Lutschversuche (Dobendan, GeloRevoice, Neoangin stimmig...). Die Halstabletten verschlimmerten die Symptome teilweise sogar.
                        Nun habe ich selbst Chlamydien ausgeschlossen, da man die ja auch im Rachenraum antrifft...
                        Beim Allergietest kam heraus, dass ich auf NICHTS allergisch reagiere - so wurde mir groß gratuliert und ich galt weiterhin als kerngesund (Deine leichte Milbenallergie wird es vermutlich nicht sein).

                        Nun ging ich von einer Lebensmittelallergie aus...(ich ließ erst die Milch weg und dann immer mehr...) - wie auch immer - zwei Wochen Kartoffeln "ohne alles" zu jeder Tageszeit führten zu keinem Ergebnis... Wegen des vermeintlichen Reflux schlafe ich auch in einer schiefen Ebene - ohne Erfolg...

                        Ich kann dich auch entwarnen - mit den Weisheitszähnen wird es wohl nicht zusammenhängen, da ich von Geburt an keine besitze... auch Diabetes habe ich keines, das wurde beim Amtsarzt getestet...
                        Nachdem der Amtsarzt (ich bin Lehrerin) aber Blut im Urin fand (Mikrohämaturie) - war ich richtig frustriert - das war nicht das Problem, das mich störte...

                        ..nun meinten viele Ärzte, dass ich mir diese Halsschmerzen nur einbilde. Teils wurde gefragt: "Was wünschen Sie sich denn mit ihren unzähligen Besuchen bei mir?"
                        Auch auf Depressionen und Stress wurde getippt, ohne die Vermutung weiter zu erläutern: Da ich Lehrerin bin und mir - neben der Schmerzen beim Sprechen - auch schonmal die Stimme wegbleibt, seit ich diese Halsschmerzen habe, kann ich aber ehrlich zugeben, dass meine "Verstimmung" eher auf den Job zurückzuführen ist, der mit diesen Halsschmerzen keinen Spaß macht...
                        Ich glaube auch nicht, dass es mit einer falschen Stimmbelastung einhergeht - auch drei Wochen ohne Sprechen brachten keinen Erfolg.
                        Währenddessen trank ich 4 Wochen Salbeitee (4,5 Liter über den Tag verteilt, sonst nichts) und gurgelte mit Bepanthen - kein Ergebnis.

                        Im Juli wurde bei mir festgestellt, dass sich das Bakterium Serratio Marcescens vermehrt bei mir ausbreitete: hierfür gab es einen Abstrich im Rachenraum, der nun zum ersten Mal auf "anaerobe" Bakterien untersuchte. Nach dem passenden Antibiotikum gingen die Bakterien weg. Die zwei vorherigen Antibiotika, die mir "auf gut Glück" verschrieben wurden, konnten gegen dieses spezielle Bakterium gar nichts ausrichten.
                        Ich war nun ein bis zwei Wochen symptomfrei, was ich auch dadurch erreichte, dass ich nur einmal täglich as. Auch bei mir trat der Halsschmerz nämlich gehäuft auf, wenn ich - wie du auch - zu Nutella oder Cola Zero griff. So ernährte ich mich eine Woche lange von Tee mit einem Schuss Milch.

                        Als alles gut war, fing ich wieder an mit meiner normalen Ernährung und voilà: Der Spaß ging nun vor drei Tagen erneut los...

                        Nun meine Frage: Ist dein gesundheitlicher Zustand gut geblieben?
                        Nachdem ich alles ausschließen konnte, bei gleicher Symptomatik, bleibt für mich in deinen Schilderungen nur dieser Verdächtige übrig:
                        "Können solche Halsschmerzen durch eine (allergische) Reaktion auf Zucker oder Süßstoff o.ä. ausgelöst werden?"

                        Viele Grüße
                        Vroni

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                        • Re: Seit 3 Jahren Halsschmerzen

                          Hallo zusammen,
                          die Beiträge sind jetzt bereits etwas älter, ich würde mich dennoch über ein kurzes Update freuen, ob inzwischen etwas bei euch gefunden wurde. Denn ich habe leider eine ähnliche Krankengeschichte hinter mir: Durchgehend Halsschmerzen (ohne Husten oder Schnupfen) seit 6 Monaten, verschiedene Antibiotika hinter mir ohne Besserung, Pilzinfektion im Rachen wurde erfolgreich behandelt, Blutwerte alle im Normbereich (bis auf eine frühere EBV Infektion, jedoch nicht akut nachweisbar). Zahlreiche Arzttermine (Internisten, HNOs, Gastroenterologen), verschiedenste Vermutungen (stiller Reflux, Verspannungen durch meine ständigen Nackenprobleme, Allergien, Histaminintoleranz, falsche Stimmbelastung etc). Allergien konnten keine nachgewiesen werden (nur eine leichte HIT Unverträglichkeit, aber bislang kein Zusammenhang erkennbar), Pantoprazol gegen einen möglichen stillen Reflux hat auch nicht geholfen. Magenspiegelung und MRT der HWS stehen noch aus. Belastung und Reden machen die Beschwerden nur noch schlimmer, seit 6 Monaten kein Sport möglich und ständig krank geschrieben.

                          Ich freue mich über Rückmeldung, ob bei euch inzwischen etwas gefunden wurde. Ich werde mal wie bei Peter darauf achten, ob es bei Verzehr von Zucker oder Süßstoff schlimmer wird, aber ich versuche diese wegen der Histamingeschichte eigentlich ohnehin schon eher zu vermeiden. Reden verschlimmert es eigentlich am meisten.

                          Grüße

                          Kommentar


                          • Re: Seit 3 Jahren Halsschmerzen

                            Ich hab auch ähnliche Beschwerden . Jedoch ist es bei mir ein Jucken am Gaumen ,dass einfach bei mehr oder fast allem kommt was ich esse und bis in den Rachen ausstrahlt . Teilweise brennt es auch als hätte ich Säure im Mund . Und im Anschluss bekomme ich dann manchmal kurzzeitig so eine Art Halsschmerz,wie wenn man morgens aufwacht und merkt dass sich der Hals kratzig krank eitrig anfühlt und etwas dann sogar das schlucken noch manchmal etwas weh tut .

                            is das bei euch ein richtiger Schmerz oder auch eon Jucken oder wie ich es eben so beschrieb ?

                            hoffe jemand liest es und antwortet vielleicht

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